Iberian Wolf AdF 001.jpg
Ein Wolf wird nach Ausstattung mit einem Senderhalsband wieder in die Freiheit entlassen
Der regelmäßig zu beobachtende Aufenthalt an Gewässern sichert die Versorgung der Tiere mit Trinkwasser.
Wolfslosung enthält häufig einen sichtbaren Anteil an Haaren aus dem Fell der Beutetiere.[1]
Das Monitoring ermöglicht es, den Erhaltungszustand der Populationen festzustellen. Im Idealfall ergibt sich mithilfe der Daten aus dem Monitoring als Meßfühler (grün) ein Regelkreis mit Rückkopplung zu Schutzstatus und Wildtiermanagement.[2]

Wolfsmonitoring ist ein Teilbereich des Biomonitorings und beinhaltet die Beobachtung, Aufzeichnung und statistische Erfassung von Vorkommen wildlebender Wölfe innerhalb und außerhalb von Naturschutzgebieten sowie die Erhebung und Bereitstellung detaillierter Daten. Die FFH-Richtlinie verpflichtet die EU-Staaten zum Monitoring streng geschützter Arten, um den Erhaltungszustand der Populationen zu überwachen. In Deutschland sind die Bundesländer für das Wolfsmonitoring zuständig, während die Bundesregierung zu Berichten an die EU verpflichtet ist.[3] Die Leitung hat in Deutschland das LUPUS – Institut für Wolfsmonitoring und -forschung.

AufgabenbereicheBearbeiten

Zum Wolfsmonitoring zählt das Erfassen der Anzahl der Wölfe in den einzelnen Lebensräumen. Dabei wird unterschieden zwischen Durchzüglern, standorttreuen Wölfen, Einzeltieren, reproduzierenden Paaren und Rudeln. Die Besiedlung neuer Gebiete erfolgt über Einzeltiere, zu denen jederzeit ein zweites dazu kommen kann. Daher werden vom Bundesamt für Naturschutz längerfristige Besiedlungen durch Einzeltiere auch zu den lokalen Population gezählt.[4] Rudelbildung, Rudelgrößen und Reproduktionsraten sollen registriert werden. Die Reviergrößen der Rudel werden ermittelt sowie die Wanderwege von Tieren, die ihr Herkunftsrudel verlassen haben.[5] Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand der Wölfe werden dokumentiert, soweit die Individuen in Augenschein genommen werden können (Fachbegriff: ansprechen) oder Aufnahmen von Fotofallen und Wildkameras vorliegen. Ein wichtiger Bestandteil ist Registrieren von Wolfsnachweisen.[6][7][8][9][10] Geschlecht und Abstammung können auch durch DNA-Analyse ermittelt werden.[11][12][13][14] Zu den Methoden der Verhaltensbeobachtung gehört die Besenderung einzelner Tiere.[15] Bei Totfunden erfolgt meist eine Obduktion. Die Herkunft des Tieres und die Todesursache werden eingetragen.[16][17] Auf diese Weise entstehen detaillierte Tabellen mit Eintragungen sämtlicher Wolfsnachweise sowie Verbreitungskarten, die sich auf den jeweiligen Monitoringzeitraum beziehen.[18][19][20][21][22][23][24][25][26] Zu den Aufgaben des Monitorings gehört auch, Weidetierhalter über neue Wolfsvorkommen zu informieren, damit sie Herdenschutzmaßnahmen ergreifen können. Die Auswirkungen von Wolfsrissen an Wildtieren auf den Tourismus finden ebenfalls Beachtung.[27]

Ziele des MonitoringsBearbeiten

Populationsbiologische ForschungBearbeiten

Das Wolfsmonitoring dient wissenschaftlichen Zwecken, besonders den populationsbiologischen und populationsgenetischen Forschungen zur Entwicklung der Wolfsbestände (demographisches Monitoring)[28][29][30][31] und der Erforschung der Verhaltensökologie im Rahmen von Langzeitstudien.[32][33][34][35][36][37][38][39] Hierzu zählen Untersuchungen zur Jagdweise und Auswahl der Beutetierarten.[40] Landschaftsbezogene genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass es genetisch unterschiedliche Wolfspopulationen gibt, die durch evolutionäre Anpassung an bestimmte Lebensräume und Spezialisierung auf darin vorkommende Beutearten entstanden sind. Nachdem manche Wolfsunterarten für lange Zeit in Refugialräume zurückgedrängt worden waren, begann eine Wiederausbreitung. Aus den genetischen Daten können die Entstehung der Reliktpopulationen und der Verlauf der Wiedereinwanderung in andere Gebiete rekonstruiert werden. Die Reproduktionsraten, die Wachstumsgeschwindigkeiten der Wolfspopulationen, werden ermittelt.

Bei den Wölfen in Deutschland geht man derzeit – je nach Quelle – von einer jährlichen Wachstumsrate von 33 bis 35 % aus, wobei ständig neue Wolfsterritorien hinzukommen.[41][42][43]

Die Populationsstrukturen und die Populationsdynamik werden mithilfe der verschiedenen Formen von Wolfsnachweisen einschließlich nicht-invasiver genetischer Methoden analysiert. Letztere sind zudem geeignet Hybridisierung zwischen Wölfen, Kojoten und Haushunden festzustellen.

Schutz echter WildtierpopulationenBearbeiten

ErhaltungszustandBearbeiten

Infolge von Mensch-Raubtier-Konflikten in Form von Schäden an Haustieren wurden vor der Unterzeichnung der Berner Konvention und des Washingtoner Abkommens die Wölfe in einigen ehemals großen Verbreitungsgebieten zu isolierten Reliktpopulationen dezimiert. Die Populationen in Europa haben sich in den 40 Jahren strengen Schutzes erholt.[44] Durch das Wolfsmonitoring wird festgestellt, in welchem Umfang der genetische Austausch zwischen den verschiedenen Wolfspopulationen wieder stattfindet.[45] So sind heute bei den Wölfen in Deutschland Zuwanderungen aus Polen aber auch Rückwanderungen Richtung Osten häufig. In Bayern gab es Nachweise von Wölfen aus der Alpen-Abruzzen-Population, in Baden-Württemberg wurde der ebenfalls daher stammende Wolfsrüde GW 883 m nachgewiesen.[46][47][48] Der Genfluss zwischen den Populationen ist für den Erhaltungszustand bedeutsam, für den eine lebensfähige Population vorhanden sein muss. Luigi Boitani versteht darunter eine Population mit einer Mindestanzahl an Individuen, die für das Überleben dieser Population erforderlich ist, in einem Areal mit einer Mindestgröße, das die Erhaltung der Population ermöglicht.[49] Bei einer isolierten Population ist eine höhere Anzahl von Individuen erforderlich, während bei Populationen, die mit anderen im genetischen Austausch stehen, eine geringere Individuenzahl ausreicht, um den Fortbestand einer lebensfähigen nicht von Inzuchtdepression betroffenen Population zu gewährleisten. Ist eine Wolfspopulation mit anderen so vernetzt, dass die Zuwanderer genetische und demographische Wirkung haben, kann ein Bestand von mehr als 250 erwachsenen Tieren ausreichen, um als „nicht gefährdet“ eingestuft zu werden. Eine dementsprechende Übertragung von der Liste der streng geschützten Arten im Anhang IV der FFH-Richtlinie in die Liste der geschützten Arten im Anhang V erfordert eine Abstimmung auf Bundesebene mit den Nachbarländern und bedarf der Zustimmung der EU-Kommission.[50][51][52][53][54][55]

Die Aufzeichnungen des Wolfsmonitorings dienen zudem als Feedback für die IUCN, bei der die Einträge von Tierarten in der Roten Liste in entsprechende Kategorien erfolgen (least concern, near threatened, vulnerable, endangered, critically endangered, extinct in the wild).[56] Die EU-Kommission benötigt die aktuellen Daten, um ggf. den Schutzstatus entsprechend anzupassen.[57][58] Die Mitgliedsstaaten überwachen den Erhaltungszustand natürlicher Lebensräume mit ihren prioritären Arten und richten ein Monitoringsystem ein, um die Erfassung von im Anhang IV und V gelisteten Tierarten sowie illegale und ausnahmsweise legale Tötungen zu registrieren.[59][60]

Bei Caniden vorkommende ansteckenden Krankheiten wie Räude,[61] Staupe und Hundebandwurm werden registriert, die unbehandelten Verläufe werden beobachtet. Die Übertragungswege an sich sind bekannt, aber in Fallstudien werden die jeweiligen Infektionsquellen ermittelt und die krankheitsbedingte Sterberate und Überlebensrate erfasst. Im Yellowstone-Nationalpark gibt es an Räude erkrankte besenderte Wölfe. Dort beobachtet man auch die Auswirkungen der Infektion auf die Fortpflanzung und das Sozialverhalten.[62][63][64][65][66][67][68] In Deutschland im Landkreis Görlitz hat ein an Räude erkrankter Wolf zwei Hunde getötet. Das Landratsamt Görlitz erteilte eine Abschussgenehmigung, sodass einem weiteren Erbeuten von Hunden entgegengewirkt und der Wolf von seinen Qualen erlöst wurde.[69][70]

Gefahr der HybridisierungBearbeiten

 
Hybriden in Ostpolen im Wildlife Park Kadzidłowo. Links: Elterntiere: weiblicher Wolf und männlicher Polnischer Spaniel; rechts: Elterntiere: weiblicher Wolf und westsibirischer Laika.[71][72]

In den Randgebieten von Wolfspopulationen, aber auch in Gebieten, in denen sich Wolfsvorkommen und Hundehaltung überschneiden, kann Hybridisierung die Erhaltung der Wildform gefährden. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Verpaarungen zwischen Wölfen und Haushunden kommt, hängt unter anderem von der Populationsdichte ab. Bei hoher Populationsdichte ist sie gering, höher ist sie bei einer kleinen fragmentierten Population, aus der Jungwölfe in wolfsleere Gebiete abwandern und in der Paarungszeit keinen Geschlechtspartner der Wildform aufspüren können,[73][74][75] stattdessen aber frei laufende Hütehunde oder im Freien gehaltene Hofhunde, seltener auch Herdenschutzhunde, die sich unter Pflichtvernachlässigung mit Wölfen anfreunden,[11][76][77] oder streunende Hunde, die wie Wölfe in Wäldern leben, dann entstehen Wolf-Haushund-Hybriden wie beispielsweise im Naliboki Wald im Westen Weißrusslands unweit der polnischen Grenze.[78][79] Die Ursache für einen höheren Hybridisierungsgrad in manchen Gebieten Osteuropas liegt in der Anzahl streunender Hunde.[80] Auch Gene von entlaufenen Tschechoslowakischen Wolfhunden oder gezüchteten Wolf-Hund-Hybriden können – unerwünscht – in die Wildpopulation einfließen.[81] Eine Gefährdung der Wildtierpopulation durch Wolfshybriden hängt davon ab, wie hoch bzw. gering bei ihnen der Anteil an Hundegenen ist.[82]

Illegale Züchtung und illegaler Handel mit Wildtieren sollen durch Schutzbestimmungen unterbunden werden. Daher gelten auch für Wildtier-Haustier-Hybriden Schutzbestimmungen und zwar bis zur vierten Nachkommengeneration (F4-Generation). Wenn ein Elternteil zu einer streng geschützten Art gehört, muss für die Entnahme solcher Tiere aus der freien Wildbahn eine naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erteilt werden.[83]

"Aus Sicht des internationalen Artenschutzes sind Hybridisierungen zwischen Wildtierarten und ihren domestizierten Formen, in diesem Fall Wölfen und Haushunden, eindeutig unerwünscht und sollen unter allen Umständen vermieden werden. Wenn es bereits zu Hybridisierungen gekommen ist, gilt es daher, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine weitere Ausbreitung von Haushundgenen in der Wolfspopulation zu verhindern. Vorhandene Hybriden sollten so schnell wie möglich aus der Natur entnommen werden." (DBBW)[84]

"Aus Artenschutzgründen werden Wildtier-Haustier-Mischlinge i. d. R. aus der Natur entfernt, um eine Ausbreitung der Haustiergene in der Wildpopulation zu verhindern. Da Mischlinge rechtlich dem strenger geschützten Elterntier, in diesem Falle also dem Wolf, gleichgestellt sind, ist für ihre Entnahme aus der Natur i. d. R. eine naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erforderlich. Der rechtliche Schutz von Mischlingen dient dazu, reinerbige Individuen geschützter Arten vor einem versehentlichen Abschuss zu bewahren. Internationale Empfehlungen, wie die Recommendation Nr. 173 (2014) der Berner Konvention fordern von den unterzeichnenden Mitgliedsstaaten, eine behördlich überwachte Entnahme von Wolf-Hund-Mischlingen aus Wolfspopulationen sicher zu stellen, wenn deren Hybridstatus wissenschaftlich zweifelsfrei erbracht worden ist." (Kontaktbüro Wölfe in Sachsen 2017)[85]

Von den untersuchten SNP können auch Fellfarbengene auf dem Agouti-Locus von Wölfen, Kojoten und Haushunden Anhaltspunkte für vorausgegangene Hybridisierung liefern.[86][87] Genetische Analysen zeigen, dass das Gen für dominante schwarze Fellfarbe bei echten nordamerikanischen Wölfen von Haushunden stammt. Es ging vor etwa 10000 bis 15000 Jahren ins Wolfsgenom über als die ersten Amerikaner über die Beringstrasse aus Asien nach Alaska und Kanada einwanderten und die ersten Hunde mitbrachten.[88]

Im Ständigen Ausschuss der Berner Konvention wurde 2014 beschlossen, sich des Problems der Hybridisierung anzunehmen.[89] Die genetische Untersuchung der mitochondrialen DNA gibt keinen Aufschluss über eventuelle Hybridisierung, da die mt-DNA nur über die mütterliche Linie vererbt wird (siehe Zygote).[90]

Die Untersuchungsergebnisse des Senckenberg Instituts in Gelnhausen ergaben auf dem Stand von 2014 keine Hinweise auf aktuelle Hybridisierungsereignisse mit Haushunden in Deutschland.[91][92] Carsten Nowak berichtete von genetischer Reinheit des deutschen Wolfbestandes, bei dem sich in den letzten Jahren kein Hinweis auf Vermischung mit Hunde-DNA ergeben habe.[93] Bei 245 vom Monitoring erfassten Würfen seit dem Jahr 2000 ergab sich eine Hybridisierungsrate von unter einem Prozent, ein im internationalen Vergleich geringer Wert. In Südeuropa wurden regional höhere Hybridisierungsraten festgestellt.[94] Das forensische Institut ForGen in Hamburg fand an gerissenen Tieren in einigen Fällen DNA-Spuren, die weder von normalen Haushunden stammten noch eindeutig dem Wolf zuzuordnen waren.[95] Uneinigkeit zwischen Interessengruppen besteht zu der Frage, ob sich in der Gründerpopulation in der Lausitz Wolfshybriden befanden.[96][97][98]

Das Wolfsmonitoring sammelt Daten zu der Frage, ob wildgeborene Wolfshybriden eher zu unerwünschtem Verhalten neigen.

Fälle von Hybridisierung in DeutschlandBearbeiten

2003 hatte eine junge Wölfin bei Neustadt/Spree zusammen mit einem zweiten Wolf ein Territorium etabliert. Im Juli wurden anhand von Fährten neun Welpen nachgewiesen. Mehrere Jungtiere dieses Wurfs hatten die Fellfarben von schwarz-gelben Schäferhunden, es handelte sich somit um neun Hybridwelpen. Ilka Reinhardt vermutete eine Verpaarung der zierlichen Fähe FT-1 "Sunny" mit einem Hund, was sie dahingehend interpretierte, dass es auch in Gegenden ohne verwilderte oder streunende Hunde zu Paarungen zwischen Wölfen und Hunden kommen könne, wenn eine Wölfin keinen nicht verwandten Wolf als Paarungspartner fände. Zwei Hybrid-Welpen wurden im Februar 2004 eingefangen. Der Hybridstatus wurde genetisch bestätigt. Der Genotyp der Mutterfähe FT-1 entsprach den 76 zum Vergleich untersuchten polnischen Wölfen. Die Genotypen der Welpen gruppierten sich in der Clusteranalyse mitten zwischen den Wölfen und 41 untersuchten Haushunden.[99][100][101]

Im Herbst 2017 gingen im Truppenübungsplatz Ohrdruf sechs schwarze Welpen in eine Fotofalle des Geschäftsbereichs Bundesforst der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Wolf-Haushund-Hybriden, die nach den Vorgaben der Berner Konvention aus der Natur entfernt werden müssen.[102][103][104][105] Es wurde diskutiert, ob man sie dem psychischen Stress einer Gehegehaltung aussetzen will oder ob sie getötet werden sollen.[106][107][108] Geplante Einfangaktionen verliefen längere Zeit erfolglos.[109] Die aufgestellten Käfigfallen wurden sowohl von unbekannten Personen als auch von anderen Tieren fehlausgelöst.[110] Das Ministerium berichtete, die Fallen seien regelmäßig zerstört worden.[111] Am 27. März 2018 teilte das Thüringer Umweltministerium mit, dass drei der Hybriden erlegt wurden.[112] Winter 2018/19 und Frühjahr 2019 wurde erneut versucht, die verbliebenen Hybriden zu entnehmen, zumal nun die Gefahr besteht, dass ein Rüde mit seiner Mutter oder einer Wurfschwester Nachkommen zeugt.[113][114] Der aktuelle Nachweis der Fähe ist ein Riss an einem Fohlen.[115] Mitte April 2019 wurde der vierte Hybride geschossen, über den Verbleib der zwei übrigen war einige Zeit nichts bekannt.[116] Dann zeigten Aufnahmen von Fotofallen, dass die Fähe mit einem der männlichen Hybridnachkommen zusammenlebt.[117][118] Im Juli 2019 wurde mit einer Fotofalle ein zweiter Wurf der Ohrdrufer Fähe aufgenommen, offenbar aus einer Inzestverpaarung mit dem mischerbigen Sohn. Der Wurf besteht aus grauen und schwarzen Welpen, im August wurden fünf gezählt.[119] Durch den Nachwuchs steigt der Bedarf an Beutetieren. Laut Rissgutachten wurden im Juli 2019 mehrere Schafe, eine Ziege, ein Kalb und ein Pferd gerissen.[120] Abermals plant das Umweltministerium die Hybridwelpen mit Kastenfallen einzufangen.[121]

WolfsmanagementBearbeiten

Ergebnisse des Wolfsmonitorings werden im Wolfsmanagement und Wildtiermanagement verwendet.[122] Im Rahmen des Monitorings erfolgt auch die die Schadensbegutachtung bei Rissen an Haustieren oder wenn Herdentiere aus einer Weide ausgebrochen sind. Dabei wird versucht, die Ursachen zu analysieren.

 
Wölfe in Niedersachsen: Nutztierrisse im Jahresverlauf

Das niedersächsische Umweltministerium stellt eine Karte von Niedersachsen bereit, auf der die Wolfsrisse mit Orts- und Zeitangabe eingetragen sind.[123] Die Landesjägerschaft Niedersachsen stellte bei den vom Wolf verursachten Nutztierschäden eine Periodizität fest, bei der im Herbst und Winter mehr Übergriffe stattfinden. Mögliche Erklärungen seien die Wurfzeit im Mai, in der die Wölfe ihre Streifgebiete verkleinern, sowie der Nachwuchs bei den anderen Wildtieren, der leichter zu erbeuten ist als adulte Tiere. Gegen den Herbst hin vergrößerten die Wölfe ihre Streifgebiete, die jungen Wildtiere seien herangewachsen und keine leichte Beute mehr, somit stellten leicht verfügbare Nutztiere eine attraktivere Alternative dar.[124]

Das Landesamt für Umwelt Brandenburg veröffentlichte Grafiken mit Rissen und Höhe der Kompensationszahlungen,[125] ebenso Mecklenburg-Vorpommern.[126]

Im Schadensfall wird ein Rissgutachter hinzugezogen.[127][128][129] Risse werden als Nachweise von Wolfsvorkommen verwendet.[130][131] Das Wolfsmonitoring erlaubt die Erstellung von Schadensstatistiken[132][133] und gibt Aufschluss über erforderliche Präventionsmaßnahmen. Im Zusammenhang mit Mensch-Wolf-Konflikten ist wichtig, die Eignung von aus dem Speichel des Raubtiers isolierter DNA zu beurteilen, um den Anspruch auf Entschädigung zu beweisen und um auffällige Individuen zu identifizieren.[134] In einer neueren Studie wurden unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Entnahme von Wölfen hinsichtlich des Effekts auf die Häufigkeit von Übergriffen auf Weidetiere verglichen.[135]

Ein Ziel des europäischen Wolfsmonitorings ist sowohl regional als auch europaweit auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Empfehlungen geben zu können für den Schutz und das Management der Tierart bei Minimierung der Konflikte in besiedelten Räumen mit Weidetierhaltung.[11][136][137][138]

WolfsnachweiseBearbeiten

Entsprechend den vom Bundesamtes für Naturschutz festgelegten Monitoringstandards werden Wolfsnachweise in drei Stufen von C3 bis C1 kategorisiert, wobei die höchste Qualität der C1-Nachweis hat. Die Voraussetzungen im Einzelnen: [139][140]

C1-NachweisBearbeiten

Gesicherter Nachweis durch

Speichelproben liefern nur im frischen Zustand genaue Analyseergebnisse. Bei Speichelproben, die nach 1 bis 24 Stunden genommen wurden, konnten zu 83 % die kompletten Genotypen ermittelt werden, bei nach 48 Stunden genommenen Proben nur noch zu 50 %, von denen aber 7 % nicht korrekt waren, auch wenn 9 PCR-Verfahren einander entsprechende Ergebnisse lieferten.[147]

C2-NachweisBearbeiten

C3-NachweisBearbeiten

  • unbestätigte Hinweise: Wegen unzureichender Indizienlage kann ein Wolf von einer erfahrenen Person weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Dazu zählen Sichtbeobachtungen ohne Fotobeleg; ferner Hinweise, die zu alt sind, unzureichend oder unvollständig dokumentiert, die zu wenig Information enthalten z. B. Spuren ohne ausreichend langen charakteristischen Fährtenverlauf. C3-Nachweise können in „wahrscheinlich“ und „unwahrscheinlich“ unterteilt werden.[153][154][155]

Hinweise auf Wölfe sind bei den zuständigen Stellen der Länder zu melden, um ein flächendeckendes Wolfsmonitoring zu ermöglichen.[156][157] Jeder nachgewiesene Wolf erhält eine Code-Nummer. So können interaktive Karten erstellt werden, die zeigen, an welchen Orten ein bestimmter Wolf bzw. Risse von ihm nachgewiesen wurden.[158] Die Abkürzung GW steht für "Grauwolf". "Grauwolf" ist keine wissenschaftliche Bezeichnung für eine Unterart des Canis lupus, sondern ein Trivialname, sie wird vom Wolfsbüro Lausitz dennoch verwendet.[159] Der Kleinbuchstabe m steht für engl. male männlich, der Kleinbuchstabe f steht für engl. female weiblich.

Genetische UntersuchungenBearbeiten

Die vollständige Sequenzierung des Genoms des Hundes führte zur Identifizierung von annähernd 19000 Genen und über 2,1 Millionen Nukleotid-Polymorphismen (siehe auch Genetische Variation), von denen viele bei Studien an Wolfspopulationen als genetische Marker gelten.[11] Für das Wolfsmonitoring werden drei Anteile des Caniden-Genoms untersucht: Die mitochondriale DNA, anhand derer nur die Abstammung in der mütterlichen Linie festgestellt werden kann, bei Rüden das Y-Chromosom, um Erbgut zu betrachten, das fast ausschließlich aus den väterlichen Linien stammt, außerdem autosomale Mikrosatelliten, die von beiden Elternseiten vererbt wurden und bestimmte Einzel-Nukleotid-Polymorphismen.

So wurde beispielsweise nach dem Fund eines toten Wolfes im Schwarzwald im Sommer 2017 durch die kombinierten Methoden des Monitorings im Nachhinein festgestellt, dass das Tier aus Niedersachsen stammte und ein Nachkomme einer Wolfsfähe aus dem Gartower Rudel war.[160]

Rechtliche Basis und OrganisationBearbeiten

Die Zuständigkeit für das Monitoring liegt in Deutschland bei den Ländern. Zum Teil koordinieren die Landesbehörden das Monitoring mit eigenen Fachleuten selbst. Andere, etwa Sachsen, haben Fachinstitutionen damit beauftragt. Immer mehr nutzen Fachexpertisen länderübergreifend und haben Datenevaluierung oder auch die Organisation des Monitorings an Fachleute vergeben, die schwerpunktmäßig in anderen Ländern arbeiten. Niedersachsen hat das Wolfsmonitoring der Landesjägerschaft (LJN) übertragen.[161] Dieser obliegt seitdem die Datenauswertung sowie die Koordinierung und Anleitung der geschulten Personen.[162] In Sachsen beteiligen sich die Jäger am Aufbau eines Monitoringnetzwerkes.[163] Im Wolfsmanagementplan von Brandenburg wird ebenfalls die Jägerschaft ins Monitoring integriert, da die Belange von Wild, Jagd und Jägern betroffen sind, hier arbeiten der Landesjagdverband und das Landesamt für Umwelt zusammen.[164] In Baden-Württemberg obliegt das Monitoring der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA).[165]

In der Schweiz erstellt das für den Kanton zuständige Amt für Jagd und Fischerei einen Jahresbericht vom Wolfsmonitoring.[166][167]

Naturschutzverbände wie IFAW und NABU, WWF und die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. sowie der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. unterstützen das Wolfsmonitoring.[168]

Probleme bei der ErfassungBearbeiten

Das Wolfsmonitoring kann nur Tiere erfassen, die direkt beobachtet oder von einer Kamera aufgenommen wurden oder für die andere Nachweise vorliegen. Spuren wie gerissene Wildtiere oder Wolfskot (Losung) werden zumindest in einsamen Waldgebieten nur selten entdeckt, so dass manche Wölfe lange unbemerkt bleiben. Die für das Monitoring zuständigen Wolfsbüros, Wolfskompetenzzentren, Wolfsberater und Großkarnivorenbeauftragten, Forstämter und Polizeidienststellen nehmen Hinweise aus der Bevölkerung entgegen, um vorhandene Aufzeichnungen zu ergänzen.[169][170][171] Manchmal ist es notwendig, Einträge rückwirkend zu ändern, wenn ein neues Rudel gemeldet wurde, wenn daraus geschlossen werden muss, dass sich in dem Gebiet im Vorjahr unbemerkt ein Paar aufgehalten hat. So ergaben sich aktuell Änderungen bei den Aufzeichnungen von Wölfen in Deutschland[172]

 
Niedersachsen: Bestandsentwicklung 2012–2020[173]

Aus dem Wolfsgebiet im Landkreis Celle wird von einer Meldemüdigkeit der Jäger berichtet. Dort gehört der Anblick gerissener Wildtiere zum Alltag. Auch Haustierrisse würden nicht gemeldet, wenn keine Entschädigung zu erwarten sei. Wolfsberater kämen nur noch selten an die Orte des Geschehens. Die Landesjägerschaft fordert weiterhin zum Melden auf, denn nur mit belegbaren Zahlen für das Monitoring lasse sich ein effektives Management betreiben. Möglicherweise gäbe es noch mehr als die vom Monitoring erfassten Rudel. Celles Kreisjägermeister Hans Knoop nennt als weiteren Grund für die sinkende Bereitschaft Wolfsnachweise zu melden, dass man Unruhe im Wald vermeiden möchte, da die Wolfstouristen gezielt Reviere aufsuchen, in denen besonders viele Wölfe gemeldet wurden.[174][175] Markus Henke, Vizepräsident der Landesjägerschaft Bremen, berichtet von einer schwankenden Zahl von Meldungen und einer Dunkelziffer, weil nicht mehr alle Welpen erfasst werden können. Es sei typisch für das Wolfsmonitoring, dass nicht mehr jede Beobachtung gemeldet werde.[176] Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers berichtet, von Tierhaltern und Dorfbewohnern würde nicht mehr jeder Riss gemeldet, da die Meldungen in der Öffentlichkeit nicht immer mit dem notwendigen Ernst behandelt würden.[177]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kontaktbüro Wölfe in Sachsen: Spuren, Risse, Kot (Memento des Originals vom 19. Oktober 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wolf-sachsen.de
  2. Large Carnivore Initiative for Europe: Guidelines for Population Level Management Plans for Large Carnivores Seite 19, Seite 36–37
  3. Hans-Dieter Pfannenstiel: Der Wolf (Canis lupus L. 1758) - Stellungnahme zum Umgang mit dieser Tierart in der Kulturlandschaft Deutschlands Seite 69–70
  4. Bundesamt für Naturschutz
  5. NRZ: Landesbehörde meldet den ersten Wolf im Kreis Kleve
  6. Ettore Randi: Genetics and conservation of wolves Canis lupus in Europe (Memento des Originals vom 17. November 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.allthingscanid.org Mammal Review 2011, Volume 41, No. 2, 99–111
  7. Jean-Marc Weber, Julien Fattebert: Wolf Monitoring in the Alps. 5th Alpine Wolf Workshop La Fouly (VS). KORA 2008
  8. L. Bradley, J. Gude, N. Lance et al.: Montana Gray Wolf Conservation and Management 2013 Annual Report Seite 4–5, PDF Seite 6–7.
  9. KORA Bericht Nr. 68, 2015: Wolfsmonitoring
  10. Wildtiermanagement Niedersachsen: Wolfsmonitoring
  11. a b c d Ettore Randi: Genetics and conservation of wolves Canis lupus in Europe (Memento des Originals vom 17. November 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.allthingscanid.org Mammal Review 2011, Volume 41, No. 2, 99–111
  12. Verena Harms, Carsten Nowak, Susanne Carl, Violeta Muñoz-Fuentes: Experimental evaluation of genetic predator identification from saliva traces on wildlife killsJournal of Mammalogy, March 2015
  13. Robert H. S. Kraus, Bridgett vonHoldt, Carsten Nowak et al.: A single-nucleotide polymorphism-based approach for rapid and cost-effective genetic wolf monitoring in Europe based on noninvasively collected samples Molecular Ecology Resources 2014
  14. Liselotte Wesley Andersen, Morten Elmeros, Peter Sunde et al.: DNA-baseret bestandsovervågning afslører ulve (Canis lupus) i Danmark
  15. NDR: 20 Sender für Niedersachsens Wölfe
  16. Stuttgarter Zeitung 2017: Toter Wolf kommt in die Röhre
  17. NLWKN: Erneut Wolf bei Verkehrsunfall im Heidekreis getötet 2018
  18. Freundeskreis freilebender Wölfe: Wolfsnachweise in Deutschland, Stand 18.11.2018
  19. Freundeskreis freilebender Wölfe: Verbreitungskarte Deutschland 2018
  20. CHWOLF: Verbreitungskarte Europa 2016
  21. Wolfskarte DE
  22. Luis Llaneza, Emilio J. García, José Vicente López-Bao: Intensity of Territorial Marking Predicts Wolf Reproduction: Implications for Wolf Monitoring PLOS 2014
  23. Katherine V. Wolley: A Policy Analysis of Large Carnivore Responses to Habitat Fragmentation and Human – Carnivore Conflicts in the High Divide University of Colorado, Boulder CU Scholar 2016. Seite 22, PDF Seite 23.
  24. L. David Mech, Luigi Boitani: Wolves: Behavior, Ecology, and Conservation
  25. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth, Sabina Nowak, Robert W. Mysłajek: Standards for the Monitoring
  26. L. David Mech, Shannon M. Barber-Meyer, John Erb: Wolf (Canis lupus) Generation Time and Proportion of Current Breeding Females by Age
  27. Südtirol News: Wolf reißt Reh mitten auf der Seiser Alm
  28. Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz: Demographisches MonitoringSeite 11
  29. Hindrikson M. et al.: Wolf population genetics in Europe: a systematic review, meta-analysis and suggestions for conservation and management
  30. Astrid V. Stronen, Bogumiła Jędrzejewska, Ettore Randi et al.: North-South Differentiation and a Region of High Diversity in European Wolves (Canis lupus)
  31. Maciej Szewczyk, Sabina Nowak et al.: Dynamic range expansion leads to establishment of a new, genetically distinct wolf population in Central Europe
  32. L. David Mech, Luigi Boitani: Wolves: Behavior, ecology, and conservation
  33. L. David Mech, Luigi Boitani: Wolves: Behavior, ecology, and conservation
  34. Senckenberg Forschung: Fachgebiet Naturschutzgenetik
  35. Senckenberg Research Institute: Conservation Genetics
  36. Zeitschrift UmweltBriefe Heft 04/2016: Aus Kommunen und Forschung
  37. Verschiedene Studien mit Auswertung genetischer Daten im Monitoring
  38. Vadim E. Sidorovich et al.: Wolf Canis lupus numbers, diet and damage to livestock in relation to hunting and ungulate abundance in northeastern Belarus during 1990–2000 Wildlife Biology 2003
  39. Isabel Laporte et al.: Effects of Wolves on Elk and Cattle Behaviors: Implications for Livestock Production and Wolf Conservation
  40. WŁodzimierz Jȩdrzejewski, BogumiŁa Jȩdrzejewska, Henryk Okarma, Krzysztof Schmidt, Karol Zub, Marco Musiani: Prey Selection and Predation by Wolves in BiaŁowieŻa Primeval Forest, Poland Journal of Mammalogy, Volume 81, 2000, Seite 197–212
  41. Ulrich Wotschikowki: Bernd Krewer - Der Wolf in Deutschland - Ideologien und Fakten
  42. Sächsische Staatskanzlei: Sechs neue Wolfsterritorien in Sachsen bestätigt
  43. Carsten Nowak, Verena Harms: Genetisches Wolfsmonitoring in Deutschland – Erkenntnisse zu Herkunft, Hybridisierungsgrad und Ausbreitungsverhalten des deutschen Wolfsvorkommens In: Abstracts der Beiträge zur Fachtagung des Deutschen Jagdverbandes, Berlin 21. März 2014, PDF Seite 20
  44. D. P. J. Kuijper, E. Sahlén, B. Elmhagen: Paws without claws? Ecological effects of large carnivores in anthropogenic landscapes
  45. Maris Hindrikson, Jaanu Remm et al.: Wolf population genetics in Europe: a systematic review, meta-analysis and suggestions for conservation and management
  46. Sylwia Czarnomska, Bogumiła Jedrzejewska, Henryk Okarma u. a.: Concordant mitochondrial and microsatellite DNA structuring between Polish lowland and Carpathian Mountain wolves. Conservation Genetics 14 (3). Juni 2013, abgerufen am 1. Juli 2015 (PDF; S. 573–588).
  47. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Erstnachweise der Kategorie C1 von Wölfen in Bayern 2006 bis 2018
  48. Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg: Eindeutige Nachweise (C1) zu Wölfen in Baden-Württemberg
  49. Luigi Boitani: Wolves: Behavior, Ecology, and ConservationSeite 332
  50. Kontaktbüro Wölfe in Sachsen: Rechtsstatus
  51. Large Carnivore Initiative for Europe: Guidelines for Population Level Management Plans for Large Carnivores Seite 19: "For classifications based on criteria D the appropriate downgrading would imply that if a population has sufficient connectivity to allow enough immigrants to have a demographic impact there would in principle only need to be more than 250 mature individuals in the population for it to be of “least concern”."
  52. R. Wayne, P. Hedrick: Genetics and wolf conservation in the American West: Lessons and challenges
  53. European Commission Evironment: Large carnivores in the EU - the Commission's activity on large carnivores
  54. Laikre L, Olsson F. et al.: Metapopulation effective size and conservation genetic goals for the Fennoscandian wolf (Canis lupus) population
  55. Guillaume Chapron, Stéphane Legendre et al.: Conservation and control strategies for the wolf (Canis lupus)in western Europe based on demographic models
  56. IUCN: Canis lupus assessment information
  57. Salvatori, V. and Linnell, J.: Report on the conservation status and threats for wolf (Canis lupus) in Europe Council of Europe, Strasbourg 2005
  58. European Commission: Conservation Status of large Carnivores
  59. Large Carnivore Initiative for Europe: Guidelines for Population Level Management Plans for Large Carnivores Seite 22
  60. Natura 2000: Arten der Anhänge IV und V der Fauna Flora Habitatrichtlinie
  61. Jagderleben: Kranker Wolf als Hundeschreck identifiziert
  62. D.B. Pence, E. Ueckermann: Sarcoptic mange in wildlife
  63. Emily Almberg: The dynamics and impacts of sarcoptic mange on Yellowstone's wolves
  64. Effects of sarcoptic mange on gray wolves in Yellowstone National Park
  65. A. Müller, E. Silva u. a.: Domestic dog origin of canine distemper virus in free-ranging wolves in Portugal as revealed by hemagglutinin gene characterization. In: Journal of wildlife diseases. Band 47, Nummer 3, Juli 2011, S. 725–729, doi:10.7589/0090-3558-47.3.725, PMID 21719841.
  66. V. Guberti, M. Bolognini u. a.: Echinococcus granulosus in the wolf in Italy. In: Parassitologia. Band 46, Nummer 4, Dezember 2004, S. 425–427, PMID 16044708.
  67. Masksjukdom sprider sig bland vargar
  68. Valerius Geist: Wolf Hydatid Disease in Coyotes, Foxes and other Canines
  69. NABU: Erkrankter Wolf tötet zwei Hunde in Sachsen
  70. Gutachten nach Wolfsabschuss eingetroffen (Memento des Originals vom 25. März 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mdr.de
  71. Maris Hindrikson et al.: Bucking the Trend in Wolf-Dog Hybridization: First Evidence from Europe of Hybridization between Female Dogs and Male Wolves PLOS 2012
  72. Polski Spaniel
  73. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland Seite 48 – 49
  74. Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE): Guidelines for Population Level Management Plans for Large Carnivores Seite 77 – 78
  75. Initiative für Großraubtiere in Europa (LCIE): Leitlinien für Managementpläne auf Populationsniveau für Großraubtiere Seite 77 – 78
  76. Marco Galaverni, Davide Palumbo et al.: Monitoring wolves (Canis lupus) by non-invasive genetics and camera trapping: a small-scale pilot study European Journal of Wildlife Research 2012
  77. Rodrigo Vargas Pêgas: A Review on Animal Hybridization’s Role in Evolution and Conservation: Canis rufus (Audubon and Bachman) 1851—A Case Study International Scholarly Research Notices, ISRN Zoology Volume 2013
  78. Vadim Sidorovich: Information on the hybridization of wolves and stray dogs in Belarus
  79. Dogs That Should Be Guarding Sheep Are Mating With Wolves Instead
  80. European Wilderness Society: Study confirms low percentage of dog and wolf crossbreeding in Swiss wolf population
  81. T-online Politik - Tiere: Behörde warnt vor wolfsähnlichen Hunden im Harz
  82. A. Verardi, V. Lucchini and Ettore Randi: Detecting introgressive hybridization between free-ranging domestic dogs and wild wolves (Canis lupus) by admixture linkage disequilibrium analysisIn: Molecular Ecology 15, 2006, Seite 2845–2855.
  83. Vollzugshinweise zum Artenschutzrecht Seite 28–29
  84. DBBW: Umgang mit Hybriden - Internationale Empfehlungen
  85. Infobrief Wölfe in Sachsen 2017-02
  86. Sheila M. Schmutz, Thomas G. Berryere, Jodi L. Barta, Kimberley D. Reddick, Josef K. Schmutz: Agouti Sequence Polymorphisms in Coyotes, Wolves and Dogs Suggest Hybridization Journal of Heredity, July 2007
  87. Research Gate
  88. Spektrum.de - Evolution: Schwarzer Wolfspelz durch Haushund
  89. John Linell: European governments agree to address wolf-dog hybridization LCIE 2014
  90. Bilan ADN Grenoble: Publication des Résultants génétiques sur le Canis Lupus en France
  91. Carsten Nowak, Verena Harms, Christiane Frosch, Tobias Erik Reiners: Genetische Erfassung ausgewählter Säugetiere in Deutschland – hochsensitive DNA-Analytik im Dienste des Artenschutzes
  92. Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung: Stellungnahme der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung anlässlich der Pressekonferenz der Partei „Die Blauen“ am 5. Juni 2018 in Dresden
  93. Carsten Nowak, Verena Harms: Genetisches Wolfsmonitoring in Deutschland – Erkenntnisse zu Herkunft, Hybridisierungsgrad und Ausbreitungsverhalten des deutschen Wolfsvorkommens Berlin, 21. März 2014, PDF Seite 20
  94. Carsten Nowak, Anne Jarausch, Berardino Cocchiararom, Alina von Thaden: Wie viel Hund steckt in unseren wilden Wölfen?
  95. Deutscher Bundestag: Wortprotokoll der 8. Sitzung Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin, 18. April 2018 Seite 4–6, 13–14, 29
  96. Böhme Zeitung: Zoff um die Wolf-Hund-Mischlinge
  97. IR online: Experten streiten um Hybridwölfe in der Lausitz
  98. Jäger: Wolf oder Wolfshybrid?
  99. Kontaktbüro Lausitz: Genetische Untersuchungen
  100. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Genetische Identität - Hybridisierung Seite 49 und 105–106.
  101. Ansorge H., Holzapfel M., Kluth G, Reinhardt I., Wagner C.: Die Rückkehr der Wölfe Biologie Unserer Zeit, 2010, Band 40, Seite 250
  102. Christian Voigt: Diese Wolfs-Welpen sollen getötet werden
  103. NABU: Die Ohrdrufer Wölfin hat sich mit einem Haushund eingelassen
  104. Elli H. Radinger: Wolfshybriden
  105. DBBW: Umgang mit Hybriden - Problematik
  106. MDR: Tierhalter rechnen wegen Wolfsrudel mit Millionenschäden
  107. MDR: Bisher keine Abschuss-Entscheidung vom Umweltministerium (Memento des Originals vom 7. November 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mdr.de Die Elterntiere der Ohrdrufer Wolfsmischlinge sind eine Wolfsfähe und ein wildernder schwarzer Hund.
  108. Thüringer Allgemeine: Foto vom möglichen Vater der Ohrdrufer Wolfsmischlinge aufgetaucht
  109. Alfons Deter: Ohrdrufer Hybrid-Wölfe noch frei
  110. MDR Thüringen: Unbekannte verhindern Einfangen von Wolfsmischlingen (Memento des Originals vom 14. März 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mdr.de
  111. Ostthüringer Zeitung: Wolfsattacken stressen Thüringer Schafe
  112. Drei Wolf-Hund-Mischlinge erschossen
  113. MDR Thüringen: Truppenübungsplatz Ohrdruf Wolfshybriden dürfen weiter geschossen werden
  114. MDR JUMP: Truppenübungsplatz Ohrdruf Jagd auf Wolfsmischlinge in Thüringen ausgeweitet
  115. Wolf reißt Fohlen in Ohrdruf (Memento des Originals vom 29. März 2019 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mdr.de MDR.de (abgerufen am 30. März 2019)
  116. MDR: Vierter Wolfshybride bei Ohrdruf geschossen
  117. Thüringen24: Neue Wolfshybriden in Ohrdruf? Inzest-Angst! Wölfin lebt mit einem ihrer Mischlingssöhne zusammen
  118. In Südthüringen.de: Wölfin von Ohrdruf: Verdacht auf möglichen Nachwuchs
  119. Ostthüringer Zeitung: Wölfin hat mehr Mischlingswelpen als gedacht
  120. MDR Thüringen: Wegen Nachwuchs: Vermehrt Wolfsangriffe auf Weidetiere
  121. Thüringer Allgemeine: Ohrdrufer Wölfin hat wieder Mischlingsnachwuchs
  122. Katherine V. Wolley: A Policy Analysis of Large Carnivore Responses to Habitat Fragmentation and Human – Carnivore Conflicts in the High Divide University of Colorado, Boulder CU Scholar 2016. Seite 20, PDF Seite 21: "The conservation strategies detailed in the plan include not only monitoring wolf numbers and populations, but also include protecting the habitat of prey species ... and implementing nonlethal methods to reduce and prevent conflicts."
  123. Karte der Wolfsrisse in Niedersachsen
  124. Wildtiermanagement Niedersachsen: Nutztierschäden in Niedersachsen
  125. Wolfsrisse in Brandenburg
  126. Kompensationen Mecklenburg-Vorpommern
  127. Jawina: Brandenburg: Wolf reißt 18 Schafe im Spreewald
  128. LR-online: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen
  129. Sächsische Zeitung: Gestüt will Ausgleich für tote Pferde
  130. Deutscher Bundestag: Wolfsmanagementpläne der Bundesländer
  131. Weser Kurier: Wolf aus Niedersachsen reißt Schafe und Rotwild im Schwarzwald
  132. Wildtiermanagement Niedersachsen: Übersicht über gemeldete Nutztierrisse in Niedersachsen
  133. Kontaktbüro Wölfe in Sachsen: Schadensstatistik Sachsen (Memento des Originals vom 5. Dezember 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wolf-sachsen.de
  134. Verena Harms, Carsten Nowak et al.: Experimental evaluation of genetic predator identification from saliva traces on wildlife kills Journal of Mammalogy 2015
  135. R. B. Wielgus, K. A. Peebles: Effects of wolf mortality on livestock depredations. In: PLOS ONE. Band 9, Nummer 12, 2014, S. e113505, doi:10.1371/journal.pone.0113505, PMID 25470821, PMC 4254458 (freier Volltext).
  136. Luigi Boitani: Action Plan for the conservation of the wolves (Canis lupus) in Europe Seite 31
  137. Maris Hindrikson, Jaanu Remm et al.: Wolf population genetics in Europe: a systematic review, meta-analysis and suggestions for conservation and management
  138. LCIE: Leitlinien für Managementpläne auf Populationsniveau für Großraubtiere
  139. Bundesamt für Naturschutz: BfN Skript 251: Monitoring von Großraubtieren in Deutschland Seite 53–61, PDF Seite 57–65
  140. Hans-Dieter Pfannenstiel: Der Wolf (Canis lupus L. 1758) - Stellungnahme zum Umgang mit dieser Tierart in der Kulturlandschaft Deutschlands Seite 69–70
  141. Cellesche Zeitung: Wolf an Winser Kita gesichtet (Memento des Originals vom 17. Dezember 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cellesche-zeitung.de
  142. Schnappschuss - Ist es die Wölfin Gloria von Wesel?
  143. Jagderleben: Wölfe und Schalenwild
  144. Verena Harms, Carsten Nowak et al.: Experimental evaluation of genetic predator identification from saliva traces on wildlife kills Journal of Mammalogy 2015
  145. Robert H. S. Kraus et al.: A single-nucleotide polymorphism-based approach for rapid and cost-effective genetic wolf monitoring in Europe based on noninvasively collected samples Molecular Ecology Resources 2015
  146. Luis Llaneza, Emilio J. García, José Vicente López-Bao: Intensity of Territorial Marking Predicts Wolf Reproduction: Implications for Wolf Monitoring PLOS 2014
  147. Verena Harms, Carsten Nowak et al.: Experimental evaluation of genetic predator identification from saliva traces on wildlife kills Journal of Mammalogy 2015
  148. Wolfsinformationszentrum Schleswig Holstein: Wolfshinweise melden
  149. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Wolfsmonitoring
  150. WWF: Schutz von Nutztieren vor dem Wolf, Seite 35
  151. Daniela Passilongo, Luca Mattioli et al.: Visualizing sound: counting wolves by using a spectral view of the chorus howling BioMed Central, Frontiers in Zoology 2015
  152. Bundesamt für Naturschutz: BfN Skript 251: Monitoring von Großraubtieren in Deutschland Seite 53–61, PDF Seite 57–65
  153. Bundesamt für Naturschutz: BfN Skript 251: Monitoring von Großraubtieren in Deutschland Seite 53–61, PDF Seite 57–65
  154. Freundeskreis freilebender Wölfe: Wolfsnachweise - echte und falsche
  155. Klaus von der Brelie: Wölfe verhindern Mutterkuhhaltung
  156. Sachsen Fachstelle Wolf: Wolfshinweise melden
  157. DBBW: Ansprechpartner in den Bundesländern
  158. Daniel Kummetz, Jörn Schaar, Nikolai Hotsch, Jörg Jacobsen: Interaktive Karte: Wölfe in Schleswig-Holstein
  159. Kontaktbüro Wölfe in Sachsen: Portrait des europ. Grauwolfes
  160. Welt N24: Schluchseewolf stammt aus Niedersachsen
  161. Landesjägerschaft Niedersachsen e. V.: Wölfen auf der Spur - Informationen zum Wolfsvorkommen in Niedersachsen
  162. Wildtiermanagement Niedersachsen: Wolfsmonitoring Niedersachsen
  163. TU Dresden: Aufbau eines dauerhaften Wildmonitoringnetzwerkes durch die Jäger im Freistaat Sachsen (Memento des Originals vom 15. November 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tu-dresden.de
  164. Wolfsmanagementplan Brandenburg Entwurfsfassung 2018 Seite 7.
  165. Transfer- und Kommunikationsprojekt zum Umgang mit Großraubtieren in Baden-Württemberg
  166. Dr. Georg Brosi und Hannes Jenny: Wölfe im Kanton Graubünden 2017
  167. KORA Bericht Nr. 68: Wolfsmonitoring mittels Fotofallen: Ergebnisse aus der Fotofallen‐Test Pilotstudie im Calanda
  168. Deutscher Bundestag 2015: Bericht des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur Lebensweise, zum Status und zum Management des Wolfes (Canis lupus) in Deutschland, Ausschussdrucksache 18(16)313
  169. Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW): Ansprechpartner in den Bundesländern
  170. Kontaktbüro Wölfe in Sachsen: Monitoring und Forschung allgemein (Memento des Originals vom 23. August 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wolf-sachsen.de
  171. Christopher Menge: Neues Rudel in Wietze
  172. DBBWAktualisierungen der bestätigten Territorien
  173. Wolfsmonitoring Wildtiermanagement Niedersachsen
  174. Carsten Richter: Celler Jäger sind "meldemüde"
  175. Michael Ende: Riss in Rixförde: Wolf auf dem Vormarsch Richtung Hannover
  176. Justus Randt: Bremer Landesjägerschaft befürwortet Wolfsabschüsse
  177. Celle heute: Diskussionen um den Wolf - Tierhalter wollen kein weiteres Wettrüsten