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Annaberg (Niederösterreich)

Gemeinde in Niederösterreich, Österreich
Annaberg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Annaberg
Annaberg (Niederösterreich) (Österreich)
Annaberg (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Lilienfeld
Kfz-Kennzeichen: LF
Hauptort: Annarotte
Fläche: 63,52 km²
Koordinaten: 47° 52′ N, 15° 23′ OKoordinaten: 47° 52′ 18″ N, 15° 22′ 34″ O
Höhe: 976 m ü. A.
Einwohner: 508 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 3222
Vorwahl: 02728
Gemeindekennziffer: 3 14 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Annaberg 14
3222 Annaberg
Website: www.annaberg.gv.at
Politik
Bürgermeisterin: Petra Zeh (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
12
3
12 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Annaberg im Bezirk Lilienfeld
AnnabergEschenauHainfeldHohenbergKaumbergKleinzellLilienfeldMitterbach am ErlaufseeRamsauRohrbach an der GölsenSt. Aegyd am NeuwaldeSt. Veit an der GölsenTraisenTürnitzNiederösterreichLage der Gemeinde Annaberg (Niederösterreich) im Bezirk Lilienfeld (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ortskern von Annaberg mit Blick auf den Ötscher
Ortskern von Annaberg mit Blick auf den Ötscher
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Annaberg ist eine Gemeinde mit 508 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich. Der Hauptort befindet sich auf dem Annaberg.

GeografieBearbeiten

Annaberg liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Geologisch gehört das Gebiet zu den niederösterreichischen Kalkalpen. Die Fläche der Gemeinde umfasst 63,48 Quadratkilometer. 81,47 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Bei Annaberg entspringt die Türnitz, einer der beiden Quellflüsse der Türnitzer Traisen.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften und gleichnamige Katastralgemeinden (Einwohnerzahl in Klammern, Stand 1. Jänner 2019[1]):

NachbargemeindenBearbeiten

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GeschichteBearbeiten

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Die Gegend um Annaberg kam 1202 durch eine Schenkung von Leopold VI. zum Zisterzienserstift Lilienfeld. Bereits 1207 begann Abt Gerhard den 976 m hohen Bergsattel urbar zu machen. Bereits zehn Jahre später gab es eine feste Ansiedlung und eine Kapelle, die der Hl. Anna geweiht wurde. Im Jahre 1327 wurde diese auf Grund der zahlreichen Besuche der Wallfahrer erweitert. Annaberg wurde 1380 zur Pfarre erhoben.

Im Dreißigjährigen Krieg 1639 wurde die ganze Ortschaft durch einen Brand zerstört, und mit Hilfe von Spenden des Kaisers Ferdinand II. und seiner Gemahlin Eleonora Gonzaga wieder aufgebaut. Vor allem im 18. Jahrhundert gab es auch rege Bergbautätigkeit, wie das Silberbergwerk in der Ortschaft Schmelz. Weiters wurde noch Blei, Gips und Kohle abgebaut. Eine beliebte Tätigkeit in der Gegend um Annaberg war das Ameisln, das etwa von der Familie Bandion bis ins 21. Jahrhundert betrieben wurde.[2]

Die Eröffnung der Mariazellerbahn 1907 brachte schließlich das Zeitalter des Fremdenverkehrs.

Im September 2013 ereignete sich in der Gemeinde der Mehrfachmord von Annaberg.

ReligionenBearbeiten

Etwa zwei Drittel der Bevölkerung ist römisch-katholisch (Pfarrgemeinde Annaberg), etwa ein Drittel bekennt sich zur Evangelischen Kirche A.B. (als Teil der evangelischen Pfarrgemeinde Mitterbach).

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Einwohnerentwicklung
Jahr 1971 1981 1991 2001
Einwohner 1040 1031 891 687

PolitikBearbeiten

BW

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister
  • 1945–1975 Johann Tesar (ÖVP)
  •  ?
  • seit 2002 Petra Zeh (ÖVP)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 52, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 47. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 297. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,95 %. Im Gebiet der Gemeinde Annaberg befindet sich das Kraftwerk Wienerbruck.

Auf der Passhöhe befindet sich auch ein Skigebiet.

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Annaberg
  • Straße: Durch Annaberg verläuft die Bundesstraße 20 (Mariazeller Straße), die von St. Pölten über den Annaberg Pass nach Mariazell führt. In mehreren Kehren führt sie dabei mit einer Steigung von bis zu 12 % von Türnitz nach Annaberg.
  • Bus: Auf der Mariazeller Straße verkehren auch Postbusse, die Annaberg mit St. Pölten und Mariazell verbinden.
  • Bahn: Der Bahnhof Annaberg der schmalspurigen Mariazellerbahn befindet sich im Ort Reith, welcher zur Gemeinde Annaberg gehört und von dem auf der Passhöhe liegenden Hauptort von Annaberg ca. 6 km weit entfernt ist. Auch die nächste Station Wienerbruck-Josefsberg befindet sich noch im Gebiet der Gemeinde Annaberg. Sie wird von vielen Wanderern durch die Ötschergräben frequentiert. Beide Bahnhöfe sind mit Warteräumen, öffentlichen WC-Anlagen und Sitzbänken ausgestattet. Betrieblich können sie auf der eingleisigen Strecke als Ausweichstelle verwendet werden. Die Attraktivität der Mariazellerbahn als Nahverkehrsmittel soll bis zum Jahr 2014[veraltet] durch Modernisierung gesteigert werden.[8] Im Jahr 2015[veraltet] wird die Mariazellerbahn die Hauptattraktion der Niederösterreichischen Landesausstellung „Eroberung der Alpen – Natur und Technik“ sein.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde
Personen mit Bezug zur Gemeinde
  • Bruno Heinrich (1908–1992), Kaplan in Annaberg und Josefsberg
  • Mira Lobe (1913–1995), Kinderbuchautorin, nutzte Annaberg in den 1960er-Jahren als Zweitwohnsitz.[9] Von Mai bis September 2013 wurde die Ausstellung „100 Jahre Mira Lobe“ gezeigt.

LiteraturBearbeiten

  • Claudia Kubelka, Hannes Hoffert-Hösl: Annaberg – die ersten 800 Jahre. Landschaft, Geschichte, Kultur, Mensch. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2017, ISBN 978-3-99028-718-7.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Annaberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Franz Groiß: Ameise und Volkskultur. In: Ameisen in Biologie und Volkskultur: Geschätzt, verflucht, allgegenwärtig. Ausstellung Ameisen – unbekannte Faszination vor der Haustüre. Niederösterreichisches Landesmuseum, St. Pölten/Biologiezentrum Linz 2009 (PDF; 916 KB), S. 165–175.
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Annaberg (Niederösterreich). Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Annaberg (Niederösterreich). Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Annaberg (Niederösterreich). Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Annaberg (Niederösterreich). Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Annaberg (Niederösterreich). Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  8. NOEVOG (Memento vom 29. August 2012 im Internet Archive)
  9. Bilder zur Eröffnung der Ausstellung “100 Jahre Mira Lobe”. Auf Annaberg.gv.at, abgerufen am 8. Jänner 2019.