Aremark

Kommune in Østfold in Norwegen

Aremark ist eine Kommune im norwegischen Fylke Viken. Die Kommune hat 1315 Einwohner (Stand: 1. Januar 2022). Verwaltungssitz ist die Ortschaft Fossby.

Wappen Karte
Wappen der Kommune Aremark
Aremark (Norwegen)
Aremark
Basisdaten
Kommunennummer: 3012
Provinz (fylke): Viken
Verwaltungssitz: Fossby
Koordinaten: 59° 15′ N, 11° 43′ OKoordinaten: 59° 15′ N, 11° 43′ O
Fläche: 319,27 km²
Einwohner: 1.315 (1. Jan. 2022)[1]
Bevölkerungsdichte: 4 Einwohner je km²
Sprachform: Bokmål
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Håkon Tolsby (Sp) (2019)
Lage in der Provinz Viken
Lage der Kommune in der Provinz Viken

GeografieBearbeiten

 
Blick auf den See Aremarksjøen

Aremark liegt im Südosten des Fylkes Viken an der Grenze zu Schweden. Die Gemeinde grenzt auf norwegischer Seite an Halden im Süden und Westen, Rakkestad im Nordwesten und an Marker im Norden. In der Kommune liegen mehrere Seen, zu den größeren gehören Aspern und Ara (auch Aremarksjøen). Des Weiteren liegt der südliche Bereich des Sees Øymarksjøen im Norden von Aremark und auf der Grenze zu Schweden befindet sich der See Store Le (schwedisch Stora Le).[2] Bis auf den Store Le sind fast alle Gewässer Teil des Flusssystems Haldenvassdraget.[3] Die Gesamtfläche der Kommune beträgt 319,27 km², wobei Binnengewässer zusammen 37,33 km² ausmachen.[4] Etwa 80 Prozent der Fläche sind mit Wald bedeckt.[3]

Die Erhebung Høgestang im Süden des Gemeindeareals stellt mit einer Höhe von 274,63 moh. den höchsten Punkt der Kommune Aremark dar.[5]

EinwohnerBearbeiten

Die Einwohner leben größtenteils entlang den Seen und Flüssen des Haldenvassdragets, mit einer stärkeren Konzentration im Norden Aremarks. Südöstlich des Ara-Sees liegt etwa die Ortschaft Fossby.[3] In der gesamten Gemeinde liegen keine Tettsteder, also keine Ansiedlungen, die für statistische Zwecke als eine Ortschaft gewertet werden.[6] In den 1960er-Jahren begannen die Einwohnerzahlen zu schrumpfen. Dies lag vor allem an der rückläufigen Anzahl an Arbeitsplätzen in der Land- und Forstwirtschaft. Während Aremark 1950 noch Einwohner hatte, lag die Zahl 1970 nur noch bei 1353. Anschließend begann die Zahl bis etwa 2000 wieder leicht anzuwachsen und sich zu stabilisieren. Anschließend folgte ein erneuter Rückgang.[3]

Die Einwohner der Gemeinde werden Aremarking genannt.[7] Offizielle Schriftsprache ist wie in vielen Kommunen in Viken Bokmål, also die weiter verbreitete der beiden norwegischen Sprachformen.[8]

Jahr 1986 1990 1995 2000 2005 2010 2015 2020
Einwohnerzahl[9] 1506 1493 1466 1451 1425 1424 1406 1325

GeschichteBearbeiten

 
Holmgill kirke

Die Kommune Aremark wurde im Rahmen der Einführung der lokalen Selbstverwaltung im Jahr 1837 gegründet. Zum 1. Juli 1903 wurde Øymark von Aremark abgespalten und eine eigene Kommune. Øymark hatte bei seiner Gründung 1832 Einwohner, Aremark verblieb mit 1881 Personen. Øymark ging zum Jahresbeginn 1964 in der Kommune Marker auf.[10] Bis zum 31. Dezember 2019 gehörte Aremark der damaligen Provinz Østfold an. Sie ging im Zuge der Regionalreform in Norwegen in die zum 1. Januar 2020 neu geschaffene Provinz Viken über.[11]

Die Aremark kirke ist eine Kirche aus dem Jahr 1861.[12] Im Jahr 1902 erbaut wurde die Holmgill kirke. Es handelt sich dabei um eine Holzkirche.[13]

In Aremark befindet sich bei der Middle Farm am Hof Fang die Steinkiste von Søndre Fange.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Der Fylkesvei 21 führt vom Südwesten kommend in nördliche Richtung durch die Kommune. Die Straße stellt die Verbindung zu Halden her. Im Süden am Südufer des Aspern entlang verläuft in West-Ost-Richtung der Fylkesvei 106 nach Schweden.[2]

WirtschaftBearbeiten

Wichtigste Wirtschaftsbereiche der Kommune sind die Land- und Forstwirtschaft. In der Landwirtschaft ist vor allem der Anbau von Getreide verbreitet. In der Tierhaltung sind vor allem Rinder und Hühner verbreitet. Von eher geringer Bedeutung ist die Industrie, wo nur ein kleiner Teil der Arbeitsplätze verortet ist.[3] In der Kommune befindet sich das Wasserkraftwerk Strømsfoss kraftverk. Es wurde 1994 in Betrieb genommen und hatte bis 2010 eine jährliche Durchschnittsproduktion von 2,5 GWh.[14] Im Jahr 2020 arbeiteten von über 650 Arbeitstätigen nur etwa 220 in Aremark selbst, 255 waren in der Nachbarkommune Halden tätig. Der Rest verteilte sich auf Kommunen wie Sarpsborg und Marker.[15]

WappenBearbeiten

Das seit 1986 offizielle Wappen von Aremark zeigt zwei blaue Elche auf silbernen Hintergrund. Damit soll gezeigt werden, dass der Wald mit seinem hohen Elchbestand eine große Rolle für die Kommune spielt.[3]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Aremark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 07459: Population, by sex and one-year age groups (M) 1986 - 2022. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 26. Februar 2022 (englisch).
  2. a b Aremark kommune. In: Norgeskart. Abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch).
  3. a b c d e f Geir Thorsnæs: Aremark. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch).
  4. 09280: Areal (km²), etter arealtype, statistikkvariabel, år og region. In: Statistisk sentralbyrå. Abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch).
  5. Høgaste fjelltopp i kvar kommune. Kartverket, 10. September 2021, abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch (Nynorsk)).
  6. Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 26. Oktober 2021 (englisch).
  7. Innbyggjarnamn. Språkrådet, abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch (Nynorsk)).
  8. Forskrift om målvedtak i kommunar og fylkeskommunar (målvedtaksforskrifta). In: Lovdata. 6. Januar 2020, abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch).
  9. Population. Municipalities, pr. 1.1., 1986 - latest year. In: ssb.no. Abgerufen am 31. Januar 2022 (englisch).
  10. Dag Juvkam: Historisk oversikt over endringer i kommune- og fylkesinndelingen. (PDF) In: Statistisk sentralbyrå. 1999, abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch).
  11. Kommunal- og moderniseringsdepartementet: Nye kommune- og fylkesnummer fra 2020. In: regjeringen.no. 27. Oktober 2017, abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch).
  12. Aremark kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch).
  13. Holmgill kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch).
  14. Strømsfoss. In: NVE. Abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch).
  15. Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 31. Januar 2022 (norwegisch).