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Döse (niederdeutsch Döös) ist ein Stadtteil der Stadt Cuxhaven in Niedersachsen. Der Kurort liegt an der nördlichen Spitze der niedersächsischen Nordseeküste.

Döse
Stadt Cuxhaven
Wappen von Döse
Koordinaten: 53° 52′ 58″ N, 8° 40′ 22″ O
Höhe: 3 m ü. NHN
Einwohner: 10.584 (19. Mai 2018)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1905
Postleitzahl: 27476
Vorwahl: 04721
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Über dieses Bild
Lage von Döse in Cuxhaven
Luftbild von Fort Kugelbake
Luftbild von Fort Kugelbake

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Döse befindet sich westlich des zur Cuxhavener Kernstadt gehörenden Grimmershörn und ist eine der touristischen Schwerpunktregionen im Cuxland. Südwestlich grenzt Döse an Duhnen, südlicher Nachbarort ist Stickenbüttel. Östlich von Döse befindet sich die Grimmershörnbucht mit einem Grünstrand an der Elbe. In Döse liegt der nördlichste Punkt der Stadt Cuxhaven und somit auch von Niedersachsen. Hier mündet die Elbe in die Nordsee, was durch das Seezeichen Kugelbake markiert wird.

GeschichteBearbeiten

Döse wurde 1394 als Wester- und Osterdose erstmals urkundlich erwähnt, als das Dorf an die Stadt Hamburg verkauft wurde. Der Name ist eine Ableitung des Wortes Dose, eine sumpfige Gegend mit Mooruntergrund.

Der Ort entwickelte sich aus den Siedlungen Steinmarne und der Strichsiedlung, die am Beginn des 16. Jahrhunderts zusammenwuchsen. Im Jahre 1528 wurde eine gemeinsame Kapelle gebaut. Seit diesen Zeitraum setzte sich auch die Bezeichnung Döse durch, eigentlich eine Niederung, in der Torf gestochen wird. In der Mitte des 16. Jahrhunderts trennte sich Döse von der Mutterkirche in Altenwalde. 1584 wurde an die Kirche ein Chor angebaut, es war jetzt eine Pfarrkirche. Im Jahre 1816 wohnten 579 Einwohner in Döse. 1905 wurde Döse nach Cuxhaven eingemeindet, zu diesem Zeitpunkt lebten hier 2230 Menschen.

Zwischen 1869 und 1879 entstand nahe dem Seezeichen Kugelbake an der strategisch günstigen Position der Elbmündung in die Nordsee das Fort Kugelbake.

1905 wurde Döse nach Cuxhaven eingemeindet, bis 1937 gehörten beide zum Land Hamburg.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • Die Kugelbake im Ortsteil Döse ist ein 30 Meter hohes ehemaliges Seezeichen, das gleichzeitig den nördlichsten Punkt Niedersachsens und die Grenze zwischen Elbe und Nordsee markiert. Sie findet sich als Wahrzeichen der Stadt Cuxhaven in der Stadtflagge.[2]
  • Nahe der Kugelbake befindet sich das Fort Kugelbake, das heute das letzte erhaltene Artilleriefort der Marine an der deutschen Nordseeküste darstellt.
  • Die neugotische, 1886 als Backsteinbau auf dem Vorgängerbau errichtete St.-Gertrud-Kirche erhielt ihren Namen nach Gertrud von Nivelles, der Bewahrerin der Deiche.[3]

FotogalerieBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

UnternehmenBearbeiten

Döse wird einerseits durch Wohnbebauung, andererseits durch den Tourismus geprägt. Hier finden sich Hotels, Pensionen, Ferienappartementhäuser und Einrichtungen der Gastronomie. Gemeinsam mit Sahlenburg gilt Döse als eher preisgünstig im Vergleich zum benachbarten Duhnen. Mit dem Kurpark, in dem auch regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, erfüllt Döse innerhalb Cuxhavens eine touristische Zentrumsfunktion.

VerkehrBearbeiten

Döse wird durch die Hauptstraße Strichweg in Ost-West-Richtung erschlossen. Der öffentliche Verkehr wird durch Busse bewerkstelligt, die auch den Anschluss an den Bahnhof im Zentrum Cuxhavens herstellen.

BrandschutzBearbeiten

Für die Sicherstellung des Brandschutzes im Ortsteil sorgt die Feuerwehr Cuxhaven sowie die Freiwillige Feuerwehr Döse. Die Wache befindet sich in der Steinmarner Straße 21, sie wurde 2018 im Rahmen eines Sanierungsprogramms neu gebaut.[4]

PersönlichkeitenBearbeiten

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Conrad Hinrich Donner (1844–1911), Kaufmann und Bankier, er ließ in Döse ein Erholungsheim für bedürftige Kinder errichten, für dessen Finanzierung eine Stiftung aufkam
  • Wilhelm Jollasse (1856–1921), Architekt, er schuf 1886 das Badehaus in Döse (heute gen. „historisches Badehaus“)
  • Gottlieb Rambatz (1859–1920), Architekt, er war ebenfalls an dem 1886 erbauten Badehaus in Döse beteiligt
  • Jonathan Zenneck (1871–1959), Physiker, Funkpionier, Ionosphären-Forscher und Miterfinder der Kathodenstrahlröhre, wirkte in Döse, ein Zenneck-Gedenkstein steht an der Kugelbake
  • Karl Waller (1892–1963), Lehrer, Heimat- und Vorgeschichtsforscher des Elbe-Weser-Raumes, der sich besonders mit der Sachsenforschung beschäftigte, war Lehrer an der Volksschule in Cuxhaven-Döse (1917–1957)

LiteraturBearbeiten

  • Christiane Seger-Glocke, Doris Böker (Bearb.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen. Landkreis Cuxhaven. Hrsg.: Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (= Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege. Band 19). Verlag CW Niemeyer, Hameln 1997, ISBN 3-8271-8259-X, S. 172–179.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Heike Leuschner: Die Ortsteile im Überblick. Zwölf auf einen Streich. In: Nordsee Zeitung. 19. Mai 2018, S. 30.
  2. Kugelbake. In: Internetseite der Stadt Cuxhaven. Abgerufen am 26. März 2019.
  3. St. Gertrud zu Döse. In: Internetseite Ev.-luth. St.-Gertrud-Gemeinde. Abgerufen am 26. März 2019.
  4. Nördlichste Feuerwehr Niedersachsens. Ortswehr Cuxhaven Döse. In: Internetseite Freiwillige Feuerwehr Döse. Abgerufen am 26. März 2019.