Eva L’Arronge

deutsche Schauspielerin, Hörspielsprecherin und Tänzerin

Eva L’Arronge (* 12. April 1907 in Regensburg[1]; † unbekannt) war eine deutsche Schauspielerin, Tänzerin und Hörspielsprecherin.

LebenBearbeiten

Eva L’Arronge stammte aus einer Künstlerfamilie. Ihr Großvater war der Schauspieler und Theaterdirektor Theodor Everhard L’Arronge (1812–1878), ihr Vater der Schauspieler Richard L’Arronge (1869–1942), von 1919 bis 1920 Leiter des Theaters Regensburg. Auch die Mutter Adeline Lorjé sowie die Tante Betty L’Arronge (1845–1936) arbeiteten als Schauspielerinnen. Eva L’Arronges Onkel war der bekannte Bühnenautor und Theaterkritiker Adolph L’Arronge.[2]

Eva L’Arronge stand als Sängerin und Schauspielerin auf den Bühnen Berlins. In der Zeit des Nationalsozialismus erhielt die Künstlerin zunächst eine gesonderte Arbeitserlaubnis, da sie den von den Nationalsozialisten geforderten Ariernachweis nicht erbringen konnte. Später wurde ihr diese Genehmigung jedoch wieder entzogen.[3] Auch die in den 1930er Jahren beginnende Filmkarriere konnte nicht fortgeführt werden. Bis dahin hatte L’Arronge in Komödien wie Die Koffer des Herrn O. F. mit Peter Lorre und in Carl Froelichs Historienfilm Luise, Königin von Preußen mit Henny Porten und Gustaf Gründgens mitgewirkt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges blieb sie in diesem Medium ein seltener Gast. Einen letzten Filmauftritt absolvierte sie 1949 in Richard Eichbergs Reise nach Marrakesch.

Dagegen war L’Arronge seit den 1950er Jahren umfangreich als Hörspielsprecherin tätig, beispielsweise in der Arthur-Conan-Doyle-Adaption Silberstrahl mit Peter Pasetti als Meisterdetektiv Sherlock Holmes. In den Biene-Maja-Adaptionen Himmelsvolk das Plattenlabels Auditon sprach sie sogar gemeinsam mit ihrer Mutter Adeline Lorjé.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Hörspiele (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Paul Stanley Ulrich: Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik, 2 Bde., Berlin 1997, Bd. 1, S. 1039.
  2. Paul Stanley Ulrich: Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik, Bd. 1, S. 1039.
  3. Lilian Karina/Marion Kant: Hitler's Dancers: German Modern Dance and the Third Reich, Berghahn Books 2004, S. 305.