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Breitowo (russisch Бре́йтово) ist ein Dorf (selo) in der Oblast Jaroslawl in Russland mit 3308 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Dorf
Breitowo
Брейтово
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Jaroslawl
Rajon Breitowski
Dorf seit 1991
Bevölkerung 3308 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 110 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 48545
Postleitzahl 152760
Kfz-Kennzeichen 76
OKATO 78 209 811 001
Website breytovoadm.ru
Geographische Lage
Koordinaten 58° 18′ N, 37° 52′ OKoordinaten: 58° 18′ 0″ N, 37° 52′ 0″ O
Breitowo (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Breitowo (Oblast Jaroslawl)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Jaroslawl

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt etwa 140 km Luftlinie nordwestlich des Oblastverwaltungszentrums Jaroslawl am westlichen Ufer des Rybinsker Stausees der Wolga, links des dort einmündenden Flusses Sit, dessen Unterlauf sich ebenfalls im Staubereich befindet und dort über 500 Meter breit ist.

Breitowo ist Verwaltungszentrum des Rajons Breitowski sowie Sitz der Landgemeinde Breitowskoje selskoje posselenije. Zur Gemeinde gehören 75 weitere Dörfer, von denen nur zwei mehr als 100 Einwohner haben: Nowinka (5 km nordwestlich) und Uljanicha (17 km südsüdwestlich); weitere 30 Orte haben mindestens 10 Einwohner, 23 unter 10 Einwohner und 20 keine ständigen Einwohner (Stand 2010).

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1613 erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1777 gehörte er zum Ujesd Mologa der Statthalterschaft Jaroslawl, ab 1796 des Gouvernements Jaroslawl.

Vom 3. Februar 1921 bis 15. Februar 1923 gehörte der Ujesd zwischenzeitlich zum kurzlebigen Gouvernement Rybinsk. Nach Auflösung der Gouvernements und Ujesde wurde am 14. Januar 1929 ein Rajon mit Sitz in Breitowo ausgewiesen, der zunächst zur Industrieoblast Iwanowo (bis 1930 im Bestand des Okrugs Jaroslawl) gehörte und mit deren Aufteilung am 11. März 1936 zur Oblast Jaroslawl kam.

Bei der Füllung des Rybinsker Stausees in den 1940er-Jahren wurde die ursprüngliche Ortslage teilweise überflutet. Seither befindet sich das Ortszentrum weiter westlich. Von 1963 bis 1964 war der Rajon vorübergehend aufgelöst. 1986 erhielt Breitowo den Status einer Siedlung städtischen Typs, verlor ihn aber bereits 1991 wieder.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1897 808
1939 1736
1959 1544
1970 2058
1979 3052
1989 4015
2002 3710
2010 3308

Anmerkung: Volkszählungsdaten

VerkehrBearbeiten

Breitowo ist Endpunkt der Regionalstraße 78K-0009, die von Uglitsch an der Wolga über das südlich benachbarte Rajonzentrum Nowy Nekous kommt, weiter dem Westufer der Rybinsker Stausees folgt und unmittelbar oberhalb von Breitowo die Sit überquert. Links der Sit flussaufwärts nach Süden verläuft die Regionalstraße 78K-0022 bis zur 78N-0377, die Nowy Nekous mit der Grenze der Oblast Twer in Richtung Sonkowo – Beschezk verbindet. Von Breitowo nach Nordwesten führt die 78N-0131 nach Prosorowo unweit der Grenze zur Oblast Twer, wo weiter Verbindung in Richtung Krasny Cholm beziehungsweise Wessjegonsk besteht.

Die nächstgelegenen Bahnstationen sind per Straße jeweils gut 60 km südlich Nekous (in Nowy Nekous) und Schestichino an der Strecke Jaroslawl – Rybinsk – Bologoje.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)