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Bernard Purdie

US-amerikanischer Schlagzeuger
Tyrone Smith und Bernard Purdie (rechts) im Jahr 2009

Bernard „Pretty“ Purdie (* 11. Juni 1939 in Elkton, Maryland), auch „Mississippi Bigfoot“ genannt, ist ein US-amerikanischer Schlagzeuger und Sessionmusiker, der mit unterschiedlichen weltberühmten Soul-, Rock-, Pop- und Jazz-Musikern gearbeitet hat. Nach eigenen Angaben hat er mit 2500 Musikern gespielt und ist in mehr als 4.000 Aufnahmen zu hören. Damit wäre er der weltweit am meisten aufgenommene Schlagzeuger.[1]

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Leben und WirkenBearbeiten

Purdie hatte seinen ersten Auftritt im Alter von 11 Jahren. Er zog 1960 nach New York City und begann mit Lonnie Youngblood zu spielen, bevor er bei King Curtis arbeitete; Albert Ayler holte ihn 1968 zu den Aufnahmen seines Ensembles. 1970 arbeitete er bei Aretha Franklin und war für fünf Jahre ihr Musical Director. Er tourte auch mit Trompeter Dizzy Gillespie und Saxophonist Hank Crawford und spielte mit Max Roach und Miles Davis (Get Up with It, 1974).

Purdie gilt als einflussreicher und innovativer Vertreter des Funk und ist bekannt für einen „rolling“ Shuffle Beat, den er den Purdie shuffle nennt. Zwei Beispiele sind auf Steely Dan's Home at Last und Babylon Sisters zu hören. Er gilt auch als einer der Erfinder des Acid Jazz-Genre. Kollegen beschrieben seinen Stil als funkiest soul beat im Musikgeschäft. Er spielte den Soundtrack zu dem ersten afroamerikanischen Pornofilm namens Lialeh aus dem Jahr 1974.

2016 listete ihn der Rolling Stone auf Rang 20 der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.[2]

Musiker und Gruppen, mit denen Purdie zusammen gespielt hatBearbeiten

Ausgewählte DiskographieBearbeiten

Als LeaderBearbeiten

  • Soul Drums (1968)
  • Soul Fingers (1968)
  • Purdie Good (1971)
  • Soul Is...Pretty Purdie (1972)
  • Lialeh (1974)
  • Master Drummers Vol.1 (1994)
  • Master Drummers Vol.2 (1996)
  • Get It While You Can (1999)

Auch zu hören aufBearbeiten

TriviaBearbeiten

Für den Bee Gees Hit Stayin’ Alive wurden zwei Takte des bereits aufgenommenen Liedes Night Fever hintereinander auf einem Band aufgenommen ("geloopt") und für Stayin’ Alive verwendet. Als Schlagzeuger gaben die Bee Gees "Bernard Lupé" an, eine "französische" Anspielung auf Bernard Purdie. Bernard Lupé wurde zu einem gesuchten Schlagzeuger, bis bekannt wurde, dass es ihn gar nicht gab.[3]

Am Tag der Terroranschläge am 11. September 2001 war er in einem Tonstudio im Erdgeschoss des WTC gebucht, wurde aber durch einen Verkehrsstau aufgehalten, was ihm möglicherweise das Leben gerettet hat.

LiteraturBearbeiten

  • Bernard Purdie. In: The New Grove Dictionary of Jazz. 2. Auflage, 2001.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten