Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 1992

Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 1992
3. November 1992
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1994
George John Mitchell.jpg 1981 Dole p49 (cropped).jpg
Fraktionsvorsitzender George Mitchell Bob Dole
Partei Demokratische Partei Republikanische Partei
Sitze vor der Wahl 57 43
Sitze nach der Wahl 57 43
Gewinn/Verlust ±0 ±0
Stimmen gesamt 40.589.727 35.449.473
Stimmenanteil 49,9 % 43,6 %
1992 United States Senate elections results map.svg
Ergebnisse nach Bundesstaaten
Mehrheitsführer vor der Wahl
George Mitchell
Demokrat
Mehrheitsführer nach der Wahl
George Mitchell
Demokrat

Die Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 1992 zum 103. Kongress der Vereinigten Staaten fand am 3. November statt. Sie war Teil der Wahlen in den Vereinigten Staaten an diesem Tag und fiel mit der Präsidentschaftswahl zusammen, in der Präsident Bill Clinton erstmals gewählt wurde.

Sitzverteilung
  
Insgesamt 100 Sitze

Zur Wahl standen die 34 Sitze der Klasse III, außerdem fanden in Kalifornien und North Dakota Nachwahlen für vorzeitig aus dem Amt geschiedene Senatoren statt, die Wahl in North Dakota war erst am 4. Dezember. 21 dieser Senatoren gehörten der Demokratischen Partei an, 15 den Republikanern. 23 Amtsinhaber verteidigten ihre Sitze, 13 Demokraten und 10 Republikaner. Jeweils zwei Sitze wechselten von den Demokraten zu den Republikanern und umgekehrt, so dass sich an der Sitzverteilung nichts änderte: Die Demokraten verteidigten ihre Mehrheit von 57 Sitzen gegen 43 der Republikaner.

Mit Carol Moseley Braun wurde erstmals eine afroamerikanische Frau in den Senat gewählt. In Kalifornien wurden Dianne Feinstein und Barbara Boxer gewählt, so dass erstmals ein Staat durch zwei Frauen im Senat vertreten war. Mit Patty Murray wurde eine vierte Frau im gleichen Jahr in den Senat gewählt, was die Presse dazu bewog, 1992 als „Year of the Woman“ (Jahr der Frau) zu benennen.

Eine Besonderheit ergab sich in North Dakota. Der demokratische Senator der Klasse III, Kent Conrad, hatte bei seiner Wahl 1986 angekündigt, nicht zur Wiederwahl anzutreten, wenn das Haushaltsdefizit der USA bis dahin nicht substanziell gesunken sei. Obwohl Umfragen zeigten, dass er gute Chancen auf eine Wiederwahl hatte, fühlte er sich an sein Versprechen gebunden und trat für diesen Sitz nicht an. Im September verstarb jedoch der andere Senator von North Dakota, Quentin N. Burdick. Gouverneur George Sinner ernannte Burdicks Witwe, Jocelyn Burdick, für die Zeit bis zur nächsten Wahl, die damit die erste Frau war, die North Dakota im Kongress vertrat. Burdick trat nicht zur Wiederwahl an, aber Kent Conrad bewarb sich um den freigewordenen Sitz, was er nicht als Widerspruch zu seinem Versprechen sah, und wurde mit großer Mehrheit gewählt.

Kurz nach dem ersten Zusammentritt des 103. Kongresses trat der demokratische Senator aus Texas Lloyd Bentsen zurück, um das Amt des Finanzministers zu übernehmen. Zu seinem Nachfolger wurde Bob Krueger ernannt, der im Juni 1993 in einer Nachwahl von der Republikanerin Kay Bailey Hutchison klar geschlagen wurde.[1] Damit sank die Mehrheit der Demokraten auf 56 zu 44.

ErgebnisseBearbeiten

Nachwahlen zum 102. KongressBearbeiten

Die Inhaber der zur Wahl stehenden Sitze waren als Ersatz für ausgeschiedene Senatoren ernannt worden, die Wahlen fanden gleichzeitig mit der Wahl zum 103. Kongress statt. Die Gewinner dieser Wahlen wurden vor dem 3. Januar 1993 in den Senat aufgenommen, also während des 102. Kongresses.

Staat Amtierender Senator Partei Nachwahl Ergebnis Neuer Senator
Kalifornien John F. Seymour Republikaner Klasse I Zugewinn Demokraten Dianne Feinstein
North Dakota Jocelyn Burdick Demokrat Klasse I von Demokraten gehalten Kent Conrad

Wahlen zum 84. KongressBearbeiten

Die Gewinner dieser Wahlen wurden am 3. Januar 1959 in den Senat aufgenommen, also bei Zusammentritt des 86. Kongresses. Alle Sitze dieser Senatoren gehören zur Klasse I.

Staat Amtierender Senator Partei Ergebnis Neuer Senator
Alabama Richard Shelby Demokrat wiedergewählt Richard Shelby
Alaska Frank Murkowski Republikaner wiedergewählt Frank Murkowski
Arizona John McCain Republikaner wiedergewählt John McCain
Arkansas Dale Bumpers Demokrat wiedergewählt Dale Bumpers
Colorado Tim Wirth Demokrat von Demokraten gehalten Ben Nighthorse Campbell
Connecticut Chris Dodd Demokrat wiedergewählt Chris Dodd
Florida Bob Graham Demokrat wiedergewählt Bob Graham
Georgia Wyche Fowler Demokrat Zugewinn Republikaner Paul Coverdell
Hawaii Daniel Inouye Demokrat wiedergewählt Daniel Inouye
Idaho Steve Symms Republikaner von Republikanern gehalten Dirk Kempthorne
Illinois Alan J. Dixon Demokrat von Demokraten gehalten Carol Moseley Braun
Indiana Dan Coats Republikaner wiedergewählt Dan Coats
Iowa Chuck Grassley Republikaner wiedergewählt Chuck Grassley
Kalifornien Alan Cranston Demokrat von Demokraten gehalten Barbara Boxer
Kansas Bob Dole Republikaner wiedergewählt Bob Dole
Kentucky Wendell Ford Demokrat wiedergewählt Wendell Ford
Louisiana John Breaux Demokrat wiedergewählt John Breaux
Maryland Barbara Mikulski Demokrat wiedergewählt Barbara Mikulski
Missouri Kit Bond Republikaner wiedergewählt Kit Bond
Nevada Harry Reid Demokrat wiedergewählt Harry Reid
New Hampshire Warren Rudman Republikaner von Republikanern gehalten Judd Gregg
New York Al D’Amato Republikaner wiedergewählt Al D’Amato
North Carolina Terry Sanford Demokrat Zugewinn Republikaner Lauch Faircloth
North Dakota Kent Conrad Demokrat von Demokraten gehalten Byron Dorgan
Ohio John Glenn Demokrat wiedergewählt John Glenn
Oklahoma Don Nickles Republikaner wiedergewählt Don Nickles
Oregon Bob Packwood Republikaner wiedergewählt Bob Packwood
Pennsylvania Arlen Specter Republikaner wiedergewählt Arlen Specter
South Carolina Fritz Hollings Demokrat wiedergewählt Fritz Hollings
South Dakota Tom Daschle Demokrat wiedergewählt Tom Daschle
Utah Jake Garn Republikaner von Republikanern gehalten Bob Bennett
Vermont Patrick Leahy Demokrat wiedergewählt Patrick Leahy
Washington Brock Adams Demokrat von Demokraten gehalten Patty Murray
Wisconsin Bob Kasten Republikaner Zugewinn Demokraten Russ Feingold
  • wiedergewählt: ein gewählter Amtsinhaber wurde wiedergewählt

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. HUTCHISON, Kathryn Ann Bailey auf der Website des US-Kongresses, abgerufen 17. Oktober 2016