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Großziethen

Ortsteil der Gemeinde Schönefeld

Großziethen (ursprünglich Groß Ziethen, auch Groß-Ziethen) ist ein Ortsteil der Gemeinde Schönefeld in Brandenburg. Es liegt südlich von Berlin im Landkreis Dahme-Spreewald. Großziethen ist der nördlichste Ort der Gemeinde Schönefeld und des Landkreises Dahme-Spreewald. Westlich von Großziethen liegt Berlin-Lichtenrade (Bezirk Tempelhof-Schöneberg), nördlich Berlin-Buckow (Bezirk Neukölln) und südlich Waßmannsdorf, östlich liegen Berlin-Rudow und Schönefeld. Die ehemalige Gemeinde und heutige Gemarkung Großziethen umfasst auch den bewohnten Gemeindeteil Kleinziethen. Die Fläche von Großziethen beträgt 16,41 km².

Großziethen
Gemeinde Schönefeld
Wappen von Großziethen
Koordinaten: 52° 24′ 0″ N, 13° 27′ 0″ O
Höhe: 42 m
Fläche: 16,41 km²
Einwohner: 8274 (2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 504 Einwohner/km²
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 12529
Vorwahl: 03379
Ortsteile der Gemeinde Schönefeld, darunter Großziethen

GeschichteBearbeiten

 
Dorfkirche Großziethen aus dem 13. Jahrhundert

Das Dorf wurde 1300 durch Jacobus de Cziten gegründet und 1375 im Landbuch Karls IV. verzeichnet. Im Zentrum steht die im Kern aus der Gründungszeit stammende Dorfkirche. Später wurde südlich des Dorfangers ein Rittergut angelegt, dessen Park ab 2010 wiederhergestellt wird.

Seit 1816 gehörte Groß Ziethen zum neugegründeten Kreis Teltow-Storkow, ab 1835 zum Landkreis Teltow. Bei der Neuordnung der Kreise 1952 wurde das Dorf dem Kreis Königs Wusterhausen zugeordnet, dem es bis zur Bildung des Landkreises Dahme-Spreewald 1993 angehörte.

1938 erhielt das Dorf Anschluss an den Berliner Güteraußenring. Von 1948 bis 1958 bestand Personenverkehr mit Triebwagen, anschließend wurde die Strecke stillgelegt und abgebaut. Heute erinnert die Straße Am alten Bahndamm im Norden Großziethens an die Lage des ehemaligen Bahnhofs.

Bei dem Schloss Großziethen handelt es sich um ein märkisches Herrenhaus aus dem 14. Jahrhundert. Es befand sich im Besitz der Familie von Bredow, des Feldmarschalls Fürst von Blücher (1798–1828) und der Familie von Bülow (1879–1894). Heute ist es ein Hotel und Tagungsort.

Auf dem Friedhof des Dorfs am Friedhofsweg befindet sich eine Grabstätte für vier sowjetische Soldaten und etwa 200 sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter.[2]

1998 betrug die Einwohnerzahl 3958 Personen, ist seitdem jedoch bereits auf über 8000 Einwohner gestiegen.[1] 2003 erfolgte zwangsweise die Eingemeindung in die Großgemeinde Schönefeld. 2005 wurden 35 Einwohner von Selchow, deren Grundstücke auf dem Gebiet des zukünftigen Großflughafens Berlin Brandenburg lagen, nach Großziethen umgesiedelt.

BildungBearbeiten

Die Paul-Maar-Grundschule befindet sich gegenüber der Dorfkirche von Großziethen. Die Klassenstufen gehen von der 1. Klasse bis zur 6. Klasse. Als Anbau der Schule wurde 2015 ein neues Gebäude für die Schüler der 1. bis 4. Klasse fertiggestellt.

Die Evangelische Schule Schönefeld ist ein Gymnasium in Trägerschaft der evangelischen Kirche. Sie wurde 2011 gegründet und befand sich bis 2014 in Containern in Waßmannsdorf. Zu dem neuen Schuljahr 2014/2015 wurde das neue Schulgebäude in Großziethen eröffnet. Die Jahrgangsstufen gehen von der 7. Klasse bis zur 12. Klasse. Das Abitur schließt man hier nach der 12. Klasse ab. Jedes Jahr kommen zwei neue 7. Klassen dazu, in denen in der Regel je 28 Schüler sind.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Großziethen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b http://www.gemeinde-schoenefeld.de/zahlen-fakten.html
  2. Denkmalliste des Landes Brandenburg Landkreis Dahme-Spree, Fassung vom 31. Dezember 2009 (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bldam-brandenburg.de (PDF; 210 kB), S. 16, abgerufen am 25. Juli 2010