Ernst Schlott

deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher

Ernst Schlott (* 17. Dezember 1904[1]; † nach 1959) war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.

LebenBearbeiten

Schlott spielte an verschiedenen deutschsprachigen Theatern wie zum Beispiel am Theater in der Josefstadt in Wien.[2]

Seit den 1930er Jahren übernahm er zudem Rollen in Spielfilmproduktionen wie Robert Wohlmuths Nacht der Versuchung, Josef von Bákys Intermezzo und Erich Engels Die goldene Spinne. Seinen letzten Filmauftritt hatte er als „Dr. Sinsberg“ neben Hansjörg Felmy in Kurt Hoffmanns satirischer Komödie Wir Wunderkinder nach Hugo Hartung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Schlott eine feste Anstellung als Sprecher beim Bayerischen Rundfunk[3] Daraufhin wirkte er in zahlreichen Hörfunk-Produktionen des Senders mit. Daneben war er umfangreich als Synchronsprecher tätig und lieh seine Stimme beispielsweise Joseph Cotten in Das Haus der Lady Alquist, Peter Cushing in Die Bestie mit dem Skalpell, Cedric Hardwicke in Der Glöckner von Notre Dame, Oscar Levant in Humoreske und Leopoldo Trieste in Vitelloni.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Hörspiele (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Geburtsdatum gemäß Eintrag in der Liste "Männliche Schauspieler: Auflistung nach Geburtdatum, Größe, Gewicht, Haarfarbe und Typus (A - Z)" der Reichskulturkammer, derzeit im Bundesarchiv (Archivaliensignatur BArch, R 9361-V/119996), zitiert nach der Angabe in der Deutschen Digitalen Bibliothek. Zuletzt abgerufen am 24. Mai 2017.
  2. Edith Koch, Frithjof Trapp, Anne-Margarete Brenker (Hrsgg.): Exiltheater und Exildramatik 1933–1945. Tagung der Hamburger Arbeitsstelle für Deutsche Exilliteratur 1990. Koch 1991, S. 35.
  3. Buch – Buchhandel – Rundfunk 1945–1949. hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, Deutsches Rundfunkarchiv, Otto Harrassowitz Verlag, S. 87.