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Volodymyr Groysman Signature 2014.png
Kyrillisch (Ukrainisch)
Володимир Борисович Гройсман
Transl.: Volodymyr Borysovyč Hrojsman
Transkr.: Wolodymyr Boryssowytsch Hrojsman
Kyrillisch (Russisch)
Владимир Борисович Гройсман
Transl.: Vladimir Borisovič Grojsman
Transkr.: Wladimir Borissowitsch Groisman
Wolodymyr Hrojsman 2016

Wolodymyr Boryssowytsch Hrojsman (* 20. Januar 1978 in Winnyzja, Ukrainische SSR) ist ein ukrainischer Politiker des Blocks Petro Poroschenko und seit dem 14. April 2016 Ministerpräsident der Ukraine.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Wolodymyr Hrojsman schloss 1994 das Gymnasium Nr. 35 in Winnyzja ab und absolvierte eine Lehre zum Schlosser. Von 2000 bis 2003 studierte er Jurisprudenz an der Interregionalen Akademie für Personalmanagement in Winnyzja. 2002 wurde er im Alter von 24 Jahren jüngster Abgeordneter des Stadtrats von Winnyzja. Im November 2005 wurde er zum Sekretär des Stadtrates und im März 2006 zum Bürgermeister der Stadt gewählt. Zu diesem Zeitpunkt war er der jüngste Bürgermeister einer ukrainischen Großstadt. Eine Wahlperiode später wurde er mit 78 % der Stimmen wiedergewählt und hatte das Amt des Bürgermeisters bis zum 27. Februar 2014 inne. Von 2004 bis 2010 war er Mitglied der mittlerweile unbedeutend gewordenen Partei Unsere Ukraine, von 2010 bis 2014 Mitglied der Regionalpartei Gewissen der Ukraine, die seit 2007 nicht bei Parlamentswahlen angetreten ist. Im Februar 2010 absolvierte er das Master-Programm Der nationalen Akademie der staatlichen Verwaltung unter dem Präsidenten der Ukraine in der Spezialität "Verwaltung der öffentlichen Entwicklung «mit der Spezialisierung»Verwaltung auf regionaler und lokaler Ebene".[1]

 
Hrojsman mit Ministerpräsident Jazenjuk bei dessen gescheitertem Rücktritt (2014)

Am 27. Februar 2014 wurde er wenige Tage nach der Absetzung von Präsident Wiktor Janukowytsch zum zweiten stellvertretenden Ministerpräsidenten der neuen ukrainischen Regierung unter Arsenij Jazenjuk sowie zum Minister für Regionalentwicklung ernannt.[2][3] Als die Werchowna Rada im Juli 2014 Jazenjuks Rücktritt nicht annehmen wollte, amtierte Hrojsman vom 25. bis zum 31. Juli als geschäftsführender Ministerpräsident. Bei der Parlamentswahl am 26. Oktober 2014 wurde er auf Listenplatz vier der Partei Block Petro Poroschenko zum Abgeordneten gewählt. Am 27. November 2014 wurde er Präsident des neuen Parlaments und legte seine Regierungsämter am 2. Dezember nieder.[4]

Nach dem Rücktritt Jazenjuks infolge einer Regierungskrise wurde Hrojsman von der Werchowna Rada am 14. April 2016 mit 257 Stimmen als 38-Jähriger zum jüngsten Ministerpräsidenten in der Geschichte der Ukraine gewählt[5] und stellte am selben Tag sein neues Kabinett vor.[6]

PrivatesBearbeiten

Wolodymyr Hrojsman ist ein Angehöriger der jüdischen Minderheit der Ukraine und der erste Ministerpräsident des Landes jüdischer Herkunft.[7] Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes und zweier Töchter.[2]

EhrungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wolodymyr Hrojsman – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Гройсман Владимир. 15. Dezember 2018, abgerufen am 22. Dezember 2018 (ru-RU).
  2. a b Profil Wolodymyr Hrojsman auf "Offizielle Ukraine heute"; abgerufen am 12. April 2016 (ukrainisch)
  3. Rettet dieser junge Management-Profi die Ukraine? in Die Welt vom 12. April 2016; abgerufen am 12. April 2016
  4. Ukraine: Jazenjuk bleibt Regierungschef bei Spiegel Online, 27. November 2014 (abgerufen am 28. November 2014).
  5. Ukraine: Hrojsman als Regierungschef fix in ORF.at vom 14. April 2016; abgerufen am 14. April 20
  6. Webpräsenz des Ministerkabinetts der Ukraine; 14. April 2016; abgerufen am 14. April 2016
  7. Ukrainian president taps Jewish politician to be next prime minister am 14. April 2016, abgerufen 25. Mai 2016
  8. Dekret des Präsidenten der Ukraine Nr. 417/2012 vom 27. Juni 2012; abgerufen am 12. April 2016 (ukrainisch)
  9. Wolodymyr Hrojsman erhielt den Staatspreis der Republik Polen auf Myvin vom 11. November 2011; abgerufen am 12. April 2016 (ukrainisch)
  10. Dekret des Präsidenten der Ukraine Nr. 584/2008 vom 26. Juni 2008; abgerufen am 12. April 2016 (ukrainisch)