Franz Muxeneder

bayerischer Volksschauspieler

Franz Muxeneder (* 19. Oktober 1920 in Salzburg; † 3. Januar 1988 in München) war ein bayerischer Volksschauspieler österreichischer Herkunft.

LebenBearbeiten

Muxeneder war Automechaniker, Skilehrer und Finanzbeamter, bevor er sich für den Schauspielerberuf entschied. Sein Debüt gab er kurz nach Kriegsende am Salzburger Landestheater, Ende der 1940er Jahre trat er am Theater Die Kleine Freiheit in München auf. Ab den 1950er Jahren konzentrierte er sich auf seine Filmarbeit, wo er stets etwas einfältige und beschränkte Nebenfiguren verkörperte, zum Beispiel als Knecht oder Soldat.

Er war seit Ende der 1940er Jahre neben zahlreichen bekannten Stars in unzähligen Heimatfilmen und Komödien zu sehen, darunter die Kassenschlager Drei Männer im Schnee (1955), Die Trapp-Familie (1956) und Münchhausen in Afrika (1958). Im Jahr 1960 spielte er an der Seite von Heinz Rühmann in dem Klassiker Der brave Soldat Schwejk. Als er im selben Jahr für das Münchner Volkstheater engagiert wurde, hatte er bereits eine fünfzehnjährige Berufserfahrung vorzuweisen und konnte sein Talent nun auch im Komödienstadel beweisen. Unvergessen auch seine Rolle als „Hase Lodengrün“ im Kinder-Hörspiel Sängerkrieg der Heidehasen von James Krüss. 1966 spielte er im Theater an der Wien.

Seit Ende der 1960er Jahre wirkte der „Komiker für alle Filme“[1] in zahlreichen Erotikkomödien mit, wo er in Was treibt die Maus im Badehaus? in einer Doppelrolle als Dieb und Pfarrer ausnahmsweise Hauptdarsteller war. In der Fernsehserie Luftsprünge spielte er an der Seite von Toni Sailer und Luis Trenker, in Klimbim gehörte er vorübergehend zum Stammpersonal, in anderen TV-Serien wie Königlich Bayerisches Amtsgericht und Meister Eder und sein Pumuckl trat er gelegentlich auf.

Kurz vor seinem Tod spielte er in der Spielzeit 1986/87 noch einmal an der Bayerischen Staatsoper in München die Rolle des Frosch in der Operette Die Fledermaus (Regie: Otto Schenk).

Nach seinem Tode wurde er in seine Heimatstadt überführt und auf dem Salzburger Kommunalfriedhof zur letzten Ruhe gebettet.[2]

FilmografieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Supernase. Karl Spiehs und seine Filme, Wien 2006, S. 127
  2. knerger.de: Das Grab von Franz Muxeneder