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Voltlage

Gemeinde im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Voltlage
Voltlage
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Voltlage hervorgehoben
Koordinaten: 52° 26′ N, 7° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osnabrück
Samtgemeinde: Neuenkirchen
Höhe: 48 m ü. NHN
Fläche: 42,35 km2
Einwohner: 1732 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49599
Vorwahl: 05467
Kfz-Kennzeichen: OS, BSB, MEL, WTL
Gemeindeschlüssel: 03 4 59 032
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Overbergstraße 4
49599 Voltlage
Website: www.voltlage.de
Bürgermeister: Norbert Trame
Lage der Gemeinde Voltlage im Landkreis Osnabrück
Nordrhein-WestfalenLandkreis CloppenburgLandkreis DiepholzLandkreis EmslandLandkreis VechtaOsnabrückAlfhausenAnkumBad EssenBad IburgBad LaerBad RothenfeldeBadbergenBelmBerge (Niedersachsen)BersenbrückBippenBissendorfBohmteBramscheDissen am Teutoburger WaldEggermühlenFürstenauGehrdeGeorgsmarienhütteGlandorfHagen am Teutoburger WaldHasbergenHilter am Teutoburger WaldMelleKettenkampMenslageMerzenNeuenkirchen (Landkreis Osnabrück)NortrupOstercappelnQuakenbrückRiesteVoltlageWallenhorstKarte
Über dieses Bild

Voltlage ist eine Gemeinde innerhalb der Samtgemeinde Neuenkirchen im Westen des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Voltlage liegt im westlichen Bramgau am Übergang zum Tecklenburger Land.

NachbargemeindenBearbeiten

Voltlage grenzt im Norden an Fürstenau, im Nordosten an Merzen, im Osten an Neuenkirchen sowie im Süden an Recke und im Westen an Hopsten (beide Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen).

GemeindegliederungBearbeiten

 
Ortsteile Voltlage

Die Gemeindeteile sind

  • Höckel
  • Voltlage – Sitz der Gemeindeverwaltung
  • Weese

GeschichteBearbeiten

ReligionBearbeiten

 
Die katholische Pfarrkirche St. Katharina prägt das Bild des Ortskerns.

Voltlage ist zum größten Teil römisch-katholisch. Der Hochaltar und die Seitenaltäre der 1766 geweihten katholischen Pfarrkirche St. Katharina stammen von dem Bildhauer Johann Heinrich König (1705–1784) aus Münster (Westfalen).

Kriegsende in VoltlageBearbeiten

 
9. April 1945: Britische Panzer durchqueren Voltlage

Nachdem die britischen Streitkräfte mit der Operation Plunder ab dem 23. März 1945 den Rhein überquerten und innerhalb weniger Tage durch das Münster- und Tecklenburger Land vorrückten, geriet auch Voltlage in das Kampfgebiet der Front. Als die 156. Brigade der 52nd (Lowland) Infantry Division am 7. April das Nachbardorf Halverde kampflos eroberte, wandte sich das Kriegsgeschehen am Folgetag auf Voltlage und Weese zu. Die Kämpfe am Sonntag, den 8. April um Voltlage gingen als der „blutige Weiße Sonntag“ in die Geschichte des Dorfes ein.[2]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Höckel und Weese eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Bevölkerungsentwicklung in Voltlage seit 1987

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Voltlage im jeweiligen Gebietsstand und jeweils am 31. Dezember.

Bei den Zahlen handelt es sich um Fortschreibungen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[4] auf Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987.

Bei den Angaben aus den Jahren 1961 (6. Juni) und 1970 (27. Mai) handelt es sich um die Volkszählungsergebnisse einschließlich der Orte, die am 1. Juli 1972 eingegliedert wurden.[3]

Jahr Einwohner
1961 1704
1970 1648
1987 1587
1990 1645
1995 1739
2000 1769
2005 1825
2010 1782
2011 1754
2015 1743
2017 1717

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat seit der Kommunalwahl 2016 zehn Mitglieder aus zwei Parteien oder Gruppen. Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Vorsitzender des Rates.

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996.

Rat der Gemeinde Voltlage: Wahlergebnisse und Gemeinderäte
CDU GRÜNE Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode %   %   %   %
1996–2001 94,7 11 5,3 0 100 11 77,1
2001–2006 88,5 10 11,5 1 100 11 71,4
2006–2011 90,6 10 9,4 1 100 11 63,7
2011–2016 87,1 10 12,9 1 100 11 65,52
2016–2021 92,2 10 7,8 1 100 11 67,27
Prozentanteile gerundet.
Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[5], Landkreis Osnabrück[6][7],
neuenkirchen-os.de .
Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet,
da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit November 2016 der Landwirt Norbert Trame.[8] Sein Vorgänger war Bernhard Egbert (CDU), der das Amt 15 Jahre lang innehatte.[9]

  • seit 2016 Norbert Trame (CDU)
  • 2001–2016 Bernhard Egbert (CDU)
  • 1981–2001 August Mönter (CDU)[10]

WappenBearbeiten

Das Wappen besteht aus drei Ähren, die die Ortsteile Voltlage, Weese und Höckel symbolisieren und einem gebrochenen Wagenrad, welches für die Namenspatronin Katharina von Alexandrien der Voltlager Kirche steht.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

 
Das Heimatmuseum in Höckel

Es gibt ein Heimatmuseum in Höckel.

BauwerkeBearbeiten

Der Grundstein für die katholische Kirche St. Katharina im Ortskern von Voltlage wurde im Jahre 1752 gelegt. Bis zu deren Einweihung vergingen gut drei Jahre. Äußerlich macht die Kirche einen sehr schlichten Eindruck, im Innenraum befindet sich jedoch einer der prachtvollsten Barockaltäre des Umkreises. Außerdem befindet sich in der Katharinenkirche eine sehr seltene Klausing- Orgel, welche jedoch dringend einer Renovierung bedarf.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Es bestehen einige Busverbindungen der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück von Voltlage nach Neuenkirchen, Merzen, Fürstenau, Recke und eine stündliche Verbindung nach Osnabrück.

BildungBearbeiten

  • Kindertagesstätte St.Katharina, Leitung: Paula Neumann
  • Kindergarten St.Katharina, Leitung: Paula Neumann
  • Overberggrundschule, Schulleiterin: Annette Krone

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Detail der Overberg-Statue im Ortszentrum

EhrenbürgerBearbeiten

  • August Mönter (ehem. Bürgermeister in Voltlage; † 15. August 2017).
  • Pastor Hermann Rotermann († 15. Januar 2013).

Söhne und Töchter der Gemeinde VoltlageBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Günter Wegmann: Das Kriegsende zwischen Ems und Weser 1945. 2. erweiterte Auflage, H. Th. Wenner, Osnabrück 2000, ISBN 3-87898-367-0.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Voltlage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Christian Geers: 8. April 1945: Der „blutige Weiße Sonntag“ in Voltlage. In: NOZ.de (Neue Osnabrücker Zeitung). 5. April 2015, abgerufen am 2. April 2018.
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 254.
  4. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Bevölkerungsfortschreibung
  5. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Tabelle 5000311
  6. Landkreis Osnabrück, Amtliche Endergebnisse der Kreiswahl am 9. September 2001 (Memento vom 25. Mai 2005 im Internet Archive) (PDF; 528 kB)
  7. Die Kommunalwahl Landkreis Osnabrück vom 11. September 2011 (enthält auch Ergebnisse 2006). (PDF 8,0MB S. 39 Spalte "Gemeindewahlen") Landkreis Osnabrück, abgerufen am 6. März 2016.
  8. Peter Selter: Norbert Trame neuer Voltage Bürgermeister. noz.de, 3. November 2016.
  9. Peter Selter: Bernhard Egbert bewies gutes Händchen für Voltlage. noz.de, 3. November 2016.
  10. https://traueranzeigen.noz.de/traueranzeige/august-moenter August Mönter; Nachruf der Gemeinde