Hallein

Stadt in Österreich

Hallein ist eine österreichische Stadt mit 21.314 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Tennengau im Bundesland Salzburg.

Stadtgemeinde
Hallein
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hallein
Hallein (Österreich)
Hallein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Hallein
Kfz-Kennzeichen: HA
Fläche: 26,98 km²
Koordinaten: 47° 41′ N, 13° 6′ OKoordinaten: 47° 40′ 59″ N, 13° 5′ 49″ O
Höhe: 447 m ü. A.
Einwohner: 21.314 (1. Jän. 2020)
Postleitzahl: 5400
Vorwahl: 06245
Gemeindekennziffer: 5 02 05
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Schöndorferplatz 14
5400 Hallein
Website: www.hallein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Alexander Stangassinger[1] (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2019)
(25 Mitglieder)
9
3
1
8
3
Insgesamt 24 Sitze
Lage von Hallein im Bezirk Hallein
AbtenauAdnetAnnaberg-LungötzBad VigaunGolling an der SalzachHalleinKrisplKuchlOberalmPuch bei HalleinRußbach am Paß GschüttSankt KolomanScheffau am TennengebirgeLage der Gemeinde Hallein im Bezirk Hallein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Rathaus Hallein
Rathaus Hallein
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Hallein, im Hintergrund der Untersberg
Hallein vom Kleinen „Barmstoa“ aus gesehen
Hallein an der Salzach, mit Dürrnberg, Barmsteinen und Untersberg

AllgemeinBearbeiten

Sie ist Bezirkshauptstadt des Tennengaus und die zweitgrößte Stadt im Bundesland Salzburg. Hallein wird als Salinenstadt, Keltenstadt, Industriestadt, Schulstadt und als Kulturstadt bezeichnet.

Das Salzbergwerk Hallein ist eines der ältesten Bergwerke der Welt. Für Hallein, am Fuße des Dürrnbergs, dem Halleiner Salzberg gelegen, war schon immer das Salz von größter Bedeutung, auch die Besiedelung des Dürrnberges durch die Kelten erklärt sich aus dieser Tatsache.

Aus Holzschnitzkursen der Saline entstand 1871 die erste Fachschule der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Durch diese Holzschnitzerei Schule, aus der sich die HTBL Hallein entwickelt hat, kann die Stadt als Bildhauerzentrum gesehen werden.

Die einheimische Bevölkerung legt Wert darauf, dass bei der Aussprache die erste Silbe betont wird. So entstehen darüber immer wieder Debatten, wie die korrekte Aussprache erfolgen soll, wie auch beispielsweise bei Durchsagen der Eisenbahn.[2]

WappenBearbeiten

Blasonierung:

„In Rot innerhalb eines silbernen Bordes ein schwarzhaariger schreitender hersehender silberner Mann mit langärmligem Wams, Kniehosen, Gürtel und Schuhen, auf der linken Schulter mit der linken Hand in einer Holzmulde einen Salzstock haltend, in der Rechten einen schrägrechten silbernen Stock, beidseitig begleitet von je einem silbernen konischen Holzgefäß (Perkufe).“

Das aktuelle Wappen hat einen oben dreibergförmigen Schildrand, darauf ein silbernes, von zwei zeltbedachten Türmen mit übereinanderliegenden roten Fenstern flankiertes, mittig abgeknicktes Gebäude mit sieben roten Bogenöffnungen, die mittlere höher. Ältere Darstellungen zeigen die Perkufen in natürlichen Farben.

Wappenerklärung: Der Mann stellt einen Salzträger dar, der den Jahrtausende alten Salzabbau der Stadt symbolisiert, nach der diese ihren Namen hat, ebenso die beiden Holzgefäße. Diese Perkufen waren unten offene, oben mit einem Ablaufloch versehene, kegelstumpfförmige Holzgefäße aus geraden Holzdauben und Eisenbändern, vom Küfer gefertigt, die wie ein Trichter mit dem feuchten Salzbrei durch die nun oben befindliche große Öffnung auf der Perstatt befüllt, nach Ablauf der Sole und Trocknen des Inhalts gestürzt und abgehoben wurden. Der Salzinhalt blieb als Kegelstumpf zur Weiterverarbeitung stehen.

Diese Salzkegel (Salzstöcke) waren über Jahrhunderte das allgemein übliche Transportgebinde weitgehend normierter Größe und wurden per Karren, und per Floß auf der Salzach weitertransportiert.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 25 Mitglieder.

BürgermeisterBearbeiten

Die Bürgermeister seit 1919 waren:[4]

GeografieBearbeiten

Hallein liegt an der Salzach im Halleiner Becken, circa 15 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Salzburg. Die Salzach durchfließt das Stadtgebiet von Süden nach Norden, rechtsseitige Zuflüsse sind im Süden die Taugl, im Bereich der Altstadt der Almbach, linksseitige Zuflüsse sind im Bereich der Altstadt der Kotbach und im Norden die Königsseeache. Im Westen befindet sich das Göllmassiv der Berchtesgadener Alpen, im Osten der Adneter Riedl, ein Vorberg des Schlenkens der Osterhorngruppe.

GemeindegliederungBearbeiten

Katastralgemeinden sind Adnet II, Au, Burgfried, Dürnberg, Gamp, Gries, Hallein, Oberalm II und Taxach.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Stadtteile (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2020[13]):

NachbargemeindenBearbeiten

Anif (Bez. Sbg.-Umgebung)
Berchtesgaden
(Lkr. Bgd.Ld., BYDE)
  Adnet
Eck (Gemfr. Geb., BYDE) Kuchl Bad Vigaun
Staatsforst

KlimaBearbeiten

Die Region um Hallein ist gekennzeichnet durch ein subalpines Klima mit kurzem, eher kühlem Sommer und langem, kaltem Winter. Niederschläge sind durch häufige Nord- und Nordweststaulagen bei Westwetter begünstigt. Die Niederschläge sind über das Jahr gleichmäßig verteilt und die Jahresniederschlagsmenge liegt bei circa 1500 Millimeter. Neben vorherrschendem West- und Nordwind kommt es im Fall von Süd- und Südostwind zu Föhn.[14][15]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Hallein
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,0 4,5 8,6 12,9 18,8 20,9 23,2 23,1 19,3 14,5 6,5 2,3 Ø 13,1
Min. Temperatur (°C) −6,5 −5,4 −1,7 1,7 6,4 9,5 11,6 11,4 8,2 3,9 −1,6 −5,3 Ø 2,7
Temperatur (°C) −3,1 −1,5 2,3 6,4 11,9 14,6 16,6 16,3 12,6 7,9 1,6 −2,2 Ø 7
Niederschlag (mm) 104,3 81,2 112,1 99,7 121,6 183,4 216,2 185,6 133,5 94,0 107,7 118,1 Σ 1.557,4
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
2,0
−6,5
4,5
−5,4
8,6
−1,7
12,9
1,7
18,8
6,4
20,9
9,5
23,2
11,6
23,1
11,4
19,3
8,2
14,5
3,9
6,5
−1,6
2,3
−5,3
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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g
104,3
81,2
112,1
99,7
121,6
183,4
216,2
185,6
133,5
94,0
107,7
118,1
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

GeschichteBearbeiten

NamensherkunftBearbeiten

Der Ort ist erstmals 1198 urkundlich nachweisbar, der Salzabbau bereits 1191. Die Stadterhebung erfolgte zwischen 1218 und 1232.

Im Jahre 1198 wurde erstmals eine Salzpfanne in „muelpach“, einem Ort im Bereich der aufgegebenen keltischen Talsiedlung urkundlich erwähnt. Der Ortsname der auf einen Mühlbach hinweist ist bis 1246 belegt. Diese Bezeichnung wird im Laufe des 13. Jahrhunderts durch die Namen Salina und schließlich Hallein (= kleine Sudpfanne) abgelöst. Die Stadtteile Gamp[16] (von "campus" für Feld) und Rif ("ripa", Ufer) sind römische Bezeichnungen.

Der Name Hallein ist seit der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts belegt,[17] ein typischer Hall-Name der Salzgewinnung: Bekannt ist Hallein vor allem durch die historische Salzgewinnung (siehe Salinenvertrag) und die historischen Funde aus der Zeit der Kelten. Im Unterschied zu anderen Hall-Orten ist die Siedlungskontinuität der Kelten- über Römerzeit bis hin zur bajuwarischen Landnahme gesichert.

Hallein wird zumindest sprachhistorisch und von Einheimischen mehr auf der ersten Silbe betont.[18][19][20]

Geschichte des Salzbergbaus in HalleinBearbeiten

Jungsteinzeit und BronzezeitBearbeiten

Aufgrund besonderer geologischer Verhältnisse reicht auf dem Dürrnberg bei Hallein das salzhaltige Gestein teilweise bis an die Oberfläche empor. Vereinzelt treten salzhaltige Quellen zutage, die schon von steinzeitlichen Jägern um 2500 bis 2000 v. Chr. genutzt wurden.

Um 600 v. Chr. begann der Abbau von Kernsalz im Untertagebau. Der Salzhandel verschaffte den Kelten einen heute noch in überaus reichen Grabausstattungen nachweisbaren beachtlichen Wohlstand. Er machte den Dürrnberg zusammen mit der am linken Salzachufer situierten Talsiedlung in prähistorischer Zeit zu einem wirtschaftspolitischen Zentrum ersten Ranges.

RömerzeitBearbeiten

Mit der Einverleibung des keltischen Königreiches Norikum um 15 v. Chr. in das römische Weltreich wurde die Salzgewinnung auf dem Dürrnberg vermutlich als Folge der Einfuhr von Meersalz eingestellt.

MittelalterBearbeiten

Die Grundherrschaft in der Gegend der späteren Stadt Hallein wurde von Herzog Tassilo III. um die Mitte des 8. Jahrhunderts an die Kirche von Salzburg geschenkt und befand sich seit 987 im Besitz des Klosters St. Peter. In einer Fluss-Schlinge der Salzach hatte es vom 7. Jh. vor Christus bis ins 5. Jh. n. Chr. Besiedlung gegeben. Die Entstehung des mittelalterlichen Ortes Hallein stellt einen Neuansatz dar. Eine Siedlungskontinuität gab es nur in den Orten Rif und Gamp. Die Sudpfanne zu Gamp wurde über eine Soleleitung vom Salzbergwerk Dürrnberg herunter mit Sole versorgt. Somit war das Dorf Gamp der Ausgangspunkt für die Besiedelung, die später zur Stadt Hallein wurde[21].

1198 wurde erstmals eine Salzpfanne in „muelpach“, einem Ort im Bereich der aufgegebenen keltischen Talsiedlung urkundlich erwähnt. Im Laufe des 13. Jahrhunderts durch die auf Salz bezogenen Namen Salina und schließlich Hallein (= kleine Sudpfanne) abgelöst.

Im Spätmittelalter wurde in Hallein die Sole in neun, um 1600 nurnoch in sieben, dafür leistungsstärkeren Pfannhäusern versotten, der das breiige Salz konnte dann in Salzkufen gefüllt werden[22].

BarockzeitBearbeiten

Durch Einlösung oder den Rückkauf von Salzrechten[23] wurde die Salzproduktion nach rund 1.000 Jahren Stillstand mit einem Sinkwerk, dem Verfahren des Nassabbaus im Salzbergwerk, von den Salzburger Erzbischöfen wieder aufgenommen. Ihre gezielte Wirtschafts- und Preispolitik sicherte dem Dürrnberg und der Salinenstadt Hallein alsbald eine Vormachtstellung im gesamten Ostalpenraum, Hallein mit seinen zahlreichen Sudhäusern war im 16. Jahrhundert die leistungsfähigste Saline. Aus dem Salzhandel, der vorwiegend über den Transportweg Salzach erfolgte, erwirtschafteten die Erzbischöfe über Jahrhunderte mehr als die Hälfte ihrer gesamten Einkünfte, die auch die Grundlage für den Reichtum und die Schönheit der Residenzstadt Salzburg bildeten.

Von diesem Salzertrag verspürten aber die Bergknappen und Salinenarbeiter ebenso wenig wie die Stadt Hallein insgesamt.

Mit dem Verlust der Absatzmärkte in den böhmischen Landen an das habsburgische Österreich und einem verlorenen Salzkrieg gegen Bayern kam es zu starken wirtschaftlichen Einbußen und folglich zur Verarmung der Bergknappen und Salinenarbeiter.

Mann im SalzBearbeiten

1573 wurde im Bergwerk ein „seltsamer Fund“ gemacht, der Körper eines im Salz eingeschlossenen Mannes kam zum Vorschein. Er war unverwest, aber „am Fleisch ganz geselcht und hart und gelb wie ein Stockfisch“[24]. Ludwig Ganghofer verfasste zu diesem Fund seinen Roman „Der Mann im Salz“.

Protestanten VertreibungBearbeiten

Im Verlauf der Protestantenausweisungen in den Jahren 1731/32 verließen auch 780 Dürrnberger Bergknappen mit ihren Familien das Land.

Ab dem 19. JahrhundertBearbeiten

Das Erzbistum Salzburg verlor während der Napoleonischen Kriege im frühen 19. Jahrhundert seine Eigenständigkeit an mehrere Landesherren und wurde schließlich 1816 endgültig dem Habsburgerreich zugesprochen. Im Verbund mit dem österreichischen Salinenwesen war die Saline Hallein fortan von untergeordneter Bedeutung.

Eine längst überfällige Rationalisierung wurde 1854/62 mit dem Bau einer leistungsfähigen Salinenanlage auf der Pernerinsel eingeleitet. 1954/55 erhielt der Salinenstandort Hallein mit der Errichtung einer modernen Thermokompressionsanlage einen letzten Innovationsschub. 1989 erlosch mit der Schließung der Saline und der Einstellung der Soleproduktion auf dem Dürrnberg eine über 2.500 Jahre alte Wirtschaftstradition. Kunst und Kultur erfüllen nun die zurückgelassenen Industriestätten mit Leben. Besonders die Pernerinsel als Standort für außergewöhnliche Produktionen der Salzburger Festspiele hat sich als wichtiger Faktor für Wirtschaft, Tourismus und Kultur etabliert.

 
Ansicht von Hallein aus den 1880er Jahren

Burg HalleinBearbeiten

 
Stadtansicht mit Reckturm
 
Der Reckturm vom Georgsberg aus fotografiert

Die Veste Sulzeneck kann als die Burg von Hallein bezeichnet werden. Die Inneren Grenzbefestigungen im Mittelalter waren die Vesten Schoßrisen (Thürndl), Sulzeneck (Reckturm, Fuchsturm) und die Hallburg (Georgsberg 1262).[25] Die Bauwerke befanden sich im Bereich des Riesengutes unmittelbar über der Stadt, westlich des ehemaligen „Eisinger´s Gasthaus zur Gemse“. Der Reckturm, im 14. Jhdt. als Bürgerturm bezeichnet, und der Fuchsturm, als „großes Eisentor“ bezeichnet, waren Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage, die am Anfang des 19. Jahrhunderts dem Verfall preisgegeben wurde. Der Reckturm (bzw. Röckturm) wurde wieder errichtet und ist von der Stadt aus zu sehen.

SalzachschiffahrtBearbeiten

Aus Urkunden über die Mautrechnung geht hervor, dass im Jahr 1515 21 Tonnen Salz, das entsprach 2/3 der Salzproduktion, mit Schiffen auf der Salzach hinunter nach Laufen transportiert wurden. Laufen-Oberndorf bildete die Schlüsselstelle für die Salzachschiffahrt, hier wurden die Salzfässer umgeladen und die Schiffe mit Getreide aus Bayern und Böhmen und mit Wein für Hallein beladen. Erst ab 1450 wurde der Rücktransport der Salzschiffe mit Pferden bewerkstelligt, davor zogen Menschen die Schiffe die 40 km flussaufwärts nach Hallein. Über 2200 Schiffe verließen im Jahr 1590 die Stadt Hallein, beladen mit Salzfässern, den sogenannten Kufen. Auf einem der 72 Ölgemälden in den Fürstenzimmern des Pflegegebäudes, dem heutigen Keltenmuseum Hallein, ist das Beladen der Schiffe dargestellt, es ist beschriftet mit dem Titel: "Saltz Antragen an die schiff"[26].

In drei Werften, der langgestreckte "Schopperstadel" existierte noch bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts, wurden jährlich bis zu 350 größere und kleinere Schiffe gebaut[27].

Holztriftanlage – GrießrechenBearbeiten

Der Grießrechen war über Jahrhunderte die größte Holztriftanlage Europas. In der Salzach wurde aus den Hochwäldern der Gebirgsgaue Gruben-, Brenn- und Nutzholz für den Bergwerksbetrieb und die Befeuerung der Sudpfannen getriftet. Die Geschichte dieser Anlage ist gleichsam eine Geschichte des Wasserbaus. 1207 ist der Rechen erstmals urkundlich erwähnt, auf die „Entfremdung“ des Salinenholzes wird Strafe gesetzt. 1276 wird das „Edtwerk“ als „canales“ erstmals erwähnt. Um 1500 wurden durchgreifende Regulierungsbauten errichtet, das neue große Wehr über die ganze Strombreite war ein technisches Wunder seiner Zeit.

Die Holzbringung erfolgte durch die sogenannte Klaustechnik, Baumstämme aus den Seitentälern der Salzach bis hinein in den Oberpinzgau, meist Fichten oder Tannen, wurden in maximal 120 cm lange Teile abgelängt und in den Bergtälern in die Bäche gezogen. In Klausen staute man das Wasser auf und beim Öffnen wurden die Holzsegmente mit dem Wasserschwall in die Salzach mitgerissen. Beim Grießrechen in Hallein konnten auf 23 sogenannte „Läder“ die kurzen Stämme an Land gezogen, gekloben und als Scheiter zum Trocknen aufgeschlichtet werden. Fuhrwerke brachten das trockene Holz zu den Pfannhäusern. 1590 benötigte man für die ca. 36 Tonnen Salz, die in diesem Jahr erzeugt wurden, Holz, das einem Stapel von 1,8 m Höhe, 1,2 m Breite und einer Länge von 100 Kilometern entsprochen hätte.[28]

Nach drei Jahrhunderten, 1861, zerstörte ein Hochwasser diese Anlage. Zwar wurde der Rechen mit einem neuen Schleusenhaus, dieses hatte 14 bewegliche Tore, wieder aufgebaut, aber durch die Errichtung der Salzburg-Tiroler-Bahn (früher Erzherzogin-Giselabahn) verlor die Holztrift auf der Salzach an Bedeutung. Auch die Sudpfannen wurden durch den neuen Transportweg auf Kohle umgestellt.

Der Niedergang des Rechens wurde 1920 durch ein weiteres großes Hochwasser besiegelt, das Wehr wurde zur Gänze weggerissen und mit ihr sämtliche Holzbrücken bis zur Stadt Salzburg[29].

Zwischenkriegszeit – FlussregulierungBearbeiten

Mit dem Verschwinden der Salzachwehr oberhalb der Stadt Hallein wurde eine dauerhafte Flussregulierung unumgänglich. Unter Bürgermeister Anton Neumayr wurde die Regulierung der Salzach 1930 abgeschlossen. Kernstück der Salzachregulierung bildete die Dachwehranlage der Zellulose- und Papierfabrik „The Kellner Partington“. Flussabwärts sicherte ein 6 Meter breiter Uferwall die Stadt Hallein, die dem Fluss abgerungenen Flächen der ehemaligen Rechenanlage wurden als Bebauungsflächen zur Stadterweiterung genutzt, dabei mussten Erdbewegungen in der Größe von 200.000 Raummetern durchgeführt werden[30].

Europas größtes StrandbadBearbeiten

Auf Höhe der neuen Wehranlage errichtete die Stadt ein großzügiges Strandbad, der alte Sigmundkanal der Holztriftanlage wurde zum größten „Binnenbecken Europas“ ausgebaut. Hauptattraktion des Halleiner Strandbades war der Toboggan, von einem Holzturm konnte man mit einem Schlitten hinunter ins Wasser des großen Strandbadbassins gleiten. Ein Gasthaus, Liegewiesen, der Eichenhain und ein „Sandstrand“ machten das Strandbad zu einem überregionalen touristischen Anziehungspunkt.[31]

Jüdische Geschichte der StadtBearbeiten

Hallein wuchs auf Grund seines Salzbergwerkes beginnend in der vorrömischen Zeit zu einem bedeutenden und wichtigen Handelszentrum heran, das erst im Mittelalter als solches von der Stadt Salzburg langsam abgelöst wurde. Die in Hallein lebende Jüdische Gemeinde war bis zu ihrer ersten Auslöschung im Jahr 1349 größer und bedeutender als jene in Salzburg. Als Erzbischof Pilgrim in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wiederum jüdische Händler ermunterte, sich im Erzbistum niederzulassen, kam es zur Wiedergründung einer Jüdischen Gemeinde, deren Mitglieder (auch Frauen und Kinder) allerdings bereits im Jahr 1404 – ebenso wie jene in Salzburg – auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Dieser Verbrennung ging ein Einbruchsdiebstahl in der Müllner Kirche voran, der fälschlicherweise Juden angelastet wurde. Danach kam es im 15. Jahrhundert nochmals zur Gründung einer jüdischen Gemeinde in der Salinenstadt, die jedoch mit der Ausweisung der mittlerweile sehr wenigen Juden aus dem Erzbistum Salzburg durch Erzbischof Leonhard von Keutschach im Jahr 1498 ihr Ende fand.

Rüstung und KZ in der NS-ZeitBearbeiten

Die Eugen Grill Werke in Hallein wurden der größte Rüstungsbetrieb im Land. Unter den Decknamen „Kiesel“ wurden Teile des Werks zum Schutz vor Fliegerangriffen in der Nähe unter Tage verlagert.[32] Ende Februar 1945 lief dort die Produktion an, noch Mitte März wurde die unterirdische Fabrik offiziell eröffnet.[33][34] Nachfolger wurden 1948 die Halleiner Motorenwerke, Produktionsgegenstand waren dann zunächst Mopeds.

1943 errichtete die Schutzstaffel der NSDAP (SS) ein Barackenlager als Konzentrationslager für 1.500 bis 2.000 Menschen. Es war formal Außenlager des KZ Dachau. Die dorthin Deportierten waren zumeist politische Gefangene und mussten in einem Steinbruch/Stollen in der Nähe von Hallein Zwangsarbeit verrichten, wodurch viele der Gefangenen an Folgen der körperlich schweren Arbeit und ihrer darauf zielenden Mangelernährung oder bei Erschießungen ums Leben kamen (in der NS-Ideologie: Vernichtung durch Arbeit).

Der Widerstandskämpferin Agnes Primocic (1905–2007) gelang es gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, als die amerikanische Armee bereits kurz vor Salzburg stand, 17 KZ-Häftlinge vor der bereits angeordneten Erschießung zu bewahren.

Nach dem Zweiten WeltkriegBearbeiten

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt Hallein Teil der amerikanischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich. In Hallein-Puch richtete die amerikanische Militärverwaltung ein Auffanglager für Displaced Persons, wie Flüchtlinge und Überlebende des Holocausts in der Nachkriegszeit genannt wurden, ein. Das Halleiner DP-Lager bekam von den vorwiegend jüdischen Lagerinsassen den Namen Beth Israel (auch: Bejt Israel, Bejß Jissroel) und blieb bis Mitte der 1950er Jahre bestehen.

Von 1950 bis 1954 bestand der Fußballklub Hakoah Hallein, dessen Mannschaft sich ausschließlich aus jüdischen Spielern des Lagers Beth Israel zusammensetzte. Trainiert wurde die Mannschaft von Heinrich Schönfeld, einem ehemaligen Erstligakicker von Hakoah Wien, der 1926 in die Vereinigten Staaten auswanderte und nach dem Krieg für wenige Jahre wieder nach Österreich zurückkehrte.

Im Halleiner Gemeinderat warf Gerhard Cirlea im Jahr 2001, als damaliger Abgeordneter der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), mit seiner Aussage „in Hallein hat es kein Konzentrationslager gegeben“ der Ehrenbürgerin Agnes Primocic Geschichtsfälschung vor. Im spitzfindig engen Wortsinn hatte er damit insofern Recht, als es sich in Hallein um ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau handelte. Geläufig ist jedoch die kurze Bezeichnung als KZ-Außenlager Hallein.[35][36][37][38]

BrauereiwesenBearbeiten

Im Jahre 1475 wurde nahe Hallein vom Salzburger Bürgermeister und Stadtrichter Hans Elsenheimer (auch: Johann Elsenhaimer) das sogenannte Kalte Bräuhaus errichtet, das nach dessen Tod 1498 in den Besitz der fürsterzbischöflichen Hofkammer überging. Etwa 300 Jahre später erwarb die bayerische Kurfürstin und österreichische Erzherzogin Maria Leopoldine von Österreich-Este (1776–1848) die Brauerei in Kaltenhausen. Sie hatte einen angeborenen Geschäftssinn und wirtschaftliches Feingefühl und konzentrierte sich im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit unter anderem auf die Modernisierung der Brauereien, die sich als rentable Investitionen erwiesen. So wurde die Brauerei Kaltenhausen in einen Brauerei-Großbetrieb umgewandelt.[39]

Im Jahre 1898 wurde die Deutsche Bank Besitzer des prosperierenden Brauhauses, 1901 entstand auf Betreiben der Bank die „Aktiengesellschaft Brauerei Kaltenhausen“. 1921 gehörte das Hofbräu Kaltenhausen zu den Gründungsbetrieben der ehem. Österreichischen Brau AG, aus der nach 1945 die Brau Union Österreich AG entstand. Heute gehört Kaltenhausen zur niederländischen Heinekengruppe. 2011 wurde der großtechnische Brauereibetrieb eingestellt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Hallein, Straße mit Kirchturm
 
Franz-Xaver-Gruber-Grab und -Museum
 
Keltenmuseum Hallein
 
Der Ziegelstadl. Ein historisches Salinenbauwerk, heute ein Veranstaltungsgebäude
  • Altstadt: 1978 ist die gesamte Altstadt von Hallein unter Denkmalschutz gestellt worden. In den 1970er Jahren wurde mit dem Abriss historischer Gebäude, die zum Teil in der Inn-Salzach-Bauweise errichtet wurden, mitten in der Altstadt begonnen, Bauspekulanten entdeckten damals ein neues Geschäftsfeld. Mit dieser rigurosen Rettungsaktion des Staates konnte das einzigartige Ensemble dieser gut erhaltenen mittelalterlichen Stadt gerettet werden[40].
  • Stadtbefestigung, nur Teile erhalten. Stadtmauer, vor 1300 errichtet, von den Stadttoren nur das Griestor erhalten, Veste Sulzeneck und Ruine Thürndl, vermutlich ein Eckpunkt der ehemaligen Stadtbefestigung[41]
  • Saline auf der Pernerinsel
  • Ziegelstadl
  • Klosterstiege auf den Georgsberg. Eine der schönsten Freitreppen Österreichs, abgebrochen 1964.[42]
  • Colloredo-Sudhaus, letztes erhaltenes Sudhaus der Stadt
  • Salinen-Pflege Amtsgebäude, heute das Keltenmuseum Hallein
  • Burgruine Gutrat
  • Ruine Alt-Gutrat
  • Schloss Gartenau
  • Schloss Wiespach
  • Benediktschlössl
  • Egglauer Schlössel
  • Schloss Altdorf (Hallein)
  • Hofbräu Kaltenhausen
Kirchen
Sonstiges
  • Fresken im Lebzelterschlössl, um 1850 von Anton Eggl ausgeführt.[45]
  • Rathaus, Ausstattung des Sitzungssaals durch Franz Oppelt, Direktor der Bildhauerschule Hallein von 1882–1906, mit Rundgemälde des Halleiner Malers Anton Eggl.[41]
  • Stolpersteine

VeranstaltungenBearbeiten

MuseenBearbeiten

SportBearbeiten

Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg Rif

Sportzentrum und universitäre Ausbildungsstätte, zertifiziertes Olympiazentrum und Heeresleistunssportzentrum. Trainingszentrum für Spitzen- und Breitensport.

Fußball

Der 1. Halleiner Sportklub (HSK) existierte von 1920 bis 2004, in der Zeit des Austrofaschismus wurden Arbeitersportvereine verboten, deshalb schloss sich der HSK unter dem Namen Halleiner Athletik-Club (HAC) dem Allgemeinen Salzburger Fußballverband an (Salzburger Landesmeister und Landespokalsieger). Nach dem Zweiten Weltkrieg feierte der 1. Halleiner Sportklub Erfolge als Landesmeister und Landespokalsieger. Von 1950 bis 1954 gab es den Fußballklub Hakoah Hallein, dessen Mannschaft sich ausschließlich aus jüdischen Spielern des Lagers Beth Israel zusammensetzte. Der Verein SK Olympia 1948 Hallein bestand von 1948 bis 2004 und der jüngste Fußballverein war Union Hallein gegründet 1963. 2004 entstand durch eine Fusion des 1. Halleiner Sportklubs mit Olympia Hallein der FC Hallein 04. 2020 entstand aus dem FC Hallein 04 und der Union Hallein der Fußballverein UFC Hallein.

Wintersport
Turnvereine
  • ATSV Hallein
  • TV Hallein
Sonstige Sportvereine
  • 1. KBC Hallein (Kickboxen)
  • 1. Halleiner Schachklub
  • 1. Halleiner Tennisclub
  • RC ARBÖ Hallein (Radsport)
  • ABC Luckypool Tennengau (Pool Billard)
  • Golfclub Salzburg Anlage Rif
  • Bogenclub Celtic Ravens Bad Dürrnberg
  • Abada Capoeira
  • 1. EV Hallein (Eisschützen)
  • HV-Hallein (Hundeverein)

Fischereiverein Hallein

Crosslauf

Der Wyndham Grand CrossAttack, ausgetragen am Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif, zählt zu den wichtigsten Crossläufen Österreichs.

Wandersteige
  • Von Hallein auf den Dürrnberg führt der Knappensteig
  • Über ein weiterer Wanderweg gelangt man aus der Stadt über die „Riesen“, vorbei am „Kirchentalerl“ oder vorbei an der Ruine „Thürndl“, hinauf auf den „Kleinen Barmstein“ oder weiter nördlich auf den "Großen Barmsstein.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Der einseitig auf das Salzwesen ausgerichteten Ökonomie der Stadt Hallein versuchte man in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend mit neuen Betriebsansiedlungen entgegenzuwirken. Es entstanden z. B. ein Zementwerk, eine Zigarren- und eine Papierfabrik.

Mit 53 % landwirtschaftlichen Biobetrieben liegt Hallein an erster Stelle bei der Verteilung der Biobetriebe nach politischen Bezirken (2011).

Ansässige UnternehmenBearbeiten

 
Gesponserter Kreisverkehr mit dem Erdal-Frosch

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Hallein im Jahr 2009

MedienBearbeiten

  • Bezirksblatt Tennengau, Gratiszeitung (wöchentlich), Kleinformat.
  • Tennengauer Nachrichten, Kleinformat, 3× monatlich wöchentliche Beilage in den Salzburger Nachrichten, 1× monatlich gratis
  • Halleiner Stadtzeitung 1999–2019[47], Gratiszeitung (5× jährlich), Broadsheet-Format.
  • Halleiner Zeitung 1952–1996, Kauf- und Abo-Zeitung (wöchentlich), Berliner Format, monatlich mit 5. Ausgabe als Gratiszeitung im Kleinformat, 3 bis 4× jährlich mit HZ-Farbmagazin auf Kunstdruckpapier (Format DIN A4).
  • Regional Zeitung Hallo, Gratiszeitung, Kleinformat (monatlich).
  • HSZ-Radiomagazin für Hallein. Wöchentliche Radiosendung der Halleiner Stadtzeitung im Rahmen der Radiofabrik Salzburg jeden Donnerstagmittag.
  • Kultur- und Festspielmagazin Hallein 1999 bis 2009 (jährlich), Farbmagazin auf Kunstdruckpapier, Format DIN A4.
  • Salzachtaler, Gratiszeitung (10 × jährlich), Kleinformat.
  • Salzschreiber, Onlinemagazin, Motto: Die Stadt Hallein im Visier.[48]
  • Publikation der Stadtgemeinde Hallein, Gratismedium, 4× jährlich, Format DIN A4.

BildungBearbeiten

Mit 5 städtischen und 5 privaten Kindergärten, 18 Schulen mit mehr als 6.000 Schülern und der Universität Salzburg in Rif gilt Hallein allgemein als Schulstadt.

  • 10 Kindergärten
  • 5 Volksschulen
  • 3 Neue Mittelschulen
  • Sonderpädagogisches Zentrum
  • Polytechnische Schule
  • Landesberufsschule Hallein
  • Höhere Lehranstalt und Fachschule für wirtschaftliche Berufe mit dem Schwerpunkt Wellness (bis 2019)
  • Höhere technische Bundeslehranstalt Hallein: 1871 gegründet, somit die älteste berufsbildende Schule Österreichs.

HTL für Betriebsinformatik, Betriebsmanagement, Innenraumgestaltung & Möbelbau, Hochbau, Produkt- und Systemdesign (Ecodesign), Holzbautechnik & Zimmerei. Fachschulen für Maschinenbau, Tischlerei, Steinmetz, Bildhauerei[49]

BevölkerungBearbeiten

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die Bevölkerung von Hallein stieg von 1961 bis 2001 von 13.329 auf 18.399 Einwohner. Damit liegt Hallein über dem wachsenden Durchschnitt des Bezirks. Ein Grund dafür war die Zuwanderung von Arbeitskräften aus der Türkei und aus Jugoslawien in den 1970er Jahren, die überwiegend für die Industrie benötigt wurden. Durch diesen starken Zuzug entwickelte sich Hallein in den letzten Jahrzehnten vermehrt zu einer multikulturellen Kleinstadt.[50]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Virgil Pingitzer (1541 Hallein – 1619 Jena), Rechtswissenschaftler
  • Johann Georg Mohr (um 1656 Radstadt – 1726 Hallein), Barock-Bildhauer, „Halleiner Meister“
  • Joseph Schaitberger (1658 Dürrnberg bei Hallein – 1733 Nürnberg), evangelischer Glaubenskämpfer
  • Theresia Zechner (1697 Hallein – 1763 ebenda), Ordensgründerin der Halleiner Schulschwestern
  • Conrad Franz Xaver Gruber (1787, Unterweitzberg – 1863, Hallein), Komponist „Stille Nacht, Heilige Nacht“
  • Johann Baptist Wichtlhuber (1793 Palling – 1872 Hallein), Dechant, Pfarrer und Ehrenbürger von Hallein
  • August Joseph Schenk (1815 Hallein – 1891 München), Botaniker
  • Adolf Ritter von Steinhauser (1825 Hallein – 1888 Salzburg), Regierungsrat und Ehrenbürger Salzburgs
  • Franz Xaver Gruber (1826 Lamprechtshausen – 1871 Hallein), Gründete 1849 die Halleiner Liedertafel
  • Felix Gruber (1840 Hallein – 1884 ebenda), Lehrer und Organist, ab 1863 Chorregent in Hallein
  • August Lohr (1842 Hallein – 1920 Mexiko-Stadt, Mexiko), Landschafts- und Panoramenmaler der Münchner Schule, ab 1885/90 in USA und Mexiko
  • Jakob Adlhart d. Ä., (1871 in Achdorf – 1956 in Hallein), Holzschnitzer, Vergolder und Faßmaler
  • Jakob Gruber (1864 Hallein – 1915 Wien), Bildhauer
  • Max Domenig (1886 Obervellach – 1952 Hallein), Bildhauer
  • Clemens Holzmeister (1886 Fulpmes – 1983 Hallein), Architekt und Ehrenbürger Salzburgs
  • Moriz Gelinek (1887 Hallein – 1979 Salzburg), Eisenbahn-Pionier und Unternehmer
  • Anton Neumayr (1887 Salzburg – 1954 ebenda), Bürgermeister von Hallein und Salzburg
  • Jakob Adlhart d. J. (1898 München – 1985 Hallein), Bildhauer
  • Otto Strohmayr (1900 Hallein – 1945 Hallein-Kaltenhausen), Architekt
  • Agnes Primocic (1905 Hallein – 2007 ebenda), Politikerin und Widerstandskämpferin
  • Wolfgang Mittermayer (1911 Hallein – 1969 ebenda), Maler und Zeichner
  • Edmund Stierschneider (1911 Wien – 1996 Hallein), Professor, akad. Maler, Gründer der Halleiner Zeitung, Initiator zur Gründung des Halleiner Gymnasiums
  • Sepp Plieseis (1913 Bad Ischl – 1966 ebenda), Bergsteiger, Widerstandskämpfer, geflüchtet aus dem KZ-Außenlager in Vigaun bei Hallein
  • Ernst Penninger (1919 Hallein – 1995 ebenda), Heimatforscher und Archäologe
  • Bernhard Prähauser (* 1921 Hallein – 2016 Hallein), Bildhauer
  • Edmund Molnar (1923 Hallein – 1944 Berlin-Tegel), Schlosser, Gefreiter der Wehrmacht, hingerichtet wegen angeblicher „Wehrkraftzersetzung“
  • Herbert Fux (1927 Hallein – 2007 Salzburg), Volksschauspieler und Politiker
  • Anton Karl (1935 Hallein – 2015 Salzburg), Politiker (ÖVP) und Fleischhauermeister
  • Jakob Adlhart (* 1936 Hallein), Architekt
  • Karl Moik (1938 Linz – 2015 Salzburg), Fernsehmoderator und Entertainer; wuchs in Hallein auf
  • Johann Sallaberger (1938 Hallein – 2016), römisch-katholischer Kirchenhistoriker
  • Odo Stierschneider (* 1939 Leoben), Herausgeber der Halleiner Zeitung (1970–1996), Herausgeber des Festspielmagazin Hallein (1999–2009), Herausgeber des Halleiner Internet-Magazins Salzschreiber seit 2009
  • Bruno Becker (* 1945 Hallein), emeritierter Erzabt des Stiftes St. Peter in Salzburg
  • Kurt Zeller (1945 Hallein – 2009 ebenda), Direktor des Halleiner Keltenmuseums und Leiter des Forschungszentrums Dürrnberg.
  • Manfred Riederer (* 1946 Hallein), Maler und Zeichner
  • Otto Kruse (* 1948), Psychologe, Schreibforscher und Hochschullehrer
  • Gottfried Bär (* 1952 Hallein), ehem. Tischtennisspieler
  • Manfred Baumann (* 1956 Hallein), Journalist, Autor, Kabarettist und ORF-Redakteur
  • Gerhard Anzengruber (* 1958 Hallein), Bürgermeister von Hallein
  • Erhard Riedlsperger (* 1960 Hallein), Drehbuchautor und Regisseur
  • Konrad König (* 1961 Hallein), Boxer
  • Lukas Essl (1965 Hallein – 2019), Karosseriebauer und Politiker
  • Thomas Stangassinger (* 1965 Hallein), ehem. Skirennläufer
  • Judith Wiesner (* 1966 Hallein), ehemalige Tennisspielerin
  • Herbert Ilsanker (* 1967 Hallein), ehem. Fußballspieler
  • Alarich Lenz (* 1967 Hallein), Filmeditor
  • Eva Eckkrammer (* 1968 Hallein), Romanistin und Hochschullehrerin
  • Michael Wildner (* 1970 Hallein), ehem. Leichtathlet
  • Harald Schwaiger (* 1973 Hallein), Schauspieler, Theatergründer und -intendant
  • Sanel Kuljic (* 1977 Salzburg), Kindheit in Hallein, Fußball-Nationalspieler
  • Daniel Kastner (* 1981 Hallein), Fußballspieler
  • Mareike Fallwickl (* 1983 Hallein), Autorin
  • Georg Oberauer (* 1984 Hallein), Kirchenmusiker
  • Stefan Ilsanker (* 1989 Hallein), Fußballspieler
  • Anna Veith (* 1989 Hallein), Skirennläuferin
  • Marcel Hirscher (* 1989 Hallein), ehem. Skirennläufer
  • Telat Ünal (* 1994 Hallein), Fußballspieler

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Bergland. Illustrierte Alpenländische Monatsschrift. 12. Jahrgang, Nummer 8. Verlag der Wagner´schen Universitäts-Buchdruckerei, Innsbruck 1930.
  • Fritz Moosleitner: Hallein. Portrait einer Kleinstadt. Bilddokumente zur Bau- und Kulturgeschichte der Salinenstadt. Hrsg. Ortsbildschutzkommission der Stadt Hallein in Zusammenarbeit mit dem Keltenmuseum Hallein. Mitarbeit von Fritz Koller, Linde Moldan, Anton Puttinger, Christa Svoboda, Friederike Zaisberger, Kurt Zeller. Hallein 1989.
  • Fritz Koller: Die Salzachschiffahrt bis zum 16. Jahrhundert. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Band 123, Salzburg 1983, S. 1–126 (PDF auf ZOBODAT).

WeblinksBearbeiten

Commons: Hallein – Sammlung von Bildern
Wikivoyage: Hallein – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bürgermeisterwahlen am 10. bzw. 24. März 2019, salzburg.gv.at, Abgerufen am 24. März 2019
  2. Stich-Wort auf DrehPunktKultur abgerufen am 12. April 2018:
  3. Gemeindewahlen 2019. (PDF) Land Salzburg, S. 84, abgerufen am 9. Januar 2021.
  4. Bürgermeister der Stadt Hallein seit dem Jahr 1945. Stadt Hallein, abgerufen am 14. Dezember 2019
  5. Franz Zambelli. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  6. Ernst Scheichl. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  7. Christian Stöckl. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  8. Gerhard Anzengruber. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  9. Klappacher neuer Halleiner Bürgermeister auf ORF-Salzburg vom 14. Dezember 2018, abgerufen am 15. Dezember 2018.
  10. Hallein hat einen neuen Bürgermeister: Maximilian Klappacher auf meinbezirk.at vom 13. Dezember 2018, abgerufen am 15. Dezember 2018.
  11. Maximilian Klappacher. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  12. Alexander Stangassinger. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  13. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  14. Geografie & Klima. In: www.tennengau.com. Abgerufen am 24. Mai 2020.
  15. Tennengauer Almkäse. In: www.bmlrt.gv.at. Abgerufen am 24. Mai 2020.
  16. Zillner, Dr. Franz, Valentin: Zur Geschichte des Salzburgischen Salzwesens. Volkswirthschaftliche Rückblicke und ortsgeschichtliche Erläuterungen. Salzburg 1879. S. 8 ff
  17. Eintrag zu Hallein im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
  18. Noch aus 200 n. Chr. finden sich Abbildungen von Adeligen in typische keltischer Tracht. Das Salzburger Bistum entsteht im 5. Jahrhundert, kurz nach Abzug der römischen Bürger.
  19. Wussten Sie, dass ... Hallein früher Mühlbach hieß? sn.at, 13. August 2018, abgerufen 23. November 2019.
  20. Aussprache von hallein auf Deutsch de.forvo.com, abgerufen 23. November 2019. – Sprachprobe.
  21. Franz Valentin Zillner: Zur Geschichte des Salzburgischen Salzwesens. Salzburg 1879, S. 22ff.
  22. – Fritz Koller, Die Salzachschiffahrt bis zum 16. Jahrhundert, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 123, 1983, S. 9.
  23. Franz Valentin Zillner: Zur Geschichte des Salzburgischen Salzwesens. Salzburg 1879, S. 59ff.
  24. Karl Heinrich Waggerl, Hallein die siebenhundertjährige Stadt. In: Bergland, Illustrierte Alpenländische Monatsschrift. 12. Jahrgang, Nummer 8. Verlag der Wagner´schen Universitäts-Buchdruckerei. Innsbruck 1930. S. 15
  25. Wagner, H. F: Topographie von Alt-Hallein in: MGSLK 55, 1915, S. 1–44.
  26. Fritz Moosleitner: Hallein – Portrait einer Kleinstadt. Bilddokumente zur Bau- und Kulturgeschichte der Salinenstadt. Hrsg. Ortsbildschutzkommission der Stadt Hallein in Zusammenarbeit mit dem Keltenmuseum Hallein. Mitarbeit von Fritz Koller, Linde Moldan, Anton Puttinger, Christa Svoboda, Friederike Zaisberger, Kurt Zeller. Hallein 1989. S. 44
  27. Fritz Moosleitner: Hallein – Portrait einer Kleinstadt. Bilddokumente zur Bau- und Kulturgeschichte der Salinenstadt. Hrsg. Ortsbildschutzkommission der Stadt Hallein in Zusammenarbeit mit dem Keltenmuseum Hallein. Mitarbeit von Fritz Koller, Linde Moldan, Anton Puttinger, Christa Svoboda, Friederike Zaisberger, Kurt Zeller. Hallein 1989. S. 43
  28. Fritz Moosleitner: Hallein – Portrait einer Kleinstadt. Bilddokumente zur Bau- und Kulturgeschichte der Salinenstadt. Hrsg. Ortsbildschutzkommission der Stadt Hallein in Zusammenarbeit mit dem Keltenmuseum Hallein. Mitarbeit von Fritz Koller, Linde Moldan, Anton Puttinger, Christa Svoboda, Friederike Zaisberger, Kurt Zeller. Hallein 1989. S. 36
  29. Bergland, Illustrierte Alpenländische Monatsschrift. 12. Jahrgang, Nummer 8. Verlag der Wagner´schen Universitäts-Buchdruckerei. Innsbruck 1930. S. 25
  30. Kai Mühlmann. Das neue Hallein. In: Bergland, Illustrierte Alpenländische Monatsschrift. 12. Jahrgang, Nummer 8. Verlag der Wagner´schen Universitäts-Buchdruckerei. Innsbruck 1930. S. 43
  31. Kai Mühlmann. Das neue Hallein. In: Bergland, Illustrierte Alpenländische Monatsschrift. 12. Jahrgang, Nummer 8. Verlag der Wagner´schen Universitäts-Buchdruckerei. Innsbruck 1930. S. 20 ff.
  32. Bild vom Stollensystem in spon 20. Oktober 2015 von Solveig Grotte; bzw. in St. Georgen an der Gusen: Bergkristall
  33. Ausstellung 2011/12: Rüstungsbetrieb unter höchster Geheimhaltung
  34. Grill-Werke in Salzburgwiki
  35. Gedenktafel zur Erinnerung an das KZ Außenlager Hallein erinnern.at, 18. Jänner 2012, abgerufen 23. November 2019. – Aufstellung von privat finanzierten Gedenktafeln.
  36. KZ Dachau-Außenlager Hallein geheimprojekte.at, 4. Mai 2015 oder später, abgerufen 23. November 2019.
  37. https://www.Gedenkfeier KZ Außenlager Hallein meinbezirk.at, 2. Mai 2016, abgerufen 23. November 2019.
  38. Privat errichtete Gedenktafel für das KZ Hallein derstandard.at, 18. Jänner 2012, abgerufen 23. November 2019.
  39. Österreichische Brauunion: Die Heimat des Edelweiß (Memento vom 18. Oktober 2007 im Webarchiv archive.today)
  40. Salzburgwiki. Abgerufen am 1. Januar 2020.
  41. a b c d e f g h i j Dehio Salzburg 1986
  42. Fritz Moosleitner: Hallein - Portrait einer Kleinstadt. Bilddokumente zur Bau- und Kulturgeschichte der Salinenstadt. Hrsg. Ortsbildschutzkommission der Stadt Hallein in Zusammenarbeit mit dem Keltenmuseum Hallein. Mitarbeit von Fritz Koller, Linde Moldan, Anton Puttinger, Christa Svoboda, Friederike Zaisberger, Kurt Zeller. Hallein 1989. S. 125
  43. Fritz Moosleitner: Hallein - Portrait einer Kleinstadt. Bilddokumente zur Bau- und Kulturgeschichte der Salinenstadt. Hrsg. Ortsbildschutzkommission der Stadt Hallein in Zusammenarbeit mit dem Keltenmuseum Hallein. Mitarbeit von Fritz Koller, Linde Moldan, Anton Puttinger, Christa Svoboda, Friederike Zaisberger, Kurt Zeller. Hallein 1989. S. 125
  44. Fritz Moosleitner: Hallein - Portrait einer Kleinstadt. Bilddokumente zur Bau- und Kulturgeschichte der Salinenstadt. Hrsg. Ortsbildschutzkommission der Stadt Hallein in Zusammenarbeit mit dem Keltenmuseum Hallein. Mitarbeit von Fritz Koller, Linde Moldan, Anton Puttinger, Christa Svoboda, Friederike Zaisberger, Kurt Zeller. Hallein 1989. S. 125
  45. Fritz Moosleitner: Hallein - Portrait einer Kleinstadt. Bilddokumente zur Bau- und Kulturgeschichte der Salinenstadt. Hrsg. Ortsbildschutzkommission der Stadt Hallein in Zusammenarbeit mit dem Keltenmuseum Hallein. Mitarbeit von Fritz Koller, Linde Moldan, Anton Puttinger, Christa Svoboda, Friederike Zaisberger, Kurt Zeller. Hallein 1989. S. 132
  46. SalzSpiele - Kulturspiele in der Salzregion. Abgerufen am 18. Februar 2020.
  47. Hallein verliert Stadtzeitung. salzburg.orf.at, 20. Dezember 2019, abgerufen am 20. Dezember 2019.
  48. Salzschreiber. Hallein im Visier:Kritisch.Konstruktiv.Provokant.Visionär. Abgerufen am 23. Dezember 2012.
  49. Einblicke in die Bildhauerschule Hallein 2010 auf YouTube, abgerufen am 23. Dezember 2012
  50. Rainer Lidauer, Malvine Stentel: Die Bevölkerung der Stadt Hallein. Eine Strukturuntersuchung auf Grund der Personenstandsaufnahme vom Oktober 1970. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. (MGSLK), Band 114, 1974, S. 311–340.