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Marktgemeinde
Bad Schallerbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Bad Schallerbach
Bad Schallerbach (Österreich)
Bad Schallerbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Grieskirchen
Kfz-Kennzeichen: GR
Fläche: 8,49 km²
Koordinaten: 48° 14′ N, 13° 56′ OKoordinaten: 48° 13′ 44″ N, 13° 55′ 31″ O
Höhe: 308 m ü. A.
Einwohner: 4.219 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 497 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4701
Vorwahl: 07249
Gemeindekennziffer: 4 08 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
4701 Bad Schallerbach
Website: www.bad-schallerbach.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Baumgartner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
14
5
4
2
14 
Insgesamt 25 Sitze

Lage von Bad Schallerbach im Bezirk Grieskirchen
AistersheimBad SchallerbachEschenau im HausruckkreisGallspachGaspoltshofenGeboltskirchenGrieskirchenHaag am HausruckHeiligenbergHofkirchen an der TrattnachKallhamKematen am InnbachMeggenhofenMichaelnbachNatternbachNeukirchen am WaldeNeumarkt im HausruckkreisPeuerbachPollhamPöttingPramRottenbachSt. AgathaSt. Georgen bei GrieskirchenSt. ThomasSchlüßlbergSteegenTaufkirchen an der TrattnachTolletWaizenkirchenWallern an der TrattnachWeibernWendlingOberösterreichLage der Gemeinde Bad Schallerbach im Bezirk Grieskirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Bad Schallerbach ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel mit 4219 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Grieskirchen.

GeografieBearbeiten

Bad Schallerbach liegt auf 308 m Höhe an der Trattnach im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 3,8 km, von West nach Ost 3,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 8,4 km². 14,3 % der Fläche sind bewaldet, 66,7 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Landschaftlich gehört die Gegend zur Raumeinheit Inn- und Hausruckviertler Hügelland.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Bad Schallerbach (4082)
  • Gebersdorf (28)
  • Schönau (109)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Schönau.

Zählsprengel sind Bad Schallerbach-Zentrum, Bad Schallerbach-Umgebung, Zentrum-Umgebung-Ost, Zentrum-Umgebung-N und W, bei zweiterem werden Gebersdorf, Schönau und ein Teil der Ortschaft des Marktortes erfasst.

NachbargemeindenBearbeiten

Pollham St. Marienkirchen an der Polsenz (Bez. Eferding)
Schlüßlberg   Wallern an der Trattnach
Pichl bei Wels (Bez. Wels-Land)

GeschichteBearbeiten

1190 erfolgte die erste urkundliche Nennung als Scalbach. Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Im selben Jahr erfolgte die Erschließung der Schallerbacher Schwefeltherme. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Am 3. Juni 1938 erfolgte die Namensänderung der Gemeinde Schönau in Gemeinde Bad Schallerbach[2]. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. 1946 wird Bad Schallerbach zum Markt erhoben. 1995 wurden die Badeanlagen nach umfangreichen Sanierungen und Zubauten unter dem Namen Aquapulco (anspielend auf Acapulco) eröffnet.

Die Oberösterreichische Landesgartenschau 2009 Botanica fand in Bad Schallerbach statt.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 3.110 Einwohner, 2001 dann 3.275 Einwohner. Da sowohl die Geburtenbilanz als auch die Wanderungsbilanz positiv blieben, wuchs die Bevölkerungszahl auf 3.518 im Jahr 2011.[3]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Der Gemeinderat setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen: ÖVP 14 Sitze, FPÖ 5 Sitze, SPÖ 4 Sitze und GRÜNE 2 Sitze.

Bürgermeister ist Gerhard Baumgartner (ÖVP), 1. Vizebürgermeisterin ist Susanne Walter (ÖVP) und 2. Vizebürgermeister ist Gregor Binder (FPÖ).[4]

WappenBearbeiten

Blasonierung:

In Rot auf grünem, gewelltem Wasser ein silbernes Brunnenhaus, bestehend aus drei Stufen und einem Brunnengrand; vier Säulen tragen einen Balken, der von zwei Bogen überwölbt und einem kugelförmigen Knauf bekrönt wird. Aus einem schwarzen, kreisrunden Loch des dem Brunnengrand vorgebauten Abflusses ergießt sich eine grüne Quelle.

Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Grün.

Das Wappen wurde Bad Schallerbach kurz nach der Markterhebung 1946 verliehen. Es zeigt das 1932 errichtete Brunnenhaus der Schwefelthermalquelle, der der Ort seine Bedeutung als Heilbad verdankt.[5]

GemeindepartnerschaftBearbeiten

Belgien  Koksijde (Belgien)

Die älteste Gemeindepartnerschaft Österreichs besteht seit 1955 mit der belgischen Gemeinde. Jährlich findet in den Sommerferien ein Austauschprogramm statt, es dürfen Jugendliche beider Orte mit einem Leiter nach Wanze und Konz oder nach Bad Schallerbach fahren.[6]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Der Hauptwirtschaftsbereich von Bad Schallerbach liegt im Tourismus (Kurbetrieb und Fremdenverkehr).

KurbetriebBearbeiten

 
Eurotherme Bad Schallerbach

Bad Schallerbach ist ein für sein hochwirksames Schwefelthermalwasser bekannter Kurort. Die Schwefelthermalquelle wurde 1918 erschlossen und zu einem modernen Thermenkomplex, dem Eurothermen Resort Bad Schallerbach, ausgebaut.

BildungBearbeiten

In der Gemeinde gibt es drei Schulen:

  • Eine Volksschule, die seit dem Schuljahr 2018/2019 als Ganztagesschule geführt wird.
  • Eine Neue Mittelschule, die seit 2012 auch eine Tagesbetreuung anbietet.
  • Eine Musikschule, eine Zweigschule der Landesmusikschule Grieskirchen.[7]

VerkehrBearbeiten

  • Auto: Bad Schallerbach hat einen Zubringer zur Innkreis Autobahn A 8.
  • Bus: Der Shuttlebus Kurti (Kurtaxi) fährt seit 2001 täglich in den Zeiträumen 5.50–11.50 und 14.20–17.50 im Halbstundentakt im Ort. Außerdem verkehrt seit 2004 die Buslinie Walli (Wallern Linie) des Nachbarorts Wallern auch in Teilen Bad Schallerbachs. Die Buslinien sind für Inhaber einer Gästekarte und Einheimische von Bad Schallerbach und Wallern mit einer Berechtigungskarte gratis.
  • Es existiert der Bahnhof Bad Schallerbach-Wallern an der Bahnstrecke Wels–Passau.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Magdalenabergkirche: Der Bau der Kirche erfolgte zwischen 1398 und 1423 in gotischem Baustil.
  • Kirche Schönau: Die Kirche diente bis 1950 als Pfarrkirche. In den Jahren 1965/66 erfolgte die Umgestaltung des Innenraumes. Das Mosaik-Altarbild mit Szenen aus dem Leben des Hl. Petrus und andere Kunstwerke stammen vom Tiroler Sakralkünstler Max Spielmann (1906–1984).
  • Pfarrkirche Bad Schallerbach: 1956 Grundsteinlegung, 1958 Einweihung der neuen Pfarrkirche, erbaut nach den Plänen des Architekten Hans Feichtinger (aus Bad Schallerbach); künstlerische Ausgestaltung durch den Innsbrucker Maler Max Spielmann (1906–1984).
  • Rathaus: Das Rathaus wurde 1923–1924 von Mauriz Balzarek (1872–1945), der als bedeutendster Jugendstil-Architekt Oberösterreichs gilt, erbaut. Von ihm wurden in Bad Schallerbach einige Bauten, die Kuranlagen und die Promenade entlang der Trattnach errichtet.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Internationaler Musiksommer: seit 1996 unter der Leitung von Intendant Peter Gillmayr jährlich in Bad Schallerbach; Mit etwa 90 Konzerten pro Jahr zählt diese Veranstaltungsreihe zu den größten und renommiertesten im Land.
  • Schwerpunkte und Reihen: Kurorchester/ Tage der evangelischen Kirchenmusik Wallern/ String Passion/ musica sacra/ Musiksommer Virtuos/ Schallerbach Vokal/ Bad Schallerbacher Herbstlese- wort & ton/ Advent/ Silvestergala.

Das Kurorchester wurde bereits 1926 gegründet, feierte 2006 sein 80-jähriges Bestehen und spielt vom Muttertag bis Ende September immer an den Samstag- und Sonntagnachmittagen.

  • Konzerte und Vorträge: mehrmals pro Woche finden diverse Konzerte und Vorträge im Tagungszentrum Atrium (vormals Gästezentrum) statt.

LiteraturBearbeiten

  • Alfred Rockenschaub: Von der Erdölbohrung zum Heilbad – Bad Schallerbach. In: Oberösterreichische Heimatblätter 50(1996)4, S. 390–402, online (PDF; 2.1 MB) im Forum OoeGeschichte.at

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bad Schallerbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Land Oberösterreich: Chronik 1938; abgerufen am 26. Juni 2010
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Bad Schallerbach, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 13. April 2019.
  4. Gemeinde Bad Schallerbach, Politik, Gemeinderat. Abgerufen am 13. April 2019.
  5. Land Oberösterreich: Wappen der Gemeinde Bad Schallerbach
  6. Gemeinde Bad Schallerbach, Unsere Gemeinde, Partnerschaft. Abgerufen am 13. April 2019.
  7. Gemeinde Bad Schallerbach, Institutionen, Schulen. Abgerufen am 13. April 2019.