Drei Schwedinnen auf der Reeperbahn

Film von Walter Boos (1980)

Drei Schwedinnen auf der Reeperbahn ist ein deutsches Sex- und Filmlustspiel von Walter Boos.

Film
OriginaltitelDrei Schwedinnen auf der Reeperbahn
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 79 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Walter Boos
Drehbuch Georg Elmer
Produktion Karl Spiehs
Musik Gerhard Heinz
Kamera Franco Mazzolini
Schnitt Gisela Haller
Besetzung

HandlungBearbeiten

Drei Schüler und drei Schülerinnen reisen aus der weltfremden Einöde nahe Hamburg, in der ihr Internat liegt, in die Elbmetropole, um dort auf der sündigen Meile und im Amüsierviertel von St. Pauli mal richtig etwas zu erleben. Die drei Mädels sind Schwedinnen, und eine von ihnen, die hübsche Lil, hat es sich in den Kopf gesetzt, ihren Lieblingslehrer Dr. Heilmann, auf den sie schon seit langem ein Auge geworfen hat, zu verführen. Der ist gerade zu Besuch bei seiner blonden Freundin Inga. Derweil schlendern Kirsten und Moni, die beiden anderen Mädels, über die Reeperbahn, die für die jungen Damen Aufregung und „große weite Welt“ verheißt. Eine Schlafstätte haben die drei Schwedinnen bei Kirstens Cousine Rita gefunden, die in Hamburg angeblich als Sekretärin bei einer schwedischen Im- und Exportfirma arbeitet. Doch für eine Sekretärin lebt Rita über ein erstaunlich luxuriöses Dasein und verfügt über eine ebensolche Wohnung. Niemand ahnt zunächst, dass die gut gewachsene Blondine als Callgirl für besonders betuchte Kundschaft arbeitet und sich einflussreichen Männern, darunter auch einem wichtigen Politiker, anbietet.

Auch Pit, Dicki und Atze, die deutschen Mitschüler der drei attraktiven Schwedinnen, wollen auf der sündigen Meile sich mal endlich ihre jungfräulichen Hörner abstoßen, haben sie doch bislang allesamt noch keinen rechten Stich bei der Damenwelt gemacht. Pit hat es sich fest in den Kopf gesetzt, Lil, in die er verliebt ist, zu erobern und versucht daher, seine Angebetete davon abzuhalten, sich mit Heilmann einzulassen. Doch die will zunächst so gar nichts von ihrem Mitschüler wissen und gibt sich in ihrer Vernarrtheit Tagträumen hin. Darin sieht sie sich mit Heilmann mitten im schwärzesten Afrika, umgeben von Eingeborenen im Lendenschurz, einen sinnlichen Tanz vorführen … und das alles nur, weil man soeben im Erdkundeunterricht Kenia durchgenommen hatte. Das Unglück will es, dass der tollpatschige Nerd Dicki stets auf einen Matrosen stößt, dem er bei seinen Abenteuern auf St. Pauli in die Quere kommt. Kirsten und Moni wiederum werden in einer Nachtbar abgezockt und müssen nun, um wieder an Geld zu kommen, vor einem veritablen Hamburger Senator blankziehen. Bald aber führen alle Handlungsstränge schlussendlich zusammen, und Pit bekommt endlich seine Lil. Auch die anderen beiden Jungs, Dicki und Atze, und die verbliebenen zwei Schwedinnen, Kirsten und Moni, beginnen sich für einander zu interessieren.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Der nach Drei Schwedinnen in Oberbayern (1977) und Hurra, die Schwedinnen sind da (1978) letzte der drei Schwedinnen-Filme aus der Lisa-Film-Produktion von Karl Spiehs wurde zwischen dem 11. März und dem 26. April 1980 in Hamburg sowie (für insgesamt rund vier Minuten Film im Rahmen der Tagtraumsequenzen) in Kenia gedreht. Die Uraufführung fand am 8. August 1980 statt.

Die Produktionsleitung hatte Otto W. Retzer. Rolf Albrecht sorgte für die Ausstattung und entwarf die Kostüme.

KritikBearbeiten

„Äußerst schlampig gemachter und alberner ‚Unterhaltungsfilm‘, der kein Klischee ausläßt.“

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Drei Schwedinnen auf der Reeperbahn. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet