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Haag (Niederösterreich)

Gemeinde in Österreich
Stadtgemeinde
Haag
Wappen Österreichkarte
Wappen von Haag
Haag (Niederösterreich) (Österreich)
Haag (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Fläche: 54,97 km²
Koordinaten: 48° 7′ N, 14° 34′ OKoordinaten: 48° 6′ 44″ N, 14° 33′ 56″ O
Höhe: 346 m ü. A.
Einwohner: 5.569 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 3350
Vorwahl: 07434
Gemeindekennziffer: 3 05 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 4
3350 Haag
Website: www.haag.gv.at
Politik
Bürgermeister: Lukas Michlmayr (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(29 Mitglieder)
16
6
6
1
16 
Insgesamt 29 Sitze
Lage von Haag im Bezirk Amstetten
AmstettenArdaggerAschbach-MarktBehambergBiberbachEnnsdorfErnsthofenErtlEuratsfeldFerschnitzHaagHaidershofenHollenstein an der YbbsKematen an der YbbsNeuhofen an der YbbsNeustadtl an der DonauOed-OehlingOpponitzSeitenstettenSonntagbergSt. Georgen am ReithSt. Georgen am YbbsfeldeSt. Pantaleon-ErlaSt. Peter in der AuSt. ValentinStrengbergViehdorfWallsee-SindelburgWeistrachWinklarnWolfsbachYbbsitzZeillernAllhartsbergNiederösterreichLage der Gemeinde Haag (Niederösterreich) im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Westseite des Hauptplatzes mit Pfarrkirche, Rathaus und Pfarrhof
Westseite des Hauptplatzes
mit Pfarrkirche, Rathaus und Pfarrhof
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Haag ist eine Stadtgemeinde mit 5.569 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Haag liegt im Westen des Mostviertels im niederösterreichischen Alpenvorland, etwa 16 Prozent der Gemeindefläche ist bewaldet.

GemeindegliederungBearbeiten

Haag besteht aus zwölf Katastralgemeinden (Fläche: Stand 31. Dezember 2017[1]) und gleichnamigen Ortschaften (Einwohnerstand 1. Jänner 2019[2]):

  • Edelhof (622,97 ha, 638 Ew.) samt Ederhöhe, Fadlhof, Pesendorf, Sieberg und Untermayrhofen
  • Gstetten (312,96 ha, 190 Ew.) samt Klingenbrunn, Paga und Ziegelstadl
  • Haag Stadt (273,40 ha), Ortschaft Haag (2792 Ew.) samt Himsental
  • Heimberg (360,94 ha, 123 Ew.) samt Außermayrhofen, Imberg und Rathäuser
  • Holzleiten (450,31 ha, 479 Ew.) samt Göblitz, Hadersbach, Hochwall, Unreinfußen, Winnersdorf und Zauchhof
  • Knillhof (399,41 ha, 172 Ew.) samt Pernersdorf, Pinnersdorf und Stampfhof
  • Krottendorf (480,32 ha, 203 Ew.) samt Lehen, Rippel, Waldbauern, Waldhäuser und Wolflucken
  • Porstenberg (296,93 ha, 152 Ew.) samt Mitterndorf und Richersdorf
  • Radhof (519,66 ha, 105 Ew.) samt Dörfl, Hub, Spitzenwinkel und Stibitzhof
  • Reichhub (779,45 ha, 215 Ew.) samt Ederhöhe, Klaubling, Lembach und Radelsbach
  • Salaberg (371,81 ha, 327 Ew.) samt Waldhäuser
  • Schudutz (627,73 ha, 173 Ew.) samt Braunsberg, Haindorf, Kroisboden, Schmiedhub und Tiefenleiten

GeschichteBearbeiten

Im Altertum war das Gebiet Teil der römischen Provinz Noricum.

  • 1032 wurde die Weihe der Kirche von Haag durch den Passauer Bischof Berengar belegt, dies ist die erste urkundliche Nennung des Ortsnamens.
  • 1282 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der Burg Salaberg.
  • 1921 wurde die Gemeinde Haag geteilt in die Gemeinde Haag-Land und Markt Haag.[3]
  • 1932 erfolgte die Stadterhebung von Markt Haag.
  • 1938 wurden die getrennten Gemeinden Stadt Haag und Haag-Land zu einer Großgemeinde vereinigt.[4][5]

BevölkerungBearbeiten

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 


ReligionenBearbeiten

Haag ist Sitz einer römisch-katholischen Pfarre und einer evangelischen Außenstelle von Amstetten. Die Pfarre feierte im Jahr 2007 ihr 975-jähriges Bestehen.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schloss Salaberg im Sonnenaufgang von Osten aus
  • Wehrkirche: In Haag steht eine zwischen 1432 und 1485 erbaute, spätgotische Wehrkirche, die dem Hl. Michael geweiht ist. 1969/70 erfolgte eine völlige Neugestaltung des Innenraumes, 2001 die Einweihung einer neuen Orgel mit 36 Registern (Orgelbau Kögler, St. Florian).
  • Schloss Salaberg: mit Bauteilen aus der Renaissance und dem Barock. Nicht öffentlich zugänglich. Der Venezianische Festsaal kann jedoch für Veranstaltungen gemietet werden und auch die Schlosskapelle wird für kirchliche Feiern zur Verfügung gestellt.
  • Barockes Badehaus: Das zum Schloss Salaberg gehörende barocke Badehaus kann besichtigt werden.
  • Niederösterreichisches Freilichtmuseum: präsentiert etwa 20 Objekte (alte Gebäude), vorwiegend aus dem Mostviertel.
  • Mostviertelmuseum: Das Mostviertelmuseum zeigt unzählige Gegenstände zum Thema Most, Feldwirtschaft, Flachsverarbeitung, Bienenwirtschaft, alte Wohnkultur u. a.
  • Tierpark Stadt Haag: mit mehr als 80 heimischen und exotischen Tierarten. Der ganzjährig geöffnete Tierpark befindet sich in der Parkanlage Schloss Salaberg von Eduard Petzold.
  • Haager Theaterkeller

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Theatersommer Haag: Intendant Christian Dolezal; seit dem Jahr 2000 findet jährlich der Theatersommer Haag statt; gespielt wird auf dem Hauptplatz auf der temporären Theatertribüne, die vielfach ausgezeichnet wurde.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Stadt Haag mit Zug der Westbahn um 1900

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 214, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 242. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 2.325. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47 Prozent. Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 372.

VerkehrBearbeiten

Die Stadt Haag liegt an der alten Trasse der Westbahn, die hier eine Haltestelle hat. (Die Neubaustrecke umfährt die Stadt im 6840 m langen Siebergtunnel.) In der Nähe liegt die Anschlussstelle Haag der Westautobahn A 1; wenige Kilometer weiter ist bei Strengberg die Wiener Straße B 1 zu erreichen. Dadurch sind die Bezirkshauptstadt Amstetten, die Landeshauptstadt Sankt Pölten und schließlich Wien sowie die schon in Oberösterreich gelegenen Städte Enns und Linz leicht erreichbar. Über die Haager Straße B 42 besteht eine Verbindung in das rund 15 km entfernte Steyr.

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Kaiser Ferdinand I. verlieh dem damaligen Markt Haag 1563 das mit dem Bild des Erzengel Michaels versehene Wappen.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Haag (Niederösterreich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Regionalinformation.zip (Excel-Datei, 1.210 KB); abgerufen am 4. Jänner 2018
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  3. Haus-Chroniken von Haag: Teilung der Gemeinde Haag
  4. Haus-Chroniken von Haag: Land-Haag der Stadt Haag eingemeindet.
  5. Weitere geschichtliche Details – wie etwa die Eintragungen aus den handgeschriebenen Grundbuch – sind auf chronik.stadthaag.com abrufbar