Teugn

Gemeinde in Deutschland

Teugn (bairisch: Deing) ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Saal an der Donau.

Wappen Deutschlandkarte
Teugn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Teugn hervorgehoben

Koordinaten: 48° 54′ N, 12° 1′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Saal an der Donau
Höhe: 379 m ü. NHN
Fläche: 17,07 km2
Einwohner: 1718 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93356
Vorwahl: 09405
Kfz-Kennzeichen: KEH, MAI, PAR, RID, ROL
Gemeindeschlüssel: 09 2 73 175
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 4
93342 Saal a.d.Donau
Website: www.teugn.de
Erster Bürgermeister: Manfred Jackermeier (CSU)
Lage der Gemeinde Teugn im Landkreis Kelheim
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Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

 
Ortsansicht von Süden

LageBearbeiten

Teugn liegt in der Region Regensburg.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde hat sieben Gemeindeteile[2] (in Klammern ist der Siedlungstyp[3] angegeben):

Es existiert nur die Gemarkung Teugn.[4]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Die erste nachweisliche Besiedlung des Ortes erfolgte durch Kelten. Im 9. Jahrhundert wurde Teugn von Anno für das Bistum Freising erworben. Im Jahr 1002 schenkte König Heinrich II. seinen Grundbesitz in Teugn der Bischofskirche von Brixen, die bis 1803 Grundherrin blieb.

Teugn gehörte politisch lange zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Kelheim des Kurfürstentums Bayern. Am 19. April 1809 fand auf den Höhen südlich des Ortes während des 5. Koalitionskriegs Napoleons die Schlacht bei Teugn-Hausen zwischen österreichischen und französischen Truppen statt. 1818 entstand durch das Zweite Gemeindeedikt im Königreich Bayern die heutige Gemeinde.

20. JahrhundertBearbeiten

Obwohl die Gemeinde Teugn nur ca. 1100 Einwohner zählte, konnte sie bei der Gemeindegebietsreform in Bayern im Jahr 1978 die politische Selbständigkeit erhalten.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 1249 auf 1692 um 443 Einwohner bzw. um 35,5 %.

  • 1961: 0992 Einwohner
  • 1970: 1076 Einwohner
  • 1987: 1220 Einwohner
  • 1991: 1289 Einwohner
  • 1995: 1352 Einwohner
  • 2000: 1451 Einwohner
  • 2005: 1559 Einwohner
  • 2010: 1604 Einwohner
  • 2015: 1689 Einwohner

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung:[5]

Partei/Liste % Sitze
CSU 43,47 5
SPD 13,53 2
Freie Wähler 27,56 3
BP 15,44 2

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist Manfred Jackermeier (CSU).[6] Dieser löste bei der Kommunalwahl 2014 Anton Schweiger (Freie Wähler) ab. Sowohl Schweiger als auch dessen Vorgänger Köglmeier Hans (CSU) wurden der Titel „Altbürgermeister“ verliehen.

SteuereinnahmenBearbeiten

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2010 700.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 200.000 €.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber ein roter Adler mit quer über die Brust gelegten goldenen Bischofsstab, darunter schwebend ein rotes Tatzenkreuz.“[7][8]
Wappenbegründung: Das 1969 verliehene Wappen weist auf die Geschichte des Ortes hin. Der Adler mit Bischofsstab symbolisiert die Grundherrschaft des Domkapitels Brixen (Südtirol) seit einer Schenkung König Heinrich II. im Jahr 1002. Das Tatzenkreuz als Zeichen der Georgskirche des Klosters Prüfening erinnert an den Grundbesitz des Klosters im Ort.

BaudenkmälerBearbeiten

 
Teugner Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 76 und im Bereich Handel und Verkehr acht sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 30 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 505. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 34 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 767 ha, davon waren 687 ha Ackerfläche.

In Teugn gibt es eine Biogasanlage.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):

  • Kindergarten
  • Grundschule

EhrenbürgerBearbeiten

  • Hans Köglmeier (Altbürgermeister)
  • Anton Schweiger (Altbürgermeister, 1948–2020)
  • Gerhard Merkl (1940–2016) (Staatsminister a. D., stellv. Landrat)

WeblinksBearbeiten

Commons: Teugn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Teugn, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 29. September 2021.
  3. Gemeinde Teugn in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 25. April 2021.
  4. Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 14. Juli 2020, abgerufen am 29. Januar 2021.
  5. Wahl des Gemeinderats - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Teugn - Gesamtergebnis. Abgerufen am 6. Januar 2021.
  6. Bürgermeister. Gemeinde Teugn, abgerufen am 8. November 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Teugn in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 6. August 2020.
  8. Die Schaffung eines Gemeindewappens. Abgerufen am 6. August 2020.