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Thomas Casagrande (* 1956) ist ein deutscher Politologe und Autor. Er ist Externer Mitarbeiter am Fachbereich Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und arbeitet zur Zeit als Lehrer in Frankfurt.

Casagrande studierte von 1978 bis 1979 zunächst Ethnologie, dann Sport und anschließend Englisch und Sport für Lehramt an der Universität Frankfurt am Main. 1991 legte er das II. Staatsexamen ab. Seine Promotion erlangte er 2002 mit einer Arbeit zur SS-Division „Prinz Eugen“.[1] Im gleichen Jahr wurde er stellvertretender Direktor der Schulen des Deutschen Buchhandels.[2]

Sein Vater, Otto Casagrande (1919–1990), war politischer Aktivist der illegalen deutschen Hitlerjugend in Südtirol und während des Zweiten Weltkriegs SS-Untersturmführer in der 2. SS-Division „Das Reich“.[3] Nach dessen Tod beschäftigte sich Thomas Casagrande intensiv mit Volksdeutschen in der Waffen-SS und schrieb mehrere Bücher über sie.[3][4]

VeröffentlichungenBearbeiten

  • Die Volksdeutsche SS-Division „Prinz Eugen“. Die Banater Schwaben und die nationalsozialistischen Kriegsverbrechen. Campus, Frankfurt 2003 ISBN 3-593-37234-7
  • "Unsere Gegner haben uns als Deutsche kennengelernt". Die 7.SS-Freiwilligen-Gebirgsdivision "Prinz Eugen" – eine volksdeutsche Kampfformation als nationalsozialistisches Herrschaftsinstrument. In: Die Waffen-SS. Neue Forschungen. Jan-Eric Schulte, Peter Lieb, Bernd Werner (Hrsg.), Schöningh Verlag, 2014
  • "Mio padre, Otto Casagrande". In: Era un giorno di fine aprile... Gedenkschrift zum 70. Jahrestag der Befreiung von der deutschen Besatzung, Comune Rodengo Saiano (Hrsg.), 2015
  • Südtiroler in der Waffen-SS: Vorbildliche Haltung, fanatische Überzeugung, Raetia Verlag, Bozen 2015
  • The "Volksdeutsche": A case study from South Eastern Europe (zusammen mit Michal Schvarc, Norbert Spannenberger, und Otmar Trasca). In: The Waffen-SS: A European History, Jochen Boehler und Robert Gerwarth (Hrsg.), Oxford University Press, 2016
  • Die volksdeutsche SS-Division 'Prinz Eugen' und die Nationalsozialistische Aufstandsbekämpfung in Jugoslawien 1941–1944. In: Vom Verschwinden der deutschsprachigen Minderheiten. Ein schwieriges Kapitel in der Geschichte Jugoslawiens 1941–1955. Stiftung Flucht und Vertreibung (Hrsg.); Donauschwäbisches Zentralmuseum, 2016

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Goethe Universität: Dr. Thomas Casagrande. Abgerufen am 22. März 2018.
  2. Von der Deutschen Buchhändlerschule zum mediacampus frankfurt. 1946—2012. Eine Chronik. Abgerufen am 22. März 2018 (2.4 MB).
  3. a b Thomas Casagrande: Südtiroler in der Waffen-SS: Vorbildliche Haltung, fanatische Überzeugung. Raetia Verlag, Bozen 2015.
  4. Die Presse: Südtiroler waren überproportional in Waffen-SS vertreten. 2. Juni 2016, abgerufen am 22. März 2018.