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Demokratene i Norge
Demokraten in Norwegen
Partei­vorsitzender Makvan Kasheikal
Gründung 2002
Haupt­sitz Kristiansand
Aus­richtung Rechtspopulismus
Islamfeindlichkeit
EU- und EWR-Gegner
Farbe(n) Rot, Weiß, Blau
Parlamentssitze 0 von 169 (Storting, 2017)
Website demokratene.no

Demokratene i Norge (DiN, deutsch: 'Die Demokraten in Norwegen') ist eine rechtspopulistische norwegische Splitterpartei. Sie wendet sich gegen Einwanderung und gegen den Europäischen Wirtschaftsraum. Die nationalistischen Untertöne werden mit sozialer Umverteilungspolitik und moderaten kulturpolitischen Vorstellungen kombiniert.

Inhaltsverzeichnis

EntwicklungBearbeiten

Die Partei wurde am 24. August 2002 in Oslo gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählten vor allem ehemalige Mitglieder der Fremskrittspartiet (Frp). An der Gründung war auch die Splitterpartei Sosialdemokratene beteiligt, eine Abspaltung der Pensjonistpartiet.

Der aus der Frp ausgeschlossene Storting-Abgeordnete Jan Simonsen schloss sich für den Rest der Legislaturperiode (bis 2005) den Demokraten an.

Die Partei erreichte bei der Parlamentswahl 2005 2.706 Stimmen, 2009 2.285 Stimmen und 2017 3.829 Stimmen (jeweils 0,1 %). Für 2013 war es den Demokraten nicht gelungen, genug Unterstützungserklärungen einzureichen.

Bei der Kommunalwahl 2011 erreichte die Partei ein Fylkestingmandat (in Vest-Agder) und insgesamt acht Sitze in fünf Gemeindevertretungen. Vidar Kleppe konnte den Sitz im Fylkesting von Vest-Agder 2015 verteidigen.[1] Die kommunalen Mandate schmolzen auf nur noch vier Sitze.

InhalteBearbeiten

Die Partei ist EU-Gegner und befürchtet eine Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern nach Norwegen, was die westlichen Werte und das christliche Erbe bedrohe. Parteichef Vidar Kleppe forderte die Schließung aller Moscheen in Norwegen, die sich nicht öffentlich von Terrorismus distanzierten.[2] Amund Garfors, damals Parteivorsitzender im Fylke Nordland, forderte nach den Terroranschlägen von London 2005 ein generelles Verbot des Islam. Die Militärreserveeinheiten Heimevernet müssten in naher Zukunft in Oslo gegen Muslime eingesetzt werden, prognostizierte Garfors.[3]

Im Schulunterricht soll der Bibel mehr Platz eingeräumt werden; dazu soll das Schulfach Christentum, Religion, Lebensanschauung und Ethik (KRLE) wieder zur Christentumskunde umgebaut werden.

VorsitzendeBearbeiten

  • Vidar Kleppe (2002–2012)
  • Kjell Arne Sellæg (2012)
  • Elisabeth Rue Strencbo (2012–2013)
  • Fredrik U. Litleskare (2013–2015)
  • Terje Svendsen (2015–2016)
  • Kim Steinar Kjærner-Strømberg (2016)
  • Makvan Kasheikal (seit 2016)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fraktionen und Mitglieder Fylkesting Vest-Agder, abgerufen am 4. November 2018.
  2. Line Torvik: Steng alle moskeer (norwegisch) In: VG. 13. Juli 2005. Abgerufen am 4. November 2018.
  3. Morten Øverbye: Jeg ble drapstruet (norwegisch) In: VG. 23. August 2005. Abgerufen am 4. November 2018.