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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ötigheim
Ötigheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ötigheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 53′ N, 8° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Rastatt
Höhe: 124 m ü. NHN
Fläche: 10,97 km2
Einwohner: 4733 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 431 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76470
Vorwahl: 07222
Kfz-Kennzeichen: RA, BH
Gemeindeschlüssel: 08 2 16 039
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 3
76470 Ötigheim
Website: www.oetigheim.de
Bürgermeister: Frank Kiefer (CDU, angetreten als unabhängiger Kandidat)
Lage der Gemeinde Ötigheim im Landkreis Rastatt
RheinFrankreichRheinland-PfalzEnzkreisSinzheimSinzheimSinzheimBaden-BadenBaden-BadenBaden-BadenBaden-BadenBaden-BadenKarlsruheLandkreis CalwLandkreis FreudenstadtLandkreis KarlsruheLandkreis KarlsruheOrtenaukreisOrtenaukreisOrtenaukreisAu am RheinBietigheimBischweierBühlertalBühlertalBühlertalBühl (Baden)DurmersheimElchesheim-IllingenForbach (Baden)GaggenauGernsbachHügelsheimIffezheimKuppenheimLichtenau (Baden)LoffenauMuggensturmMuggensturmÖtigheimOttersweierOttersweierRastattRheinmünsterRheinmünsterRheinmünsterRheinmünsterSinzheimSteinmauernWeisenbachRheinKarte
Über dieses Bild
Luftaufnahme

Ötigheim ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Rastatt. Zur Gemeinde Ötigheim gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Ötigheim liegt rund fünf Kilometer nordöstlich von Rastatt in der Oberrheinischen Tiefebene. Der Ort liegt am Federbach.

Die unmittelbaren Nachbargemeinden sind Bietigheim und Steinmauern.

GeschichteBearbeiten

Das „Telldorf“ oder auch Etje, wie es im Volksmund genannt wird, wurde im Jahre 788 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und ist somit über 1200 Jahre alt. Ötigheim ist besonders durch sein 100 Jahre altes Freilichttheater über die Grenzen Badens bekannt. Das Theater heißt Tellplatz, nach Wilhelm Tell benannt, einem der ersten aufgeführten Stücke. Ein Teil der Gemeinde wirkt noch immer als Laienschauspieler mit.

ReligionenBearbeiten

 
Kapelle
  • römisch-katholisch: 2.953
  • evangelisch: 647

Da die Reformation an Ötigheim vorbeiging, ist die Gemeinde auch heute noch vorwiegend römisch-katholisch geprägt. Die heutige katholische St.-Michael-Kirche wurde nach Plänen von Friedrich Weinbrenner erbaut und 1831 geweiht. Die wenigen evangelischen Gläubigen hingegen werden von Bietigheim aus geistlich versorgt.

PolitikBearbeiten

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Rastatt.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Ötigheim hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,0 %
40,9 %
8,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+12,9 %p
-3,8 %p
-9,1 %p
FW Freie Wählergemeinschaft 51,0 7 38,1 6
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,9 6 44,7 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 8,1 1 17,2 2
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 65,2 % 60,6 %

BürgermeisterBearbeiten

  • 1945–1955: Eugen Reuter (CDU)
  • 1976–2013: Werner Happold (CDU)
  • seit 1. Juli 2013: Frank Kiefer (CDU, angetreten als unabhängiger Kandidat[2])[3]

GemeindeverbandBearbeiten

Die Gemeinde Ötigheim ist Mitglied des Gemeindeverbandes MÖBS.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot ein aufrechter goldener Doppelhaken.“

Der erste Abdruck (1495) erscheint in einer vom Schultheiß und Ortsgericht ausgestellten Beglaubigung. Seitdem blieb das unveränderte Siegelbild der Doppelhaken (auch „Wolfseisen“ oder „Wolfsangel“ genannt), den man auf ein altes Fleckenzeichen zurückführen darf. Nach Einführung der Gemeindeverfassung wurde die gleiche Figur in den Gemeindesiegeln benutzt und seit etwa 1825 wappenmäßig in einem ovalen Schild gezeigt, der dem Zeitgeschmack entsprechend mit Blätterkranz und Palmblättern dekoriert ist. 1901 wurden die auf das badische Schrägbalkenwappen anspielenden Farben amtlich für das jetzige Gemeindewappen gebilligt.[4]

PartnerschaftenBearbeiten

Die Gemeinde Ötigheim unterhält partnerschaftliche Beziehungen

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

TheaterBearbeiten

 
Volksschauspiele

Seit 1906 besteht die große Freilichtbühne Ötigheim mit 4.000 überdachten Sitzplätzen. Die Freilichtbühne feierte 2006 ihr 100-jähriges Bestehen. Betrieben wird die Bühne als Laienspiel vom Verein Volksschauspiele Ötigheim e. V. Die vom Gründer der Freilichtbühne, Geistlicher Rat Monsignore Josef Saier, entwickelte künstlerische und kulturpolitisch-christliche Linie gilt als verbindliches Vermächtnis.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Ein großer Arbeitgeber auf Ötigheimer Gemarkung ist der Rastatter Entwässerungsrinnenhersteller Hauraton, der in Ötigheim einen Produktions- und Logistikstandort unterhält.

VerkehrBearbeiten

Ötigheim ist durch die Bundesstraße 36 (MannheimLahr/Schwarzwald) an das überregionale Straßennetz angebunden. Auf der Bahnstrecke Karlsruhe–Durmersheim–Rastatt verkehren die Linien S 7 und S 8 der Stadtbahn Karlsruhe. Die Bundesstraße 3 passiert ebenfalls die Gemeindegemarkung.

BildungBearbeiten

Die einzige weiterführende Schule in Ötigheim ist die Brüchelwaldschule, eine Hauptschule. Zudem gibt es in Ötigheim noch eine Grundschule sowie drei Kindergärten.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ötigheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. http://www.frankkiefer.de/index.php/ueber-mich
  3. http://www.oetigheim.de/pb/,Lde/464825.html
  4. Klemens Stadler: Deutsche Wappen. Band VIII: Baden-Württemberg Seite 83. Mit Zeichnungen von Max Reinhart. Angelsachsen-Verlag Bremen, 1971.

LiteraturBearbeiten

  • Martin Walter: 100 Jahre Volksschauspiele Ötigheim. „Volk spielt fürs Volk“. Ubstadt-Weiher: verlag regionalkultur, 2006. ISBN 978-3-89735-432-6.
  • Kurt Wagner: Ötigheim im Wandel der Zeiten (Bildband). Herausgeber: Gemeinde Ötigheim, 1987.