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Klemens Stadler

deutscher Archivar und Heraldiker

Josef Klemens Stadler (* 23. Februar 1908 in München; † 25. August 1975 ebenda[1]) war ein deutscher Archivar und Heraldiker.

Stadler trat 1933 in den bayerischen Archivdienst ein. Im Anschluss an die Staatsprüfung wurde er 1936 Leiter des Sachgebiets Heraldik beim Bayerischen Hauptstaatsarchiv und später zum Oberarchivdirektor ernannt.

Er ist Verfasser zahlreicher Veröffentlichungen über das kommunale Wappenwesen und kulturgeschichtlicher Abhandlungen.

Für sein achtbändiges Werk Deutsche Wappen/Bundesrepublik Deutschland (Bremen 1964–1972) wurde dem Verfasser, Oberarchivdirektor a. D. Dr. Klemens Stadler in München, im Rahmen des 11. internationalen Kongresses für Genealogie und Heraldik in Lüttich 1972 der neu geschaffene „Internationale Preis Arvid Berghman“ verliehen. Auswahl und Bewertung der Arbeit oblagen dem Büro der internationalen Akademie für Heraldik. Der nach dem 1962 gestorbenen schwedischen Förderer der heraldischen Wissenschaft benannte Preis ist bestimmt für ein Werk über gemeindliches oder bürgerliches Wappenwesen mit überstaatlicher wissenschaftlicher Bedeutung. Er besteht aus einer silbernen Plakette, auf der das Verleihungsjahr, der Name des Preisträgers und der Titel der preisgekrönten Arbeit sowie die Wappen der Akademie und Arvid Berghmans eingraviert sind. Die Stiftungsurkunde von 1971 wurde im Archivum Heraldicum veröffentlicht. Die Übergabe des Preises erfolgte in der königlichen Bibliothek in Stockholm durch den Präsidenten der Stiftung Arvid Berghman.

LiteraturBearbeiten

  • Autorenporträt in: Klemens Stadler: Die Wappen der niederbayerischen Landkreise und Gemeinden. Institut für ostbairische Heimatforschung in Passau, Landshut 1960

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Verein Deutscher Archivare: Der Archivar: Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, Bände 29–30. F. Schmitt, 1976, Seite 351 f.

WeblinksBearbeiten