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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Finsing
Finsing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Finsing hervorgehoben
Koordinaten: 48° 13′ N, 11° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Höhe: 519 m ü. NHN
Fläche: 23,17 km2
Einwohner: 4695 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 203 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85464
Vorwahlen: 08121, 08123
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 118
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
85464 Finsing
Website: www.finsing.de
Bürgermeister: Max Kressirer (Wählergruppe Eicherloh)
Lage der Gemeinde Finsing im Landkreis Erding
OberdingEittingBerglernLangenpreisingMoosinningErdingBockhorn (Oberbayern)Taufkirchen (Vils)DorfenSankt Wolfgang (Oberbayern)LengdorfWartenberg (Oberbayern)Kirchberg (Oberbayern)HohenpoldingSteinkirchen (Oberbayern)Inning am HolzFraunbergIsenFinsingWalpertskirchenForsternNeuchingOttenhofenPastettenBuch am BuchrainWörth (Landkreis Erding)Landkreis Mühldorf am InnLandkreis EbersbergMünchenLandkreis MünchenLandkreis LandshutLandkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Finsing ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Finsing liegt in der Region München am südlichen Rand des Erdinger Moos sowie unmittelbar östlich des Ismaninger Speichersees rund 25 km nordöstlich der Landeshauptstadt München, 13 km südwestlich der Kreisstadt Erding, 21 km nördlich von Ebersberg und 23 km vom Flughafen München entfernt.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Finsing besteht aus den Ortsteilen Finsing, Neufinsing, Eicherloh, Vorderes Finsingermoos, Hinteres Finsingermoos, Brennermühle und Finsingerau.[2] Es existiert nur die Gemarkung Finsing.

NachbarorteBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Das Ortsadelsgeschlecht der Finsinger ist seit Beginn des 15. Jahrhunderts nachweisbar ist. Diese Finsinger nannten sich seit Mitte des 15. Jahrhunderts auch Widerspacher und hatten bis 1663 einen der Edelsitze in Finsing inne. Die Benediktinerabtei Tegernsee spielte vom 8. Jahrhundert bis zur Säkularisation 1803 ebenfalls eine wichtige Rolle als Grundherrschaft im Gemeindegebiet. Finsing gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern und war Sitz einer Hauptmannschaft. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[3]:

Stand Einwohner
1960 1642
1970 2039
1980 2297
1990 2651
1995 3225
2000 3898
Stand Einwohner
2005 4021
2006 4038
2007 4166
2008 4228
2009 4250
2010 4319
Stand Einwohner
2011 4183
2012 4254
2013 4317
2014 4337
2015 4447
2016 4606

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 2393 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 116,50 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl um 10,13 (6,31) Prozent zu.

PolitikBearbeiten

 
Das Rathaus von Finsing im Ortsteil Neufinsing

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat ist aus 16 Gemeinderäten zusammengesetzt, wobei die größte Fraktion von der CSU gestellt wird (4 Mitglieder).

BürgermeisterBearbeiten

Seit dem 1. Mai 2008 ist Max Kressirer (Wählergruppe Eicherloh) Erster Bürgermeister der Gemeinde. Er löste Heinrich Krzizok von der FW Neufinsing ab. Seit 2014 ist Andreas Wimmer (FWF) Zweiter Bürgermeister. Die Dritte Bürgermeisterin ist Gertrud Eichinger (SPD)

Wappen und FlaggeBearbeiten

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Finsing

Das Wappen der Gemeinde Finsing wurde am 15. Oktober 1963 festgelegt. Es hat folgende Blasonierung: „In Silber ein mit drei silbernen heraldischen Rosen mit goldenen Butzen belegter roter Schrägbalken, begleitet oben von einem roten Widderhorn, unten von einem grünen Seeblatt.“ Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge, welche geteilt die Farben Grün-Weiß zeigt.

GemeindefinanzenBearbeiten

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1960 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 570 T€.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Industrie, Handel und GewerbeBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 267 und im Bereich Handel und Verkehr 49 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1443. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe zwölf Betriebe.

Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Nach der amtlichen Statistik gab es 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 22 Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 77 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 1999 betrug die landwirtschaftlich genutzte Fläche 1612 ha; davon waren 1265 ha Ackerfläche.

Bestanden im Jahr 1999 noch 66 landwirtschaftliche Betriebe, ging deren Zahl bis 2010 auf 51 zurück.

Betriebsgrößenstruktur in der Landwirtschaft[4]
Betriebsgröße in ha Anzahl der Betriebe
1999 2010
unter 5 6 1
5 bis unter 10 13 10
10 bis unter 20 18 20
20 bis unter 50 22 14
50 oder mehr 7 6
Gesamt 66 51

VerkehrBearbeiten

Anschluss zur S-Bahn besteht in den benachbarten Ortschaften Markt Schwaben (fünf Kilometer) und in Poing (sechs Kilometer), die A 94 (Anschlussstelle Forstinning) ist rund acht Kilometer sowie die A 99 (Anschlussstelle Kirchheim) elf Kilometer entfernt.

EnergieBearbeiten

Am Ausfluss des Ismaninger Speichersees bei Neufinsing liegt das Kraftwerk Neufinsing.

BildungBearbeiten

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 175 Kindergartenplätze mit 173 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 21 Lehrern und 420 Schülern

BaudenkmälerBearbeiten

  • katholische Pfarrkirche St. Georg, barocker Saalbau von 1688 durch Hans Kogler

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Finsing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 29. Dezember 2017.
  3. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 6. September 2016.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2015 – Gemeinde Finsing 09 177 118 - Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. PDF, online auf www.statistik.bayern.de, abgerufen am 2. Januar 2017.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Finsing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien