Hauptmenü öffnen
Stadtgemeinde
Eggenburg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Eggenburg
Eggenburg (Österreich)
Eggenburg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn
Kfz-Kennzeichen: HO
Fläche: 23,55 km²
Koordinaten: 48° 39′ N, 15° 49′ OKoordinaten: 48° 38′ 35″ N, 15° 48′ 58″ O
Höhe: 329 m ü. A.
Einwohner: 3.498 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 149 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3730
Vorwahl: 02984
Gemeindekennziffer: 3 11 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kremserstraße 3
3730 Eggenburg
Website: www.eggenburg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Georg Gilli (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
16
6
1
16 
Insgesamt 23 Sitze
Lage von Eggenburg im Bezirk Horn
AltenburgBrunn an der WildBurgschleinitz-KühnringDrosendorf-ZissersdorfEggenburgGars am KampGerasHornIrnfritz-MessernJaponsLangauMeiseldorfPerneggRöhrenbachRöschitzRosenburg-MoldSigmundsherbergSt. Bernhard-FrauenhofenStraning-GrafenbergWeitersfeldNiederösterreichLage der Gemeinde Eggenburg im Bezirk Horn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Hauptplatz mit Dreifaltigkeitssäule
Hauptplatz mit Dreifaltigkeitssäule
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Eggenburg ist eine Stadtgemeinde mit 3498 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Horn in Niederösterreich.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Eggenburg liegt am Ostrand des Waldviertels in Niederösterreich. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 23,52 Quadratkilometer. 11,59 Prozent der Fläche sind bewaldet.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Eggenburg, Engelsdorf, Gauderndorf, Stoitzendorf und Stoitzendorf Heide.

Die Stadtgemeinde Eggenburg ist Mitglied der Kleinregion Manhartsberg.

NachbargemeindenBearbeiten

Meiseldorf Röschitz
 
Burgschleinitz-Kühnring Straning-Grafenberg

GeschichteBearbeiten

Schon in urgeschichtlicher Zeit war das Granitplateau oberhalb der Schmida, auf dem sich Eggenburg gründet, ab der jüngeren Steinzeit von Menschen besiedelt. Die Geburtsstunde der Stadt ist in der Babenbergerzeit (976–1246) anzusetzen. Nach der Jahrtausendwende wurde Niederösterreich bis an den Nordwald – das heutige Waldviertel – besiedelt. Zur Sicherung dieses Gebietes entstand um 1160/70 die befestigte Grenzstadt Eggenburg bereits mit Marktfunktion. Erste urkundliche Nennungen von Eginpurch liegen aus dem 12. Jh. vor. Im Zwist Premysl Ottokars mit Rudolf von Habsburg schlug sich Eggenburg auf die Seite des Habsburgers, worauf dieser am 13. August 1277 der Stadt die Stadtrechte erneuerte.

Eine Brandkatastrophe im Jahre 1808 hat einen Niedergang der Stadt bewirkt. Mit dem Bau der Franz-Josefs-Bahn 1870 wurde Eggenburg von Wien aus in zwei Stunden erreichbar. Die Bevölkerung nahm wieder zu, und mit der Initiative Gartenstadt des Kaufmanns Franz Gamerith entstand eine Stadterweiterung.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 

In den letzten Jahrzehnten blieb die Bevölkerungszahl trotz negativer Geburtenbilanz konstant, da dies durch eine positive Wanderungsbilanz ausgeglichen wurde.[3]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Der alte Pfarrhof in Eggenburg, auch Resch-Schloss genannt
 
Vogelsangmühle bei Eggenburg
 
Hauptplatz von Eggenburg mit gotischen Giebelhäusern, Sgraffitohaus, Pranger, Martinsbrunnen, Mariensäule; inmitten des Hauptplatzes befindet sich das Grätzel.
 
Der Eggenburger Hauptplatz mit Pestsäule
 
Hauptplatz von Eggenburg am frühen Morgen vom Heißluftballon aus
 
Zentrum von Eggenburg am frühen Morgen vom Heißluftballon aus

Siehe auch: Liste der Kellergassen in Eggenburg

  • Katholische Pfarrkirche Eggenburg St. Stephan: romanische Türme, gotisches Schiff
  • Karner: Gebeinhaus, bereits 1299 urkundlich erwähnt, der Oberbau wurde 1792 abgerissen, durch Grabung aufgefunden
  • Redemptoristenkloster
  • Martinskapelle mit Bürgerspital: mit Grabsteinsammlung
  • Stadtmauer: Die Stadtmauer ist fast gänzlich erhalten und teilweise begehbar
  • Hauptplatz: Großzügiger fünfeckiger Hauptplatz und Grätzel mit gotischen Giebelhäusern, Pranger, Martinsbrunnen, Mariensäule, barocker Pestsäule
  • Sgraffitohaus: Sgraffitomalereien aus 1547
  • Johannes-Nepomuk-Statue
  • Vogelsangmühle: ein barocker Gutshof
  • Kanzlerturm: begehbarer, eingerichteter Stadtmauerturm, beherbergt ein Museum des Bürgerkorps Eggenburg

MuseenBearbeiten

  • Krahuletz-Museum: seit 1902 bestehendes Museum mit erdgeschichtlichen, urgeschichtlichen und volkskundlichen Sammlungen
  • RRRollipop-Museum: das RRRollipop-Museum stellt ungewöhnliche Kleinkraftfahrzeuge aus der Vergangenheit aus. Es ist ein Teil der Nostalgiewelt Eggenburg[4], welche die 1950er und 1960er thematisiert.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Jahr 2010 gab es in der Gemeinde fünfzig land- und forstwirtschaftliche Betriebe (um zwölf weniger als im Jahr 1999), davon waren achtzehn Haupterwerbsbetriebe.[5] Im Produktionssektor beschäftigten 39 Betriebe 561 Arbeitnehmer, überwiegend mit der Herstellung von Waren (440), aber auch im Bau (118). Im Dienstleistungssektor gaben 205 Betriebe 1492 Menschen Arbeit, über 50 Prozent in sozialen und öffentlichen Diensten und etwa ein Viertel im Handel.[6][7]

BildungBearbeiten

In Eggenburg gibt es zwei Kindergärten, eine Volksschule, eine Neue Niederösterreichische Musikmittelschule und eine Landesberufsschule.[8]

GesundheitBearbeiten

In der Stadtgemeinde gibt es eine Apotheke und es ordinieren mehrere praktische Ärzte und Fachärzte.[9]

PflegeBearbeiten

Das Land Niederösterreich betreibt in Eggenburg ein Pflege- und Betreuungszentrum.[10]

Ansässige UnternehmenBearbeiten

  • Egston mit ca. 1.800 Beschäftigten.

VerkehrBearbeiten

 
Das denkmalgeschützte Aufnahmsgebäude im Bahnhof Eggenburg
  • Straße: Die Retzer Straße (B35) führt von Krems aus durch Eggenburg bis über Retz hinaus an die Grenze zu Tschechien und durchquert die Stadt in Nord-Süd-Richtung. Eine andere regional wichtige Straßenverbindung ist die Waldviertler Straße (B2), welche Eggenburg mit Horn und Hollabrunn verbindet.
  • Bus: Die Stadt ist Ausgangs- und Zielpunkt mehrerer regionaler Buslinien des Betreibers ÖBB-Postbus.
  • Bahn: Durch Eggenburg verläuft die Franz-Josefs-Bahn. Die ÖBB betreiben den Bahnhof Eggenburg, der für Pendler, insbesondere mit den Zielen Tulln an der Donau und Wien, ein wesentlicher Knotenpunkt ist.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Im Gemeinderat gibt es insgesamt 23 Sitze. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Mandatsverteilung: ÖVP 16, SPÖ 6, und FPÖ 1.

BürgermeisterBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

  • Eggenburger Bruderschaft, ab 1629 eigenständige Zunftvereinigung der Steinmetze und Steinbildhauer
  • Wolfgang Brandstetter (* 1957), Jurist, Universitätsprofessor, ehemaliger österreichischer Vizekanzler und Justizminister, lebt in Eggenburg
  • Ernst Degasperi (1927–2011), Künstler, schuf das Kunsthaus – Haus des Friedens in Eggenburg
  • Johann Gallus Högl (1664–1719), Steinmetzmeister, lebte und starb in Eggenburg
  • Eduard Kranner (1893–1977), Schriftsteller und NS-Bürgermeister von Eggenburg
  • Josef Naderer (1906–1965), Politiker (ÖVP) und Weingroßhändler, von 1934 bis 1938 Vizebürgermeister von Eggenburg
  • Arnulf Neuwirth (1912–2012), Künstler, lebte in Eggenburg
  • Heinrich Reinhart (1927–2013), Mediziner und Heimatforscher, lebte in Eggenburg
  • Hans Seitz (1929–2011), Förderer der Stadt, Einsatz für denkmalgeschützte Gebäude
  • Fritz F. Steininger (* 1939), Geologe und Paläontologe, Obmann der Krahuletz-Gesellschaft
  • Angela Stifft-Gottlieb (1881–1941), Prähistorikerin, leitete das Krahuletzmuseum
  • Johann Baptist Stöger (1810–1883), Laienbruder der Redemptoristen-Kongregation, lebte und starb in Eggenburg
  • Werner Vasicek (1939–2013), Heimatforscher und Paläontologe, Kustos im Krahuletz-Museum

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Burghard Gaspar: Die Gründung der Gartenstadt Eggenburg. Das Lebenswerk des Eggenburger Kaufmanns Franz Gamerith, Sonderdruck des Kulturreferates der Stadt Eggenburg, aus: Das Waldviertel Heft 3 1991.
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Eggenburg, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 26. September 2019.
  4. Nostalgie. Abgerufen am 1. Juni 2019.
  5. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Eggenburg, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Abgerufen am 26. September 2019.
  6. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Eggenburg, Arbeitsstätten. Abgerufen am 26. September 2019.
  7. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Eggenburg, Arbeitnehmer. Abgerufen am 26. September 2019.
  8. Gemeinde Eggenburg, Einrichtungen, Bildungseinrichtungen. Abgerufen am 26. September 2019.
  9. Gemeinde Eggenburg, Einrichtungen, Gesundheitseinrichtungen. Abgerufen am 26. September 2019.
  10. Land Niederösterreich, Pflege- und Betreuungszentrum Eggenburg. Abgerufen am 26. September 2019.