Charm School (Album)

Album von Roxette
Charm School
Studioalbum von Roxette

Veröffent-
lichung(en)

11. Februar 2011

Aufnahme

2009–2010

Label(s) EMI

Format(e)

CD, LP

Genre(s)

Pop, Chanson

Titel (Anzahl)

12

Laufzeit

41:04 (CD-Version)

Besetzung Per Gessle und Marie Fredriksson

Produktion

Studio(s)

  • Aerosol Grey Machine Studio, Vallarum
  • Tits & Ass Studios, Halmstadt
Chronologie
Room Service
(2001)
Charm School Travelling
(2012)
Singleauskopplungen
7. Januar 2011 She’s Got Nothing On (But the Radio)
18. April 2011 Speak to Me
10. Juni 2011 Way Out
25. November 2011 No One Makes It On Her Own

Charm School ist das achte Studioalbum von Roxette. Es wurde am 11. Februar 2011 bei EMI veröffentlicht und ist ihr erstes Studioalbum seit Room Service von 2001.

EntstehungsgeschichteBearbeiten

Roxette pausierten in den Jahren 2002 bis 2008, nachdem Sängerin Marie Fredriksson an einem Gehirntumor erkrankte und lange Zeit gegen die Erkrankung kämpfte. Per Gessle schrieb während dieser Zeit immer wieder Lieder für Roxette, wobei es aber unklar blieb, ob es je wieder zu einer Wiedervereinigung kommen würde. 2008 schließlich traten Marie Fredriksson und Per Gessle wieder gemeinsam auf und nach einer gemeinsamen Tour begannen auch die Arbeiten an einem neuen Album.[1]

Das Album wurde im Süden Schwedens und in Stockholm aufgenommen. Neben den beiden Bandmitgliedern waren Clarence Öfwerman und Christoffer Lundquist an der Produktion beteiligt.[2] Christoffer Lunqvist war außerdem als Gitarrist, Keyboarder und Bassist tätig, Clarence Öfwerman als Keyboarder. Die Streicher wurden von Emil Carlsson, Johanna Skoglund, Lotta Weber Sjöholm und Tomas Ebrelius eingespielt.[3]

Das Cover zeigt mehrere Liveaufnahmen in verfremdeten Farben und wurde von Pär Wickholm erstellt.[3]

VersionenBearbeiten

Das Album erschien im Februar 2011 sowohl als CD als auch auf LP. Die Deluxe-Edition enthielt außerdem zwölf aktuelle Live-Versionen älterer Songs der Band, die in St. Petersburg, Halmstad und Stavanger aufgenommen wurden.[4]

Am 28. November 2011 erschien unter dem Titel Charm School Revisited eine Neuauflage, welche auf einer zweiten CD Remixes der Singleauskopplungen She’s Got Nothing On (But the Radio) und Speak to Me, sowie Demoaufnahmen jedes einzelnen Titels des eigentlichen Albums enthält. Diese Demoaufnahmen wurden überwiegend in den Tits & Ass Studios in Gessles Heimatstadt Halmstad aufgenommen.[5][5] Für die Remixe verantwortlich zeichnen Bassflow (Speak to Me), sowie Adam Rickfors und Adrian Lux.

TitellisteBearbeiten

 
Produzent Christoffer Lundquist (links) 2010 live
 
Produzent Clarence Öfwerman (2011)
 
Roxette bei einem Auftritt in Halmstadt 2010
# Titel Länge
1. Way Out 2:46
2. No One Makes it on Her Own 3:34
3. She’s Got Nothing On (But the Radio) 3:33
4. Speak to Me 3:42
5. I’m Glad You Called 2:48
6. Only When I Dream 3:51
7. Dream On 3:09
8. Big Black Cadillac 3:05
9. In My Own Way 3:30
10. After All 3:15
11. Happy on the Outside 3:39
12. Sitting on Top of the World 3:55

Alle Lieder wurden von Per Gessle geschrieben.

Deluxe-Edition CD 2Bearbeiten

# Titel Länge
13. Dressed for Success (Live in St. Petersburg 2010) 4:36
14. Sleeping in My Car (Live in Stavanger 2010) 3:41
15. Wish I Could Fly (Live in St. Petersburg 2010) 4:48
16. 7twenty7 (Live in Halmstad 2010) 3:57
17. Perfect Day (Live in St. Petersburg 2010) 3:19
18. Things Will Never Be the Same (Live in St. Petersburg 2010) 3:30
19. How Do You Do!/Dangerous (Live in Stavanger 2010) 6:55
20. Silver Blue (Live in St. Petersburg 2010) 5:10
21. Joyride (Live in St. Petersburg 2010) 4:27
22. Listen to Your Heart (Live in St. Petersburg 2010) 5:46
23. The Look (Live in Halmstad 2010) 6:23
24. Church of Your Heart (Live in St. Petersburg 2010) 4:06

Charm School Revisited CD 2Bearbeiten

# Titel Länge
1 Way Out
(Demo January 25, 2010)
2:22
2 No One Makes It on Her Own
(Demo July 26, 2010)
3:18
3 She’s Got Nothing On (But the Radio)
(Demo August 7, 2009)
2:30
4 Speak to Me
(Demo July 13, 2010)
3:33
5 I’m Glad You Called
(Demo November 19, 2009 at The Westin Hotel, Rotterdam)
2:40
6 Only When I Dream
(Demo August 7, 2009)
3:33
7 Dream On
(Demo January 25, 2010)
2:53
8 Big Black Cadillac
(Demo July 2, 2010)
3:02
9 In My Own Way
(Demo August 7, 2009)
2:53
10 After All
(Demo July 27, 2010)
3:22
11 Happy on the Outside
(Demo August 17, 2005)
2:27
12 Sitting on Top of the World
(Demo July 13, 2010)
2:45
13 Speak to Me
(Bassflow Remake)
3:37
14 She’s Got Nothing On (But The Radio)
(Adam Rickfors Radio Edit)
3:28
15 She’s Got Nothing On (But The Radio)
(Adrian Lux Remix Original Version)
5:34

MusikstilBearbeiten

Roxette knüpften auf dem Album an ihren Stil vor der Pause an. Die Musik ist eine Mischung aus Pop- und Rockmusik, die Anleihen beim 1980er Discosound und beim Classic Rock hat. Auch einige Balladen sind auf dem Album enthalten.[6][7]

KritikenBearbeiten

Für ein Comebackalbum wurde das Album vor allem wohlwollend besprochen.[8] Artur Schulz von Laut.de fasste dies so zusammen:

„Dem schwedischen Duo gelingt das Kunststück, ein Album zu veröffentlichen, das tatsächlich nach Roxette klingt, ohne altbacken zu müffeln. Innovation und Experimentierfreude haben sie sich eh nicht auf die Fahne geschrieben. Wozu auch? Für guten, klassisch eingespielten Poprock gibt es sowieso kein Verfallsdatum.“

Artur Schulz: Laut.de[6]

Die US-amerikanische Zeitschrift Spin wählte das Album auf Platz 15 der „20 Best Pop Albums of 2011“.[9]

Chart-PlatzierungenBearbeiten

Das Album erreichte unter anderem in den deutschen Charts Platz eins. Die erste ausgekoppelte Single, She’s Got Nothing On (But the Radio), war ebenfalls in vielen Ländern erfolgreich. In Deutschland wurde das Album für über 200.000 alleine im Inland verkaufte Exemplare mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet.[10]

AlbumBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[11][10]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US   SE
2011 Charm School DE1
(25 Wo.)DE
AT2
(13 Wo.)AT
CH1
(28 Wo.)CH
SE2
(15 Wo.)SE
Erstveröffentlichung: 11. Februar 2011
Charm School Revisited
Erstveröffentlichung: 28. November 2011

SinglesBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[12]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US   SE
2011 She’s Got Nothing On (But the Radio)
Charm School
DE10
(21 Wo.)DE
AT9
(15 Wo.)AT
CH19
(14 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 28. Januar 2011
Video: Mats Udd
Speak to Me
Charm School
Erstveröffentlichung: 18. Mai 2011
Video: Arena Grande
Way Out
Charm School
Erstveröffentlichung: 22. Juni 2011
Video: Mikael Sandberg
No One Makes It On Her Own
Charm School
Erstveröffentlichung: 21. November 2011
Video: Tanya Rush

Verkaufszahlen und AuszeichnungenBearbeiten

Land/Region Aus­zeich­nung Ver­käu­fe
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe)
  Deutschland (BVMI)   Gold 100.000
  Schweden (IFPI)   Gold 20.000
  Schweiz (IFPI)   Gold 15.000
  Tschechien (IFPI)   Gold 5.000
Insgesamt   4× Gold
140.000

Hauptartikel: Roxette/Auszeichnungen für Musikverkäufe

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Biography bei Allmusic (englisch). Abgerufen am 25. Februar 2012.
  2. Biografie. Offizielle Website, abgerufen am 26. Februar 2012.
  3. a b Charm School. Discogs, abgerufen am 26. Februar 2012.
  4. tevensso: “Charm School” deluxe. (Nicht mehr online verfügbar.) Dailyroxette.com, 17. Dezember 2010, archiviert vom Original am 20. Dezember 2010; abgerufen am 26. Februar 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dailyroxette.com
  5. a b Roxette: Charm School Revisited – Veröffentlichung am 25. November. (Nicht mehr online verfügbar.) EMI Music, 24. Oktober 2011, archiviert vom Original am 16. Januar 2012; abgerufen am 25. Februar 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.emimusic.de
  6. a b Artur Schulz: Review. Laut.de, abgerufen am 26. Februar 2012.
  7. Chris Roberts: Roxette Charm School Review. BBC, 18. März 2011, abgerufen am 26. Februar 2012.
  8. Review bei Allmusic (englisch). Abgerufen am 26. Februar 2012.
  9. 20 Best Pop Albums of 2011. Spin.com, abgerufen am 26. Februar 2012.
  10. a b Suchabfrage. Musikindustrie.de, abgerufen am 26. Februar 2012.
  11. Chartquellen, Album:
  12. Chartquellen, Singles: