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Heringsdorf (Ostholstein)

Gemeinde in Schleswig-Holstein, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heringsdorf
Heringsdorf (Ostholstein)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heringsdorf hervorgehoben
Koordinaten: 54° 18′ N, 11° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Ostholstein
Amt: Oldenburg-Land
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 29,42 km2
Einwohner: 1120 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahl: 23777
Vorwahl: 04365
Kfz-Kennzeichen: OH
Gemeindeschlüssel: 01 0 55 022
Adresse der Amtsverwaltung: Hinter den Höfen 2
23758 Oldenburg i. H.
Website: www.amt-oldenburg-land.de
Bürgermeister: Jürgen Raudonus (CDU)
Lage der Gemeinde Heringsdorf im Kreis Ostholstein
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Über dieses Bild

Heringsdorf ist eine Gemeinde im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Augustenhof, Fargemiel, Görtz, Kalkberg, Klötzin, Rellin, Siggen, Süssau und Weilandtshof liegen im Gemeindegebiet und gehören als Ortsteile zur Gemeinde. Bei drei Ortsteilen spricht man landläufig von Gütern: Gut Augustenhof, Gut Görtz und Gut Siggen.

GeschichteBearbeiten

Der Ort Heringsdorf basiert auf einer slawischen Gründung und gehört zusammen mit Klötzin, Rellin, Fargemiel, Görtz und Siggen zu den lübschen Stadtstiftsdörfern.

OrtsteileBearbeiten

GörtzBearbeiten

Gut Görtz wurde Mitte des 13. Jahrhunderts erstmals erwähnt.

Das Gut befindet sich in Privatbesitz. Es wird landwirtschaftlich genutzt, wobei der Getreide- und Rapsanbau überwiegt. In den Sommermonaten findet auf dem Gut ein Kunstmarkt statt. In einer ehemaligen Scheune wurde ein Café eingerichtet.

SiggenBearbeiten

Gut Siggen wird als Gästehaus und Forum der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die ihren Sitz in Hamburg hat, genutzt. Gleichzeitig wird das Gut landwirtschaftlich genutzt. Alfred Toepfer hatte das Gut 1932 erworben.

Die Wirtschaftsgebäude wurden nach einem Brand 1934 neu errichtet.

SüssauBearbeiten

Süssau ist ein Erholungs- und Campingort in der Gemeinde Heringsdorf. Die Süssauer Strandpromenade wurde erst kürzlich erneuert und eine Seebrücke errichtet. An der Zufahrt zum Strand (Seebrücke) befinden sich Parkplätze; die Zufahrtsstraße ist keine Durchgangsstraße, was sich als angenehm für Strandbesucher und Campingplatz-Benutzer erweist.

In Süssau finden das Camperfest, die Ostsee-Sause und das Feuerwerk auf der Seebrücke statt.

Süssau wird erheblich geprägt vom Leben am Strand (mit DLRG-Station) und auf der Strandpromenade sowie vom Betrieb der Campingplätze, wie der Camping Club Süssau, Camping Park Süssau, Camping Poseidon und Camping am Minigolf. In geringer Entfernung befinden sich noch zwei weitere Campingplätze am Rosenfelder Strand, auf einem wird traditionsreich FKK-Betrieb angeboten.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Wahl der Gemeindevertretung 2018 ergab folgendes Ergebnis:

Gemeindewahl Heringsdorf 2018
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,0 %
46,0 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,2 %p
+4,2 %p
Sitzverteilung in der Gemeindevertretung Heringsdorf seit 2018
  
Insgesamt 11 Sitze

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Blau und Gold im Wellenschnitt erhöht geteilt. Oben ein silberner Hering, unten ein abgebrochener roter Kreuzstab.“[2]

WirtschaftBearbeiten

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Da der Ort an der Ostsee liegt, ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Zur Steigerung der Attraktivität wurde im Gemeindeteil Süssau zum Saisonbeginn 2006 die Strandpromenade renoviert und eine Seebrücke integriert. Die neue Strandhalle bestimmt mit ihrer sachlichen Architektur das Bild im Eingangsbereich der Promenade.

VerkehrBearbeiten

Heringsdorf liegt an der Bahnstrecke Lübeck–Puttgarden. Der ehemals hier bestehende Bahnhof (später Haltepunkt) wird schon seit etlichen Jahren nicht mehr von Personenzügen bedient.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Paul Möller (1916–2016), Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Heringsdorf (SPD)

BilderBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein