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Türnitz

Gemeinde in Österreich
(Weitergeleitet von Weidenaurotte)
Marktgemeinde
Türnitz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Türnitz
Türnitz (Österreich)
Türnitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Lilienfeld
Kfz-Kennzeichen: LF
Hauptort: Türnitz
Fläche: 146,02 km²
Koordinaten: 47° 56′ N, 15° 29′ OKoordinaten: 47° 55′ 55″ N, 15° 29′ 27″ O
Höhe: 466 m ü. A.
Einwohner: 1.914 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 13 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3184
Vorwahl: 02769
Gemeindekennziffer: 3 14 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 28
3184 Türnitz
Website: www.tuernitz-noe.at
Politik
Bürgermeister: Christian Leeb (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
14
3
2
14 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Türnitz im Bezirk Lilienfeld
AnnabergEschenauHainfeldHohenbergKaumbergKleinzellLilienfeldMitterbach am ErlaufseeRamsauRohrbach an der GölsenSt. Aegyd am NeuwaldeSt. Veit an der GölsenTraisenTürnitzNiederösterreichLage der Gemeinde Türnitz im Bezirk Lilienfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gemeindeamt
Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Türnitz ist eine Marktgemeinde mit 1914 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich.

GeografieBearbeiten

Türnitz liegt im Mostviertel im südwestlichen Teil des Traisentales, das von der Türnitzer Traisen durchflossen wird, genauer gesagt vereinigen sich beim Ort erst die beiden Quellflüsse Türnitz und Traisenbach zur Türnitzer Traisen.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 145,53 Quadratkilometer, wovon 85,01 Prozent bewaldet sind. Dies stellt einen der höchsten Waldanteile in Österreich dar. Hinsichtlich der Fläche ist Türnitz die viertgrößte Gemeinde in Niederösterreich. Die Höhenlage der Gemeinde bewegt sich zwischen 400 m (Außerfahrafeld) und den Gipfelfluren der umliegenden Berge, die bis auf 1400 m Höhe reichen: Türnitzer Höger, Eibl und Tirolerkogel im Südwesten des Tales, sowie Eisenstein und Hohenstein im Norden.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl 1. Jänner 2019[1]):

  • Freiland (82)
  • Lehenrotte (390)
  • Türnitz (1442)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Anthofrotte, Außerfahrafeld, Lehenrotte, Moosbachrotte, Pichelrotte, Rachsenbachrotte, Schildbachrotte, Steinbachrotte, Traisenbachrotte, Türnitz und Weidenaurotte. Weitere Ortsteile sind Am Berg, Anthof-Siedlung, Anthöfe, Dickenau, Freiland, Gstettenhof, Hauserbauerngraben, Hochgraser, Im Reit, Karnerhöfe, Moosbach, Rempel, Schildböck, Seelenhöfe, Strobelhöfe, Wechsel und zahlreiche Einzellagen.

NachbargemeindenBearbeiten

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GeschichteBearbeiten

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Der Name Türnitz ist slawischen Ursprungs und bedeutet „abgeschiedener Ort“. Er stammt aus dem frühen 9. Jahrhundert, als sich slawische Ackerbauern im Gebiet der Türnitzer Traisen angesiedelt hatten, welche als Untertänige der Magyaren diesen nach Westen gefolgt waren. Die Magyaren verwüsteten und entvölkerten später noch mehrmals die Gebiete Niederösterreichs, bis sie 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld endgültig besiegt wurden.

1209 erfolgte die erste urkundliche Nennung als „Durnitze“. 1371 wird der Ort als Markt bezeichnet.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2050 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 2170 Einwohner, 1981 2171 und im Jahr 1971 2309 Einwohner.

PolitikBearbeiten

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 7 SPÖ, und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 6 SPÖ, und 3 FPÖ.[2]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 7 SPÖ, und 2 FPÖ.[3]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, und 7 SPÖ.[4]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 5 SPÖ, und 2 FPÖ.[5] (21 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 3 SPÖ, und 2 FPÖ.[6]
Bürgermeister
  • bis 2009 Franz Auer (ÖVP)
  • seit 2009 Christian Leeb (ÖVP)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 93, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 107. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 863. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,07 Prozent.

VerkehrBearbeiten

BildungBearbeiten

  • Volksschule Türnitz
  • HBLA Auhof – Die Schule im Grünen

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Cimburgis von Masowien (* 1394 oder 1397 in Warschau, Herzogtum Masowien; † 28. September 1429 in Türnitz, Niederösterreich) war eine polnische Prinzessin aus der Piastendynastie und Tochter des Herzogs Siemowit von Masowien und seiner Gemahlin Alexandra von Litauen. Cimburgis war durch Heirat mit Ernst dem Eisernen aus der steirisch-innerösterreichischen Linie Herzogin von Österreich. Ihre Mutter Alexandra war Schwester des polnischen Königs Władysław II. Jagiełło und mütterlicherseits Enkelin des Großfürsten von Wladimir, Alexander Michailowitsch. Sie ist die Mutter von Kaiser Friedrich III. und als solche die Stammmutter aller späteren Habsburger, da diese Linie alle anderen überlebte.
  • Johann Ladislaus Pyrker (1772–1847), Dichter, Bischof und ab 1807 Pfarrer von Türnitz
  • Ludwig Döbler (1801–1864), Zauberer
  • Karl Wilhelm Friedrich Kohlrausch (1884–1953), Physiker
  • Anton Pfeffer (* 1965), Fußballspieler, der auch beim SV Türnitz gespielt hat
  • Franz Ignatius Petuelli (* 1750–?), Marktrichter in Türnitz, berichtete über die Franzoseneinfälle 1805 und 1809 im Marktbuch, er verband mit Ladislaus Pyrker innige Freundschaft.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Türnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Türnitz. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Türnitz. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Türnitz. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Türnitz. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Türnitz. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  7. Zum Gemeindegebiet von Türnitz (Katastralgemeinde Außerfahrafeld) gehörend.