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Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

deutsche Organisation

Die Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) ist eine von elf Fachbehörden des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Behörde hat ihren Sitz in der Hamburger Straße 37 in Barmbek-Süd.

Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
der Freien und Hansestadt Hamburg
– BWFG –
Logo der Behörde für Wissenschaft und Forschung
Staatliche Ebene Freie und Hansestadt Hamburg
Stellung Oberste Landesbehörde
Hauptsitz Hamburg
Behördenleitung Katharina Fegebank,
Präses der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Haushaltsvolumen 971,309 Mio EUR (2019)[1]
Netzauftritt www.hamburg.de

Senatorin und Präses der Behörde ist seit 15. April 2015 Katharina Fegebank, Staatsrätin ist Eva Gümbel (beide Bündnis 90/Grüne).[2]

BehördengeschichteBearbeiten

Eine eigene Hochschulbehörde wurde erstmals 1919 bei der Gründung der Universität Hamburg errichtet. Zuvor hatte in der damaligen Oberschulbehörde eine Sektion für die „Wissenschaftlichen Anstalten“ (Botanischer Garten, Tropeninstitut, Kolonialinstitut, Sternwarte usw.) bestanden. 1933 wurde die Hochschulbehörde vom NS-Senat in die neugebildete Landesunterrichtsverwaltung eingegliedert, und auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Zuständigkeit für den Hochschulbereich zunächst bei der Schulbehörde. Erst im Zuge der Bildungsexpansion und der Gründung der Fachhochschule Hamburg wurde 1971 eine Behörde für Wissenschaft und Kunst (BWK) gebildet, die auch das Kulturressort umfasste. Zum Dezember 1978 wurden die beiden Ressorts aufgetrennt und eine eigenständige Behörde für Wissenschaft und Forschung eingerichtet. 2004 erfolgte eine Zusammenlegung mit dem Gesundheitsressort unter der Bezeichnung Behörde für Wissenschaft und Gesundheit, die aber bereits zum Mai 2006 wieder aufgegeben wurde, wodurch die Wissenschaftsbehörde ihren vorherigen Zuschnitt und die alte Bezeichnung zurück erhielt.

Mit Beginn der rot-grünen Koalition im Senat Scholz II wurde 2015 der Bereich Gleichstellung von der Justizbehörde in die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung übertragen.[3] Zuvor war bereits von 1997 bis 2001 die damalige Wissenschaftssenatorin Krista Sager ebenfalls für Gleichstellungspolitik zuständig, dieses jedoch als Senatorin des damals selbständigen Senatsamtes für die Gleichstellung.

Senatoren seit 1971Bearbeiten

Seit der Schaffung der Behörde für Wissenschaft und Kunst zum 1. Januar 1971 wurden folgende Senatoren als Präses in die für den Bereich Wissenschaft und Forschung zuständige Behörde entsandt, bzw. ab 1997 durch den Ersten Bürgermeister ernannt.[4] Die für Gleichstellung zuständigen Senatsmitglieder sind für den Zeitraum bis 2015 bei den jeweils zuständigen Fachbehörden verzeichnet.

Behörde für Wissenschaft und Kunst (bis 1978)Bearbeiten

Amtszeit Amtsinhaber Partei Anmerkungen
1. Januar 1971 – 29. April 1974 Reinhard Philipp FDP auch Zweiter Bürgermeister
30. April 1974 – 28. Juni 1978 Dieter Biallas FDP auch Zweiter Bürgermeister
28. Juni 1978 – 30. November 1978 Hansjörg Sinn
Wolfgang Tarnowski
parteilos
SPD
für den Wissenschaftsbereich
für den Kulturbereich

Behörde für Wissenschaft und Forschung (1978–2004)Bearbeiten

Amtszeit Amtsinhaber Partei Anmerkungen
1. Dezember 1978 – 13. Juni 1984 Hansjörg Sinn parteilos
13. Juni 1984 – 2. September 1987 Klaus Michael Meyer-Abich SPD ab 24. März 1987 nur noch geschäftsführend im Amt
2. September 1987 – 26. Juni 1991 Ingo von Münch FDP auch Zweiter Bürgermeister und Kultursenator
26. Juni 1991 – 12. November 1997 Leonhard Hajen SPD
12. November 1997 – 31. Oktober 2001 Krista Sager GAL auch Zweite Bürgermeisterin;
auch Senatorin des Senatsamts für die Gleichstellung
31. Oktober 2001 – 17. März 2004 Jörg Dräger parteilos

Behörde für Wissenschaft und Gesundheit (2004–2006)Bearbeiten

Amtszeit Amtsinhaber Partei
17. März 2006 – 30. April 2006 Jörg Dräger parteilos

Behörde für Wissenschaft und Forschung (2006–2015)Bearbeiten

Amtszeit Amtsinhaber Partei Anmerkungen
1. Mai 2006 – 7. Mai 2008 Jörg Dräger parteilos
7. Mai 2008 – 7. März 2011 Herlind Gundelach CDU
23. März 2011 – 15. April 2015 Dorothee Stapelfeldt SPD auch Zweite Bürgermeisterin

Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (seit 2015)Bearbeiten

Amtszeit Amtsinhaber Partei Anmerkungen
seit 15. April 2015 Katharina Fegebank Bündnis 90/Die Grünen auch Zweite Bürgermeisterin

Hamburger LehrpreisBearbeiten

Die Behörde prämiert jährlich herausragende und innovative Lehrleistungen an den staatlichen Hamburger Hochschulen mit dem Hamburger Lehrpreis. Der Hamburger Lehrpreis wurde bereits elf Mal in Folge von der BWFG verliehen. Die Preise sind inzwischen mit jeweils 10.000 Euro dotiert.[5][6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freie und Hansestadt Hamburg - Finanzbehörde: Einzelplan 3.2 - Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung. In: Haushaltsplan 2019/2020. Abgerufen am 17. Oktober 2019.
  2. Holstein neuer Staatsrat für Sport. NDR. 17. April 2015. Archiviert vom Original am 18. April 2015. Abgerufen am 18. April 2015.
  3. Behördenzuschnitt im Koalitionsvertrag (Memento vom 18. April 2015 im Internet Archive), abgerufen am 18. April 2015
  4. Die Amtszeiten der einzelnen Senatoren wurden den entsprechenden Senatsdrucksachen bzw. Bürgerschaftsprotokollen entnommen.
  5. Hamburger Lehrpreis
  6. Hamburger Lehrpreis im Stifterverband

WeblinksBearbeiten