David MacMillan (Chemiker)

britischer Chemiker

David MacMillan (* 1968 in Bellshill, Schottland) ist ein britischer Chemiker (Organische Chemie, Organische Synthese).

MacMillan studierte an der University of Glasgow mit dem Bachelor-Abschluss 1991 und wurde 1996 an der University of California, Irvine, bei Larry E. Overman promoviert. Als Post-Doktorand war er bei David A. Evans an der Harvard University. Ab 1998 war er an der University of California, Berkeley und ab 2000 am Caltech, an dem er 2004 Professor wurde. Seit 2006 ist er Professor an der Princeton University und dort Direktor des Merck Center of Catalysis. Er ist seit 2010 James S. McDonnell Distinguished Professor.

Er entwickelte neue Methoden in der enantioselektiven (asymmetrischen) Organokatalyse mit Anwendung auf die Synthese einer Reihe von Naturprodukten. Er entdeckte neue Iminiumionen-Katalysatoren und entwickelte über 50 neue Reaktionsprozesse.[1] 2007 entwickelte er die SOMO-Katalyse (Singly occupied molecular orbital Organocatalysis)[2] und 2008 organische Photoredox-Katalyse.

Er ist seit 2012 Fellow der Royal Society und erhielt 2004 die Corday-Morgan-Medaille der Royal Society of Chemistry. Darüber hinaus gehört er seit 2012 der American Academy of Arts and Sciences an, seit 2018 der National Academy of Sciences und wurde 2007 Arthur-C.-Cope-Scholar. Außerdem erhielt er 2005 den Tetrahedron Young Investigator Award, 2007 den Mukaiyama Award, 2014 den Harrison Howe Award und 2006 den Thieme-IUPAC Prize in Organic Synthesis. Im Jahr 2002 war er Sloan Fellow. 2011 erhielt er den ACS Award for Creative Work in Synthetic Organic Chemistry. Für 2015 wurde ihm der Ernst Schering Preis zugesprochen, für 2017 der Ryōji-Noyori-Preis, für 2019 den Centenary Prize der Royal Society of Chemistry.

Seit 2010 ist er Herausgeber von Chemical Science.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Würdigung bei der Royal Society
  2. Oder SOMO-Aktivierung mit Ein-Elektronen-Oxidation eines Enantiomers als Zwischenzustand statt zwei Elektronen wie bei der HOMO-Aktivierung