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St. Pantaleon-Erla
Wappen Österreichkarte
Wappen von St. Pantaleon-Erla
St. Pantaleon-Erla (Österreich)
St. Pantaleon-Erla
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: St. Pantaleon
Fläche: 28,46 km²
Koordinaten: 48° 12′ N, 14° 34′ OKoordinaten: 48° 11′ 57″ N, 14° 34′ 17″ O
Höhe: 242 m ü. A.
Einwohner: 2.617 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 4303
Vorwahl: 07435
Gemeindekennziffer: 3 05 29
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ringstraße 13
4303 St. Pantaleon
Website: www.st-pantaleon-erla.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Divinzenz (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
10
9
2
10 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von St. Pantaleon-Erla im Bezirk Amstetten
AmstettenArdaggerAschbach-MarktBehambergBiberbachEnnsdorfErnsthofenErtlEuratsfeldFerschnitzHaagHaidershofenHollenstein an der YbbsKematen an der YbbsNeuhofen an der YbbsNeustadtl an der DonauOed-OehlingOpponitzSeitenstettenSonntagbergSt. Georgen am ReithSt. Georgen am YbbsfeldeSt. Pantaleon-ErlaSt. Peter in der AuSt. ValentinStrengbergViehdorfWallsee-SindelburgWeistrachWinklarnWolfsbachYbbsitzZeillernAllhartsbergNiederösterreichLage der Gemeinde St. Pantaleon-Erla im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

St. Pantaleon-Erla[1] (auch Sankt Pantaleon-Erla) ist eine Gemeinde mit 2617 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

GeographieBearbeiten

St. Pantaleon-Erla liegt an der westlichen Grenze Niederösterreichs im Mostviertel östlich der Mündung des Ennskanals in die Donau. Die Gemeinde wurde 1971 aus den beiden zuvor selbständigen Haufendörfern gebildet. 27,37 % der Gemeindefläche sind bewaldet.

GemeindegliederungBearbeiten

Katastralgemeinden, die auch gleichnamige Ortschaften sind, sind (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[2]):

  • Erla (13,76 km², 842 Ew.) samt Breitfeld, Dorf, Engelberg, Klein-Erla, Öttl, Weinberg und Weingarten
  • St. Pantaleon (14,56 km², 1775 Ew.) samt Albing, Arthof, Marksee, Pyburg, Stein, Stögen und Wagram

Neben den beiden Ortschaften und den zwei Dörfern Klein Erla und Pyburg gibt es 13 kleinere Ortsteile und mehrere Einzellagen.

NachbargemeindenBearbeiten

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GemeindenameBearbeiten

St. Pantaleon: Im Jahr 1423 findet man urkundlich mit Sant Pentlian den ersten Beleg einer Besiedlung. Eine weitere Quelle nennt den Ort 1458 Sand Pantholeen. Der Begriff leitet sich ab vom Patron der hier errichteten Kirche, dem heiligen Pantaleon. Erla: Der Name ist ursprünglich ein Gewässername mit der Bedeutung „beim Fluss, dessen Ufer mit Erlen bewachsen ist“. Erstmals erwähnt wird der Ort in den Jahren 1090/1104 als „de Herlaha“.[3]

GeschichteBearbeiten

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im Ortsteil Albing liegen die Reste eines römischen Legionslagers. Im Ortsteil Ziegelfeld wurde in den 1960er Jahren ein römischer Ziegelbrennofen ausgegraben. Schon in früheren Jahren wurden an der Erla antike Ziegel gefunden. Der Flurname, „Ziegelfeld“, geht auf diese Funde zurück. St. Pantaleon hieß um 1200 bis nach 1400 Zwieselkirchen und war Sitz einer Herrschaft, während Erla seit dem 12. Jahrhundert Sitz eines Benediktinerinnenklosters war, das im Jahr 1583 aufgelöst wurde.

Am 1. Jänner 1971 vereinigten sich die beiden 1850 entstandenen politischen Gemeinden St. Pantaleon und Erla freiwillig zur Gemeinde „St. Pantaleon-Erla“".

WappenBearbeiten

In einem silbernen Schild, der von einem, eine rote Mauer zeigenden, mit der goldenen römischen Zahl II belegten Schildeshaupt bekrönt wird, über zwei blauen Wellenbalken im Schildesfuß ein von zwei sich kreuzenden goldenen Ähren begleiteter aufrechter blauer Hammer mit goldenem Stiel.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2.465 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 2.208 Einwohner, 1981 1.997 und im Jahr 1971 1.949 Einwohner.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

  • Sillé-le-Guillaume: Die Beziehungen des Musikverein Erla mit Sillé le Guillaume, nahe Le Mans, Frankreich, mündete 1990 in eine offizielle Partnerschaft der beiden Gemeinden St. Pantaleon-Erla und Sillé-le-Guillaume.[5]

PolitikBearbeiten

BW

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 SPÖ und 7 ÖVP.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 SPÖ, 6 ÖVP und 1 FPÖ.[6]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 SPÖ, 6 ÖVP und 1 FPÖ.[7]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 SPÖ und 9 ÖVP.[8]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 SPÖ, 9 ÖVP und 1 FPÖ.[9]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ, 9 ÖVP und 2 FPÖ.[10]
Bürgermeister
  • bis 2015 Rudolf Bscheid (SPÖ)
  • seit 2015 Rudolf Divinzenz (ÖVP)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Schloss Erla (ehemaliges Kloster, ältestes Frauenkloster Niederösterreichs)
  • Pfarrkirche Erla (ehemalige Klosterkirche, erbaut 1121 bis 1138)
  • Pfarrkirche St. Pantaleon mit Krypta aus dem 12. Jahrhundert

WirtschaftBearbeiten

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 68, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 84. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1.185.

In St. Pantaleon sollte nach dem Kernkraftwerk Zwentendorf das zweite Kernkraftwerk in Österreich errichtet werden. Dieses Kraftwerk war als Wegbereiter eines „Ruhrgebiets an der Enns“ geplant. Eine Raffinerie, ein Acrylwerk und andere Industrien sollten folgen. Mit dem Beschluss des „Atomsperrgesetzes“ konnten diese Pläne nicht mehr realisiert werden.

VereineBearbeiten

  • Musikverein Erla
  • Musikverein St. Pantaleon
  • Schuhplattler u. Trachtenverein
  • Dorfgemeinschaft Erla
  • Das Feuerwehrwesen besteht aus den zwei Freiwilligen Feuerwehren Erla und St. Pantaleon mit insgesamt etwa 180 Mitgliedern. Beide Feuerwehren sind gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Ennsdorf zum Unterabschnitt Ennsdorf / St. Pantaleon zusammengefasst.[11]
  • Fußballverein SC St. Pantaleon-Erla

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt im Gesetz über die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden LGBl.Nr.1030–94 vom 9. Dezember 2011 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  3. ST. PANTALEON-ERLA. Abgerufen am 6. August 2016.
  4. RIS – Wappen Gemeindefarben St. Pantaleon-Erla – Landesrecht konsolidiert Niederösterreich, Fassung vom 10.10.2018. Abgerufen am 10. Oktober 2018.
  5. Vereinschronik Musikverein Erla. Abgerufen am 7. August 2015.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in St. Pantaleon-Erla. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in St. Pantaleon-Erla. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in St. Pantaleon-Erla. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in St. Pantaleon-Erla. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in St. Pantaleon-Erla. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  11. Die Feuerwehren des Abschnittsfeuerwehrkommandos Haag. Abgerufen am 25. Januar 2015.