Byzantinische Herrschaft im Maghreb

byzantinische Herrschaft im Maghreb, Epoche der Geschichte Nordfrikas

Die byzantinische Herrschaft im Maghreb war eine Epoche der Geschichte Nordwestafrikas, die rund 175 Jahre umfasste. Sie begann mit der (Rück-)Eroberung des Reiches der Vandalen durch das oströmisch-byzantinische Reich unter Justinian I. im Jahr 533/534. Zum Ende der byzantinischen Herrschaft im Maghreb kam es im Zuge der Islamischen Expansion, die 698 zur Eroberung Karthagos, bis 708/711 zur Eroberung der letzten byzantinischen Außenposten (vor allem Septem, das heutige Ceuta) führte.[3]

Byzantinisches Mosaik aus Karthago
Das sogenannte Solomonstor,[1] das Haupttor des byzantinischen Theveste[2]

Die Region war zunächst den typischen, seit 300 Jahren bestehenden spätrömischen Verwaltungsstrukturen entsprechend gegliedert. Es befanden sich also zivile Befugnisse in der Hand eines Prätorianerpräfekten, dem Oberhaupt der obersten zivilen Verwaltungsbehörde im spätantiken Römerreich. Die militärischen Befugnisse oblagen hingegen einem magister militum per Africam. Diese Befugnisse wurden spätestens ab 591 gebündelt und das oströmische Nordafrika wurde Kernland eines von zwei Exarchaten, mit deren Gründung der oströmische Kaiser Maurikios (582–602) durch Bündelung und Dezentralisierung den Folgen einer imperialen Überdehnung entgegenwirken konnte. Eine weitere Veränderung dieser Verwaltungsstrukturen erfolgte bis zum Ende der byzantinischen Herrschaft nicht.

Die Rückeroberung Nordafrikas war von größter strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung und überdauerte bei Weitem die kaiserliche Herrschaft in Südspanien und die uneingeschränkte oströmische Herrschaft über Italien. Damit war die Region der bedeutsamste Eckpfeiler oströmischer bzw. byzantinischer[4] Macht im Westen.

AusgangslageBearbeiten

Die Etablierung der oströmischen Herrschaft im Maghreb war die Folge des sich immer stärker herausbildenden politischen Vakuums in den afrikanischen Provinzen des ehemaligen Westreiches und des germanischen Nachfolgestaates der Vandalen, welche vor allem durch die Auflösung regionaler Macht- und Verwaltungsstrukturen geprägt war.

Das ehemals weströmische Nordafrika im ausgehenden 5. und beginnenden 6. JahrhundertBearbeiten

 
Die administrative Gliederung des Imperium Romanum nach 395

Mit der Reichsteilung von 395 wurden alle römischen Gebiete in Afrika westlich der Große Syrte Teil des weströmischen Reiches. Im Einzelnen waren es die Provinzen Tripolitanien, Byzacena, Zeugitana (auch Proconsularis provincia oder Africa proconsularis genannt), Numidia, Mauretania Sitifensis, Mauretania Caesariensis und Mauretania Tingitana. Diese Provinzen konnten zumindest in Teilen als das Herzstück des westlichen Reiches angesehen werden, da sie Italien mit Getreide versorgten und einen großen Teil der Steuereinkünfte des Westreiches erwirtschafteten. Ab 429 wurden sie durch das Übersetzen der Vandalen bei Septem von den politischen Wirren der Völkerwanderung erfasst. Spätestens nach der Ermordung des Kaisers Valentinian III. 455 stand keine Region in Afrika mehr unter weströmischer Herrschaft.

Das VandalenreichBearbeiten

 
Das durch Sezessionen und Angriffe der Berber geschwächte Vandalenreich wenige Jahre vor der oströmischen Eroberung

In Teilen des weströmischen Nordafrika hatte sich 439 mit der Eroberung Karthagos durch die Vandalen unter ihrem König Geiserich ein de facto unabhängiger, von überwiegend germanischen Kriegern beherrschtes Reich etabliert, welcher mit seiner schlagkräftigen Flotte den westlichen Mittelmeerraum beherrschte und neben Korsika und Sardinien die Balearen und die Westspitze Siziliens unter seine Kontrolle bringen konnte.[5] Dies war überaus folgenreich für Westrom, da Africa eine reiche und stark urbanisierte Provinz war; neben der Olivenproduktion war vor allem die Funktion der Provinz als Kornkammer Westroms, speziell Italiens, von zentraler Bedeutung.[6]

441 scheiterte ein oströmischer Versuch, die Flotte der Vandalen zu schlagen und deren Herrschaft zu beseitigen. Vielmehr musste das weströmische Reich 442 in einem Vertrag die vandalische Herrschaft östlich von Numidien anerkennen.[7] Das Königreich der Vandalen wurde 468 Ziel einer erneuten, diesmal großangelegten gemeinsamen Unternehmung des Westreiches unter Anthemius und des Oströmischen Reiches unter Leo I. Dieser Vandalenfeldzug scheiterte jedoch katastrophal, vor allem weil es dem Vandalenkönig Geiserich gelang, die große (gesamt-)römische Flotte in Brand zu setzen. Nach dem Scheitern eines weiteren, kleineren römischen Feldzugs im Jahr 470 garantierte der oströmische Kaiser der Familie Geiserichs 474 in einem Vertrag (foedus) den Besitz der Provinz Africa und der Inseln.

In den 94 Jahren seiner Existenz war das Reich der Vandalen durch dynastische Auseinandersetzungen um die Herrschaft geprägt sowie vor allem durch den Gegensatz zwischen der nizänischen römischen Bevölkerung und den zwar romanisierten, aber der arianischen Glaubensrichtung des Christentums anhängenden Vandalen. Zudem hatten diese erhebliche Schwierigkeiten, die Landesgrenzen gegen die Berber zu verteidigen beziehungsweise die unter vandalischer Herrschaft stehenden Berber unter Kontrolle zu halten.[8]

Die römisch-berberischen GebieteBearbeiten

Numidien und die Provinzen des antiken Mauretanien verblieben nach 439 zunächst unter weströmischer Herrschaft.[9] Hierbei billigte der weströmische Kaiser die Aushebung von Privatarmeen durch Großgrundbesitzer, weil er sich so Angriffe auf vandalisches Gebiet erhoffte.[10] Die so geforderte Entwicklung der Großgrundbesitzer zu Warlords begünstigte nach der Ermordung des weströmischen Kaisers Valentinian III. den Zerfall dieser Provinzen in diverse Kleinreiche, die in der Öffentlichkeit des übrigen Mittelmeerraumes und insbesondere in der Region um Karthago als berberisch wahrgenommen wurden.[11] Numidien und die küstennahen Gebiete der mauretanischen Provinzen wurden unmittelbar danach von den Vandalen erobert, lösten sich aber nach dem Tod des Vandalenkönigs Hunerich ab 484 teilweise wieder aus den Staatsverband des vandalischen Reiches. Der ausschließlich berberische Charakter dieser überwiegend nicht unter vandalischer Herrschaft stehenden Gebiete des untergegangenen weströmischen Reiches ist allerdings widerlegt.[12] Insbesondere die Regionen um Lixus und Volubilis in der äußerst westlich gelegenen Mauretania Tingitana wiesen einen Fortbestand der alten Handelsverbindungen und lateinische Grabinschriften, teilweise bis ins Jahr 655 auf.[13]

Das Ende des VandalenreichesBearbeiten

 
Feldzüge während des Vandalenkrieges

Unter dem vorletzten, auf einen Ausgleich mit Ostrom bedachten und sich vom Arianismus abwendenden Vandalenkönig Hilderich nahmen die außen- und innenpolitischen Schwierigkeiten seines Reiches erheblich zu, wobei eine vandalische Niederlage 530 zu seinem Sturz durch Gelimer führte. Der letzte Vandalenkönig Gelimer wiederum sah sich nach dem Staatsstreich nicht nur mit der Bedrohung durch die Berber konfrontiert, sondern musste einen Teil seines Heeres und die Flotte nach Sardinien entsenden, um dort einen Aufstand des Adeligen Godas niederzuschlagen, und zugleich musste er einem weiteren Aufstand des tripolitanischen Statthalters Prudentius zunächst tatenlos zusehen.[14]

Unter diesen Rahmenbedingungen begann der oströmische Kaiser Justinian I. im Jahr 533 den Vandalenkrieg. Er entsandte ein von Belisar geführtes Heer nach Karthago und ein kleineres Heer zur Unterstützung des Prudentius nach Tripolitanien.[15] Diese Truppen konnten innerhalb von neun Monaten den Herrschaftsbereich der Vandalen weitgehend unter ihre Kontrolle bringen.

Die Prätorianerpräfektur Africa – Oströmisches Nordafrika 533 bis 590Bearbeiten

 
Überreste der Damous-El-Karita-Basilika in Karthago, die im 6. Jahrhundert stark ausgebaut wurde. Dort fanden sich zwischen der Entdeckung der Kirche im Jahr 1876 und 1892 rund 14.000 Inschriftenfragmente.[16]

Nachdem Belisar mit seinen unerwartet raschen Siegen über Gelimer in der Schlacht bei Ad Decimum und der Schlacht bei Tricamarum das Königreich der Vandalen vernichtet hatte, wurden dessen Gebiete – und damit die wirtschaftlich stärkste Provinz des untergegangenen weströmischen Reiches[17] – ohne große kriegsbedingte Zerstörungen wieder dem römischen Reich einverleibt.

Justinian beabsichtigte nun, auch die übrigen Regionen zurückerobern zu lassen, die vor dem Einfall der Vandalen und Berber unter römischer Herrschaft gestanden hatten.[18] Die Restgebiete des untergegangenen Weströmischen Reiches im heutigen Algerien und Marokko, die nie[19] oder nicht mehr[20] unter vandalischer Herrschaft standen, waren jedoch in ihrer Kleinstaaterei bereits so etabliert, dass sie die wiederhergestellte römische Herrschaft in Karthago nicht anerkannten. Dennoch konnte der oströmische Herrschaftsbereich auf afrikanischem Boden konsolidiert[21] und über die Grenzen des vormaligen Vandalenreiches ausgeweitet werden, wenngleich insbesondere 534 bis 548 kräftezehrende Kämpfe damit einhergingen.[22]

In der zeitgenössischen Geschichtsschreibung werden Kriege, religiöse Unruhen und Flucht thematisiert, aber viel weniger Beachtung findet der Umstand, dass die Rückeroberung für die Erzeugnisse Africas die gesamten Absatzmärkte des oströmischen Reiches und später auch Italiens wieder zugänglich machte.[23] Darüber hinaus sind durch entsprechende Münzfunde intensive Handelsbeziehungen zum Fränkischen Reich nachgewiesen.[24] Zudem haben die unruhigen Zeiten, insbesondere Revolten reichsangehöriger Berber oder Einfälle von auswärtigen Berbern, nicht annähernd zu Münzhortungen in dem Ausmaß geführt, wie dies etwa auf der Balkanhalbinsel in dem vergleichbaren Zeitraum der Fall war.[25] Zudem sind dramatische Ausführungen in den Quellen nur auf einzelne Zeiträume der 165-jährigen Epoche beschränkt, von denen eine erhebliche Zeit der Krisen in den Anfangszeitraum der Prätorianerpräfektur Africa fällt.[26]

 
Das oströmische/byzantinische Nordafrika im Vergleich zum Vandalenreich

Das zu diesem Zeitpunkt wie die anderen Provinzen des oströmischen Reiches als Prätorianerpräfektur organisierte Africa umfasste zunächst die vormals noch in vandalischer Hand verbliebenenen Gebiete:

  • Africa proconsularis / Zeugitana;
  • den überwiegenden Teil der Byzacena;
  • die Westhälfte Tripolitaniens;
  • Korsika und Sardinien sowie
  • die Küstenstreifen der Provinzen Mauretania Sitifensis und Numidia und
  • den östlichen Küstenstreifen der Mauretania Caesariensis.

Anschließend wurden zurückerobert:

  • die Spanien gegenüberliegende Nordspitze der Mauretania Tingitana;
  • Gebiete der Provinzen Mauretania Caesariensis, Mauretania Sitifensis und Numidia im Landesinneren;
  • die an den Chott el Djerid angrenzenden Teile der Byzacena;
  • die an die Kyrenaika grenzende Osthälfte Tripolitaniens – zugleich Landverbindung zu Ägypten und möglicherweise
  • der westliche Küstenstreifen der Mauretania Caesariensis sowie der sich hieran anschließende östliche Küstenstreifen der Mauretania Tingitana.

Zeitweilig gehörten auch Südspanien und die Balearischen Inseln dazu.

Konsolidierung der oströmischen HerrschaftBearbeiten

 
Das oströmische/byzantinische Nordafrika als Operationsbasis für den Gotenkrieg

Karthago wurde kurz nach Belisars Sieg erneut Hauptstadt der neu gegründeten Prätorianerpräfektur Africa. Belisar nutzte die von ihm eroberte Region 535 als Basis zum Angriff auf das gotische Sizilien, mit dem die Gotenkriege begannen. Die von Belisar als Bundesgenossen gewonnenen Berber sahen entsprechend ihrer Traditionen als Bündnispartner nicht das Reich, sondern Belisar als Person, weshalb sie nach Belisars Weggang aus Africa sofort die verbleibenden oströmischen Truppen angriffen, etwa in der Schlacht von Mammes und Bourgaon im Jahr 535.[27]

Die Provinzen ihrerseits mussten nicht nur gegen die Berber gesichert werden, sondern waren zunächst auch Schauplatz von Aufständen der verbliebenen Vandalen. Zum Teil schlossen sich diese mit unzufriedenen oströmischen Soldaten unter Stotzas zusammen, die wohl bis zu zwei Drittel der oströmischen Garnison Africas ausmachten.[28] Ursächlich hierfür war zum einen die Agenda Justinians I., in Africa den detailgetreuen status quo ante wieder herzustellen.[29] Hierzu gehörte ein Gesetz aus dem April 534, das den Nachfahren enteigneter römischer Landbesitzer das Recht gab, binnen fünf Jahren die Rückgabe gegenüber den Vandalen geltend zu machen. Hinzu kam, dass viele oströmische Soldaten wohl wegen dieses Gesetzes von ihren vandalischen Frauen dazu animiert wurden, sich in den vandalischen Domizilen niederzulassen statt gegen die Berber in den Kampf zu ziehen.[30] Mit einem am 1. April 535 in Kraft getretenen Religionsgesetz verfügte Justinian die Rückübertragung jeglichen inzwischen arianischen Kirchenbesitzes an die katholische Kirche und untersagte Arianern, Juden und Donatisten die Religionsausübung sowie die Ausübung öffentlicher Ämter.[31]

Der Prätorianerpräfekt Solomon schuf durch den Beginn eines Festungsbauprogrammes die Voraussetzungen dafür, dass sich die oströmische Herrschaft trotz der inneren und äußeren Unruhen festigen konnte.[32][33] Eine gewisse Konsolidierung setzte vor allem ab Ende 536 durch die Ernennung des Germanus zum magister militum ein, der 537 die Revolte des Stotzas beendete und anschließend die Verwaltung erfolgreich umorganisierte.[28]

(Rück-)Eroberung von Ceuta und von Gebieten im LandesinnerenBearbeiten

 
Reste des byzantinischen Forts von Thamugadi nahe dem Belezma-Gebirge, einem westlichen Ausläufer des Aures-Gebirges, in das die byzantinische Herrschaft ab 539 ausgedehnt werden konnte
 
Ruinen der byzantinischen Stadtmauern von Theveste, eines der vielen unter Solomon zurückeroberten und befestigten Gebiete

Bereits Belisar eroberte 534 unmittelbar nach seinem Sieg über die Vandalen den zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unter vandalischer Herrschaft stehenden traditionellen römischen Legionsstandort Septem, das heutige Ceuta. Der Umfang weiterer Eroberungen in der Mauretania Tingitana ist nicht bekannt, vor allem weil die Beibehaltung römischer Kultur und lateinischer Sprache keinen zwingenden Rückschluss auf eine oströmische Rückeroberung zulässt.

Viel wichtiger als die Inbesitznahme des westlichen Außenpostens war es, mit Numidien die Region am Nordhang des Aurès-Gebirges unter Kontrolle zu bringen, um den Gebirgskamm zur Verteidigung zu nutzen. Die dort siedelnden Berberstämme hatten sich 484, wenige Jahre nach dem Tod Geiserichs, vom Vandalenreich losgesagt, wobei ihr Oberhaupt Masties sich zum „Imperator“ eines römisch-berberischen Reiches ausrief.[34] Sein Nachfolger Iaudas musste im Sommer 539 den Bau einer byzantinischen Festung durch die wieder nach Africa berufenen Prätörianerpräfekten Solomon in Timgad[35] einschließlich einer Wiederaufsiedlung dieser Stadt[36] hinnehmen. In den Jahren 539/540 unterlag er schließlich trotz eines aufsehenerregenden Hinterhaltes unter Nutzung von Bewässerungskanälen[37] nach der Schlacht von Babosis und Zerboule gegen die Oströmer und musste in die angrenzende Mauretania Caesariensis fliehen.[38][39] Einzelne Restgebiete dieses römisch-berberischen Reiches südlich des Aurès-Gebirgskamms hielten sich jedoch noch bis zur Eroberung durch die Araber 701. Zu einem nicht näher benannten Zeitpunkt (541?) folgte die Einverleibung der Regionen um den Schott el Hodna und um die Stadt Sitifis.

Von diesen von den römisch-berberberischen Kleinkönigen zurückeroberten und wiedereingegliederten Regionen sollte vor allem Numidien bis kurz vor dem Ende der byzantinischen Herrschaft die Basis der beweglichen byzantinischen Truppen in Africa sein, nicht zuletzt aufgrund seiner Lage am mittleren Abschnitt der Grenze.[40] Auch wenn die Vorgabe von Justinian I. nicht vollständig umgesetzt wurde und große Teile im Landesinneren der drei mauretanischen Provinzen der kaiserlichen Kontrolle entzogen blieben, stellten die Rückeroberungen eine Verdopplung des oströmischen Staatsgebietes im ehemals weströmischen Afrika dar und verkürzten zugleich die Grenze. In der Folgezeit wurden diverse Festungen sowohl an der Grenze[41] als auch innerhalb des oströmisch beherrschten Gebietes angelegt.[42]

Pestepidemie und militärische Krise 543–546/548Bearbeiten

Im Jahre 543 erreichte die Justinianische Pest über den Seeweg die Städte Africas und breitete sich über die Handelswege innerhalb der Provinz aus. Diejenigen Berber, die ihre traditionellen Lebensgewohnheiten bewahrten, blieben hiervon verschont. Soweit sie dem oströmischen Reich feindlich gesinnt waren, warteten sie das Abklingen der Epidemie ab und erhoben sich anschließend. Hiermit einher ging eine von Revolten reichsangehöriger Berber unter ihrem Anführer Antalas, der durch die Ermordung seines Bruders und durch seine Streichung von der byzantinischen Gehaltsliste befeuert wurde. Höhepunkt dieses Aufstandes war eine aufsehenerregende byzantinische Niederlage im Frühjahr 544 bei Cilium (heute Kasserine), die den Prätorianerpräfekten und Feldherrn Solomon das Leben kostete.[43] Die Folge waren weitere Aufstände von Berbern und Vandalen unter Guntarith, einem vandalischen Adeligen, der bislang ebenfalls in byzantinischen Diensten gestanden hatte. Erst unter der Führung des magister militum Johannes Troglita gelang es, 546 vandalische Restaurationsversuche unter Guntarith und Stotzas dem Jüngeren zu vereiteln. Die oströmischen Feldzüge zwischen 544 und 547 führten anfangs in Tripolitanien zu Misserfolgen, aber auch zu einem Vorstoß bis nach Ghirsa[44] im Landesinneren. Schließlich gelang es den oströmischen Truppen 548, auf dem „Feldern des Cato“ die Berber unter Antalas entscheidend zu schlagen und wieder zu unterwerfen.[45]

Friedensjahre (548–569) und lokale Revolte (563)Bearbeiten

 
Ruinen der wohl nach dem Tod von Justinian I. errichteten[46] Binnenfestung von Thignica (Aïn Tounga) unweit von Dougga

Nach diesem Sieg des Johannes Troglita existieren bis weit über dessen Tod (552) hinaus keine Aufzeichnungen über Kämpfe in Africa.[47] Die Prätorianerpräfektur Africa wurde 552/553 durch die vorübergehende Besetzung Korsikas und Sardiniens in den Gotenkrieg hineingezogen, wovon aber das afrikanische Festland verschont blieb. Lediglich im Dezember 562 kam es zu einer lokalen Revolte, als der seit den Zeiten des Johannes Troglita reichstreue Berberführer Cusina ermordet wurde, als er sein Entgelt in Empfang nehmen wollte. Dies führte zu einem Aufstand unter der Führung seiner Söhne, zu deren Bekämpfung vorübergehend ein Expeditionsheer aus dem oströmischen Kernland entsandt werden musste. Der für die Ermordung und die damit einhergehenden Unruhen verantwortlich gemachte Prätorianerpräfekt Johannes Rogathinus[48] wurde 564 abgesetzt und 564 oder 565 ein Nachfolger namens Thomas ernannt. Dieser Nachfolger konnte in Verhandlungen die Loyalität des betroffenen Berberstammes wieder herstellten. Der Tod Kaiser Justinians im Jahre 565 brachte für das oströmische Africa zwar Veränderungen, aber keine Zäsur. Nachgewiesenermaßen wurden neue Befestigungsanlagen erbaut, so in den Jahren 565–569 die Festung Thubursicu Bure und zur gleichen Zeit möglicherweise auch die Festung Thignica. Außerdem prägte der Ausbau von diplomatischen Beziehungen zu den zum Christentum konvertierenden Garamanten im Fessan und den Makkuriten (vermutlich in Mauretania) die Jahre 565–569.[49]

Kämpfe mit dem römisch-berberischen Reich von Altava und Berberstämmen in Tripolitanien (570–590)Bearbeiten

 
Dunkelrot: mögliche byzantinische Gebiete im Maghreb am Ende des 6.Jahrhunderts, sofern Eroberungen von Gebieten des Reiches von Altava zugrunde gelegt werden

Die Jahre des Friedens endeten 569/570, als der Prätorianerpräfekt Theodor von Berbern aus dem Reich von Altava – dem bedeutendsten und größten der römisch-berberischen Kleinstaaten – getötet wurde. Um 570/571 gelang es dem König von Altava, Garmules, mit Theoctistus und Amabilis zwei magistri militiae zu besiegen und zu töten.[49] Sein Vorgehen stellte, verbunden mit den Angriffen der Westgoten auf die Provinz Hispania ulterior und dem bereits 568 begonnenen Einfall der Langobarden in Italien, eine Bedrohung der oströmischen Macht im gesamten westlichen Mittelmeerraum dar. Tiberios I. berief – entweder noch in seiner Funktion als Caesar oder schon als Kaiser – Thomas erneut in das Amt des Prätorianerpräfekten und den fähigen General Gennadius zum magister militum, um den Feldzügen des Garmules ein Ende zu bereiten. Hierbei übertrug der Kaiser Gennadius einige zivile Kompetenzen, womit er Teile der Reformen seines Nachfolgers vorwegnahm. Möglicherweise verstärkte der Kaiser die oströmische Garnison in Africa, indem er Teile der 15.000 Söldner dorthin verlegte, die wohl zuvor unter seiner Herrschaft neu ausgehoben worden waren.[50]

Über die nachfolgenden Kämpfe ist nur bekannt, dass die Vorbereitungen lang und gründlich waren, der Feldzug Ende 577 begann und Garmules 578 oder 579 Schlacht und Leben verlor.[51] Nicht geklärt ist bis heute, ob das Gebiet von Altava oder zumindest der Küstenstreifen in der Folge dem oströmischen Reich einverleibt wurde.

Bekannte PrätorianerpräfektenBearbeiten

Amtszeit Name Bemerkungen
534 Archelaus
534–536 Solomon
536–539 Symmachus
539–544 Solomon (nochmals) in Personalunion auch magister militum und damit Prototyp der späteren Exarchen, gefallen 544 in der Schlacht von Cilium
544–545 Sergius
545–548 (ggf. 550) Athanasius
552 Paul
558 Johannes
560–561 Boethius
563 Johannes Rogathinus wegen der Ermordung des loyalen Berberführers Cusina seines Postens enthoben
563–565 Thomas
570 Theodor durch Berber aus dem Reich von Altava entweder im Kampf getötet oder ermordet
574–578 Thomas (nochmals)
582 Theodor

Das Exarchat von Karthago 591–698Bearbeiten

 
Während die Balkanhalbinsel von Awaren und Slawen verwüstet wurde und persische Truppen die Orientprovinzen besetzten, waren die Verhältnisse in Africa Anfang des 7. Jahrhunderts zumindest relativ stabil.

Die Verteidigung der eroberten Gebiete belastete nicht nur in Nordafrika die Ressourcen des Reiches. Die ständige Bedrohung, viel mehr noch in Italien durch die Langobarden und in Südspanien durch die Westgoten, zwang Ostrom zur Dezentralisierung ziviler und militärischer Macht in den eroberten Gebieten, zumal das Altreich mit der Abwehr der Awaren und Slawen auf dem Balkan sowie seit 572 auch wieder der persischen Sassaniden in Kleinasien, Armenien und Syrien auch in seinem Kernland einigen Bedrohungen ausgesetzt war. Die Sicherung der reichen Orientprovinzen musste Vorrang vor dem Halten der justinianischen Eroberungen im Westen haben.

Unter diesen Rahmenbedingungen schuf Maurikios die Exarchate von Karthago und Ravenna, um seinen Statthaltern in diesen nun weitgehend auf sich gestellten Gebieten möglichst große Handlungsfreiheit zu gewähren. Damit räumte er ihnen de facto die Befugnisse von Vizekönigen ein. Während man im spätantiken Römerreich seit dem frühen 4. Jahrhundert zivile und militärische Kompetenzen getrennt hatte und daran im oströmischen Kernland auch bis Mitte des 7. Jahrhunderts festhielt, wurde dieses Prinzip in den westlichen Besitzungen nun aufgegeben. Diese Bündelung der Befugnisse nebst den offensichtlich stabilen Verhältnissen[52] in der wirtschaftlich stärksten Provinz des ehemaligen Westreiches führte zu einer Eigendynamik, die – durch chaotische Zustände in anderen Teilen des Reiches begünstigt – zu Revolten gegen die kaiserliche Zentralgewalt führte. Diese Entwicklung fand mit dem Auftreten der Araber ein Ende, rund ein halbes Jahrhundert vor dem endgültigen Ende der byzantinischen Herrschaft auf dem afrikanischen Kontinent.

Das Exarchat von 591 bis 642Bearbeiten

Das Exarchat zu Zeiten von MaurikiosBearbeiten

 
Solidus des Exarchen von Karthago Herakleios aus dem Jahr 608, der ihn und seinen gleichnamigen Sohn als Konsuln zeigt

In der Provinz Africa wurde die Trennung von zivilen und militärischen Kompetenzen aufgrund kriegerischer Ereignisse schon zu Lebzeiten von Justinian I. wiederholt durchbrochen, vor allem im Falle von Solomon als Prätorianerpräfekt und Gennadius als magister militum. Insoweit war die Gründung der Exarchate durch Maurikios lediglich eine Institutionalisierung dessen, was sich in Krisenzeiten bereits bewährt hatte.[53] Die Gründung des Exarchates bedeutete in Africa, dass Gennadius auch die übrigen zivilen Befugnisse des Prätorianerpräfekten übertragen wurden und dass dieses Amt nun dem Exarchen untergeordnet wurde – ein Vorgang, der zwischen dem 6. Mai 585 und Juli 591 erfolgt sein muss.[54]

Gennadius konnte in seiner Amtszeit als erster Exarch (591–598) Siege gegen die Berber erzielen, so 591 und in Tripolitanien 595.[55] Dies, verbunden mit seinem vormaligen Sieg über Altava, bescherte der Provinz Africa jahrzehntelangen Frieden, was zumindest durch das Fehlen gegenteiliger Aufzeichnungen oder entsprechender archäologischer Funde aus dem Zeitraum nahe liegt.[52] Ansonsten wird in den schriftlichen Quellen lediglich von einer erneuten Pestepidemie im Jahre 599/600 berichtet, die aber wohl weniger gravierend war als die erste Welle der „Justinianischen Pest“.[56] Ebenfalls bekannt ist, dass am Ende des sechsten Jahrhunderts die Region Tripolitanien aus dem Exarchat von Karthago ausgegliedert und dem byzantinischen Ägypten angegliedert wurde.[57] Kaiser Maurikios hatte somit aufgrund der Gesamtlage in Africa den Rücken frei, um mit Persien einen vorteilhaften Frieden auszuhandeln (siehe Römisch-Persische Kriege) und anschließend den Awaren und Slawen entgegenzutreten (siehe Balkanfeldzüge des Maurikios).

Das Exarchat während des letzten römisch-persischen KriegesBearbeiten

Auch als sich anschließend unter Kaiser Phokas die Lage in weiten Teilen des Reiches massiv verschlechterte, waren die Verhältnisse in Africa sehr viel stabiler. In diesem Zeitraum könnte lediglich das abgelegene Ceuta (vorübergehend) von den Westgoten erobert worden sein (616). Herakleios der Ältere, vermutlich Nachfolger von Gennadios und wohl noch im Alter von über 60 Jahren von Maurikios zum Exarchen ernannt,[58] war zunächst möglicherweise im Verbund mit den Sanhādscha und Zanata in Kämpfe gegen andere Berberstämme – vor allem nahe dem Aurès und möglicherweise auch nahe dem ehemaligen Reich von Altava – verwickelt.

Als Herakleios der Ältere und sein gleichnamiger Sohn Herakleios 608 gegen den Kaiser revoltierten, fachten sie zunächst den Unmut in Konstantinopel gegen Phokas an, indem sie ein Getreide- und (Oliven-)Ölembargo verhängten und die Versorgung der Hauptstadt mit diesen Grundnahrungsmitteln deutlich reduzierten. Sodann entsandten sie im Herbst 609 ihren Neffen/Cousin Niketas mit einem Heer nach Ägypten, das er im Frühjahr 610 unter seine Kontrolle brachte. Im Frühling/Sommer 610 segelte nun Herakleios (der Jüngere) mit einer überwiegend mit Berbern bemannten Flotte nach Konstantinopel, wo er vom 2. bis zum 5. Oktober 610 Phokas stürzte und öffentlich hinrichten ließ.

Bemerkenswert an dieser Usurpation ist, dass Africa seiner Truppen entblößt werden konnte, ohne sofort in militärische Gefahr zu geraten – ein Zustand, der 533–548 undenkbar gewesen wäre. Wenige Jahre später erwog Herakleios während des letzten und größten Perserkriegs (603 bis 628)[59] als regierender Kaiser sogar in Anbetracht der persischen Truppen auf der asiatischen Seite des Bosporus, die Hauptstadt des Reiches von Konstantinopel nach Karthago zu verlegen. Dies belegt die Stabilität und Machtfülle des Exarchates von Africa in dieser Zeit eindrucksvoll. Diese Pläne wurden dem Kaiser jedoch durch Sergios I., den Patriarchen von Konstantinopel, ausgeredet.[60] Im weiteren Verlauf des Krieges besetzte das persische Sassanidenreich zwar für gut ein Jahrzehnt Ägypten einschließlich der Kyrenaika, doch stießen die Perser nicht nach Tripolitanien vor, vermutlich in Ermangelung der nötigen logistischen Kapazitäten[61] und der Fähigkeit zu Operationen in wüstenhaftem Gelände. Konstantinopel hingegen trotzte 626 seiner ersten Belagerung und Herakleios besiegte die Sassaniden 627/628 endgültig, womit auch für das Exarchat von Karthago die vorübergehende Bedrohung beseitigt wurde.

Abwehrkampf gegen die AraberBearbeiten

Im Rahmen der Islamischen Expansion fand die byzantinische Herrschaft im Maghreb nach zähen Kämpfen ihr Ende. Anders als in Kleinasien, wo die arabischen Angriffe letztlich abprallten, kam es binnen eines guten halben Jahrhunderts zur Eroberung der südlichen Mittelmeerhälfte durch die Araber. Dafür verantwortlich waren ungenügende Vorkehrungen, eine im Wesentlichen mangelhafte Koordination mit Berbern und dem byzantinischen Kernland – die vor dem Hintergrund der monotheletischen Streitigkeiten in einer gescheiterten Sezession gipfelten – und zu einem geringeren Anteil auch die geografischen Gegebenheiten. Der Vorgang wurde zudem durch die Kämpfe des Reiches in den übrigen Provinzen begünstigt,[33] wobei insbesondere ein starker arabischer Druck auf Kleinasien,[62] aber auch der Einfall der Protobulgaren in die unteren Donauprovinzen bedeutsam sind.[63] Es wird auch die Auffassung vertreten, dass die im Vergleich zu den römischen Festungen kleineren byzantinischen Festungen nur gegen Stammesaufstände und Angriffe von Berbern, nicht aber gegen größere Heere wirksam gewesen seien,[64] was allerdings durch die erheblichen Schwierigkeiten widerlegt wird, die die Araber vor allem in Numidien bei ihrem Vormarsch hatten. Vor allem aber war Ostrom/Byzanz nach mehreren Jahrzehnten des Krieges gegen das Sassanidenreich wirtschaftlich, finanziell und militärisch vollkommen erschöpft, zumal die Kämpfe in erster Linie auf oströmischen Territorium stattgefunden hatten. So war auch die oströmische Armee nach den langen Kriegen gegen die Perser aus finanziellen Gründen demobilisiert worden und benötigte eine lange Vorlaufzeit, um wieder aktiviert zu werden.[65] Dies begünstigte die raschen arabischen Erfolge ganz erheblich.

Zentrifugale Tendenzen im Angesicht der neuen BedrohungBearbeiten

 
Die islamische Expansion:
  • Ausbreitung unter dem Propheten Mohammed, 622–632
  • Ausbreitung unter den vier „rechtgeleiteten Kalifen“, 632–661
  • Ausbreitung unter den Umayyaden, 661–750
  • Erstmalig mit der islamischen Expansion konfrontiert wurde Africa 633, als sich Peter, der Exarch von Karthago, auf Anraten des griechischen Mönches Maximus Confessor einer Anweisung von Herakleios widersetzt haben soll, Truppen zur Unterstützung des Abwehrkampfes in Ägypten zu entsenden.[66] Auch nach der Eroberung Ägyptens durch die Araber nahm man im Exarchat die Bedrohung wohl noch immer nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit zur Kenntnis.[67] Mit hoher Wahrscheinlichkeit war das Ausbleiben persischer Angriffe 619–627 und die Überschätzung der Unwirtlichkeit der zwischen Ägypten und Africa liegenden Landschaften (vor allem der Surt) dafür ursächlich. Hinzu kam, dass kein Rückzug byzantinischer Truppen entlang der libyschen Küste in den 640er Jahren bekannt ist.[68] Auf eine Verteidigung gegen einen Landangriff aus dem Osten war das Exarchat nicht vorbereitet. Es wurden keine Festungen an der Grenze des zum byzantinischen Ägypten gehörenden Tripolitanien gebaut, vergleichbar der im Afrikafeldzug des Zweiten Weltkrieges genutzten Mareth-Linie.[69] Auch wurde im gesamten Reich immer noch nach einem operativen Konzept zum erfolgreichen Kampf gegen die Araber gesucht.[70]

    Die ersten arabischen Expeditionen führten der Emir ʿAmr ibn al-ʿĀs und sein Neffe ʿUqba ibn Nāfiʿ 642 von dem gerade eroberten Ägypten aus nach Westen. Vorstöße in die Kyrenaika und nach Tripolitanien begegneten kaum Widerstand,[71] die byzantinische Kontrolle beschränkte sich dort ohnehin auf wenige schlecht verteidigte Küstenstützpunkte, von denen Oea (heute Tripolis) und Sabratha 642/643 geplündert wurden.[67] Nachdem die Araber 646 zum zweiten Mal Alexandria erobert hatten, wurde die Schwäche des byzantinischen Reiches im südlichen Mittelmeer offenkundig. Der sich hieraus ergebende Dominoeffekt scheint in Karthago trotz einer erheblichen Zahl von Flüchtlingen aus Ägypten, zu dem ja seit rund 50 Jahren auch Tripolitanien gehörte, als ausschließliches Problem Ägyptens und des Altreiches im Allgemeinen verkannt worden zu sein. Dies wurde sicherlich noch durch die größere Aufmerksamkeit gegenüber bisherigen Feinden begünstigt, hier den Langobarden und ihrer Eroberung Liguriens ab 643,[72] und durch die Notwendigkeit der arabischen Truppen, sich nach dem Sturm auf Tripolitanien zunächst neu zu organisieren, vor allem in logistischer Hinsicht.[61]

    646 rebellierte erneut ein Exarch gegen den Kaiser, ebenfalls vor dem Hintergrund der monotheletischen Streitigkeiten in Byzanz[73] und in dem mutmaßlichem Irrglauben, die Kämpfe zwischen Arabern und Byzantinern in Ägypten würden beide Seiten von einem Angriff auf Africa abhalten.[74] Gregor von Karthago, ein Verwandter von Herakleios’ Vetter Niketas, sagte sich vom Reich los und verlegte die Hauptstadt nach Sufetula/Sbeitla. Seine Machtfülle soll gemäß arabischen Quellen so groß gewesen sein, dass er rund 100.000 Berber habe aufbieten können, was aber kaum realistisch ist.

    Die Araber hatten zwischenzeitlich wahrscheinlich von dem gescheiterten Plan des Herakleios im Jahr 633 erfahren, Truppen aus Africa zur Verteidigung Ägyptens abzukommandieren, und wollten wohl vermeiden, dass ein solches Vorhaben in der Zukunft in die Tat umgesetzt würde.[61] Sie fielen daher aus Tripolitanien in das seit fast 100 Jahren von größeren Kämpfen verschonte Exarchat ein und stießen in der nächstgelegenen Provinz Byzacena erneut auf Widerstand. Der rebellierende Exarch Gregor sammelte seine eigenen Truppen und seine Verbündeten bei der neuen Hauptstadt Sufetula, allerdings ohne Unterstützung aus dem byzantinischen Mutterland. Als er sich den von ʿAbdallāh ibn Saʿd geführten Arabern zur Schlacht stellte, habe er nach arabischen Quellen 120.000 bis 200.000 Mann aufbieten können (wie bei vielen derart hohen Zahlangaben ist auch diese, allein aus logistischen Gründen, sicherlich deutlich übertrieben),[75] verlor aber die Schlacht und möglicherweise auch sein Leben.[76] Anschließend verwüsteten die Araber die nächsten 12 bis 15 Monate die Byzacena.[77]

    Tributzahlungen und erneute AngriffeBearbeiten

     
    Mögliche Grenzen des Byzantinischen Reiches (orange) um 650 n. Chr.

    Nach dem Erhalt eines hohen Lösegeldes, das ihre Begehrlichkeiten für diese reiche Provinz steigerte und damit langfristig das Gegenteil seines Zweckes bewirkte, zogen sich die Araber 648 nach Tripolitanien zurück.[78] Das Exarchat kam unter dem neuen Exarchen Gennadios II. wieder unter byzantinische Oberhoheit. Dessen Hauptstadt wurde wieder nach Karthago zurückverlegt, zumal Gregor nur aus Furcht vor einer byzantinischen Strafexpedition den Verwaltungssitz in das Landesinnere nach Sufetula verlegt hatte. Dennoch blieb aufgrund der temporären Sezession ein über das allgemeine Misstrauen des Kaisers hinausgehender längerfristiger Vertrauensverlust gegenüber Africa.[79] Die byzantinische Herrschaft wurde in den von den Arabern überrannten Gebieten des Exarchates wieder hergestellt, jedoch ist der Umfang dieser Wiederinbesitznahme strittig.[80] Unterdessen griff die byzantinische Flotte muslimische Gebiete an der Mittelmeerküste an und eroberte zwischenzeitlich sogar die Barka-Region in der Kyrenaika zurück, wobei diese Aktivitäten spätestens nach der Schlacht von Phoinix 654 bzw. 655 ihr Ende fanden.[81]

    Der neue Exarch versuchte, die Araber durch Tributzahlungen ruhigzustellen, vermutlich in dem Irrglauben, die Araber seien ähnlich wie die Berber nur auf Tributzahlungen aus und nicht an dauerhaften Eroberungen interessiert.[82] Die entsprechende Steuerlast führte jedoch zu wachsendem Unmut in der Bevölkerung und auch bei Kaiser Konstans II.[83] Zudem kam es nun zu einer Flucht- bzw. Abwanderungswelle aus Furcht vor einem erneuten arabischen Angriff.

    Der wahre Grund für die rund 15-jährige Atempause des Exarchats lag jedoch nicht in den Tributzahlungen, sondern in innerislamischen Streitigkeiten um das Amt des Kalifen. Mit einer gescheiterten Invasion Siziliens und einem kleineren Raubzug in die Byzacena in den 650er Jahren wurde klar, dass die Araber den Westen nicht vergessen hatten. Unter dem Kalifen Muʿāwiya I. und seinem Feldherren ʿUqba ibn Nāfiʿ wurden 661 größere Angriffe wieder aufgenommen, zunächst nur als Raubzüge.[84][85] Um 668 griffen Araber unter anderem die Insel Djerba und die gegenüber auf dem Festland liegende Stadt Gigthis an.[86] Diese Ereignisse offenbarten das Unvermögen des byzantinischen Kaisers, eine wirksame Verteidigung für Africa zu organisieren.[85] Die anschließende Ermordung Konstans' II. löste 669 mehrjährige Aufstände auf Sizilien aus, die nicht nur ein Eingreifen weiterer byzantinischer Truppen in Africa verhinderten,[87] sondern sogar Truppen aus Africa banden,[88] womit gegenüber der neuen arabischen Invasion ein frühzeitiges Entgegentreten unmöglich wurde.[89] ʿUqba ibn Nāfiʿ nutzte diese Situation und trat 669 zum eigentlichen Angriff an. Er schlug unterdessen ein vorgeschobenes Heerlager auf, welches als Gründung von Kairouan in die Geschichte einging und den arabischen Heeren nunmehr den ganzjährigen Verbleib ermöglichte.[90] Während byzantinische Truppen nördlich von Kairouan Festungen in Sichtweite hielten, blieben sie untätig,[84] womit die Regionen südlich davon den Angriffen der Araber schutzlos ausgeliefert waren, vor allem die Byzacena,[91] wenngleich dies auf die Küstenstädte der Provinz wohl nicht ausnahmslos zutraf.[90]

    Während ʿUqba ibn Nāfiʿ Erfolge und (temporäre) Massenkonversionen der Berber zum Islam vorzuweisen hatte, gelang es ihm nicht, die byzantinischen Festungen im Norden zu erobern. Unterdessen musste der Kalif mit Kaiser Konstantin IV. aufgrund der gescheiterten Belagerung von Konstantinopel einen Waffenstillstand schließen, welcher die Entsendung von Verstärkungen nach Africa ermöglichte.[84] Gleichzeitig wurde aufgrund des (selben?) Waffenstillstandes festgelegt, dass die Byzacena an die Araber abgetreten werden und die Araber im Gegenzug die Region Zeugitana räumen sollten.[92] Weder dies noch erneute innerislamische Auseinandersetzungen hielten die Araber jedoch davon ab, ab 679 in Numidien einzufallen, der Region, die seit Salomon Africa strategische Tiefe und Rekrutierungspotential gab und deswegen insbesondere dem Feldherren ʿUqba ein Dorn im Auge gewesen sein muss.[93] Im Raum Lamasba (heute Mérouana),[94] Lambaesis und Thamugadi errang er 682 Pyrrhussiege, welche ihn jedoch nicht von seinem Vorstoß zum Atlantik abhielten.[95]

    Einen beachtlichen Abwehrerfolg konnte der Exarch 683 erzielen, als ʿUqba ibn Nāfiʿ auf dem Rückweg vom Atlantik gegen die Berberstämme unter deren König Kusaila, byzantinische Truppen und verbündete Einheiten die Schlacht von Vescera verlor und dabei ums Leben kam.[84] Die Sieger konnten sogar Kairouan einnehmen.[96]

    Der Untergang des Exarchats von KarthagoBearbeiten

     
    Clupea soll die letzte nach der Eroberung Karthagos von byzantinischen Truppen gehaltene Festung gewesen und erst später während der Osmanenzeit umgebaut worden sein.

    Die geschlagenen Araber zogen sich ohne ihren gefallenen Feldherrn nach Ägypten zurück, was dem Exarchat und den Berbern eine Atempause verschaffte. Doch zwischen 686 und 688 besiegten arabische Heere bei Kairouan den Berberherrscher Kusaila[97] und nahmen nach Auseinanderbrechen seiner Stammesallianz ihre Angriffe gegen das Exarchat wieder auf. Dieses war durch die bisherigen Auseinandersetzungen geschwächt und hatte die Erholungsphase nur ungenügend genutzt.[98] Die militärischen Aktivitäten der Araber bedurften zunächst einer erneuten Eroberung Barkas, das aber vor 688 erneut von seegestützten byzantinischen Truppen eingenommen wurde.[99]

    In der ersten Hälfte der 690er-Jahre wurden die Angriffe auf Karthago und sein Umland wieder aufgenommen, allerdings durch die Berberführerin Kāhina behindert, die erst 701 bei Taharqa im Aures Schlacht und Leben verlor. Die Behauptung, das Exarchat habe Verstärkung auch durch die Westgoten, deren König ebenfalls einen Angriff der Araber befürchtete, erhalten, ist hingegen nicht belegt. 697 eroberte der arabische Feldherr Hassān ibn an-Nuʿmān mit 40.000 Mann zum ersten Mal Karthago und wurde durch Kāhina geschlagen.[100]

    Auf die Nachricht von der Eroberung Karthagos entsandte Kaiser Leontios die byzantinische Flotte unter dem späteren Kaiser Tiberios II. Die Flotte eroberte noch im selben Jahr Karthago zurück und kämpfte mit wechselndem Erfolg gegen die arabische Flotte, wich dann jedoch nach Kreta aus, um Verstärkungen aufzunehmen. Hierdurch gelang den arabischen Belagerern – die sich zunächst nach ihrer doppelten Niederlage in die Kyrenaika zurückgezogen hatten – im Zusammenwirken mit ihrer Flotte die Einnahme und Zerstörung der Stadt. Einzelne byzantinische Städte und Festungen an der Küste weiter westlich wurden wohl erst nach dem Sieg über Kāhina nach und nach erobert,[100] so etwa Vaga.[101] Außerdem sei Clupea (heute Kelibia) bei Kap Bon arabischen Quellen zufolge die letzte Stadt in byzantinischer Hand gewesen.[102] Das weit abgelegene Septem hielt 706 einer arabischen Belagerung durch Mūsā ibn Nusair stand, fiel aber spätestens durch ein Überlaufen des byzantinischen Statthalters zu den Arabern, der deren Angriff auf das Westgotenreich 711 unterstützte.[103]

    Bekannte ExarchenBearbeiten

    Bemerkungen
    591–598 Gennadios Letzter magister militum per Africam, besiegte bereits in diesem Amt das römisch-berberische Reich von Altava.
    598 oder 602–611 Herakleios Vater des späteren Kaisers und Begründers der herakleischen Dynastie
    619(?)–628/629 Niketas Soll das Amt kurz nach Besetzung Ägyptens durch persische Truppen übernommen haben[67]
    vor 636–637 Peter Soll sich einem Befehl des Kaisers widersetzt haben, den bedrängten byzantinischen Truppen in Ägypten zu Hilfe zu kommen[67]
    641(?)–647/648 Gregor Spaltete sich vom byzantinischen Reich ab und verlor bei Sufetula Schlacht und Leben
    nach 647/648 Gennadios (II.) Existenz beziehungsweise Funktion als Exarch wird bestritten[83]
    Eleutherios Vermutlich Exarch von Karthago. Er wird nur in den arabischen Quellen erwähnt. Der dortige Name al-At'riyūn wird allgemein in Eleutherios aufgelöst. Er soll Gennadios II. gestürzt haben. Über seine offizielle Stellung ist nichts bekannt.
    bis 708/711? Julianos Möglicherweise letzter Exarch von Afrika. Angeblicher byzantinischer Befehlshaber von Septem, der letzten byzantinischen Besitzung in Afrika. Er soll den Arabern bei ihrem Angriff auf das westgotische Spanien 711 geholfen haben.

    Folgen der arabischen EroberungBearbeiten

     
    Der Mittelmeerraum nach dem Ende der byzantinischen Herrschaft im Maghreb

    Der Verlust von Africa war ein herber Schlag für das byzantinische Reich. Nach dem Verlust Ägyptens ging hier 698 die zweite große Kornkammer und eine bedeutsame Steuerquelle[104] verloren, was zwar im Nachhinein betrachtet der Überlebensfähigkeit des Reiches keinen Abbruch tat, die jahrzehntelangen Abwehrkämpfe gegen das Kalifat aber erheblich beeinträchtigte. Finanziell waren die verlorenen Steuereinkommen für Ostrom/Byzanz über lange Zeit nicht zu kompensieren.

    Tiberios brachte der Fall von Karthago den Kaiserthron ein. Denn seine Offiziere erhoben ihn aus Furcht, für die Niederlage verantwortlich gemacht zu werden, zum Gegenkaiser und stürzten Leontios, dem die Nase abgeschnitten wurde. Eine weitere Auswirkung war, dass es keine größere lateinisch- bzw. romanischsprachige Provinz im byzantinischen Reich mehr gab und sich das Griechische endgültig durchsetzte.

     
    Gebetssaal der Hauptmoschee von Kairouan mit Säulen, die ehemaligen Kirchen – wohl aus Karthago – entnommen wurden

    Auf dem Gebiet des Exarchats von Karthago setzte nach der Eroberung eine eher allmähliche, aber letztendlich vollständige Arabisierung der lateinisch- und punischsprachigen Bevölkerung ein. Entgegen weit verbreiteter Meinung verschwand die lateinische Sprache nicht zeitnah und auch nicht vollständig aus dem Maghreb, was sowohl an bis ins elfte Jahrhundert reichenden lateinischen Grabinschriften und aus dem an zahlreichen und auffälligen lateinischen Fremdwörtern in den heutigen Berbersprachen vor Ort ablesbar ist.[105] Wahrscheinlich stellten Muslime etwa im heutigen Tunesien erst gegen Ende des neunten Jahrhunderts die Mehrheit, wohingegen christliche Gemeinden sich bis ins 14. Jahrhundert hielten und sich ihre Spur erst dann verliert.[106] Fest steht lediglich, dass es zum Beginn der französischen Kolonialherrschaft im Maghreb keine romanischsprachigen oder christlichen Gemeinden mehr gab.[107] Diese letztendlich[108] vollständige Islamisierung der Gesamtbevölkerung bewirkte die bis heute fortwirkende Trennung des Mittelmeerraumes in eine Nord- und Südhälfte.

    Mit der Eroberung von Karthago schufen die Araber die Grundlage für eine Vorherrschaft über den westlichen Mittelmeerraum, da sie nunmehr die tunesischen Häfen als Sprungbrett für Operationen gegen die Balearen, Sardinien und Sizilien benutzen konnten. Sie bereiteten hierdurch außerdem die 13 Jahre später durchgeführte Invasion Spaniens vor, indem sie die Bedrohung aus der Flanke beseitigten. Die Eroberung von Septum wiederum beseitigte das letzte unmittelbare Hindernis.

    BewertungBearbeiten

     
    Die berühmte Dame von Karthago, ein Mosaikportrait, mutmaßlich von Theodora I., und eines der bedeutendsten erhaltenen spätantiken Kunstwerke in Tunesien.

    In der älteren Literatur wird die byzantinische Herrschaft im Maghreb häufig als gescheitertes Projekt dargestellt, welches dem oströmischen Reich trotz der hohen Wirtschaftskraft der Provinz Africa keinen wirklichen Nutzen, sondern nur Dauerkriege und damit einen Verschleiß an Truppen gebracht haben soll.[109] In der Tat war die Epoche zeitweise durch mehrere Aufstände gegen die kaiserliche Zentralgewalt, durch Bündnisse mit und Kämpfe gegen Berber sowie später durch einen gemeinsamen Abwehrkampf gegen die Araber gekennzeichnet.

    Insgesamt erlebten die Region und ihre lateinischsprachige und zum Teil wohl auch neupunischsprachige[110] Bevölkerung in dieser Zeit jedoch eine spätantike Nachblüte, die mit Gorippus auch den letzten bedeutenden lateinischen Poeten der Antike hervorbrachte.[111] In der Gesamtschau wurde die sich in der Spätphase des weströmischen Reiches abzeichnende und in der Phase des Königreiches der Vandalen beschleunigende Auflösung der römischen Siedlungs- und Verwaltungsstrukturen der Region durch die oströmisch/byzantinische Herrschaft aufgehalten[112] und zum Teil sogar rückgängig gemacht.[113] Politisch, wirtschaftlich und kulturell blieb das oströmische Africa eng mit der Mittelmeerwelt verknüpft.[114]

    Die historische Bedeutung der oströmischen/byzantinischen Herrschaft bestand zum einen darin, dass es einen wesentlichen Anteil daran hatte, die Orientalisierung des oströmischen Reiches (und damit der späteren orthodoxen Glaubensrichtung des Christentums) bis zu dem Zeitpunkt aufzuhalten, in dem sich die Ostprovinzen im Arabersturm vom Reich lösten.[115] Ebenso bedeutsam war der Umstand, dass die Übernahme des Kaiserthrons 610 aus Karthago heraus das Reich vor dem Untergang bewahrte[116] und damit die Weichen für die nächsten 843 Jahre stellte. Zudem schuf die Umgliederung der spätantiken Verwaltung zu Exarchaten sowohl in Italien als auch in Africa den Prototyp für die Themenverwaltung,[117] mit der die Struktur des Exarchates so weit heruntergebrochen wurde, dass Sezessionen ausgeschlossen werden konnten. In der Gesamtschau stelle sich daher, so Conant, die Rückeroberung Africas als einzigartiger Erfolg dar.[118]

    LiteraturBearbeiten

    Allgemeine Literatur findet sich in den Artikeln Spätantike, Maurikios, Herakleios und Islamische Expansion.

    • Ralf Bockmann: Africa. In: The Oxford Dictionary of Late Antiquity. Band 1. Oxford University Press, Oxford 2018, ISBN 978-0-19-881624-9, S. 29–31.
    • Michael Brett, Elizabeth Fentress: The Berbers. Blackwell Publishing, Oxford u. a. 1996, ISBN 0-631-20767-8.
    • Averil Cameron: Byzantine Africa: The Literary Evidence. In: Excavations at Carthage conducted by the University of Michigan. Band 7: 1978. Cérès, Tunis 1982, S. 29–62.
    • Averil Cameron: Vandal and Byzantine Africa. In: Averil Cameron, Bryan Ward-Perkins, Michael Whitby (Hrsg.): The Cambridge Ancient History. Band 14: Late Antiquity. Empire and Successors. AD 425–600. Cambridge University Press, Cambridge 2000, ISBN 0-521-32591-9, S. 552–569.
    • Gabriele Crespi: Die Araber in Europa. Sonderausgabe, Belser, Stuttgart 1992, ISBN 3-7630-1730-5, S. 21–36 (Erstausgabe der deutschen Übersetzung 1983).
    • Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700 (= Cambridge Studies in Medieval Life and Thought. Series 4, 82). Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0.
    • Jadran Ferluga: Exarch/Exarchat. In: Lexikon des Mittelalters. Band 4, Artemis-Verlag, München u. a. 1989, ISBN 3-7608-8904-2, Spalte 454 f.
    • Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4.
    • Hugh Kennedy: The Great Arab Conquests. How the Spread of Islam changed the World we live in. Da Capo, Philadelphia PA 2007, ISBN 978-0-306-81585-0.
    • Andy H. Merrills (Hrsg.): Vandals, Romans and Berbers. New Perspectives on Late Antique North Africa. Ashgate, Aldershot 2004, ISBN 0-7546-4145-7.
    • Yves Moderan: Les Maures et l'Afrique romaine, IV–VII siècle (= Bibliothèque des Écoles françaises d'Athènes et de Rome. Band 314). École Française de Rome, Rom 2003, ISBN 2-7283-0640-0.
    • Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. An Account of the Military History and Archaeology of the African Provinces in the Sixth and Seventh Century (= British Archaeological Reports. International Series 99). British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001).
    • Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 209–230.
    • Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam (Dumbarton Oaks Byzantine symposia and colloquia). Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3.

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 215.
    2. Ausführlich zur Beschaffenheit des Haupttores Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 241.
    3. Der Zeitpunkt der Eroberung des letzten byzantinischen Außenpostens durch die Araber ist nicht geklärt, vgl. statt vieler nur Walter Kaegi: The Islamic conquest and the defense of Byzantine Africa. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 65–86, vor allem S. 70–71, der auf das Jahr 711 abstellt;
      andererseits Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 229, die von einer Eroberung „zehn Jahre nach dem Fall Karthagos“ spricht und darauf hinweist, dass hierzu ausschließlich arabische und westgotische Quellen existieren. Dies deckt sich mit Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, der auf S. 155 ausführt, dass Ceuta 641 letztmals in byzantinischen Quellen erwähnt wird.
    4. Die Bezeichnung hat sich wie folgt durchgesetzt: "oströmisch" für die Zeit bis 600 n. Chr. und "byzantinisch" für die Zeit danach.
    5. Zum Vandalenreich siehe Helmut Castritius: Die Vandalen. Etappen einer Spurensuche. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2007, ISBN 978-3-17-018870-9; Andy Merrills, Richard Miles: The Vandals. Wiley-Blackwell, Oxford/Malden (MA) 2010, ISBN 978-1-4051-6068-1; Roland Steinacher: Die Vandalen. Aufstieg und Fall eines Barbarenreichs. Klett-Cotta, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-608-94851-6; Konrad Vössing: Das Königreich der Vandalen. Geiserichs Herrschaft und das Imperium Romanum. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-8053-4761-7.
    6. Zusammenfassend Ralf Bockmann: Africa. In: The Oxford Dictionary of Late Antiquity. Band 1. Oxford University Press, Oxford 2018, ISBN 978-0-19-881624-9, S. 29–31, hier S. 29.
    7. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 275.
    8. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 97.
    9. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 284.
    10. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 275.
    11. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 252.
    12. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 273–284.
    13. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 289.
    14. Ausführlich zu den Verhältnissen im Vandalenreich Andy Merrills: Gelimer's slaughter. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 23–39.
    15. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 63 erwähnt die Führung des nach Tripolitanien entsandten Expeditionsheeres durch einen gewissen Tattimuth.
    16. Alfred Louis Delattre: La Basilique de Damous El-Karita à Carthage. Dolphe Braham, Constantine 1892, S. 10 (Digitalisat).
    17. Franz Georg Maier: Einleitung: Byzanz als historisches Problem. In: Franz Georg Maier (Hrsg.): Byzanz (= Fischer Weltgeschichte. Band 13). Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1973, S. 12–45, hier S. 16; derselbe: Grundlagen und Anfänge der byzantinischen Geschichte: Das Zeitalter des Justinian und Heraklios. In: Franz Georg Maier (Hrsg.): Byzanz. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1973, S. 46–89, hier S. 71, woraus der Ausnahmecharakter Africas gegenüber den übrigen Provinzen des weströmischen Reiches hervorgeht.
    18. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 97; Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 254.
    19. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 252 führt aus, dass sich nach der Ermordung des weströmischen Kaisers Valentinian III. kaiserliche Gebiete von Numidien und Mauretanien losgesagt hätten.
    20. Andy Merrills: Gelimer's slaughter. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 23–39, hier S. 34.
    21. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 252.
    22. Andy Merrills: Gelimer's slaughter. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 23–39, hier S. 34.
    23. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 113–114; Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 336.
    24. Cecile Morrison: Regio dives in omnibus bonis ornata. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 173–199, hier S. 195–197.
    25. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 114; außerdem siehe Cecile Morrison: Regio dives in omnibus bonis ornata. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 173–199, hier S. 194, wo eine sehr überschaubare Karte mit Münzhortungen abgebildet ist.
    26. Möglicherweise etwas übertrieben Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, wo diese Phase sowie der Abwehrkampf gegen die Araber thematisiert wird, aber kaum auf Kämpfe in der Zeit von 548 bis 647 eingegangen wird.
    27. Andy Merrills: Gelimer's slaughter. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 23–39, hier S. 38.
    28. a b Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 26.
    29. Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 213.
    30. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 25; Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 213; Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 241–242, der allerdings ausführt, die Soldaten hätten sowohl die Domizilien als auch die Frauen als Kriegsbeute angesehen.
    31. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 25.
    32. Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 213–215, die damit zugleich die Verwendung von römischen Ruinen als Baumaterial erwähnt und hieraus ableitet, unter der byzantinischen Herrschaft sei sehr viel archäologisches römisches Kulturgut zerstört worden.
    33. a b Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 106.
    34. Andy Merrills: Gelimer's slaughter. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 23–39, hier S. 34.
    35. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 233.
    36. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 158, wo ausgeführt wird, dass diese Stadt durch die Byzantiner wiederbelebt worden sei und bei den Angriffen der Araber über ein Jahrhundert später eine beträchtliche christliche Bevölkerung aufgewiesen habe.
    37. Elizabeth Fentress, Andrew Wilson: The Saharan Berber Diaspora and the Southern frontiers of Byzantine North Africa. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 41–63, hier S. 54.
    38. Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 214.
    39. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 27–28.
    40. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 117.
    41. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 28 f.
    42. Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 214 f.; vgl. auch Gabriele Crespi: Die Araber in Europa. Sonderausgabe, Belser, Stuttgart 1992, ISBN 3-7630-1730-5, S. 27 zu den Gründen.
    43. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 29–30.
    44. Zu Ghirsa Walter Kaegi: The Islamic conquest and the defense of Byzantine Africa. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 65–86, hier S. 59.
    45. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 38–39.
    46. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 40.
    47. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 39.
    48. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 216–217.
    49. a b Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 40.
    50. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 41.
    51. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 41, der das Jahr 578 benennt, und Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 220, die das Jahr 579 angibt.
    52. a b Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 114.
    53. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 198.
    54. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 42.
    55. Theophylaktos Simokates, Historien VII,6 f.
    56. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 43 und vor allem S. 114, der diese Epidemie neben der Justinianschen Pest von 543 nur erwähnt und gleichzeitig die verheerenden Ausmaße der Justinianschen Pest 543 thematisiert.
    57. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 63.
    58. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 43–44, der dies aus der letztmaligen Erwähnung des Gennadius 598 herleitet.
    59. Siehe dazu James Howard-Johnston: The Last Great War of Antiquity. Oxford University Press, Oxford 2021, ISBN 978-0-19-883019-1.
    60. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 44 f.
    61. a b c Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 112.
    62. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 213.
    63. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 274.
    64. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 106.
    65. Vgl. Walter E. Kaegi: Heraclius. Emperor of Byzantium. Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 0-521-81459-6, S. 221 f.
    66. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 11, der den Status Peters als Exarch zu diesem Zeitpunkt nicht als gesichert ansieht, wohl aber dessen Weigerung.
    67. a b c d Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 45.
    68. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 111 f.
    69. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 111 und S. 175.
    70. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 101.
    71. Walter Kaegi: The Islamic conquest and the defense of Byzantine Africa. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 65–86, hier S. 65.
    72. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 119–120.
    73. Statt vieler nur Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 223–225; Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 355.
    74. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 114.
    75. Statt vieler nur Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 46–47; vgl. auch Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 99, der die Gesamtstärke byzantinischer Soldaten einschließlich der Grenzgarnisonen und Binnengarnisonen im Jahr 641 auf maximal 100.000 schätzt, aber 50.000 für deutlich realistischer hält.
    76. Statt vieler nur Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 46–47; Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 225.
    77. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 143.
    78. Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 225–226, die hierbei erwähnt, dass die Araber keine Belagerung von Städten geplant hatten; vgl. auch Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 143.
    79. Statt vieler nur Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 159.
    80. Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 226 thematisiert unter anderem, der Süden sei aufgegeben worden, wohingegen Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 147 und 153 erwähnt, die Reste bzw. Küstenstädte Tripolitaniens seien in den 650er Jahren von einem armenischstämmigen Statthalter namens Narseh Kamsarakan verwaltet worden.
    81. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 150.
    82. Bewertung der diesbezüglichen Interessen der Berber bei Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 218.
    83. a b Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 192.
    84. a b c d Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 226.
    85. a b Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 183.
    86. Walter Kaegi: The Islamic conquest and the defense of Byzantine Africa. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 65–86, hier S. 74, wo der Zeitraum des Ereignisses als „vor der Ermordung Konstanz II“ benannt ist; Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 179.
    87. Gabriele Crespi: Die Araber in Europa. Sonderausgabe, Belser, Stuttgart 1992, ISBN 3-7630-1730-5, S. 27.
    88. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 148, wo dies als Beleg für die Loyalität der byzantinischen Truppen Africas gegenüber Konstantinopel gesehen wird.
    89. Walter Kaegi: The Islamic conquest and the defense of Byzantine Africa. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 65–86, hier S. 73, 77.
    90. a b Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 358.
    91. Walter Kaegi: The Islamic conquest and the defense of Byzantine Africa. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 65–86, hier S. 77; Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 226.
    92. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 13.
    93. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 235–239.
    94. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 12–13.
    95. Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 226–227; zum Vorstoß zum Atlantik auch Gabriele Crespi: Die Araber in Europa. Sonderausgabe, Belser, Stuttgart 1992, ISBN 3-7630-1730-5, S. 28; Hugh Kennedy: The Great Arab Conquests. How the Spread of Islam changed the World we live in. Da Capo, Philadelphia PA 2007, ISBN 978-0-306-81585-0, S. 200 ff.; zweifelnd an dem tatsächlichen Erreichen des Atlantiks Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 48.
    96. Statt vieler nur Gabriele Crespi: Die Araber in Europa. Sonderausgabe, Belser, Stuttgart 1992, ISBN 3-7630-1730-5, S. 28.
    97. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 49.
    98. Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 227, die auf die unterbliebene Inbesitznahme der Byzacena hin weist; und Gabriele Crespi: Die Araber in Europa. Sonderausgabe, Belser, Stuttgart 1992, ISBN 3-7630-1730-5, S. 28, die eine Konsolidierung des byzantinischen Machtbereiches nur zwischen Hippo Regius, Hadrumetum und dem Landesinneren erwähnt.
    99. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 14.
    100. a b Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 227.
    101. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 49, 250.
    102. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 281.
    103. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 50.
    104. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 155.
    105. Vgl. Susan Raven: Rome in Africa. 3. Auflage, Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-08150-5, S. 229, die sogar auf eine lateinisch-/romanischsprachige Gemeinde in Capsa Bezug nimmt, die es im 12. Jahrhundert gemäß al-Idrisi gegeben haben soll, und Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 363, der diese durch al-Idrisi als „Afrikanisches Latein“ bezeichnete Sprache mindestens bis in das 12. Jahrhundert bestätigt, vgl. auch Lotfi Sayahi: Diglossia and Language Contact: Language Variation and Change in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2014, S. 26, die lateinische Einflüsse sogar für das maghrebinische Arabisch thematisiert.
    106. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 363–370.
    107. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 370.
    108. Vgl. aber Gabriele Crespi: Die Araber in Europa. Sonderausgabe, Belser, Stuttgart 1992, ISBN 3-7630-1730-5, S. 28, die von einem Verschwinden des Christentums unmittelbar nach der arabischen Eroberung spricht. Auch wenn denkbar ist, dass die romanischsprachige Restbevölkerung erst islamisiert und dann arabisiert wurde, erscheint dies so zeitnah zweifelhaft. Vgl. insoweit auch Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 282.
    109. Vgl. etwa Franz Georg Maier: Grundlagen und Anfänge der byzantinischen Geschichte: Das Zeitalter des Justinian und Heraklios. In: Franz Georg Maier (Hrsg.): Byzanz. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1973, S. 46–89, hier S. 71–73; Gabriele Crespi: Die Araber in Europa. Sonderausgabe, Belser, Stuttgart 1992, ISBN 3-7630-1730-5, S. 27.
    110. Elizabeth Fentress, Andrew Wilson: The Saharan Berber Diaspora and the Southern frontiers of Byzantine North Africa. In: Susan T. Stevens, Jonathan P. Conant (Hrsg.): North Africa under Byzantium and Early Islam. Dumbarton Oaks Research Library & Collection, Washington (D. C.) 2016, ISBN 0-88402-408-3, S. 41–63, hier S. 50–51, wo die Existenz der punischen Sprache in Nordafrika in der Spätantike thematisiert wird.
    111. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 117.
    112. Denys Pringle: The Defence of Byzantine Africa from Justinian to the Arab Conquest. British Archaeological Reports, Oxford 1981, ISBN 0-86054-119-3 (Nachdruck 2001), S. 113, vgl. auch Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 39.
    113. Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, der auf S. 158 die byzantinische Wiederbelebung von Timgad und auf S. 241 byzantinische Neusiedler in Numidien und der Sitifensis erwähnt.
    114. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 330 ff.
    115. So Franz Georg Maier: Grundlagen und Anfänge der byzantinischen Geschichte: Das Zeitalter des Justinian und Heraklios. In: Franz Georg Maier (Hrsg.): Byzanz. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1973, S. 46–89, hier S. 74, der dies aber auf die restauratio imperii in Gänze bezieht.
    116. Franz Georg Maier: Grundlagen und Anfänge der byzantinischen Geschichte: Das Zeitalter des Justinian und Heraklios. In: Franz Georg Maier (Hrsg.): Byzanz. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1973, S. 46–89, hier S. 76.
    117. Siehe aber Walter E. Kaegi: Muslim Expansion and Byzantine Collapse in North Africa. Cambridge University Press, Cambridge 2010, ISBN 978-1-107-63680-4, S. 199, der die in Africa vorherrschenden Strukturen jedenfalls als Blaupause für die Themen verneint.
    118. Jonathan Conant: Staying Roman. Conquest and Identity in Africa and the Mediterranean, 439–700. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2012, ISBN 978-0-521-19697-0, S. 359.