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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Baltmannsweiler
Baltmannsweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Baltmannsweiler hervorgehoben
Koordinaten: 48° 45′ N, 9° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 18,54 km2
Einwohner: 5756 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 310 Einwohner je km2
Postleitzahl: 73666
Vorwahl: 07153
Kfz-Kennzeichen: ES, NT
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 007
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
73666 Baltmannsweiler
Website: www.baltmannsweiler.de
Bürgermeister: Simon Schmid (parteilos)
Lage der Gemeinde Baltmannsweiler im Landkreis Esslingen
Alb-Donau-KreisLandkreis BöblingenLandkreis GöppingenLandkreis LudwigsburgLandkreis ReutlingenLandkreis TübingenRems-Murr-KreisStuttgartAichtalAichwaldAltbachAltdorf (Landkreis Esslingen)AltenrietAltenrietBaltmannsweilerBempflingenBeuren (bei Nürtingen)Bissingen an der TeckDeizisauDenkendorf (Württemberg)Dettingen unter TeckErkenbrechtsweilerEsslingen am NeckarFilderstadtFrickenhausen (Württemberg)GroßbettlingenHochdorf (bei Plochingen)HolzmadenKirchheim unter TeckKöngenKohlberg (Württemberg)Kohlberg (Württemberg)Leinfelden-EchterdingenLenningenLichtenwaldNeckartailfingenNeckartenzlingenNeidlingenNeuffenNeuhausen auf den FildernNotzingenNürtingenOberboihingenOhmdenOstfildernOwenPlochingenReichenbach an der FilsSchlaitdorfUnterensingenWeilheim an der TeckWendlingen am NeckarWernau (Neckar)WolfschlugenKarte
Über dieses Bild

Baltmannsweiler ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur europäischen Metropolregion Stuttgart.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Das waldreiche Gemeindegebiet Baltmannsweiler liegt auf etwa 290 bis 465 m ü. NN Höhe im Schurwald. Die Ortsmitte des namengebenden Teilorts ist in Luftlinie rund viereinhalb Kilometer nordöstlich von der Plochingens entfernt und etwa zehn Kilometer östlich vom Zentrum der Kreisstadt Esslingen am Neckar. Die beiden Orte der Gemeinde liegen in gemeinsamer Rodungsinsel auf einem Bergrücken, der vom Reichenbach am Ortsrand der Gemeinde und vom Lützelbach an deren Südwestrand zur Fils entwässert wird sowie im Westen und Nordwesten von Oberläufen des Schweizerbachs zur Rems.

NachbargemeindenBearbeiten

Angrenzende Gemeinden sind reihum im Nordwesten die Stadt Weinstadt, im Norden und Nordosten die Gemeinde Winterbach, beide im Rems-Murr-Kreis. Im Osten liegt die Gemeinde Lichtenwald, im Süden die Gemeinde Reichenbach an der Fils, im Südwesten die Stadt Plochingen, im Westen auf nur kurzem Abschnitt die Kreisstadt Esslingen am Neckar und im Westen die Gemeinde Aichwald; die fünf letztgenannten gehören alle dem eigenen Landkreis Esslingen an.

GemeindegliederungBearbeiten

Baltmannsweiler besteht aus den beiden Ortsteilen Baltmannsweiler und Hohengehren, jeweils nur aus dem gleichnamigen Hauptort bestehend. Das Gebiet der Ortsteile ist identisch mit dem der ehemals selbstständigen Gemeinden gleichen Namens. Die offizielle Benennung des Ortsteils Hohengehren lautet Baltmannsweiler-Hohengehren.[2] Auf dem Gebiet des Ortsteils Baltmannsweiler liegen die abgegangenen Ortschaften Balzschmied, Holdermannshofstatt, Oberweiler und Steinenbach. Auf dem Gebiet des Ortsteils Hohengehren liegen die abgegangenen Ortschaften Burg, Borgenhardt, Holdesteiningen, Katzenlohe, Steinenbach, Witzlingsweiler und Katzenbachhof.[3]

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[4]

ReligionBearbeiten

Ende 1998 hatte die Gemeinde 1275 Einwohner, die römisch-katholisch, und 2998 Einwohner, die evangelisch waren.

GeschichteBearbeiten

BaltmannsweilerBearbeiten

Baltmannsweiler wurde 1299 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte ursprünglich den Zähringern und kam dann zu Württemberg. Dort war es ab 1381 dem Amt, später Oberamt Schorndorf zugeordnet. Seit 1938 gehört Baltmannsweiler zum Landkreis Esslingen. Der von den autochthonen Bewohners des Dorfes heute verwendete Name für das Dorf ist „Baltemore“.

HohengehrenBearbeiten

Hohengehren wurde bereits vor Baltmannsweiler, nämlich 1275, urkundlich erwähnt. Die Landeszugehörigkeit entspricht der von Baltmannsweiler.

EingemeindungenBearbeiten

 
Baltmannsweiler 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
 
Hohengehren 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch

Das heutige Baltmannsweiler wurde am 1. Januar 1975 im Rahmen der baden-württembergischen Gebietsreform aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Baltmannsweiler und dem nördlich gelegenen Hohengehren gebildet.[5]

Entwicklung der EinwohnerzahlBearbeiten

Jahr Einwohner¹
1871 1310
1880 1335
1890 1191
1900 1171
1910 1184
1925 1230
1933 1274
Jahr Einwohner¹
1939 1333
1950 1963
1961 2688
1970 3944
1975 4599
1980 5143
1985 5206
Jahr Einwohner¹
1990 5307
1995 5425
2000 5520
2005 5552
2010 5554
2015 5646

¹Statistisches Landesamt Baden-Württemberg; bis 1970 Volkszählungsergebnisse, ab 1975 Fortschreibungen jeweils zum 31. Dezember des Jahres.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Im März 2015 wurde Simon Schmid gegen drei Konkurrenten im ersten Wahlgang zum Nachfolger von Martin König gewählt.[6] König war von 1999 bis 2015 Bürgermeister.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Baltmannsweiler hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis:[7] Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
30
20
10
0
21,10 %
20,27 %
20,20 %
12,24 %
9,14 %
9,06 %
8,00 %
UB
WVBH
NFL
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,00 %p
-0,50 %p
-3,51 %p
-2,54 %p
-1,77 %p
+9,06 %p
-1,53 %p
UB
WVBH
NFL
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 21,10 3 20,10 3
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 20,27 3 20,77 3
FWV Freie Wählervereinigung 20,20 3 23,91 3
UB Unabhängige Bürger 12,24 2 14,78 2
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 9,14 1 10,91 2
WVBH Wählervereinigung Baltmannsweiler & Hohengehren 9,06 1 -- --
NFL Neue Freie Liste 8,00 1 9,53 1
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 69,04 % 55,29 %

WappenBearbeiten

Das Wappen der Gemeinde Baltmannsweiler wurde Ende 1979 verliehen und verbindet die beiden Wappen der früheren Gemeinden Baltmannsweiler und Hohengehren.

Blasonierung: „Unter silbernem (weißem) Schildhaupt darin drei gestaffelt, durchgehend blaue Berge in Gold (gelb), darunter eine blaue Scheibe, belegt mit einem silbernen (weißen) Leistenkreuz, unten anhängend ein blauer Haken.“[8]
Wappenbegründung: Die drei „Kaiserberge“ (Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen) wurden aus dem ehemaligen Wappen von Baltmannsweiler übernommen. Die Scheibe mit Haken entstammt dem ehemaligen Wappen von Hohengehren und kann je nach Deutung als Pflugrad mit Pflughaken oder ein symbolisches Garnknäuel mit abgewickeltem Faden gesehen werden.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Im Ortsteil Hohengehren ist mit dem Schneider Verlag ein Fachbuchverlag ansässig.

BildungBearbeiten

  • Grundschule Baltmannsweiler mit acht Schulklassen, in denen etwa 160 Schüler unterrichtet werden
  • Grundschule Hohengehren mit sieben Schulklassen, in denen etwa 130 Kinder unterrichtet werden

Außerdem verfügt Baltmannsweiler über vier Kindergärten.

  • Die Gemeinde Baltmannsweiler betreibt auch eine eigene Volkshochschule.[9]

AbfallentsorgungBearbeiten

Für die Abfallentsorgung ist der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Esslingen zuständig.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Gemeinde Baltmannsweiler organisiert jedes Jahr fünf bis acht kulturelle Veranstaltungen wie Kabarett und Theater, Konzerte und mobiles Kino im Kulturzentrum Baltmannsweiler. Das Kulturzentrum hat ein Foyer mit Bar, in dem es Platz für Feiern mit bis zu 120 Personen gibt. Daneben gibt es einen großen Saal für 300 bis 500 Personen.

Im ehemaligen Wildpark stand bis 1839 das Jagdschloss Hohengehren. Dieses wurde von der Gemeinde Altbach erworben, dort als Rathaus wieder aufgebaut und bis 1975 in dieser Funktion verwendet.

In Baltmannsweiler befindet sich eine spätgotische Westturmkirche (ev.)[10] sowie in Hohengehren eine spätgotische Kirche (ev.)[11].

LiteraturBearbeiten

  • Landesarchiv Baden-Württemberg i. V. mit dem Landkreis Esslingen (Hrsg.): Der Landkreis Esslingen. Band 1. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, S. 313.
  • Klaus Merker: Baltmannsweiler 1299–1999. ein Streifzug durch die Ortsgeschichte in Bildern und Anekdoten. Hrsg. von der Gemeinde Baltmannsweiler und der Evangelischen Kirchengemeinde Baltmannsweiler. Klaus Merker u. a. Baltmannsweiler 1999, ISBN 3-89570-511-X.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Baltmannsweiler vom 22. Mai 2001. In: baltmannsweiler.de, abgerufen am 3. Juni 2017 (PDF; 22 kB).
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 241–242.
  4. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Baltmannsweiler. In: statistik-bw.de, abgerufen am 3. Juni 2017.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 461.
  6. Jürgen Veit: Baltmannsweiler. Der neue Bürgermeister heißt Simon Schmid. In: stuttgarter-zeitung.de. Stuttgarter Zeitung, 22. März 2015, abgerufen am 20. August 2017.
  7. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums
  8. Siehe Wappen. Verbindung früherer Wappen. Deutung. In: baltmannsweiler.de, abgerufen am 3. Juni 2017.
  9. Volkshochschule Baltmannsweiler. In: baltmannsweiler.de, abgerufen am 3. Juni 2017.
  10. Baltmannsweiler. Landwirtschaftlich geprägt. In: baltmannsweiler.de, abgerufen am 3. Juni 2017.
  11. Hohengehren. Entwicklung. In: baltmannsweiler.de, abgerufen am 3. Juni 2017.