Hauptmenü öffnen

Feldatal

hessische Gemeinde im Vogelsbergkreis
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Feldatal
Feldatal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Feldatal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 39′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Gießen
Landkreis: Vogelsbergkreis
Höhe: 385 m ü. NHN
Fläche: 55,69 km2
Einwohner: 2491 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km2
Postleitzahl: 36325
Vorwahlen: 06637, 06645 (Köddingen, Stumpertenrod)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: VB
Gemeindeschlüssel: 06 5 35 003
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 2
36325 Feldatal
Website: www.feldatal.de
Bürgermeister: Leopold Bach (parteilos)
Lage der Gemeinde Feldatal im Vogelsbergkreis
AntrifttalAlsfeldGrebenauSchlitz (Vogelsbergkreis)KirtorfHomberg (Ohm)Mücke (Hessen)Gemünden (Felda)RomrodSchwalmtal (Hessen)Lauterbach (Hessen)Wartenberg (Hessen)FeldatalLautertal (Vogelsberg)UlrichsteinHerbsteinSchotten (Stadt)GrebenhainFreiensteinauLandkreis Marburg-BiedenkopfSchwalm-Eder-KreisLandkreis Hersfeld-RotenburgLandkreis FuldaWetteraukreisMain-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Feldatal ist eine Gemeinde im mittelhessischen Vogelsbergkreis.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt in 285 bis 598 Meter Höhe am Nordhang des Vogelsbergs. Durch die Gemeinde fließt die namensgebende Felda, die bei Gemünden in die Ohm mündet.

NachbargemeindenBearbeiten

Feldatal grenzt im Norden an die Stadt Romrod, im Nordosten an die Gemeinde Schwalmtal, im Osten an die Gemeinde Lautertal, im Süden an die Stadt Ulrichstein, im Südwesten an die Gemeinde Mücke, sowie im Nordwesten an die Gemeinde Gemünden.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Ermenrod, Groß-Felda mit Ortsteil Schellnhausen, Kestrich, Köddingen, Stumpertenrod, Windhausen und Zeilbach.

GeschichteBearbeiten

Feldatal entstand am 31. Dezember 1971 im Rahmen der Gebietsreform in Hessen, als die Gemeinden Ermenrod, Groß-Felda, Kestrich, Köddingen, Stumpertenrod, Windhausen und Zeilbach zur neuen Großgemeinde zusammengeschlossen wurden.[2] Seit 2016 bildet Feldatal einen Gemeindeverwaltungsverband mit den Städten Grebenau und Romrod und der Gemeinde Schwalmtal, der auch bei der Gemeindeverwaltung Feldatal seinen Sitz hat.[3]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Insgesamt 15 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
FWG Freie Wählergemeinschaft Feldatal 37,9 6 39,5 6 36,6 6 33,3 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 17,4 3 23,7 3 27,7 4 31,1 5
AUF Alternative Unabhängige Feldataler 22,7 3 18,9 3
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 22,0 3 17,9 3 27,4 4 26,0 4
A.L.F. Andere Liste Feldatal 8,3 1 9,6 1
gesamt 100 15 100 15 100 15 100 15
Wahlbeteiligung in % 69,9 62,6 60,2 61,3

Der Gemeindevorstand besteht aus dem Bürgermeister und sieben Beigeordneten.

BürgermeisterBearbeiten

Der ehemalige Bürgermeister Dietmar Schlosser (FWG) wurde am 16. Mai 2010 mit einem Stimmenanteil von 67,1 % gewählt und im März 2016 mit 59,8 % im Amt bestätigt. Zum 30. September 2017 wurde er auf eigenen Wunsch in den Ruhestand versetzt.[7][8][9] Bei der Neuwahl am 25. Februar 2018 wurde der unabhängige Kandidat Leopold Bach mit 81,7 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt.[10]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Gold ein roter blaugekrönter Jungfrauenadler, belegt mit einem Herzschild, darin in Silber ein schräggestellter blauer Schlägel, oben und unten schräglinks begleitet mit je zwei blauen Nägeln.“

Wappenerklärung: Der Herzschild verweist auf das einstige Handwerk des Nagelschmiedes in der Gemeinde, das noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts ausgeübt wurde, der blaugekrönte Jungfrauenadler stammt aus dem Wappen der erloschenen Adelsfamilie von Mörlau (Merlau), die im Mittelalter hier begütert war.

GemeindeverwaltungsverbandBearbeiten

Die Gemeinde Feldatal ist Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband Feldatal-Grebenau-Romrod-Schwalmtal. Dieser Gemeindeverwaltungsverband besteht aus den Gemeinden Feldatal, Grebenau, Romrod und Schwalmtal.[11]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Evangelische Kirche Stumpertenrod
 
Jüdischer Friedhof Kestrich
  • Fachwerkkirche in Ermenrod
  • In Stumpertenrod steht mit der Evangelischen Kirche die größte Fachwerk-Kirche Hessens. Die Kirche wurde 1696 im barocken Stil erbaut. Die Kirche besitzt einen Dachreiter, in dem drei Glocken hängen. Die Orgel im Inneren der Kirche stammt aus dem Jahr 1840.[12]
  • Zeilbacher Kirche erbaut 1668 – verschindelt
  • Fachwerkkirche Kestrich und direkt daneben die ehemalige Synagoge und Judenschule (in Kestrich)
  • Jüdischer Friedhof (in Kestrich)
  • noch funktionsfähige Mühlen, z. B. Wolfenmühle in Groß-Felda, Burgsmühle in Zeilbach und Herrenmühle in Ermenrod.

NaturdenkmaleBearbeiten

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Feldataler Mühlenfest
  • Ostermarkt
  • Weihnachtsmarkt
  • Traditionelle Kirmes (immer am ersten Novemberwochenende)
  • Sternenwelt Vogelsberg – die Sternwarte in Hessen
  • Schmiedefest – Feldatal (alle zwei Jahre)
  • Fasnacht mit Sitzungen und Kinderfasching
  • Kulturnacht Feldatal
  • Vorträge, Lesungen und Konzerte in der Alten Synagoge
  • 60 Vereine laden ein zu vielfältigen Veranstaltungen im ganzen Jahr
  • Greifvogelwarte Feldatal

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Der Wanderweg Vulkan-Steig in Stumpertenrod

Durch die Gemeinde führt die B 49.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Persönlichkeiten mit Bezug zur GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Feldatal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2017 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 347.
  3. Satzung des Gemeindeverwaltungsverbandes Feldatal - Grebenau - Romrod - Schwalmtal - Kulturverein-Storndorf. Abgerufen am 23. Januar 2018 (deutsch).
  4. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  7. Feldataler Bürgermeister verzichtet, oberhessische-zeitung.de, 26. September 2017, abgerufen am 7. Januar 2018.
  8. Bürgermeister-Thema bewegt besonders, oberhessische-zeitung.de, 30. Oktober 2017, abgerufen am 7. Januar 2018.
  9. Feldatal setzt auf Hauptamtlichen, oberhessische-zeitung.de, 10. November 2017, abgerufen am 8. Januar 2018.
  10. Gießener Anzeiger Verlags GmbH & Co KG: "Eine geile Nummer". (oberhessische-zeitung.de [abgerufen am 25. Februar 2018]).
  11. Gemeindeverwaltungsverband Feldatal-Grebenau-Romrod-Schwalmtal. In: Webauftritt. Stadt Grebenau, abgerufen im Januar 2018.
  12. Randolf Fügen: Highlights in Mittelhessen. Wartenberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2003, ISBN 3-8313-1044-0.