Gustav Hammer (Industrieller)

Nikolaus Gustav Hammer (* 20. August 1851 in Nordhausen; † 18. August 1921 in Bad Harzburg) war ein deutscher Maschinenfabrikant. Die von ihm 1877 in Braunschweig gegründete Firma Gustav Hammer & Co. ging 1899 in dem Unternehmen Karges-Hammer auf.

LebenBearbeiten

Gustav Hammer wurde 1851 in Nordhausen im Königreich Preußen geboren. Er gründete 1877 in Braunschweig das Unternehmen Gustav Hammer & Co., das Maschinen und Apparate für die Konserven- und Fleischwarenindustrie produzierte. Der neue Standort befand sich in der Industrieregion im Westen der Stadt Braunschweig an der Blumenstraße.[1] Das Lieferprogramm umfasste u. a. Fleischwiegeapparate, Wurstfüll- und Knetmaschinen, Gewürzmühlen und Speckwürfelschneidemaschinen. Weiterhin wurden Einrichtungen für Großschlachtereien angeboten, insbesondere für Genossenschaften und Aktiengesellschaften in Westfalen. Aufgrund der starken Konjunkturabhängigkeit der fleischverarbeitenden Industrie erweiterte Hammer Anfang der 1880er Jahre die Produktion um Dampfmaschinen, von denen größere Aggregate an die AEG, Berlin, an Helios, Köln, und an Schuckert & Co., Nürnberg, geliefert wurden. Neben diesen beiden Hauptzweigen bot Hammer auch Maschinen und Apparate für die Zuckerindustrie an. Hammer & Co. hatte seinen Hauptabsatzmarkt im Deutschen Reich. Etwa 10 bis 15 % des Gesamtumsatzes entfielen auf Exporte nach Russland, Österreich-Ungarn, Rumänien, Skandinavien und Übersee. Im Jahr 1899 zählte die Firma 75 Beschäftigte.[2] In diesem Jahr fusionierte das Unternehmen mit der Braunschweiger Firma R. Karges zu den Maschinenfabriken R. Karges & G. Hammer & Co., Actiengesellschaft.

Gustav Hammer starb durch einen Unglücksfall im Alter von 69 Jahren im August 1921 in Bad Harzburg.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Braunschweigisches Adreß-Buch für das Jahr 1892. Eintrag Hammer, Gustav, & Co. (C.-G.), Maschinenfabrik (Inh: G. Hammer jun.), Blumenstr. 6.
  2. Richard Bettgenhaeuser: Die Industrieen des Herzogthums Braunschweig. I. Theil, Albert Limbach, Braunschweig 1899, S. 156.