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Wörth (Landkreis Erding)

Gemeinde im Landkreis Erding, Bayern, Deutschland

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Wörth liegt in der Region München im Tal der Sempt zwischen der Kreisstadt Erding und Markt Schwaben (jeweils 8 km entfernt) sowie 22 km westlich von Dorfen, 21 km südlich vom Flughafen München, 23 km nördlich von Ebersberg und rund 33 km von der Landeshauptstadt München entfernt.

OrtsteileBearbeiten

Es existieren die Gemeindeteile Berg, Breitötting, Hofsingelding, Hörlkofen, Kirchötting, Lupperg, Maiszagl, Niederwörth, Rottmann, Sankt Kolomann, Sonnendorf, Teufstetten, Willgruber, Wifling und Wörth.[2]

Die einzige Gemarkung ist Wörth.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Wörth wurde im Jahre 788 zum ersten Mal als „Weride“ erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern, Grundherren war bis zur Säkularisation 1803 der Bischof von Freising.

Ab 1818Bearbeiten

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Am 27. März 2016 wurde die Pfarrkirche St. Peter durch einen Brand beschädigt.[3]

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

1978 bildeten die Gemeinden Wörth und Walpertskirchen die Verwaltungsgemeinschaft Hörlkofen. Im Jahr 2000 wurde die Dorfmitte von Hörlkofen neu gestaltet. Hier wurde auch ein neues Rathaus der Verwaltungsgemeinschaft angesiedelt.

EinwohnerBearbeiten

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[4]:

Stand Einwohner
1960 1811
1970 2277
1980 2690
1990 3112
1995 3886
2000 4384
2005 4517
Stand Einwohner
2006 4470
2007 4471
2008 4450
2009 4488
2010 4467
2011 4338
2012 4358
Stand Einwohner
2013 4376
2014 4355
2015 4403
2016 4437
2017 4414

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 1946 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 79,20 Prozent. In den letzten zehn Jahre schrumpfte die Einwohnerzahl um 1,50 Prozent. In den letzten fünf Jahren nahm sie um 1,50 Prozent zu.

PolitikBearbeiten

 
Kirche und Pfarrhaus in Wörth (Landkreis Erding)

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Thomas Gneißl (ÜPWG).

Wappen und FlaggeBearbeiten

Das Wappen der Gemeinde Wörth wurde am 20. Februar 1967 festgelegt: „In Gold ein erhöhter, aufrechter und ein gesenkter, gestürzter blauer Wellensparren, die einen schwebenden, rot gekrönten Mohrenkopf einschließen.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Gelb-Blau-Gelb.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 189 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 73 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1468. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1363 ha, davon waren 1016 ha Ackerfläche und 341 ha Dauergrünfläche.

VerkehrBearbeiten

EisenbahnBearbeiten

Durch die Gemeinde Wörth verlaufen die Bahnstrecken München–Mühldorf und Markt Schwaben–Erding. An jeder Bahnstrecke befindet sich jeweils eine Bahnstation. Der an der Bahnstrecke nach Mühldorf liegende Bahnhof Hörlkofen liegt im Ortsteil Hörlkofen und wurde mit der Strecke am 1. Mai 1871 in Betrieb genommen. Das Empfangsgebäude sowie ein Ausweichgleis blieb bis heute erhalten, sodass die Station bis heute ein Bahnhof ist.[5] Heute halten in Hörlkofen im Stundentakt Regionalbahnen der Südostbayernbahn. Eine weitere Bahnstation innerhalb der Gemeinde bildet der Haltepunkt St. Koloman an der Bahnstrecke nach Erding. Die Bahnstrecke wurde schon am 16. November 1872 eröffnet, die Gemeinde Wörth erhielt damals jedoch noch keine Bahnstation. Der Haltepunkt St. Koloman konnte erst nachträglich am 1. Juni 1890 in Betrieb genommen werden. Die Bahnstrecke ist seit 1972 in das Netz der S-Bahn München integriert und wird seitdem nur noch von S-Bahnen bedient.[6] Heute verfügt der Bahnhof nur noch über ein Bahnsteiggleis, welches über einen Bahnsteig mit einer Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern verfügt.[7] Derzeit (Stand: 2013) wird die Bahnstrecke von Zügen der S-Bahn-Linie S2, die von Petershausen über Dachau, München, Markt Schwaben und St. Koloman nach Erding führt, im 20-Minuten-Takt bedient. Der 20-Minuten-Takt besteht nur von Montag bis Freitag, an Wochenenden wird nur im 20-/40-Minuten-Takt von Markt Schwaben weiter über St. Koloman nach Erding gefahren.

BusverkehrBearbeiten

Die Gemeinde Wörth liegt im Tarifgebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV). An das Busnetz des Verkehrsverbunds ist die Gemeinde durch zwei Buslinien angeschlossen. Die Linie 445 verkehrt von Ebersberg über Hohenlinden, Forstern, Pastetten, Hörlkofen und Wörth nach Erding. Die Buslinie verkehrt nur von Montag bis Freitag im Zweistundentakt. Die andere Linie ist ein Ruftaxi des MVVs mit der Liniennummer 5670. Die Linie verkehrt von Walpertskirchen über Wörth nach Erding. Sie verkehrt nur an Freitagen und Samstagen.[8]

BildungBearbeiten

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 150 Kindergartenplätze mit 183 Kindern
  • Volksschule: eine mit 17 Lehrern und 368 Schülern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Wörth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  3. pfarrei-woerth.de: Informationen zur Kirchensanierung
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 5. Juni 2019.
  5. Reinhard Wanka, Wolfgang Wiesner: Die Hauptbahn München–Simbach und ihre Zweigbahnen. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1996, ISBN 3-922138-59-4.
  6. Reinhard Pospischil, Ernst Rudolph: S-Bahn München. Alba, Düsseldorf 1997, ISBN 3-87094-358-0.
  7. Bahnsteiginformationen zum Haltepunkt St. Koloman. In: deutschebahn.com. DB Station&Service. Archiviert vom Original am 29. September 2013.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschebahn.com Abgerufen am 13. März 2013.
  8. Liniennetz vom Landkreis Erding (PDF; 727 kB) In: mvv-muenchen.de. Münchner Verkehrs- und Tarifverbund. Archiviert vom Original am 1. April 2013.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mvv-muenchen.de Abgerufen am 14. März 2013.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wörth (Landkreis Erding) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien