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Hausen (Niederbayern)

Gemeinde im Landkreis Kelheim in Deutschland

GeographieBearbeiten

 
Ortsansicht von Hausen

Es existieren die Gemarkungen Großmuß, Hausen und Herrnwahlthann.

Gemeindeteile sind:[2]
Birnbach, Buch, Dietenhofen, Esper, Frauenwahl, Großmuß, Hausen, Herrnwahl, Herrnwahlthann, Kreuth, Naffenhofen, Obersippenau, Saladorf, Schafreut, Schoissenkager, Sippenau und Weinberg.

GeschichteBearbeiten

 
Unserer Lieben Frau

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Hausen wurde zwischen 863 und 885 erstmals urkundlich erwähnt. Die Siedlung tanna monachorum, das heutige Herrnwahlthann, wurde im 9. Jahrhundert angelegt. Hausen gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Kelheim des Kurfürstentums Bayern. Die Freiherren von Kreittmayr besaßen dort eine offene Hofmark.

Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Hausen. 1978 entstand im Zuge der Gemeindegebietsreform die heutige Großgemeinde Hausen durch Zusammenschluss mit den Gemeinden Großmuß und Herrnwahlthann (Umbenennung im Jahr 1900 aus Thann)[3].

Am 19. April 1809 fand auf den Höhen nördlich des Ortes während des 5. Koalitionskriegs Napoleons die Schlacht bei Teugn-Hausen zwischen österreichischen und französischen Truppen statt.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Großmuß und Herrnwahlthann eingegliedert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1484 Einwohner
  • 1970: 1582 Einwohner
  • 1987: 1720 Einwohner
  • 1991: 1791 Einwohner
  • 1995: 1928 Einwohner
  • 2000: 1966 Einwohner
  • 2005: 2041 Einwohner
  • 2010: 2016 Einwohner
  • 2015: 2063 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Erwin Ranftl (Freie Wähler). Er wurde im März 2014 zum Nachfolger von Alfons Haumer jun.(FW) gewählt.

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten; vorne in Silber über einer senkrechten, wachsenden blauen Lanze ein sechsstrahliger roter Stern, hinten in Rot ein gesenktes goldenes Andreaskreuz, aus dessen Kreuzung eine silberne Tanne wächst. Die drei Teile des Wappens repräsentieren die drei Gemeindeteile: Die Lanze steht für Großmuß, der Stern für Hausen und die Thanne für Herrnwahlthann.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft acht, im produzierenden Gewerbe 194 und im Bereich Handel und Verkehr fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 56 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 678. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe neun Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 78 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1828 ha, davon waren 1658 ha Ackerfläche und 168 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2014):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 73 Kindern (ab 2010 mit Kindertagesstätte)
  • Volksschulen: eine mit acht Lehrern und 113 Schülern

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hausen (Niederbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 183.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 493.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 611.