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Chad A. Mirkin

US-amerikanischer Chemiker

LebenBearbeiten

Mirkin erwarb 1986 am Dickinson College in Carlisle, Pennsylvania, einen Bachelor in Chemie. 1989 wurde er an der Pennsylvania State University in State College, Pennsylvania bei Gregory L. Geoffroy mit der Arbeit The chemistry of binuclear iron complexes possessing bridging organic ligands promoviert.[1] Als Postdoktorand arbeitete er am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, Massachusetts.

Seit 1991 ist Mirkin Professor für Chemie an der Northwestern University, zunächst als Assistant Professor, seit 1995 als Associate Professor. 1997 erhielt er dort seine erste ordentliche Professur (Charles E. and Emma H. Morrison Professor of Chemistry), im Jahr 2000 wurde er George B. Rathmann Professor of Chemistry. Von 2000 bis 2004 war er Direktor des Center for Nanofabrication and Molecular Self-Assembly, seit 2004 ist er Direktor des International Institute for Nanotechnology und hat zusätzliche Professuren für Medizin und Materialwissenschaften inne, seit 2008 auch für chemisches und biologisches Ingenieurwesen.

WirkenBearbeiten

Mirkin gilt als Entdecker der kugelförmigen Nukleinsäuren (SNAs). Er hat über zwei Jahrzehnte die architektonischen Besonderheiten dieser Materialien entworfen und konstruiert, um ihre neuartigen Struktur-Funktions-Beziehungen im Rahmen der Materialtechnik, der Molekulardiagnostik, der Genregulation und der Immunmodulation zu definieren.[2]

Mirkin ist auch ein Pionier der Entwicklung von Nanopartikel-basierten Biosensoren und der Dip-Pen-Nanolithographie (Dip-pen=Federhalter, Nanolithographie) und hat wichtige Beiträge zur supramolekularen Chemie, zur Nanoelektronik und zur Nanooptik geleistet.

Er gründete mehrere Biotechnologie-Unternehmen: Nanosphere, NanoInk, Aurasense und AuraSense Therapeutics.

Mirkin hat über 500 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, elf davon wurden (Stand Oktober 2013) mehr als 1.000-mal zitiert, eine Arbeit[3] fast 3.000-mal. Seit 2013 zählt ihn Thomson Reuters aufgrund der Zahl seiner Zitationen zu den Favoriten auf einen Nobelpreis (Thomson Reuters Citation Laureates).[4] Google Scholar zählt (Stand Januar 2019) insgesamt etwa 139.000 Zitierungen, darunter mehr als 6.600 für die genannte Arbeit. Mirkin hat demnach einen h-Index von 164.[5]

Auszeichnungen (Auswahl)Bearbeiten

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Christof M. Niemeyer, Chad A. Mirkin: Nanobiotechnology. 2004 ISBN 978-3-527-30658-9
  • Chad A. Mirkin, Christof M. Niemeyer: Nanobiotechnology II: More Concepts and Application. 2007 ISBN 978-3-527-31673-1
  • Mihail C. Roco, Chad A. Mirkin, Mark C. Hersam: Nanotechnology Research Directions for Societal Needs in 2020. 2011 ISBN 978-94-007-1167-9

WeblinksBearbeiten

  Commons: Chad Mirkin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lebensdaten, Publikationen und Akademischer Stammbaum von Chad A. Mirkin bei academictree.org, abgerufen am 3. Januar 2019.
  2. Wilhelm Exner Medaillenträger 2017 Chad A Mirkin
  3. C. A. Mirkin, R. L. Letsinger, R. C. Mucic, J. J. Storhoff: A DNA-based method for rationally assembling nanoparticles into macroscopic materials. In: Nature. Band 382, Nummer 6592, August 1996, S. 607–609, ISSN 0028-0836. doi:10.1038/382607a0. PMID 8757129.
  4. 2013 Predictions bei Thomson Reuters (sciencewatch.com); abgerufen am 10. Oktober 2013
  5. Chad Mirkin. In: scholar.google.de. Google Scholar, abgerufen am 3. Januar 2019 (englisch).
  6. ACS Award in Pure Chemistry bei der American Chemical Society (acs.org); abgerufen am 10. Oktober 2013
  7. Past Laureates of the Raymond and Beverly Sackler International Prize in the Physical Sciences bei der Universität Tel Aviv (tau.ac.il); abgerufen am 10. Oktober 2013
  8. Chad A. Mirkin bei der National Academy of Engineering (nae.edu); abgerufen am 10. Oktober 2013
  9. Chad A. Mirkin bei der National Academy of Sciences (nasonline.org); abgerufen am 10. Oktober 2013
  10. Book of Members 1780–present (PDF; 935 kB) bei der American Academy of Arts and Sciences (amacad.org); abgerufen am 10. Oktober 2013
  11. Chad Mirkin to Receive Linus Pauling Medal Award bei northwestern.edu; abgerufen am 10. Oktober 2013
  12. Mirkin receives Friendship Award from People's Republic of China. In: Northwestern Now. 1. Oktober 2018, abgerufen am 7. Dezember 2018 (englisch).
  13. 2019 Chad Mirkin | International Institute for Nanotechnology