Biburg (Niederbayern)

Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim

Biburg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Kelheim sowie Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Biburg
Biburg (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Biburg hervorgehoben

Koordinaten: 48° 47′ N, 11° 51′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Kelheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Siegenburg
Höhe: 376 m ü. NHN
Fläche: 14,2 km2
Einwohner: 1322 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93354
Vorwahlen: 09443, 09444
Kfz-Kennzeichen: KEH, MAI, PAR, RID, ROL
Gemeindeschlüssel: 09 2 73 119
Gemeindegliederung: 8 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 52
93354 Biburg
Website: www.gemeinde-biburg.de
Erste Bürgermeisterin: Bettina Danner[2] (Aktive Biburger Bürger/Parteifreie Wähler)
Lage der Gemeinde Biburg im Landkreis Kelheim
Landkreis EichstättLandkreis FreisingLandkreis LandshutLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Pfaffenhofen an der IlmRegensburgLandkreis RegensburgLandkreis Straubing-BogenGemeindefreies Gebiet HacklbergPaintenHienheimer ForstFrauenforstNeustadt an der DonauDürnbucher ForstAbensbergAiglsbachAttenhofenBad AbbachBiburg (Niederbayern)ElsendorfEssingHausen (Niederbayern)HerrngiersdorfIhrlersteinKelheimKelheimKirchdorf (Hallertau)LangquaidMainburgNeustadt an der DonauNeustadt an der DonauPaintenPaintenRiedenburgRohr in NiederbayernSaal an der DonauSiegenburgTeugnTrain (Niederbayern)VolkenschwandWildenbergKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Regensburg.

Es gibt acht Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Es gibt die Gemarkungen Altdürnbuch und Biburg.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Biburg wurde erstmals 1048 als Piburch erwähnt. Das Kloster Biburg wurde 1132 durch Konrad und Arbo von Sittling-Biburg an der Stelle der Burg Biburg gegründet. 1555 wurde das Kloster aufgehoben, die Anlage kam in landesherrliche Verwaltung. 1589 erhielten Jesuiten aus Ingolstadt die Gebäude. 1781 übernahm der Malteserorden die Klosteranlage und die geschlossene Hofmark, die er bis zu seiner Auflösung 1808 innehatte. 1808 ging das Kloster durch die Säkularisation in das Eigentum des bayerischen Staates über. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Die Gemeinde Altdürnbuch kam mit ihren Gemeindeteilen Etzenbach und Rappersdorf mit der Gemeindegebietsreform am 1. Januar 1978 zur Gemeinde Biburg.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 946 auf 1287 um 341 Einwohner bzw. um 36,1 %, von 2000 bis 2018 stagnierte sie.

  • 1961: 0810 Einwohner
  • 1970: 0885 Einwohner
  • 1987: 0939 Einwohner
  • 1991: 0943 Einwohner
  • 1995: 1012 Einwohner
  • 2000: 1277 Einwohner
  • 2005: 1244 Einwohner
  • 2010: 1214 Einwohner
  • 2015: 1193 Einwohner
  • 2016: 1227 Einwohner
  • 2017: 1258 Einwohner
  • 2018: 1278 Einwohner
  • 2019: 1280 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

  • 1945–1952 Josef Gigl
  • 1952–1978 Xaver Wallbrun
  • 1978–1996 Jakob Zwerger
  • 1996–2020 Thomas Zachmayer

Erste Bürgermeisterin ist seit 1. Mai 2020 Bettina Danner (Aktive Biburger Bürger / Parteifreie Wähler).

GemeindesteuereinnahmenBearbeiten

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2013 gerundet 709.000 €, davon lag die Gewerbesteuereinnahmen (netto) bei 97.000 € und der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer bei 507.000 €.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot die zweitürmige silberne Ortskirche mit blauen Dächern; darüber schwebend ein von Silber und Blau geteilter Schild, darin drei zwei zu eins gestellte heraldische Rosen mit goldenen Butzen in verwechselten Farben.“[5]

GemeindepartnerschaftBearbeiten

Am 28. Mai 1992 wurde die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Cauffry besiegelt, die Gegenunterzeichnung in Cauffry erfolgte am 4. Juni 1993, genau genommen ist es eine Regionalpartnerschaft mit dem Département Oise.[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
ehemalige Klosterkirche Maria Immaculata

KirchenBearbeiten

Sonstige BautenBearbeiten

  • gemeindlicher Klosterkomplex: Schauplatz des Filmes Trans Bavaria des Regisseurs Konstantin Ferstl; Nutzung des ehemaligen Klosters unter anderem für Theateraufführungen, Feiern und Filmvorführungen; Grundsanierung und Umbau zu einem Wohnkomplex (begonnen im Jahr 2019)

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Es gab 2013 nach der amtlichen Statistik 83 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort wurden insgesamt 457 gemeldet.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2020):

  • Kindertagesstätte: Kindertagesstätte Biburg (Krippe und Kindergarten)

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Biburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinderat 2020 - 2026. Gemeinde, abgerufen am 30. Mai 2020.
  3. Gemeinde Biburg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 24. April 2021.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 611.
  5. Eintrag zum Wappen von Biburg (Niederbayern) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. Regionalpartnerschaft mit dem Département Oise