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Edition Raetia

regionaler Literatur- und Sachbuchverlag mit Sitz in Bozen (Südtirol)
Edition Raetia

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Rechtsform S. a. r. l.
Gründung 1991
Sitz Bozen
Leitung Gottfried Solderer
Branche Buchverlag
Website www.raetia.com

Edition Raetia ist ein regionaler Literatur- und Sachbuchverlag mit Sitz in Bozen. Er wurde 1991 vom langjährigen Chefredakteur des Südtiroler Wochenmagazins ff Gottfried Solderer gegründet. 2012 entstanden aus dem Umfeld des Verlags die beiden Filmdienstleistungsfirmen Dolomyte und Albolina sowie die Lektorengenossenschaft Ex Libris.

Inhaltsverzeichnis

VerlagsprofilBearbeiten

Regionalgeschichte: In den ersten 15 Jahren des Verlagsbestehens standen Publikationen zur Südtiroler Zeitgeschichte im Mittelpunkt des Programms. Der Raetia-Verlag publizierte in dieser Zeit eine Reihe von Biographien bedeutender politischer Persönlichkeiten der Südtiroler Nachkriegsgeschichte. Ebenso entstanden Überblicksdarstellungen zu den Jahren des Südtirolterrorismus und zum gesamten 20. Jahrhundert; die Bücher wurden dabei durchgängig im journalistischen Stil für eine breite regionale Leserschaft konzipiert.

In den späteren Jahren erweiterten kulturgeschichtliche Themen (beispielsweise zur Frauen- und Tourismusgeschichte) den historischen Programmschwerpunkt. In der Reihe „Memoria“ begann der Verlag damit, biographische Alltags- und Kriegserinnerungen an das 20. Jahrhundert zu sammeln. Mit wissenschaftlichem Anspruch verlegte Edition Raetia bereits Anfang der 1990er-Jahre postum ausgewählte Werke des Südtiroler Historikers Claus Gatterer. Seit 2009 erscheint im Verlag ein politikwissenschaftliches Jahrbuch mit Südtirolbezug.

Belletristik: Der Verlag versteht sich im literarischen Segment laut Eigenangaben als Entdecker und Förderer junger Autoren. Von diesen konnte Selma Mahlknecht mehrere erfolgreiche Bücher im Raetia-Verlag publizieren. Zu den bekanntesten Protagonisten der Südtiroler Kunst- und Literaturszene, die vereinzelt Werke bei Edition Raetia veröffentlicht haben, zählen die Schriftsteller Herbert Rosendorfer, Joseph Zoderer und der Maler Markus Vallazza. Mit anspruchsvoll bearbeiteten Neuauflagen von Werken Egon Erwin Kischs und Jakob Philipp Fallmerayers konnte der Verlag punktuell auch ein überregionales Publikum erreichen.

Sach- und Tourismusliteratur: Im Rahmenprogramm des Verlags erscheinen in unregelmäßigen Abständen kulinarische Tirolensien, regionale Bergbücher und Kultur- und Wanderführer.

Italienische Bücher: Mit der namentlichen Anspielung auf das antike Volk der Räter wollte Edition Raetia bereits 1991 eine mehrsprachige Programmausrichtung zum Ausdruck bringen. Das kleine italienischsprachige Büchersegment umfasst dabei durchwegs Übersetzungen deutschsprachiger Publikationen aus dem eigenen Programm, vor allem aus den Bereichen Regionalgeschichte und Bergtourismus. Vereinzelt werden auch historische oder literarische Erstpublikationen italienischsprachiger Regionalautoren verlegt. Mehrsprachige Textsammlungen, die vereinzelt ladinische Werke einschließen, erscheinen z. T. im Rahmen der literarischen Jahresschrift filadrëssa.

Autoren (Auswahl)Bearbeiten

Helmut Alexander, H. C. Artmann (postum), Udo Bernhart, Gotthard Bonell, Valentin Braitenberg (postum), Renzo Caramaschi, Arnold Mario Dall'Ò, Brunamaria Dal Lago Veneri, Ferruccio Delle Cave, Lutz Chicken (postum), Siglinde Clementi, Hellmut von Cube (postum), Hanspeter Demetz, Eduard Egarter Vigl, Jakob Philipp Fallmerayer (postum), Josef Feichtinger, Josef Fontana, Christoph Franceschini, Bernd Gänsbacher, Claus Gatterer (postum), Joachim Gatterer, Michael Gehler, Hans Glauber, Heide Göttner-Abendroth, Andreas Hapkemeyer, Christoph Hartungen, Hans Heiss, Maridl Innerhofer, Egmont Jenny, Egon Erwin Kisch (postum), Astrid Kofler, Martin Kolozs, Florian Kronbichler, Kurt Lanthaler, Jul Bruno Laner, Selma Mahlknecht, Sepp Mall, Rosi Mittermeier, Waltraud Mittich, Hubert Mumelter (postum), Christian Neureuther, Hannes Obermair, Günther Pallaver, Hans Karl Peterlini, Eva Pfanzelter, Konrad Rabensteiner, Hans-Günter Richardi, Carlo Romeo, Herbert Rosendorfer, Ingrid Runggaldier, Roman Santeler, Nina Schröder, Manfred Schullian, Anna Stecher, Gerald Steinacher, Leopold Steurer, Hubert Stuppner, Franz Thaler, Paolo Valente, Markus Vallazza, Martha Verdorfer, Eduard Egarter Vigl, Friedl Volgger (postum), Xu Lu, Stefano Zangrando, Joseph Zoderer.[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Autoren. In: Edition Raetia. Abgerufen am 6. Februar 2018.

Koordinaten: 46° 29′ 55,3″ N, 11° 21′ 24,8″ O