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Vaasa [ˈvɑːsɑ] (schwedisch Vasa) ist eine westfinnische Hafenstadt am Bottnischen Meerbusen. Hier beginnt die Fährlinie nach Umeå, die die kürzeste Schiffsverbindung zwischen Finnland und Schweden darstellt.

Vaasan kaupunki
Vasa stad
Wappen Karte
Wappen von Vaasa Lage von Vaasa in Finnland
Basisdaten
Staat: Finnland
Landschaft: Österbotten
Verwaltungsgemeinschaft: Vaasa
Geographische Lage 63° 6′ N, 21° 36′ OKoordinaten: 63° 6′ N, 21° 36′ O
Fläche: 397,45 km²[1]
davon Landfläche: 188,82 km²
davon Binnengewässerfläche: 2,88 km²
davon Meeresfläche: 205,75 km²
Einwohner: 67.620 (31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 358,1 Ew./km²
Gemeindenummer: 905
Postleitzahlen: 65100 – 66999
Sprache(n): Finnisch, Schwedisch
Website: vaasa.fi

Der Flughafen Vaasa befindet sich 9 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums.

GeschichteBearbeiten

Vaasa wurde 1606 vom schwedischen König Karl IX. Wasa gegründet. Im 18. Jahrhundert erlebte die Stadt einen beispiellosen Aufschwung. Sie wurde nicht nur Sitz des Hofgerichts, sondern erhielt auch als erste finnische Stadt eine öffentliche Bibliothek. 1852 jedoch wurde Vaasa, wie viele andere finnische Städte zu jener Zeit, von einem Großbrand heimgesucht. Zu den wenigen verschonten Gebäuden gehörte das Hofgericht aus den Jahren 1780 bis 1787, das 1863 zur Kirche umgebaut wurde.

Die Neugründung erfolgte sieben Kilometer westlich, da die alte Stadt seit 1606 durch Landhebung vom Meer abgeschnitten worden war. Bereits vor dem Bau der Eisenbahn 1883 gewann der neue Hafen stark an Bedeutung.

Während des finnischen Bürgerkriegs 1918 war Vaasa Stützpunkt der Weißen Brigaden unter General Mannerheim. Bis zur Wiedereroberung Helsinkis diente Vaasa für zehn Wochen als Sitz des Exilsenats und damit als faktische Hauptstadt. Im Winterkrieg und im Fortsetzungskrieg erfolgten verschiedene sowjetische Luftangriffe auf die Stadt, die insgesamt 22 Todesopfer unter der Zivilbevölkerung forderten, außerdem wurden 2,1 % der Wohnungen zerstört und 2,2 % schwer beschädigt.[4]

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Rot eine goldene Wasa-Garbe. Auf dem Schild ruht eine goldene Krone auf gold-silbernen Akanthusblättern. Der Finnische Orden des Freiheitskreuzes hängt um den Schild.

SpracheBearbeiten

Vaasa ist eine offiziell zweisprachige Stadt, in der 71 Prozent der Bevölkerung finnischsprachig und 25 Prozent schwedischsprachig sind.

UniversitätenBearbeiten

Vaasa hat drei Universitäten. Die größte ist die Universität Vaasa[5] mit etwa 5.200 Studenten. Außerdem findet sich in Vaasa eine Zweigstelle der Åbo Akademi (Turku) und eine der beiden Schwedischen Handelshochschulen Finnlands.

IndustrieBearbeiten

Die Wärtsilä Corporation (finnisch: Oy Wärtsilä), ein Hersteller von Schiffs-Dieselmotoren, Schiffs-Propellern und Kraftwerken, betreibt ein Werk in Vaasa.

SportBearbeiten

In Vaasa sind die beiden Fußballvereine Vaasan PS (VPS) und Vasa IFK beheimatet. Beide tragen ihre Heimspiele im Elisa Stadion mit 6.009 Plätzen aus. Zuletzt wurde es von 2015 bis 2016 ausgebaut. Das Stadion war Spielort der U-19-Fußball-Europameisterschaft 2018. Die IFK gewann 1944, 1946 und 1953 die finnische Fußballmeisterschaft, VPS in den Jahren 1945 und 1948. Die Eishockeyabteilung von Vaasan Sport spielt in der Liiga, der höchsten Spielklasse Finnlands.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

BevölkerungBearbeiten

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand: jeweils der 31. Dezember):

  • 1983 – 54.297
  • 1987 – 53.737
  • 1990 – 53.429
  • 1997 – 56.277
  • 2000 – 56.737
  • 2002 – 56.925
  • 2003 – 57.014
  • 2004 – 57.030

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Vaasa unterhält Städtepartnerschaften mit[6]

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Mikko Julkunen: Vaasa – Vasa. Vaasa, Vaasa 1982, ISBN 951-660-076-X (Fotobuch mit deutschem Text).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Vaasa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Vaasa – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1. Januar 2010 (PDF; 199 kB)
  2. Statistisches Amt Finnland: Bevölkerung der finnischen Gemeinden am 31. Dezember 2016.
  3. Software: Geoklima 2.1
  4. Thiemig, Karl: Finnland, S. 172. München 1974
  5. http://www.uva.fi/en/about/facts/
  6. Website Vaasa – Ystävyyskaupungit, abgerufen am 26. Juni 2017