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GeografieBearbeiten

 
Ortsansicht von Aiglsbach

Aiglsbach liegt zwischen Regensburg und München sowie zwischen Ingolstadt und Landshut.

Es existieren folgende Gemarkungen: Aiglsbach, Berghausen, Gasseltshausen, Oberpindhart, Pöbenhausen, Radertshausen, Buch, Haselbuch, Gerblhäuser, Straßberg, Lindach, Moosham.

GeschichteBearbeiten

 
Kirche St. Leonhard

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Der Ort wurde erstmals 864 urkundlich erwähnt. Weitere Nennungen folgten als Agelspach (ca. 1145), Ailgilspach (ca. 1190) und Egilspach (ca. 1160). Der Name leitet sich vermutlich von einem Eigennamen Agil, Egil, Aigil oder Eigil ab, ergänzt um das althochdeutsche Wort für „Bach“, pah (auch bah, pach). Aiglsbach gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Mainburg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

NamensänderungBearbeiten

Die offizielle Schreibweise des Gemeindenamens wurde 1911 von „Aigelsbach“ auf „Aiglsbach“ abgeändert.

NamensherkunftBearbeiten

Im bayerischen Spessart wird der Name der Gemarkung Eichelsbach des Marktes Elsenfeld ebenfalls auf „Egilespach“ oder ähnlich zurückgeführt. Aigil oder auch Egil war ein im Mittelalter häufiger Name – Eichelsbach im Spessart soll nach einem Abt Aigil eines Klosters in/bei Fulda benannt worden sein.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberpindhart eingegliedert.[2] Am 1. Januar 1974 kam Berghausen hinzu.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gebiet der ehemaligen GemeindeBearbeiten

  • 1961: 1089 Einwohner
  • 1970: 1032 Einwohner
  • 2011: 1080 Einwohner

Gebiet der heutigen GemeindeBearbeiten

  • 1961: 1272 Einwohner
  • 1970: 1216 Einwohner
  • 1987: 1331 Einwohner
  • 1991: 1408 Einwohner
  • 1995: 1475 Einwohner
  • 2000: 1546 Einwohner
  • 2005: 1661 Einwohner
  • 2010: 1670 Einwohner
  • 2015: 1759 Einwohner

PolitikBearbeiten

Bürgermeister ist Josef Hillerbrand (Christlich Soziale Wählergem.). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Martin Kiermeyer (Christlich Soziale Wählergemeinschaft).

 
Marienplatz mit Mariensäule und Pfarrkirche St. Leonhard

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Katholische Pfarrkirche St. Leonhard in Aiglsbach
  • Romanische Kirche Unsere Liebe Frau in Gasseltshausen

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 17, im Produzierenden Gewerbe 32 und im Bereich Handel und Verkehr elf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 31 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 481. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 112 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1892 ha. Davon waren 1710 ha Ackerfläche und 181 ha Dauergrünfläche.

Öffentliche Einrichtungen und VereineBearbeiten

  • TV v. 1932 Aiglsbach e. V., Turnverein mit diversen Abteilungen
  • Katholische Landjugend Aiglsbach
  • Kindergarde Aiglsbach e. V.
  • JuKi-Treff im Pfarrgemeinderat
  • Freiwillige Feuerwehren Aiglsbach, Oberpindhart, Berghausen
  • Katholischer Frauenbund Aiglsbach
  • Kriegervereine Aiglsbach, Oberpindhart, Berghausen

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Aiglsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 516.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 610.