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Dieser Artikel behandelt die Fußballnationalmannschaft Bulgariens bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1970.

Inhaltsverzeichnis

QualifikationBearbeiten

Rang Land Tore Punkte
1 Bulgarien 1967  Bulgarien 12:7 9
2 Polen 1944  Polen 19:8 8
3 Niederlande  Niederlande 9:5 7
4 Luxemburg  Luxemburg 4:24 0
Bulgarien - Niederlande 2:0
Bulgarien - Luxemburg 2:1
Bulgarien - Polen 4:1
Niederlande - Bulgarien 1:1
Polen - Bulgarien 3:0
Luxemburg - Bulgarien 1:3

Bulgarisches AufgebotBearbeiten

Nummer / Name Damaliger Verein Geburtstag Länderspiele
Torhüter
1 Simeon Simeonow Bulgarien 1967  Slawia Sofia 26.04.1946
13 Stojan Jordanow Bulgarien 1967  ZSKA Sofia 29.01.1944
22 Georgi Kamenski Bulgarien 1967  Lewski Sofia 03.09.1947
Abwehr
2 Alexander Schalamanow Bulgarien 1967  Slawia Sofia 04.09.1941
3 Iwan Dimitrow Bulgarien 1967  Akademik Sofia 14.05.1935
4 Stefan Aladschow Bulgarien 1967  Lewski Sofia 18.10.1947
6 Dimitar Penew Bulgarien 1967  ZSKA Sofia 12.07.1945
12 Milko Gaidarski Bulgarien 1967  Lewski Sofia 18.03.1946
14 Dobromir Schetschew Bulgarien 1967  Lewski Sofia 12.11.1942
15 Boris Gaganelow Bulgarien 1967  ZSKA Sofia 07.10.1941
17 Todor Kolew Bulgarien 1967  Slawia Sofia 29.04.1942
Mittelfeld
5 Iwan Dawidow Bulgarien 1967  Slawia Sofia 05.10.1943
8 Christo Bonew Bulgarien 1967  Lokomotive Plowdiw 03.02.1947
11 Dinko Dermendschiew Bulgarien 1967  Trakia Plowdiw 02.06.1941
16 Asparuch Nikodimow Bulgarien 1967  ZSKA Sofia 21.08.1945
20 Wasil Mitkow Bulgarien 1967  Lewski Sofia 17.09.1943
Angriff
7 Georgi Popow Bulgarien 1967  Trakia Plowdiw 14.07.1944
9 Petar Tschekow Bulgarien 1967  ZSKA Sofia 10.10.1944
10 Dimitar Jakimow Bulgarien 1967  ZSKA Sofia 12.07.1941
18 Dimitar Maraschliew Bulgarien 1967  ZSKA Sofia 31.08.1947
19 Georgi Asparuchow Bulgarien 1967  Lewski Sofia 04.05.1943
21 Boschidar Grigorow Bulgarien 1967  Slawia Sofia 27.07.1945
Trainer
  Bulgarien 1967  Stefan Boschkow   14.06.1924

Spiele der bulgarischen MannschaftBearbeiten

Erste RundeBearbeiten

Rang Land Tore Punkte
1 Deutschland Bundesrepublik  BR Deutschland 10:4 6
2 Peru  Peru 7:5 4
3 Bulgarien 1967  Bulgarien 5:9 1
4 Marokko  Marokko 2:6 1
  • Peru  Peru - Bulgarien 1967  Bulgarien 3:2 (0:1)

Stadion: Estadio Nou Camp (León)

Zuschauer: 14.000

Schiedsrichter: Sbardella (Italien)

Tore: 0:1 Dermendschiew (13.), 0:2 Bonew (49.), 1:2 Gallardo (50.), 2:2 Chumpitaz (55.), 3:2 Cubillas (73.)

  • Deutschland Bundesrepublik  BR Deutschland - Bulgarien 1967  Bulgarien 5:2 (2:1)

Stadion: Estadio Nou Camp (León)

Zuschauer: 12.700

Schiedsrichter: Ortiz de Mendebil (Spanien)

Tore: 0:1 Nikodimov (12.), 1:1 Libuda (20.), 2:1 Müller (27.), 3:1 Müller (52.) 11m, 4:1 Seeler (67.), 5:1 Müller (88.), 5:2 Kolew (89.)

  • Marokko  Marokko - Bulgarien 1967  Bulgarien 1:1 (0:1)

Stadion: Estadio Nou Camp (León)

Zuschauer: 12.000

Schiedsrichter: Ribeiro (Portugal)

Tore: 0:1 Schetschew (40.), 1:1 Ghazouani (61.)

Deutschlands erster Gegner in der Gruppe 4 war das unbequeme Team aus Afrika, Marokko. Der mühsame 2:1-Erfolg konnte nach dem 0:1-Rückstand durch Jarir erst im zweiten Durchgang von Müller und Seeler gesichert werden, die Schön nach langen Diskussionen in den Medien gemeinsam spielen ließ. Doch der Zittersieg brachte für den weiteren WM-Verlauf der Deutschen keine hoffnungsvollen Erkenntnisse. Zuvor hatten sich die Peruaner gegen Bulgarien in einer spannenden Partie mit 3:2 durchgesetzt. Bulgarien war auch der zweite Gegner der Deutschen. Für die enttäuschenden Haller und Held nahm Schön Libuda und Löhr ins Team. Vor allem der Einsatz von ‚Stan’ Libuda zahlte sich aus. Trotz des frühen 0:1-Rückstandes ließen sich die Deutschen nicht aus dem Konzept bringen, denn Libuda spielte als Rechtsaußen das Spiel seines Lebens, sorgte selbst für den Ausgleich und bediente seine Mitangreifer, nachdem er seine bulgarischen Gegenspieler schwindelig gespielt hatte laufend mit Flanken. Drei Mal schlug Gerd Müller, ein Mal Uwe Seeler zu, bevor eine Unsicherheit in der Abwehr noch den zweiten Treffer der Bulgaren zuließ. Im letzten Vorrundenspiel galt es nun die Peruaner zu bezwingen, die Marokko, dank ihres Torjägers Cubillas 3:0 besiegt hatten. Aufgrund einer großartigen ersten Halbzeit, in der Gerd Müller mit einem ‚Dreierpack’ überzeugte, während Cubillas kurz vor der Pause ein Mal traf führte Deutschland verdient 3:1. Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Peruaner und brachten die Deutschen immer wieder in Schwierigkeiten. Doch dank einer aufopferungsvollen Abwehrschlacht in erbarmungsloser Hitze hielt die Helmut Schön-Elf das Ergebnis und durfte auch im Viertelfinale in Leon spielen, wo sich das deutsche Quartier befand.