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Hastenrath ist ein Ortsteil der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Hastenrath
Gemeinde Gangelt
Wappen von Hastenrath
Koordinaten: 51° 0′ 19″ N, 5° 58′ 13″ O
Höhe: [1] 68 (65–70) m
Einwohner: 509 (31. Dez. 2015)
Postleitzahl: 52538
Vorwahl: 02454
Karte
Lage von Hastenrath in Gangelt
Katholische Pfarrkirche
Katholische Pfarrkirche
Ortseingang
Historische Hofanlage
Spielplatz
Kriegerdenkmal
Kapelle am Friedhof
Alte Pumpe
Hastenrath auf der Neuaufnahme von 1912
Hastenrath auf der Urkatasterkarte von 1846
Hastenrath auf der Tranchotkarte 1803–1820

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

LageBearbeiten

Hastenrath liegt ca. 2,5 km nordwestlich von Gangelt an der Kreisstraße 3. Etwa 2 km entfernt vom Ort, am Saeffeler Bach, befindet sich das Naturschutzgebiet Höngener- und Saeffeler Bruch.[2]

GewässerBearbeiten

Bei Starkregen und bei Schneeschmelze fließt das Oberflächenwasser aus den Bereich Hastenrath in den Saeffeler Bach (GEWKZ 2818222)[3] und dann weiter über den Rodebach in die Maas. Der Saeffeler Bach hat eine Länge von 12,747 km bei einem Gesamteinzugsgebiet von 47,479 km².[4]

NachbarorteBearbeiten

Hoengen Saeffelen Langbroich
Tüddern   Vinteln
Süsterseel Etzenrade (NL) Gangelt

SiedlungsformBearbeiten

Hastenrath ist ein ausgedehntes Platzdorf von rundem Grundriss.

GeschichteBearbeiten

OrtsnameBearbeiten

  • 1302 Haisteltoide
  • 1343 Hastelrode
  • 1478 Haestelraed
  • 1595 Hastenradt
  • 1662 Haestenraedt
  • 1912 Hastenrath

OrtsgeschichteBearbeiten

Hastenrath gehörte früher zum Jülicher Amt Millen. Der Ort wird 1343 im ältesten Zinsregister der Herrschaft Heinsberg unter Gangelt erwähnt. In Hastenrath verwaltete die Mannkammer Millen verschiedene Lehen. Ursprünglich gehörte die Pfarre und das Gericht zu Gangelt. 1869 wurde der Ort Rektorat.

Hastenrath hatte 1828 insgesamt 253 Einwohner, 1852 waren es 233 Einwohner. Hastenrath bildete mit den Orten Gangelt, Hohenbusch, Kievelberg, Kreuzrath, Mindergangelt, Niederbusch, Stahe und Vinteln die Gemeinde Gangelt. Mit dem Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Selfkantkreises Geilenkirchen-Heinsberg vom 24. Juni 1969[5] konnte Hastenrath zum 1. Juli 1969 in der Gemeinde Gangelt verbleiben.

KirchengeschichteBearbeiten

Die Pfarrvikarie St. Josef Hastenrath besteht aus Hastenrath und Kievelberg. Die Bevölkerung besteht zum größten Teil aus Katholiken.

Hastenrath gehörte zur Pfarre Gangelt. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts bemühten sich die Bewohner um ein eigenes Gotteshaus und um einen eigenen Seelsorger. 1866 wurde Dr. Heinrich Koch (1866/67) Rektor an der Notkirche. Kapellengemeinde wurde Hastenrath mit Datum 1. Januar 1869. Das Sakrament der Taufe konnte ab 1887 empfangen werden. Ab 1913 wurde auf dem Friedhof beerdigt, bis 1914 fanden Trauungen noch in Gangelt statt. Am 1. Mai 1960 wurde Hastenrath zur Pfarrvikarie erklärt.

1869 wurde die Backsteinkirche im neugotischen Baustil fertiggestellt und benediziert. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark zerstört, 1952 und 1953 renoviert. Sehenswert sind der Mutter Gottes-Seitenaltar, die Gebetsecke zur „Mutter Gottes von der immerwährenden Hilfe“ und die 14 Kreuzwegstationen von 1869. Die Kirchengemeinde Hastenrath mit der Ortschaft Kievelberg gehörte ursprünglich zur Mutterpfarre Gangelt.

Im Zuge der Pfarrgemeindereformen im Bistum Aachen wurde die Pfarrvikarie St. Josef Hastenrath in die Weggemeinschaft der katholischen Pfarrgemeinden Gangelt eingegliedert.[6]

PolitikBearbeiten

Gemäß § 3 (1) g) der Hauptsatzung der Gemeinde Gangelt bilden die Orte Hastenrath und Kievelberg einen Gemeindebezirk. Der wird durch einen Ortsvorsteher im Gemeinderat der Gemeinde Gangelt vertreten.[7] Ortsvorsteher des Gemeindebezirks ist Robert Dahlmanns. (Stand 2013)

InfrastrukturBearbeiten

  • Im Februar 2013 lebten in Hastenrath 516 Personen.
  • Es existieren mehrere landwirtschaftliche Betriebe und mehrere Kleingewerbebetriebe.
  • Es gibt mehrere Bushaltestellen im AVV, bedient von den Linien 437, 472 und vom Schulbus.
  • An der Straße Am Sportplatz liegt einer von zwei Sportplätzen der Sportgemeinschaft Gangelt-Hastenrath e.V.
  • Der Ort hat Anschluss an das Radverkehrsnetz NRW.

SchulwesenBearbeiten

  • Volksschule Hastenrath, 1925: 2 Klassen, 2 Stufen, 1 Lehrer, 1 Lehrerin 69 Kinder
  • Volksschule Hastenrath, 1965: 2 Klassen, 2 Lehrerstellen, 61 Kinder

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Katholische Pfarrkirche St. Josef Hastenrath als Denkmal Nr. 36
  • Buntverglasung in der katholischen Pfarrkirche[8]
  • Windmühle Breberen als Denkmal Nr. 30
  • Haus Altenburg in Breberen als Denkmal Nr. 31
  • Backsteinhofanlage in Hastenrath als Denkmal Nr. 38
  • Kriegerdenkmal in Hastenrath

VereineBearbeiten

  • Freiwillige Feuerwehr Gangelt, Löscheinheit Hastenrath
  • St. Josef Schützenbruderschaft Hastenrath 1900 e.V.
  • Trommler- und Pfeifercorps Hastenrath 1921 e.V.
  • Sportgemeinschaft Gangelt-Hastenrath 99 e.V.
  • Hundesportfreunde´93 Gangelt e.V.
  • Frauengemeinschaft Hastenrath
  • Kirchenchor Hastenrath
  • Jugendgruppe Hastenrath
  • Theatergruppe Hastenrath e.V.
  • Sozialverband VdK Deutschland – Ortsverband Birgden

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Karnevals Nachtzug in Hastenrath
  • Vogelschuss der Bruderschaft
  • Patronatsfest in Hastenrath
  • Kirmes in Hastenrath
  • St. Martin-Umzug in Hastenrath

VerkehrBearbeiten

AutobahnanbindungBearbeiten

BAB Streckenabschnitt Anschlussstelle Entfernung
A 46 Heinsberg – Düsseldorf AS Heinsberg 10 km
A 44 Aachen – Mönchengladbach AS Aldenhoven 25 km
A 4 Aachen – Köln AS Weisweiler 35 km

BahnanbindungBearbeiten

Ab Bahnhof Geilenkirchen (ca. 10 km Entfernung)

Linie Linienverlauf Takt
RE 4 Wupper-Express:
Aachen Hbf – Aachen Schanz – Aachen West – Herzogenrath – Übach-Palenberg – Geilenkirchen – Lindern – Hückelhoven-Baal – Erkelenz – Rheydt Hbf – Mönchengladbach Hbf – Neuss Hbf – Düsseldorf Hbf – Wuppertal-Vohwinkel – Wuppertal Hbf – Wuppertal-Barmen – Wuppertal-Oberbarmen – Schwelm – Ennepetal (Gevelsberg) – Hagen Hbf – Witten Hbf – Dortmund Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min
RB 20 Euregiobahn:
Stolberg (Rheinl) Hbf – Eschweiler-St. Jöris – Alsdorf-Poststraße – Alsdorf-Mariadorf – Alsdorf-Kellersberg – Alsdorf-Annapark – Alsdorf-Busch – Herzogenrath August-Schmidt-Platz – Herzogenrath-Alt-Merkstein – Herzogenrath – Kohlscheid – Aachen West – Aachen Schanz – Aachen Hbf – Aachen-Rothe Erde – Eilendorf – Stolberg (Rheinl) Hbf hier Flügelung; Zugteil 1:Eschweiler-West – Eschweiler Talbahnhof/Raiffeisenplatz – Eschweiler-Nothberg – Eschweiler-Weisweiler – Langerwehe – Düren Zugteil 2:Stolberg (Rheinl) Hbf (Gleis 27) – Stolberg-Schneidmühle – Stolberg Mühlener Bahnhof – Stolberg-Rathaus – Stolberg-Altstadt
Stand: Fahrplanwechsel Juni 2016
60 min (Stolberg Hbf – Alsdorf-Annapark)
30 min
60 min (Langerwehe – Düren)
RB 33 Rhein-Niers-Bahn:
Zugteil 1: Duisburg Hbf – Duisburg-Hochfeld Süd – Rheinhausen Ost – Rheinhausen – Krefeld-Hohenbudberg Chempark – Krefeld-Uerdingen – Krefeld-Linn – Krefeld-Oppum – Krefeld Hbf – Forsthaus – Anrath – Viersen – Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Wickrath – Herrath – Erkelenz – Hückelhoven-Baal – Brachelen – Lindern
Zugteil 2: Heinsberg (Rheinl) – Heinsberg Kreishaus – Heinsberg-Oberbruch – Heinsberg-Dremmen – Heinsberg-Porselen – Heinsberg-Horst – Heinsberg-Randerath – Lindern
Flügelung bzw. Zusammenführung: Lindern – Geilenkirchen – Übach-Palenberg – Herzogenrath – Kohlscheid – Aachen West – Aachen Schanz – Aachen Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2016
60 min

BusanbindungBearbeiten

Linie Linienverlauf
437 Geilenkirchen Bf – Bauchem – Hatterath – Gillrath – Stahe – Niederbusch – Gangelt – Hastenrath – Höngen
474 Heinsberg Busbf – Selsten – Waldfeucht – Saeffelen – Gangelt

StraßennamenBearbeiten

Am Sportplatz, Astin-Healy-Straße, Eichenweg, Endenerstraße, Gangelter Straße, Herkenrather Straße, Hoferstraße, Im Gang, Lindenwinkel, Schulstraße

LiteraturBearbeiten

  • Dritte Ausgabe 1994: Handbuch des Bistums Aachen, ISBN 3-87448-172-7, S. 683f.
  • Leo Gillessen: Die Ortschaften des Kreises Heinsberg, ISBN 3-925620-13-3, S. 100
  • Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz. Nicolai, Berlin und Stettin 1830

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. http://www.naturschutz-fachinformationssysteme-nrw.de/nsg/de/fachinfo/gebiete/gesamt/HS_011
  3. http://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/wasser/pdf/Gewaesserverzeichnis%20GSK3C.xls
  4. Archivlink (Memento des Originals vom 17. Oktober 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lanuv.nrw.de
  5. https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?print=1&anw_nr=2&gld_nr=%202&ugl_nr=2020&val=4036&ver=0&sg=0&menu=1&aufgehoben=N&keyword=&bes_id=4036
  6. http://www.weggemeinschaft-gangelt.de/
  7. http://www.gangelt.de/images/stories/PDF/Ortsrecht/1.1%20Hauptsatzung.pdf
  8. http://www.glasmalerei-ev.net/pages/b2625/b2625.shtml