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Capellenhagen ist ein eingegliederter Ortsteil des Fleckens Duingen in der Samtgemeinde Leinebergland im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen. Es ist Mitglied der Region Leinebergland, ein nach dem Leader-Ansatz gegründeter freiwilliger Zusammenschluss verschiedener Städte und Gemeinden im südlichen Niedersachsen.

Capellenhagen
Flecken Duingen
Wappen von Capellenhagen
Koordinaten: 51° 58′ 36″ N, 9° 39′ 1″ O
Höhe: 226 m ü. NHN
Fläche: 2,46 km²
Einwohner: 158 (1. Nov. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31089
Vorwahl: 05186
Capellenhagen (Niedersachsen)
Capellenhagen

Lage von Capellenhagen in Niedersachsen

GeschichteBearbeiten

NameBearbeiten

Der Name oder die Endsilbe Hagen findet sich häufig in Niedersachsen, Westfalen und in den von diesen besiedelten mecklenburgischen Gebieten. Hag leitet sich vom germanischen haga oder hagaz ab und bedeutet Umzäunung, oder Gehege. Es bedeutet auch Schutz wie in hegen und behaglich. Ein Hag war ein von Hecken eingehegtes, eingefriedetes Gelände. Der mittelniederdeutsche Wortbestandteil -ha(a)g(en) in Flur- oder Ortsnamen deutet auf eine solche Siedlungsform hin.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurde die ehemals selbstständige Gemeinde Capellenhagen in die Gemeinde Duingen eingegliedert.[2] 1977 kam Duingen zum Landkreis Holzminden und wurde 1981 in den Landkreis Hildesheim umgegliedert. Am 1. November 2016 wurde die Samtgemeinde Duingen zur neuen Samtgemeinde Leinebergland fusioniert.[3] Duingen ist dadurch nicht mehr Verwaltungssitz, erhielt aber Außenstellen der neuen Samtgemeinde.[4]

PolitikBearbeiten

Gemeinderat und BürgermeisterBearbeiten

Capellenhagen wird auf kommunaler Ebene von dem Gemeinderat des Fleckens Duingen vertreten.

WappenBearbeiten

Der Entwurf des Kommunalwappens der ehemals selbstständigen Gemeinde Capellenhagen stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der sämtliche Wappen in der Region Hannover entworfen hat.[5] Der Gemeinde wurde das Ortswappen am 29. Juni 1938 durch den Oberpräsidenten der Provinz Hannover verliehen. Der Landrat aus Alfeld überreichte es am 29. August desselben Jahres.[6]

Blasonierung: „Auf blauem Schild ein schräg nach rechts niedergehendes silbernes Segelflugzeug.“[6]
Wappenbegründung: Nach dem Ersten Weltkrieg bauten sich zwei Capellenhagener Bauernjungen eigenhändig ein Segelflugzeug, mit dem sie auf den heute weithin bekannten Ithwiesen die ersten Flugproben anstellten, und das in monatelanger, mühevoller Arbeit wahrhaft flugfähig ausgebaut wurde. Damit legten die beiden jungen Männer den Grund zu der heute so bedeutenden Segelfliegerei auf den Wiesen des Ith.[7] Diese so hervorragende Leistung soll in dem Wappen dokumentiert werden.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Capellenhagen – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einwohnerzahlen der Samtgemeinde Leinebergland – Capellenhagen. (PDF; 14 kB) In: Internetseite der Gemeinde Gronau (Leine). 1. November 2016, abgerufen am 22. Juni 2017.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 204.
  3. Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Vereinigung der Gemeinden Banteln, Betheln, Brüggen, Despetal, Rheden und der Stadt Gronau (Leine) sowie über die Neubildung des Fleckens Duingen und der Samtgemeinde Leinebergland, Landkreis Hildesheim. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 22/2015. Hannover 15. Dezember 2015, S. 399–400 (Digitalisat [PDF; 278 kB; abgerufen am 29. Juni 2019] S. 17–18).
  4. Sonstige Regelungen – Öffentliche Einrichtungen. (PDF; 11,1 kB) In: Internetseite der Samtgemeinde Leinebergland. 22. Februar 2014, S. 1, abgerufen am 11. November 2018 (unter: 3.2.4).
  5. Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985.
  6. a b Wilhelm Barner: Wappen und Siegel des Kreises Alfeld. Neubindung. Lax GmbH & Co. KG, Hildesheim 1998 (Digitalisat des Textteils der Erstauflage von 1940 [PDF; 10,0 MB; abgerufen am 10. Juni 2019]).
  7. Segelflugplatz der Ithwiesen. In: Internetseite des LSV Ithwiesen. Abgerufen am 5. Mai 2017.