Ghom

Stadt im Iran

Ghom (auch Qum oder Kum, früher Com; persisch قم, DMG Qom) ist die Hauptstadt der Provinz Ghom im Iran. Ghom hat über 1.292.000 Einwohner und ist eine der heiligen Städte der Schia.

Ghom
Fatima-al-Masuma-Heiligtum in Qom
Fatima-al-Masuma-Heiligtum in Qom
Ghom (Iran)
Ghom (34° 38′ 46″ N, 50° 52′ 44″O)
Ghom
Basisdaten
Staat: IranIran Iran
Provinz: Ghom
Koordinaten: 34° 39′ N, 50° 53′ OKoordinaten: 34° 39′ N, 50° 53′ O
Höhe: 928 m
Einwohner: 1.292.283 (Volkszählung 2016[1])
Vorwahl: 025
Zeitzone: UTC+3:30
Webseite: www.qom.ir

LageBearbeiten

Ghom liegt am gleichnamigen Fluss Ghom, 132 km südlich von Teheran an der alten Route und neuen Autobahn nach Isfahan, 928 m über dem Meeresspiegel.

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Hier werden Tonwaren, Glas und Baumwolltextilien produziert; wichtige landwirtschaftliche Güter aus der Umgebung sind Getreide, Baumwolle, Obst, Nüsse und Mohn. In der Nähe befinden sich Erdgas- und Erdölfelder.

Die Stadt besitzt einen bedeutenden Bahnhof, der mit dem Bau der Transiranischen Eisenbahn errichtet wurde. Dieser entwickelte sich durch den Bau der Bahnstrecke Qom–Zahedan und das benachbarte Gleisdreieck von Mohammadije, wo die Bahnstrecke Teheran–Isfahan an die Strecke Qom–Zahedan anschließt, zu einem der wichtigsten Eisenbahnknoten des Landes.

GeschichteBearbeiten

Die schriftlichen Quellen zu Qom im MittelalterBearbeiten

I. Geographische Quellen

Im 9. und 10. Jahrhundert entstanden wichtige geographische Werke in der islamischen Welt, die sich später zu einer eigenständigen literarischen Form entwickelt haben. Während der Herrschaftszeit der Abbasiden dienten diese geographischen Werke zur Verwendung als Itinerarien (sing. Itinerar) und lieferten für die Abbasiden gesicherte Kenntnisse über die großen Handels- und Heeresrouten. In der Entstehung der islamischen geographischen Werke kristallisierten sich zwei wichtige Schulen: die irakische Schule und die Balḫī-Schule. Die irakische Schule unterteilte sich in zwei weiteren Untergruppen. Die erste Untergruppe setzte die Stadt Irak als das Zentrum der Welt und teilte die Welt von Irak aus nach den Himmelsrichtungen. Hingegen die zweite Gruppe setzte die Stadt Mekka als das Zentrum der Weltkarte. Sie beide berücksichtigten in ihren Arbeiten die damals bekannte Welt und versahen insbesondere die islamische Welt mit Details. Demgegenüber nahm Balḫī-Schule nur die islamische Welt in Betrachtung und unterteilte sie in 20 Regionen.[2]

Die wichtigsten Vertreter der irakischen Schule und der Balḫī-Schule waren:

  • Ibn Chordadhbeh mit dem Werk Kitāb al-masālik wa l-mamālik (=Buch der Wege und Länder)
  • al-Yaʿqūbī mit dem Werk Kitāb al-buldān (= Bücher der Länder)
  • al-Masʿūdī mit dem Werk Murūǧ aḏ-ḏahab wa-maʿādin al-ǧauhar (= Die Goldwiesen und Edelsteingruben)
  • Ibn al-Faqih mit dem Werk Kitāb al-buldān (= Bücher der Länder)
  • Ibn Hauqal mit dem Werk Kitāb Ṣūratu l-Arḍ (= Buch vom Bild der Erde)
  • Al-Muqaddasī mit dem Werk Aḥsan at-taqāsīm fī maʿrifat al-aqālīm (= Die schönste Aufteilung, handelnd von der Kenntnis der Länder)

Die auf das Jahr 372/982-83 zurückzuführende geographische Handschrift Hudūd al-ʿĀlam (persisch حدود العالم, „Die Grenzen/Horizonte der Welt“), deren Verfasser bis heute nicht exakt aufgeklärt wurde, bietet uns Informationen zu der Frühgeschichte der Stadt Qom auf persische Sprache. Im Bereich der Reisegeografie übermittelt der arabische Reisender und Peot Abū Dulaf in seinem dWerk Risāla at-taniya eine nüchterne Beschreibung über die Stadt Qom. In dem Werk Werk Ātār wa aḥyāʿ von dem īlḫānischen Wesir Raschīd ad-Dīn während der Herrschaftszeit der Ilchane finden wir Informationen über die landwirtschaftliche Lage des mittelalterlichen Qoms und darüber hinaus auch über den Anbau von Nutzpflanzen in der Umgebung.[3]

II. Geschichtliche Quellen

Zu den frühsten Geschichtswerken bezüglich der Geschichte des mittelalterlichen Qoms gehört das Werk Taʾrīḫ von Baṣrenser Ibn Ḥaiyāṭ al-ʿUṣfurīn (240/854). Das Werk wurde im 9. Jh. verfasst und liefert wichtige Informationen über die geschichtlichen Aspekte der arabischen Einwanderung in Qom. Der muslimische Historiker al-Balādhurī (279/892) gibt in seinem Werk Kitāb al-futūḥ (=Buch der Eroberungen), welches ebenfalls im 9. Jh. entstand, Informationen über die Ereignisse der islamischen Eroberungen auf den Boden des heutigen Irans. Einen besonderen Platz in der islamischen Historiographie in Bezug auf Qom nimmt das Werk Taʾrīḫ-i qom[4] von dem schiitischen Verfasser Ḥasan bin Muḥammad Ḥasan bin al-Qommī (406/1015). Der Autor befasst sich in seinem Werk mit den geschichtlichen, wirtschaftlichen, finanziellen und soziogeographischen Aspekten Qoms. Vor allem übermittelt der Verfasser geschichtliche Informationen vor der islamischen Eroberung Qoms. Des Weiteren findet man Informationen über die Entstehung der Stadt, sowie mystische Figuren und etymologische Bereiche, die mit der Stadt Qom in Verbindung stehen. Im Ursprung hatte das Werk 20 Kapitel und bis heute sind es nur 5 Kapitel von dem ganzen Werk erhalten.[5]

III. Quellen aus dem Bereich des religiösen Schrifttums

Neben den alten Zentren der Schia wie Kufa und Basra, nahm im 10. Jh. im Persien die schiitische Bevölkerung an Zuwachs. Seit Anbeginn der Islamisierung Persiens war die Stadt Qom überwiegend zwölferschiitisch geprägt. Mit der Machtergreifung der Buyiden wurde die schiitische Theologie in Persien gefördert, sodass bedeutsame schiitische Literaturen entstanden sind. Der schiitische Gelehrte Ibn Bābawaih (381/991) verfasste in seinem ʿUyūn aḫbār ar-riḍā eine Biografie und Sammlung von Sprüchen des 8. Imāms ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā der Zwölfer-Schia und übermittelt die geschichtlichen Ereignisse über den Tod der Schwester Fātima bint Mūsā des 8. Imāmes, die in Qom beigesetzt wurde. Neben den zahlreichen biografischen Abhandlungen der Imāme wurden auch weitere biografische Geschichtsschreibungen über die Nachkommenschaft der Imāme verfasst. So berichtet Abū Ismāʿīl Ibrāhīm bin Nāṣir ibn Ṭabāṭabā (471/1078-79) in seinem Werk Muntaqilat aṭ-ṭalibīya Informationen über die zahlreichen Nachfahren von ʿAlī ibn Abī Tālib, die sich in Persien angesiedelt haben, sowie von Ṭālibiden, die in Qom ansässig waren. Im Laufe der Geschichte war die Stadt Qom keine homogen schiitische Stadt, sondern hatte ein vielfältiges Gemisch aus verschiedenen islamischen Gruppierungen und anderen Religionen. Der sunnitische Gelehrte Muhammad ibn Saʿd(230/845) berichtet in seinem großen biographischen Lexikon mit dem Titel Kitāb aṭ-ṭabaqāt al-kabīr (=das große Klassenbuch) über die sunnitischen Gelehrten, die in der Stadt Qom gelebt und aḥadīṯ (sing. Hadith) tradiert haben. Der persische Gelehrte asch-Schahrastānī (521/1153) berichtet in seinem arabisch verfassten Werk Kitāb al–milal wa ʾn-niḥal (=Buch der Gruppierungen und Glaubensrichtungen) über die Ereignisse des Unterganges einer jüdischen Gruppe in Qom.[6]

IV. Zur Etymologie des Namens Ghom

Über den genaueren etymologischen Ursprung des Namen Qoms gibt es in der Forschung keine exakte Antwort. Es bestehen vier Hauptthesen.[7]

  1. Der Name Qom lässt sich von dem Wort kūma (pers. für Strohhütte) ableiten. Diese These wird vom Ḥasan bin Muḥammad Ḥasan bin al-Qomī in seinem Werk Taʾrīḫ-i Qom vertretet.
  2. Der Name Qom ist aus dem Wort Kumīdān entstanden, dem Namen eines Ortsteils der Stadt Samʿānī im 8. Jahrhundert.
  3. Der Name Qom ist von dem persischen Wort kunb herabzuleiten, was auf Deutsch Kuppel bedeutet. Diese Theorie wurde von Burhān-i Qāṭi (1062/1652) [1] vertreten.
  4. Anhand von sassanidischen Inschriften (Sassanidenreich) stellte Richard Frye die Theorie auf, dass Qom aus dem Wort Godmān herzuleiten sei, was als Gomān ausgesprochen und verkürzt zu Gom wird und deswegen zu Qom verarabisiert wurde.

Die Geschichte der Stadt Ghom in vorislamischer ZeitBearbeiten

Die im Zentraliran liegende Stadt Qom geht auf die Antike zurück. Die Geschichte dieser Stadt in der vorislamischen Zeit kann nur phasenweise zurückgeführt werden. Die Ausgrabungen in Tappe Sialk (Tappe ist die persische Form von Tepe/Teppe: „Hügel“) haben gezeigt, dass in dieser Region seit der Antike Menschen angesiedelt waren und die neusten Ausgrabungen im südlichen Teil der Stadt Qom haben Spuren gezeigt, dass die heutige Stadt Qom im 4. und 1. Jahrhundert bewohnt war. Aus der elamitischen, medischen und achämenidischen Zeit sind minimale archäologische Spuren über diese Region bekannt. Dennoch findet man in den Ruinen von Khurha, die 70 km südwestlich von Qom liegen Khowrabad, archäologische Überreste aus der seleukidischen und parthischen Epochen, die bis heute wichtige und bedeutende geschichtliche Informationen dieser Region liefern. Über die Ruinen von Khurha gibt es seither lange und kontroverse Debatte in der Forschung. Entweder sind die Ruinen von Khurha Überreste eines sasanidischen Tempels oder eines seleukidischen dionysischen Tempels. Auch werden sie auf einen parthischen Komplex hingedeutet. Über die tatsächliche Funktion dieser Überreste ist in der heutigen Forschung umstritten.[8] Die wissenschaftlichen Beiträge von dem deutschen Bauforscher und Archäologen Wolfram Kleiss deuten darauf hin, dass die Ruinen von Khurha ein ehemaliger parthischer Palast sein könnten. Laut Kleiss diente dieser Palast als eine Station, die an einer nahen gelegenen Fernstraße lag und bis in die sasanidischen Zeit genutzt wurde.[9]

In der jüngsten Vergangenheit wiederbelebten iranische Archäologen die These anhand von jüngsten Ausgrabungen, dass die Ruinen von Khurha auf einen seleukidischen Sakralbau hinweisen könnten.[10] In dieser Region hat man auch weitere vier parthische Köpfe ausgegraben, die heute im Nationalmuseum von Teheran aufbewahrt werden.[11] Al-Qomī erwähnte bereits im 9. Jahrhundert die heutigen Ruinen von Khurha in seinem Werk, jedoch mit dem Namen als Korhābād/Korrahābād und berichte, dass einige Dörfer in der Umgebung von Qom durch parthische Persönlichkeiten gegründet wurden.[12] Die namentliche Erwähnung der Stadt Qom in griechischer Sprache in den zwei antiken geographischen Werke Tabula Peutingeriana und Geographike Hyphegesis bezweifelt Drechsler.[13]

Die Eroberung und Besiedlung Qoms durch die AraberBearbeiten

Eine tatsächliche Rückverfolgung über die exakten Verläufe der arabischen Eroberung in dieser Region ist in der heutigen Forschung schwer zu entziffern. Die erste arabische Eroberung dieser Stadt erfolgt durch Abū Mūsā al-Aschʿarī im Jahr 23/644. Dieses wird von dem arabischen Historiker Balāḏori berichtet.[14] Wer die Verteidiger von Qom waren, bleibt bis heute rätselhaft, aber man geht davon aus, dass es sich um fliehende sassanidische Adlige und lokale Soldaten handel muss, die einen Widerstand gegen die Araber leisteten. Die Region mit der Stadt Qom blieb nach der ersten Eroberung unberührt und wurde von Isfahan aus verwaltet.[15] Eine dauerhafte Niederlassung von arabischen Siedlern erfolgt in den Jahren 66-77/685-96 als die Aufstände von al-Muchtār ibn Abī ʿUbaid und Muṭarref b. Muġira b. Šaʿba stattfanden.

Nach der Eroberung Qom siedelten sich vorwiegend Ašār-Araber das Gebiet, die ursprünglich aus Jemen abstammten. Abū Mūsā al-Aschʿarī gehört zu ihnen. Über die Gründe, weshalb sie ihre Heimat verlassen haben, ist unklar. Es wird davon ausgegangen, dass sie wegen der allgemeinen Opposition gegen die Umayyaden-Dynastie und die Teilnahme an der gescheiterten Revolte von Ibn al-Ašʿaṯ im Jahr 83/702 nach Qom geflohen sind.[16] Mit der Auswanderung haben die Araber große Viehherden mit sich gebracht, die viel an Weideland brauchten. Die ausgewanderten Araber waren deutlich wohlhabender als die lokalen Perser. Die Araber haben ihren Grundbesitz in Irak verkauft. Sie fingen an langsam Ländereien aufzukaufen und unter anderem auch Dörfer zu übernehmen. Nachdem Tod von Yazdānfāḏār im Jahr 733 nahm die Kontrolle der lokalen persischen Adelsschicht über diese Region ab, sodass sozialer und wirtschaftlicher Konflikt zwischen den arabischen Siedler und den Persern entstand. Immer mehr arabische Siedler wurden in diesem Gebiet ansässig, sodass die Wasserversorgungum über die Quellen des Flusses Qom durch einen Vertrag zwischen den Ethnien gesichert wurde.[17] Im 9. Jahrhundert entwickelt sich Qom rasch zu einer wachsenden Stadt und es wurden verbesserte Bewässerungskanälen, Festungsanlagen, eine Freitagsmoschee und ein Basar errichtet. Daraus folgend wurde die Stadt von abbasidischen Behörden zu einer eigenständigen Provinz erklärt und unabhängig von der isfahanischen Verwaltungsprovinz gemacht. Der abbasidische Kalif Harun ar-Raschid durchführte selbst die Trennung der Stadt und der Region von Isfahan im Jahr 189/804-5.

Schon während der Festigung der arabischen Vorherrschaft bis zur administrativen Trennung Qoms von Isfahan, hatten schiitische Gruppen ihre Vorherrschaft in der Stadt und schöpften aus ihr die Kraft für die Verbreitung ihrer religiösen Strömung. Durch den Tod von Fāṭeme-ye Maʿṣūme, die Schwester des achten schiitischen Imams ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā, die ihren Bruder nach Chorasan folgte und im Jahr 201/816 in der Nähe von Qom verstarb, entwickelt sich Qom zu einem besonderen Wallfahrtsort der Schiiten. Sie wurde in Qom beigesetzt, sodass ihr Grab eine große Bedeutung für die spätere Geschichte von Qom gab. Das Grab von Fāṭeme-ye Maʿṣūme wurde im Laufe der Zeit zu einem Schrein umgewandelt, sodass dieses Heiligtum zunehmend für die Stadt Qom religiöse und wirtschaftliche Bedeutungen brachte und sich schließlich langsam zu einem weiteren Zentrum der schiitischen Gelehrsamkeit hinweg entwickelte. In derselben Zeit bietet Qom einen Rückzugsort für Aliden an.[18]

Die Abbasiden in QomBearbeiten

Aufgrund gegen die Steuerbestimmung des Kalifen im Jahr 210/825-26 brach in Qom ein großer Aufstand auf. Die Aufstände verlangten von dem Kalifen al-Ma'mūn die jährliche Steuerveranlagung wie in der Stadt Rey zu senken. Die Aufständen wurde von Yaḥyā b. ʿEmrān, der zu den ʾAšār-Arabern gehörte, geführt und vertrat unter anderem die Meinung, dass die Steuern nicht an einen rechtmäßigen Herrscher, der gleichzeitig nicht-schiitisch ist, gezahlt werden darf. Daraufhin sandte der Kalif eine Truppe von Soldaten, die den Yaḥyā tötete und die Bürger hart bestrafte. Den Bürgern wurde die Steuer von 2 Millionen auf 7 Millionen Dirham erhöht. Zwei Jahre später wurden die Steuern weiterhin um 700.000 Dirham durch den ʾAšār-Gouverneur ʿAlī b. ʿĪsā erhöht, sodass er gezwungen wurde sein Amt ab zu danken, da er von den Bewohner Qoms stark abgelehnt wurde. Dennoch im Jahr 217/833 kehrte ʿAlī b. ʿĪsā wieder zurück zu seinem Amt als Gouverneur (Wālī) und führte wieder eine Steuererhöhung im Auftrag des Kalifen ein. ʿAlī b. ʿĪsā führte gegen die wiederkehrende Aufstände Gewalt an, sodass etliche Teile von Qom zerstört wurden.[19]

Im Jahr 265/878-9 wurde die erste Freitagsmoschee an der Stelle eines damaligen Feuertempels errichtet. Etwa in der derselben Zeit nahm die schiitische Gelehrsamkeit ihren starken Einfluss in der Stadt, sodass später im Jahr 280/893-94 alle Extremisten (ġulāt) durch den schiitischen Scheich Aḥmad b. Muḥammed b. ʿĪsā ʾAšārī aus der Stadt vertrieben wurden.[20]

Im Jahr 296/909 ernannte der Kalif al-Muqtadir den Ḥusain b. Ḥamdān b. Ḥamdun zum Gouverneur von Qom und Kaschan, der dem Kalifen mit der Armee gegen die Saffariden in Fars unterstützte. Ḥusain b. Ḥamdān b. Ḥamdun übte sein Amt zwei Jahre lang aus, bevor er nach Bagdad versetzt wurde.[21] Neben einer weiteren Steuererhebung gab es in Qom in den Jahren 301/913-14 bis 315/927 eine Intervention seitens des Kalifen, um in dieser Region den Bereich der administrativen Herrschaft zu stabilisieren. Diese Intervention hatte dies zur Folge, dass weitere Unruhen verursacht wurden und das Machtgleichgewicht in dieser Region zwischen den damaligen Mächten Dailamiten und Samaniden beeinträchtigte. Im Jahr 316/928 fiel Qom unter die Kontrolle der Dailamiten-Kriegsherren und sie beuteten die Stadt durch harte Steuern brutal aus. Durch die Machtergreifung der Buyiden in dieser Region waren die politischen Verhältnisse in Qom weniger unruhig las zuvor, obwohl sich die wirtschaftliche Situation verschlechterte.[22]

Zu jener Zeit betrug die Bevölkerung in Qom höchstens 50.000 Einwohner, die ausschließlich aus Persern und Arabern bestand. Überwiegend sprachen sie persisch und viele ausgewanderte Araber nahmen gesellschaftliche Bräuche von den Persern über. Eine kleine Anzahl von Kurden lebten im westlichen Teil der Stadt.[23] Die Zwölfer-Schiiten bildeten eine große Mehrheit der Bevölkerung und es sind bedeutsame schiitische Gelehrten aus dieser Zeit bekannt. Sie waren z. B. Ibn Bābawaih, Ibn Quluya, Saʿd b. ʿAbd-Allāh Qomi. Unter den Schiiten waren viele Aliden, die direkt von den Imamen abstammten und hatten finanzielle Unterstützung durch die Spenden an Heiligtum von Fāṭeme-ye Maʿṣūme. Neben der schiitischen Hauptströmung lebten auch in kleinere Anzahl schiitische Sekten und Anhänger der Offenbarungsreligionen (Juden, Christen und Zoroastrier). Bis zum Ende des 4./10. Jahrhundert hatten die ʾAšārs ihre dominierende Stellung in Qom. Danach wurden den assimilierten Persern erlaubt, sich dem lokalen Establishment einzugliedern und dies führte zu einer neuen sozialen Situation in der Stadt.

Damals befand sich Qom unter schwierige wirtschaftliche und soziale Lage, sodass viele Häuser, Brücken und Mühlen innerhalb der Stadt veralteten und nicht renoviert wurden. Straßen und die Landwirtschaft litten unter extreme unsichere Lage. Neben den schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten kam es immer wieder zu übermäßigen Besteuerungen.[24] Laut den geschichtlichen Quellen scheint die Wasserversorgung zufriedenstellend gewesen zu sein und in den Jahren zwischen 733 und 900 führten die ʾAšārs kontinuierliche Renovierungsarbeiten an den Bewässerungskanälen durch, sodass sie auch die Eigentümer der Wasserrechte waren und gleichzeitig auch Ämter in der Wasserbehörde (divān-e āb) innehatten. Die ʾAšārs blieben bis zum Jahr 347/958-59 die Eigentümer dieser Wasserrechte, sodass sie nach der Machtergreifung durch die Buyiden enteignet wurden, was zur Folge hatte, dass das gesamte Bewässerungssystem einen Niedergang erleben musste. Im Jahr 372/981-82 gab es Versuche für eine Wiederherstellung des gesicherten Bewässerungssystems. Nur drei von ursprünglichen einundzwanzig Kanäle hatten fließendes Wasser, was daraufhin deutet, dass genügend Trinkwasser für die Bevölkerung zur Verfügung stand, aber für landwirtschaftliche Zwecke war diese Menge ungenügend.[25] In den schriftlichen Historiographen scheint insgesamt der Zustand des Anbaus in Qom den anderen Regionen Persiens geähnelt haben und der Ackerboden soll in einer guten Qualität gewesen zu sein, der für Bevölkerung große Mengen an Nahrungsmitteln lieferte. In den schriftlichen Quellen ist wenig über die Viehzucht in der Region bekannt. In der Stadt gab es beachtliche Zahl von Mühlen, die auf eine an Zahl von einundfünfzig geschätzt wird und nur ein Fünftel von ihnen außer Betrieb waren. Nach schriftlichen Überlieferungen zu folgen, soll es auch in der Region Mineralvorkommen und Minen von Silber, Eisen, Gold und Blei vorgekommen sein soll. Es wird auch überliefert, dass die Kurden Salz aus einem See in der Nähe abtransportiert haben. Auch die Herstellung wie Stühle, Textilien und Sattelzeug ist auch aus Qom bekannt und deutet auf handwerkliche Fähigkeiten in Qom.[26]

Qom unter den SeldschuckenBearbeiten

Über die Geschichte Qoms bis zu den Seldschuken ist wenig bekannt. Im Jahr 387/997 wurde die Stadt durch die Buyiden belagert und anschließend erobert. Später im Jahr 418/1027-28 fiel Qom unter die Herrschaft der Kakuyiden-Dynastie und einige Jahre später auch wurde Qom ein Teil der Ghaznawiden-Dynastie (1030-40). Während der seldschukischen Herrschaft ließ man Qom unter der Kontrolle der kakuyidischen Hand. Die Stadt Qom und Provinz Qom wurden durch die kakuyidische Hand verwaltet, sodass nach 10 Jahren die absolute Kontrolle an die Seldschuken überging. Aufgrund der wachsenden Instabilität im seldschukischen Reich, gab es immer wieder Machtkämpfe in dieser Region, sodass die Kontrolle über die Stadt Qom an verschiedenen Besitzer überging. Laut den geschichtlichen Quellen dauert die längste Periode einer Herrschaft über die Stadt Qom von Ahmad Sandschar, dessen Herrschaft 14 Jahre (513-27/1119-1133) andauerte.[27]

Während der seldschukischen Herrschaft erlebte Qom einen erfreuenden wirtschaftlichen Wohlstand. Die sunnitisch-ausgerichteten Seldschucken übten auf die schiitischen Adligen in Qom eine pragmatische Politik aus und Nizām al-Mulk führte eine gute Beziehung zu den lokalen Adligen. ʿAbd-al-Jalil Qazvini gehörte in Qom zu den wichtigsten schiitischen Gelehrten dieser Zeit.[28] Den Quellen zufolge wird berichtet, dass ein seldschukischer Sultan das Heiligtum in Qom besucht haben soll und wer dieser Sultan war, wird in den Quellen namentlich nicht erwähnte. Eine beträchtliche Anzahl von religiösen Gebäuden wurden in der Zeit erbaut. Berichten zu Folge sollen mindesten zehn Madrasa bestanden haben. Neben der alten Freitagsmoschee, die renoviert wurde, erbauten die Seldschuken eine weitere Freitagsmoschee außerhalb des Stadtgebiets. Den Auftrag für eine zweite Freitagsmoschee habe der Sultan Tughrul Beg im Jahr 528/1133 gegeben. Welche Hauptgründe es für den Wohlstand Qoms unter der seldschukischen Herrschaft waren, sind schwer zurückzuführen. Zu den einflussreichsten Familie der Stadt gehört die Familie der Daʿwidār (persisch: دعوی‌دار), die schiitisch geprägt waren und deren Einfluss bis zum Richteramt (qāḍī) der Stadt Qom hinreichte. Durch ihren Einfluss wurde die Stadt Qom zu einer vollständigen schiitischen Domäne.[29]

Nach den Seldschuken fiel Qom unter die Kontrolle der Atabegs von Aserbaidschan und Choresm-Schahs. In diesen beiden Perioden waren die bemerkenswerten Ereignisse die Hinrichtung von ʿAzz-al-Din Yaḥyā, der Naqib der Schiiten war und die Renovierung der Fliesen des Heiligtums durch die Choresm-Schahs, um die Bevölkerung von der schlechten wirtschaftlichen Instabilität abzulenken. Bis die Mongolen im Jahr 614/1217 nach Qom kamen war die Stadt unter der Kontrolle von ʿAlāʾ-al-Din Muḥammad.[30][31]

Qom nach der mongolischen InversionBearbeiten

Durch die mongolische Inversion ließ man im Auftrag der mongolischen Generäle J̌ebe Noyan und Sube'etai die ganze Stadt zerstören. Zwanzig Jahre lang lag die ganze Stadt in Trümmern. Nach diesen zwanzig Jahren wurde die Stadt durch einige wohlhabende Einwohner wiederaufgebaut und besondere Gebäuden repariert. Es wird berichtet, dass der ilkhanidische Wesir Sams-al-Din Jovayni im Jahr 683/1284 eine Zuflucht im Heiligtum der Fāṭeme-ye Maʿṣūme ersucht habe. Die Stadtmauer wurde erneut errichtet und vier bekannte Heiligengräber renoviert. Die lokale Verwaltung nahm ihre Funktion wieder an und ein Damm wurde in der Nähe errichtet. Außerdem erholte sich die landwirtschaftliche Situation mit ihrer Vielzahl von Kulturpflanzen wieder und eine gute Wasserversorgung wurde gesichert.[32]

Nachdem Zerfall des ilkhanischen Reiches wurde die Stadt und die Region von einer halbautonomen adligen Familie, deren Herkunft unbekannt ist und den Namen Ṣafī trug, verwaltet. Der erste Führer dieser Familie (Emir) war Tāj-al-Din ʿAlī, dessen Todesjahr auf 736/1336 datiert wird. Es wird vermutet, dass die Ṣafī-Familie von dem ilkhanidischen Militär abstammen sein könnte. Später gerät ihre Macht unter die Kontrolle der Çobanoğulları. Die Çobanoğulları hatten um 1343 eine Herrschaft in Zentralpersien. Unter schweren Umständen gelang es den Ṣafīs ihre Macht über die Region vierzig Jahre aufrecht zu erhalt, sodass sie sich letztendlich unter die Vorherrschaft der Muzaffariden bis zum Aufstieg Timurs stellen mussten.[33]

Timurs Feldzug in QomBearbeiten

Während den drei persischen Feldzüge Timurs ließ man die Stadt Qom unversehrt. Während diesen Feldzügen verwaltet der fünfte Amir der Ṣafī Ibrāhīm b. ʿAlī Ṣafī Qom, der sich der timuridischen Herrschaft unterworfen ließ. Aus dieser Zeit ist bekannt, dass im Jahr 791/1389 auf den Münzen in Qom den Timur prägen ließ.[34] Die Ṣafīs hatten bis 815/1412 weiterhin eine führende Position in Qom unter den Timuriden. Bis Iskandar b. ʿUmar Šayq dem Šāhruq den Krieg erklärte. Die Stadt Qom wurde ausgeplündert. Während dieser Plünderung wurde der letzte und sechster Ṣafī-Amir Qāǧa Muḥammad gefangen genommen und nach Isfahan gebracht. Dort wurde er zu Tode verurteilt und hingerichtet. Im Jahr 817/1414 fiel die Stadt Qom unter die Herrschaft von Šāhruq und Yūsuf Qāǧa von den Barlās wurde zum nachfolgenden Gouverneure von Qom ernannt. Yūsuf Qāǧa diente als Verteidiger der Grenzregion und gab Rückendeckung dem Šāhruq gegen die Qara Qoyunlu. Nachdem Yūsuf Qāǧa durch einen regionalen Rebellen getötet wurde, ließ Šāhruq seinen Enkel Sulṭān Muḥammad b. Bāysunqur zum Herrscher über Zentralpersien -einschließlich Qom- ernennen.[35]

Qara Qoyunlu und Aq Qoyunlu in QomBearbeiten

Obwohl Sulṭān Muḥammad b. Bāysunqur unter starken politischen Konflikten mit seinem Großvater und mit seinem Bruder ʿAbu'l-Qāsem Bābur stand und sowie Angriff von den Qara Qoyunlu abwehren musste, konnte er Qom unter seiner Kontrolle halten. Qom war seine Hochburg, in der er die meiste Zeit sich aufhielt und ließ auch in seinem Namen Münzen prägen. Zu seinen wichtigsten Gouverneuren gehörte Šāh Qāżi, der im Jahr 851/1447-48 während eines Angriffes an die Qara Qoyunlu umkam und Aḥmad b. Firuzšāh wurde sein Nachfolger. ʿAbu'l-Qāsem Bābur töte Sulṭān Muḥammad während einer Belagerung Qoms und ließ daraufhin Darvīš ʿAlī, einen Sohn von Yūsuf Qāǧa, als seinen Gouverneur einsetzen. Aufgrund der repressiveren Maßnahmen und schlechtes Ansehen unter der Bevölkerung wurde Darvīš ʿAlī nach einem halben Jahr vom Amt abgedankt. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit Darvīš ʿAlī führt dazu, dass die Bevölkerung sich an die Armee der Qara Qoyunlu zu wandte und sie um eine Ablösung von ihrem Gouverneur baten. Daraufhin eroberten die Qara Qoyunlu die Stadt Qom mit Hilfe von Qāǧa Niẓām-al-Dīn Yaḥyā Qomī, der als Berater von Sulṭān Muḥammad diente. Die Eroberung erfolgte durch den Sohn Ġahānšāh, Pir Budāq, entweder am 1. Jomādā II 856/19. Juni 1452[36] oder zu Beginn des Jahres 857/1453[37] Bei der Eroberung ließ Qara Qoyunlu enorme Schäden hinter sich und verschonten die Verteidiger der Stadtburg. Darvīš ʿAlī wurde als Gefangener festgenommen.[38]

Die Qara Qoyunlu herrschten fünfzehn Jahr über Qom. Ġahānšāh hielte sich bei etlichen Gelegenheiten in Qom auf und nutze die Stadt als Winterquartier, somit hatte Qom eine strategische Bedeutung für Qara Qoyunlu gegenüber anderen Mächten in der Region. Es wird berichtet, dass Ġahānšāh Getreidelager in der Stadt hatte und führte im Jahr 862/1458 von Qom aus seinen Feldzug nach Chorasan. Ġahānšāh ließ Šāh Waliquz als Gouverneur der Stadt ernennen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit in der gesamten Qara Qoyunlu-Periode sein Amt ausübte.[39]

Nach dem Tod von Ġahānšāh im Jahr 872/1468 und in der Folge auch des Zusammenbruches der Qara Qoyunlu-Herrschaft in der dieser Region, wurde Qom von verschiedenen Gouverneuren verwaltet. Der Gouverneur Šāh Waliquz erklärte seine Unabhängigkeit und seine Herrschaft endete noch im selben Jahr, als Šāh Ḥāġī Bey Gāvrudi Hamadāni im Auftrag von Ġahānšāh Sohn, Ḥusain-ʿAlī, als Gouverneur eingesetzt wurde. Šāh Ḥāġī Bey wurde später durch die Armee Sulṭān Abu Saʿīd vertrieben, der Zentralpersien für die Timuriden zurückeroberte. Im Jahr 874/1469 setzte Abu Saʿīd den Iskandar Rakabdār an die Macht über Qom, der wiederum durch die Belagerung von Uzun Hasan entmachtet wurde.[40]

Während der Aq Qoyunlu Herrschaft hatte Qom eine ähnliche Stellung wie unter den Qara Qoyunlu. Uzun Hasan hatte die Stadt Qom mehrmals als sein Winterquartier. Von Qom aus verwaltete Uzun Hasan sein Reich, sodass Qom quasi die Hauptstadt des Reiches wurde. Durch die langen mehrmaligen Aufenthalte Uzun Hasans profitierte Qom sehr viel an Finanziellen, da die Amire und die führenden Militäroffiziere ihre Häuser an Uzun Hasan und seinen Gefolgsleuten vermieteten.

Nachdem Tod Uzun Hasan im Jahr 883/1478 kam es zwischen seinen Söhnen Ibrāhim b. Ġahāngīr und Qālīl zu einem Erbfolgekrieg und die Stadt Qom blieb von dieser Auseinandersetzung unversehrt. Der dritte Sohn Yaʿqūb (reg. 1478-90) verbrachte wie sein Vater Uzun Hasan den Winter häufig in Qom und ließ Manṣur Bey b. Sohrāb Čamešgazaki als Gouverneur der Stadt ernennen.[41]

Es ist wenig aus den verbleibenden Herrschaftsjahren der Aq Qoyunlu in Qom bekannt, obwohl die Stadt über die Jahre hin zu den wichtigsten Städten zwischen den kriegerischen Konflikten gehörte. Qom gehört weiterhin zu einem Winterquartier des Āyba Sulṭāns. Sulṭān Murād war der letzten Aq Qoyunlu Herrscher und hatte den Aslamaš Bey als Gouverneur der Stadt ernannt. Die Herrschaft Qoms unter Aq Qoyunlu dauert bis der Safawiden-Schah Ismail I. (Schah) im Jahr 908-9/1503 in Qom einmarschierte. Nach der Eroberung Qoms durch die Safawiden, wurde Qom zu einem der wichtigsten Zentren der schiitischen Theologie und nahm als ein religiöser Wallfahrtsort mehr an Bedeutung für die Schiiten. Die Safawiden errichteten etliche Madrasan in Qom, die die schiitische Theologie in Zentralpersien weiter förderten.

Bildung und ForschungBearbeiten

UniversitätenBearbeiten

 
Eingangstor der Universität von Ghom

Die Stadt Ghom verfügt neben zahlreichen Lehrstätten über zwei staatliche Universitäten (die Universität von Ghom und die Islamisch-Theologische Hochschule von Ghom) sowie die nicht-staatliche (freie) Islamische Azad-Universität von Ghom.

Die Theologische Hochschule von Ghom wurde in Europa vor allem durch Ajatollah Ruhollah Chomeini bekannt. Nach ihm ist das Imam-Chomeini-Institut (auch: Imam-Khomeini-Institut) seit der Einweihung eines neuen Gebäudes 1995 benannt. Es ist der Sitz der extremistischen Hojjatieh-Gesellschaft. Die Theologieschule von Ghom, in der die meisten iranischen Prediger ausgebildet werden, nimmt bei den Schiiten den 2. Rang nach Nadschaf ein. Durch die Islamische Revolution und Ruhollah Chomeini stieg ihre Bedeutung. Die Zahl der studierenden und lehrenden Kleriker stieg nach 1979 auf etwa 50.000.[42]

WeiteresBearbeiten

Seit 1990 besteht das internationale Computer Research Center of Islamic Sciences.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Der Schrein der Fatima Masuma, ein bedeutender Wallfahrtsort, dominiert mit seiner goldenen Kuppel das Stadtbild.

UmgebungBearbeiten

1991 wurde in der Nähe von Ghom bei 34° 39′ 0″ N, 50° 54′ 0″ O ein Raketentestgelände eingerichtet.[43] Am 25. September 2009 wurde bekannt, dass sich eine weitere Anlage des Iranischen Atomprogramms in der Nähe von Ghom befindet.[44][45]

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Ghom unterhält eine Städtepartnerschaft mit:

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Carlos Widmann, Fotos: Georges Abbas: Ghom: Die Macht der Frommen. In: Geo-Magazin. Hamburg 1980,3, S. 36–60. Informativer Erlebnisbericht. ISSN 0342-8311
  • Andreas Drechsler: Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999. [2]
  • Ḥosayn Modarresi Ṭabāṭabāʾi: persisch قم در قرن نهم هجرى, DMG Qom dar qarn-e nohom-e heǧrī, ‚Qom im 9. Jahrhundert A.H. (14. Jh. n. Chr.)‘, Qom 1971.

WeblinksBearbeiten

Commons: Ghom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistical Centre of Iran: Population by age groups and sex and province, the 2016 Population and Housing Census. (xlsx) Abgerufen am 21. Juli 2017 (Excel-Datei, auf der Webseite zum Herunterladen. (Excel; 21 KB)).
  2. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 15-16.
  3. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 18-19.
  4. TĀRIḴ-E QOM, auf iranicaonline.org
  5. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 19-27.
  6. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 27-30.
  7. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 33-34.
  8. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 38 und n 138.
  9. Wolfram Kleiss, “Qalʿeh Zohak in Azerbeijan”, AMI 6, 1973, pp. 66-67, 173-79.
  10. Ali Hakemi, “The Excavation of Khurha,” East and West 40, 1990, pp. S. 16, 22, 26, 28, 35, 39.
  11. Roman Ghirshman, Fouilles de Sialkprès de Kashan 1933, 1934, 1937, 2 vols., Paris, 1938-39.
  12. Qomi, S. 65, 82, 84-86.
  13. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 40-43.
  14. BALĀḎORĪ, auf referenceworks.brillonline.com
  15. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 69-73.
  16. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 78-91.
  17. Qomi, S. 48-49, 242, 244, 250, 253-57, 260, 262-63.
  18. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 126-128.
  19. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 132-39.
  20. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 148-54.
  21. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 163-66.
  22. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 166-81.
  23. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 198.
  24. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 192-92.
  25. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 143-52.
  26. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 153-58.
  27. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 208-219.
  28. ABD-AL-JALĪL RĀZĪ, auf iranicaonline.org
  29. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 220-228.
  30. ALĀʾ-AL-DĪN MOḤAMMAD, auf iranicaonline.org
  31. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 228-31.
  32. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 232-41, 308-12.
  33. Modarresi Ṭabāṭabāʾi, 1985a, pp. 12-15, 20-25; idem, 1985b, S. 44; Roemer, S. 77-79.
  34. Andreas Drechsler, Geschichte der Stadt Qom im Mittelalter (650-1350): politische und wirtschaftliche Aspekte, Berlin, 1999, S. 228-32.
  35. Modarresi Ṭabāṭabāʾi, 1971, S. 208-24.
  36. Ḡiāṯi Baḡdādi, S. 53, 156.
  37. Modarresi Ṭabāṭabāʾi, 1971, S. 233-35.
  38. Modarresi Ṭabāṭabāʾi, 1971, pp. 154-56, 224-32; Idem, 1985b, S. 57.
  39. Modarresi Ṭabāṭabāʾi, 1971, pp. 156/57, 235-237.
  40. Modarresi Ṭabāṭabāʾi, 1971, pp. 157-60, 237-39.
  41. Modarresi Ṭabāṭabāʾi, 1971, pp. 84-85, 239-55.
  42. Spiegel.de vom 10. März 2003 Urlaub auf der Achse des Bösen
  43. Ghom in der Encyclopedia Astronautica (englisch)
  44. Die Zeit online vom 2. Juli 2010 Iranisches Atomprogramm: Die Bombe ist nah
  45. iaea.org (PDF; 65 kB)