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Chiavari ['kja:vari] (ligurisch Ciävai) ist eine italienische Gemeinde mit 27.410 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Region Ligurien, Provinz Genua (GE).

Chiavari
Wappen
Chiavari (Italien)
Chiavari
Staat Italien
Region Ligurien
Metropolitanstadt Genua (GE)
Koordinaten 44° 19′ N, 9° 20′ OKoordinaten: 44° 19′ 0″ N, 9° 20′ 0″ O
Höhe m s.l.m.
Fläche 12 km²
Einwohner 27.410 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 2.284 Einw./km²
Postleitzahl 16043
Vorwahl 0185
ISTAT-Nummer 010015
Volksbezeichnung Chiavaresi
Schutzpatron Nostra Signora dell'Orto
Website Chiavari
Chiavari
Chiavari Statale
Chiavari Nascio

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Ort liegt zwischen Rapallo im Nordwesten und Sestri Levante im Südosten an der Küste des Golfo Tigullio an der Mündung des Flusses Entella und an der Bahnstrecke Pisa–Genova. Chiavari umfasst eine Fläche von etwa 20 km² und erstreckt sich vor dem Trebbia-Tal bis in eine Höhe von rund 50 m über dem Meeresspiegel.

Nachbargemeinden:

Die Nachbargemeinden sind Zoagli im Nordwesten und Lavagna im Südosten. In weiterer Umgebung liegen Rapallo und Nervi im Nordwesten und Sestri Levante und La Spezia im Südosten.

GeschichteBearbeiten

Gegründet als Clavarum (lat. Talschlüssel), führt Chiavari noch heute einen Schlüssel in seinem Wappen. Doch neuere Ausgrabungen brachten eine Totenstadt aus bereits vorrömischer Zeit zutage.

Aus Chiavari stammen die Familien von Giuseppe Garibaldi und Giuseppe Mazzini.

Die Stadt ist seit 2002 Namensgeber für den Cima Chiavari in der Antarktis.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Basilica dei Fieschi (errichtet 1245–1252 im romanisch-gotischen Stil)
  • Kirche S. Maria delle Grazie (eindrucksvolle Portikus, im Mittelalter eine Etappe des Pilgerwegs nach Rom)
  • Rathaus
  • Die Gassen und Bogengänge "portici neri" in der Altstadt
  • Palazzo Torriglia: Gemäldegalerie genuesische Malerei aus der Zeit zwischen 1600 und 1900
  • Die Ruinen der 1167 erbauten Burg des Grafen von Lavagna
  • Die Ruinen des 1252 erbauten Palazzo dei Fieschi, der 1567 von den Sarazenen weitgehend zerstört wurde

Bildung und KulturBearbeiten

Chiavari ist Sitz einer Bischofsdiözese und verfügt daher über ein bedeutendes Archiv. In Chiavari finden sich höhere Schulen, eine Bibliothek mit ca. 50.000 Bänden, ein Kulturverein und nicht zuletzt, im Palazzo Torriglia, eine Galerie mit Bildern genuesischer Maler aus der Zeit zwischen 1600 und 1900.

WirtschaftBearbeiten

HandwerkBearbeiten

  • Produktion von geklöppelten Spitzen in traditioneller Herstellungsweise – auch in Makramee-Technik
  • Holzbearbeitung: in Chiavari werden die bekannten, leichten und eleganten Campanino-Stühle hergestellt
  • Schieferbearbeitung, auch in der südlich angrenzenden Nachbargemeinde Lavagna

IndustrieBearbeiten

  • Schiffbau
  • Fischerei

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Chiavari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien