Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) mit Hauptsitz in Freiburg ist als Ressortforschungsinstitut der Landesforstverwaltung (LFV) dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) in Stuttgart zugeordnet.

Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)

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Staatliche Ebene Land
Stellung nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
Aufsichtsbehörde Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR)
Gründung 1958
Hauptsitz Freiburg im Breisgau
Behördenleitung Ulrich Schraml (Direktor)
Bedienstete 296
Netzauftritt www.fva-bw.de

AufgabenBearbeiten

Das Forschungsinstitut hat die gesetzliche Aufgabe, “der Forst- und Holzwirtschaft rationelle Möglichkeiten zur Erfüllung der vielfältigen Funktionen des Waldes aufzuzeigen und die ökologischen Beziehungen zwischen Wald und Umwelt zu untersuchen”.[1] Diese Untersuchungen betreffen alle Waldflächen und Waldfunktionen des Landes Baden-Württemberg: die Holzerzeugung, die vielfältigen Schutzfunktionen des Waldes sowie seine Bedeutung als Erholungsraum für den Menschen.

Ein Merkmal des forstlichen Versuchswesens ist das langfristige, regelmäßige Erfassen wesentlicher Abläufe in den Wald-Ökosystemen wie z. B. Baumwachstum, Bodenentwicklungen und Veränderungen der Pflanzen- und Tierwelt.[2]

Das Forschungsinstitut erfüllt diese Aufgaben durch praxisorientierte Forschung, Entwicklung, Betreiben von Monitoringsystemen, Beratung sowie Aus- und Fortbildung. Eine besondere Stellung nimmt dabei der Wissenstransfer ein, um die neuen Erkenntnisse erfolgreich in die Praxis zu transportieren. Das Institut betreibt das forstliche Versuchsgelände Liliental und ist für das Wolfsmonitoring in Baden-Württemberg zuständig.[3][4]

GeschichteBearbeiten

 
Hauptgebäude der FVA in der Wonnhaldestr. 4, 79100 Freiburg

Das Forschungsinstitut ist aus der 1870 gegründeten Badischen Forstlichen Versuchsanstalt (Karlsruhe) und der 1872 gegründeten Württembergischen Forstlichen Versuchsanstalt (Stuttgart-Hohenheim) hervorgegangen. Sie besteht in ihrer heutigen Form seit 1958 in Freiburg im Breisgau. Seit 1986 sind die ehemals auf verschiedene Standorte verteilten Abteilungen der FVA in einem neu errichteten Hauptgebäude in der Wonnhaldestraße vereint.[5]

KooperationenBearbeiten

Mit der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg besteht eine enge und arbeitsteilige Zusammenarbeit im Rahmen des sogenannten “Freiburger Modells”. Diese Kooperation äußert sich unter anderem in gemeinsamen Kolloquien, einer gemeinsamen Schriftenreihe und der Durchführung von gemeinsamen Forschungsprojekten.[6] Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungsinstituts wirken darüber hinaus regelmäßig in der universitären Lehre an der Freiburger Forstfakultät mit.

Das Forschungsinstitut ist in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft eng vernetzt. Im April 2009 wurde an der FVA ein Regionalbüro des European Forest Institute (EFI) eingerichtet.[7] Zudem ist die FVA Mitherausgeberin der internationalen Website waldwissen.net, die dem Wissenstransfer von forstlichem Wissen dient.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. LWaldG für Baden-Württemberg in der aktuellen Fassung auf Landesrecht BW.
  2. Badische Zeitung: Wildkatzen bei Schwanau entdeckt.
  3. Transfer- und Kommunikationsprojekt zum Umgang mit Großraubtieren in Baden-Württemberg
  4. Sabrina Streif: Wildtiermonitoring und Wildtierbeauftragte – Aufgaben und Herausforderungen
  5. 50 Jahre Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt – ein Rückblick
  6. Jahrringstrukturanalysen an Buchen.
  7. Pressemitteilung zum Kick-Off-Meeting auf www.efi.int (Memento des Originals vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.efi.int.