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Bad Harzburger Dreieck

Autobahndreieck in der Stadt Bad Harzburg in Niedersachsen

Das Bad Harzburger Dreieck (Abkürzung: AD Bad Harzburg, Kurzform: Dreieck Bad Harzburg) ist ein Autobahndreieck in der Stadt Bad Harzburg in Niedersachsen. Es verbindet die Bundesautobahn 369 (Vienenburg – Bad Harzburg) mit den Bundesstraßen 4 (Bad Harzburg – NordhausenErfurt) und 6 (HildesheimGoslar – Bad Harzburg).

Bad Harzburger Dreieck
A369 B4 B6
Lage
Land: Deutschland
Bundesland: Niedersachsen
Koordinaten: 51° 54′ 31″ N, 10° 33′ 14″ OKoordinaten: 51° 54′ 31″ N, 10° 33′ 14″ O
Höhe: 205 m ü. NN
Basisdaten
Bauart: Dreieck
Brücken: 1 (Autobahn)
Baujahr: 1982
Die Bundesstraße 6 kurz vor dem AD Bad Harzburg
Die Bundesstraße 6 kurz vor dem AD Bad Harzburg

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Das Dreieck liegt auf einer Höhe von ca. 205 m ü. NHN.[1] Unterflossen wird das Dreieck von dem Hüttenbach, ein Nebenfluss der Radau. Unmittelbar nordwestlich liegt die Wohnstätte Gut Radau und der Auwald Radauer Holz, südlich der Ortsteil Westerode und westlich die Ortsteile Schlewecke und Harlingerode.

Bauform und AusbauzustandBearbeiten

Der von der einmündenden in die ausgehende B6 mündende und der von der endenden B4 in die einmündende B6 führende Arm sind zweispurig ausgelegt, die anderen Verbindungsrampen einspurig. Alle einmündenden Straßen sind vierspurig und mindestens autobahnähnlich ausgebaut. Der Verlauf der B6 ist somit als TOTSO angelegt.

Das Bad Harzburger Dreieck wurde als linksgeführte Trompete errichtet. Nur 400 Meter südlich schließt sich die Anschlussstelle Westerode an, die nur in Nordrichtung Rampen besitzt.

VerkehrsaufkommenBearbeiten

Von Nach Durchschnittliche
tägliche Verkehrsstärke
Anteil
Schwerlastverkehr[2][3][4]
2005 2010 2015 2005 2010 2015
AS Goslar-Oker (B 6) Bad Harzburger Dreieck 16.800 17.300 17.600 7,4 % 13,8 % 09,4 %
Bad Harzburger Dreieck AS Harlingerode (A 369) 21.100 21.000 19.900 8,1 % 10,6 % 10,2 %
Bad Harzburger Dreieck AS Westerode (B 4) 15.800 11.900 12.600 8,2 % 09,3 % 10,1 %

GeschichteBearbeiten

1972 wurde das erste Teilstück der damaligen Bundesautobahn 395 errichtet, welches über 5,9 Kilometer zwischen der nur wenige hundert Meter südlich des Dreiecks gelegenen AS Bad Harzburg–Westerode und der AS Osterwieck/Vienenburg verläuft.[5] Eine Netzkarte des Bundesverkehrsministeriums aus dem Jahre 1976 zeigt eine Ausführung des Bad Harzburger Dreiecks als Autobahnkreuz zwischen der ehemals geplanten BAB 369 und der früheren Planung der BAB 36 auf, deren Verlauf war von der innerdeutschen Grenze nördlich von Eckertal über eine etwas nördlich gelegenere Umgehung Goslars und Lutter am Barenberge bis zu Bockenem und von dort aus weiter nach Hameln in Richtung Ostwestfalen vorgesehen.[6] Diese Planung wurde jedoch zugunsten eines vierstreifigen Neubaus der Bundesstraße 6 von Goslar zum Südende der ehemaligen und künftigen BAB 369 aufgegeben, die zwischen 1983 und 1987 realisiert wurde. In deren Zuge erfolgte auch 1983 die Errichtung des Bad Harzburger Dreiecks.[7]

Am 10. Januar 2018 wurde die Aufstufung der Bundesstraße 6 nördlich des Dreieck zur Bundesautobahn 369 angekündigt und am 1. Januar 2019 vollzogen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. LGLN: Metadatenerfassung Niedersachsen
  2. Manuelle Straßenverkehrszählung 2005. (PDF; 1,2 MB) Ergebnisse auf Bundesstraßen (freie Strecken). Bundesanstalt für Straßenwesen, 2. April 2007, abgerufen am 15. März 2019.
  3. Manuelle Straßenverkehrszählung 2010. (PDF; 936 KB) Ergebnisse auf Bundesstraßen. Bundesanstalt für Straßenwesen, 22. Dezember 2011, abgerufen am 15. März 2019.
  4. Manuelle Straßenverkehrszählung 2015. (PDF; 810 KB) Ergebnisse auf Bundesstraßen. Bundesanstalt für Straßenwesen, 31. August 2017, abgerufen am 15. März 2019.
  5. Neubau von Bundesautobahnen. Zusammenstellung der Verkehrsfreigaben 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 12. Januar 2018.
  6. Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1976. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1974. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 12. Januar 2018 (Kartenausschnitt).
  7. Google Timelapse