Schashagen

Gemeinde in Deutschland

Schashagen ist eine Gemeinde im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein.

Wappen Deutschlandkarte
Schashagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schashagen hervorgehoben

Koordinaten: 54° 8′ N, 10° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Ostholstein
Amt: Ostholstein-Mitte
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 41,46 km2
Einwohner: 2083 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 23730
Vorwahlen: 04564, 04561, 04562
Kfz-Kennzeichen: OH
Gemeindeschlüssel: 01 0 55 037
Adresse der Amtsverwaltung: Am Ruhsal 2
23744 Schönwalde am Bungsberg
Website: www.schashagen.de
Bürgermeister: Rainer Holtz (CDU)
Lage der Gemeinde Schashagen im Kreis Ostholstein
AhrensbökAltenkrempeBad SchwartauBeschendorfBosauDahme (Holstein)DamlosEutinFehmarnGöhlGremersdorfGrömitzGroßenbrodeGrubeHarmsdorfHeiligenhafenHeringsdorfKabelhorstKasseedorfKellenhusenLensahnMalenteManhagenNeukirchenNeustadt in HolsteinOldenburg in HolsteinRatekauRiepsdorfScharbeutzSchashagenSchönwalde am BungsbergSierksdorfStockelsdorfSüselTimmendorfer StrandWangelsSchleswig-HolsteinKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet von Schashagen erstreckt sich im südöstlichen Teilbereich der naturräumlichen Haupteinheit Ostholsteinisches Hügel- und Seenland nordöstlich von Neustadt in Holstein an der Lübecker Bucht.[2][3]

GemeindegliederungBearbeiten

Im Gemeindegebiet liegen die Orte Albersdorf, Altenbek, Bentfeld, Beusloe, Bliesdorf, Brodau, Brodauer Mühle, Groß Schlamin, Hermannshof, Klein Schlamin, Krummbek, Logeberg, Moorkaten, Merkendorf, Marxdorf, Rampe, Sackhufe und Wohldmorgen.

NachbargemeindenBearbeiten

Direkt angrenzende Gemeindegebiete von Schashagen sind:[3]

Schönwalde am Bungsberg Lensahn Beschendorf,
Manhagen,
Grömitz
Altenkrempe  
Neustadt in Holstein

GeschichteBearbeiten

Der Gutsbezirk Brodau, auf dem einige Dörfer in Schashagen liegen, wurde 1526 von Heinrich Rantzau († 1538) auf Helmstorf angelegt.[4] Andere Ortsteile gehörten früher zum Johanniskloster in Lübeck und zum Gut Mönchneversdorf, das heute selbst zur Nachbargemeinde Schönwalde am Bungsberg gehört. Die Ortschaften Bliesdorf, Merkendorf, Marxdorf und Klein-Schlamin schließlich gehörten dem Lübecker St. Clemens-Kaland.

Schashagen war bis 1970 amtsfrei.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Wahl 2018 ergab folgendes Ergebnis:

Gemeindewahl Schashagen 2018
Wahlbeteiligung: 51,1 %
 %
50
40
30
20
10
0
45,4 %
31,2 %
23,5 %
Sitzverteilung in der Gemeindevertretung Schashagen seit 2018
   
Insgesamt 13 Sitze

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau eine goldene Windmühle (Galerieholländer) über einer silbernen Lilie im Schildfuß.“[5]

Die Brodauer Mühle – der Galerieholländer im Wappen – war das Wahrzeichen von Brodau an der Straße nach Grömitz. Die 1864 erbaute Kornmühle brannte aus noch ungeklärter Ursache am 17. November 2005 ab.

VerwaltungBearbeiten

Schashagen wird vom Amt Ostholstein-Mitte mitverwaltet.

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Die Wirtschaft im Gemeindegebiet ist von der landwirtschaftlichen Urproduktion und dem Tourismus geprägt. Es besteht auch ein Gewerbegebiet.

Die Bundesautobahn 1 führt im Abschnitt zwischen Neustadt in Holstein und Oldenburg in Holstein durch das westliche Gemeindegebiet. An der Anschlussstelle Neustadt in Holstein/Pelzerhaken (Nr. 13) zweigt die Bundesstraße 501 ab, die in küstennäherer Parallellage durch die Bäderorte bis zur Anschlussstelle Heiligenhafen wieder zur A 1 führt.[3]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Detlev Siegfried von Ahlefeldt (1658–1714), königlicher Landrat und Amtmann von Oldenburg und Fehmarn.
  • Detlev Friedrich von Ahlefeldt (1686–1745) war Erbherr auf Brodau und dänischer Generalmajor.
  • Johann Friedrich Heinrich Timm (1866–1945), Politiker der SPD, Leiter der Reichszentrale für Heimatdienst, Abt. Bayern
  • Im Jahre 2007 wurde dem Bauunternehmer Gerhard Gollan die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Schashagen verliehen.
  • Ernst-August Wittrock erhielt 2008 für seine kommunalpolitische Arbeit als Bürgermeister von 1994 bis 2008 die Freiherr-vom-Stein-Medaille des Landes Schleswig-Holstein.

WeblinksBearbeiten

Commons: Schashagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2020 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. (PDF) S. 3, abgerufen am 20. November 2021.
  3. a b c Relation: Schashagen (382429) bei OpenStreetMap (Version #13). Abgerufen am 20. November 2021.
  4. Henning von Rumohr: Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein. Verlag Weidlich/Flechsig Würzburg 1989, S. 386.
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein