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TSG Dülmen

deutscher Fußballverein

Die Turn- und Spielgemeinde e.V. Dülmen ist ein Sportverein aus der Stadt Dülmen in Westfalen. Der Verein wurde 1945 als Rechtsnachfolger der Vereine VfL Dülmen und Turn- und Spielverein 1884 Dülmen neugegründet. Er bietet die Sportarten Fußball, Leichtathletik und Tischtennis an.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

1924 wurde der Turn- und Spielverein Dülmen gegründet, der im Jahre 1924 in Spielverein Union Dülmen und 1927 in VfL Dülmen umbenannt wurde. Dieser fusionierte im August 1936 mit dem TuS 84 Dülmen zur TSG Dülmen. Dabei wurden die Stadtfarben blau und gelb zu den Vereinsfarben.

FußballBearbeiten

1924 wurde auch eine Fußballmannschaft gebildet, die in den nächsten Jahren in unterklassigen Ligen des westfälischen Fußballverbands spielte. In der Saison 1938/39 gelang die Meisterschaft in der Steinfurt-Staffel und der Aufstieg in die nächsthöhere Liga. 1945 wurde der Verein wiedergegründet. Am Ende der Saison 1949/50 gelang den Dülmenern die Meisterschaft in der Bezirksklasse Münster und der Aufstieg in die Landesliga Westfalen. Nach vierjähriger Ligazugehörigkeit stieg Dülmen 1954 wieder ab. Bis 1959 spielte die TSG Dülmen dann in der Bezirksklasse Recklinghausen.

Ab 1960 wurde Dülmen dann der Bezirksklasse Emsland zugeteilt. Dort konnte am Ende der Saison 1962/63 erst in der Verlängerung gegen den SuS Neuenkirchen der Klassenerhalt gesichert werden. 1967 erfolgte dann doch der Abstieg in die Kreisklasse Coesfeld. Die erfolgreichste Saison der Fußballabteilung war 1993/94, als man ein Jahr lang in der seinerzeit drittklassigen Oberliga Westfalen spielte. Einer der Spieler, mit dem die Mannschaft von der Landesliga in die Oberliga aufstieg, war der spätere Bundesligatrainer Michael Oenning.[1] 1996 stieg das Team wiederum in die Oberliga auf und blieb bis 2003 viertklassig. Danach zog sich der Verein freiwillig zurück. 2011 folgte der sportliche Abstieg in die Bezirksliga. Im Jahre 2016 stieg die Mannschaft wieder in die Landesliga auf, musste aber bereits nach einem Jahr wieder absteigen.

Das Stadion des Vereins am Grenzweg (Freizeitzentrum Nord) in Dülmen bietet 5.000 Zuschauern Platz und verfügt über eine überdachte Tribüne mit Sitzplätzen. Insgesamt umfassen die Anlagen der TSG Dülmen vier Outdoor-Sportplätze: einen reinen Fußballplatz, einen Rasenplatz mit Tartanbahn, einen kleinen Platz für die Jugendmannschaften bis zur D-Jugend sowie einen Ascheplatz. In der Saison 2006/07 schaffte die erste Mannschaft der C-Jugend bis in die 3. Runde des Westfalenpokal, in der sie gegen eine Jugendauswahl von Arminia Bielefeld ausschied.

TischtennisBearbeiten

Übersicht und ErfolgeBearbeiten

Erfolgreichste Abteilung der TSG Dülmen war bislang die Tischtennisabteilung. Die erste Damen-Mannschaft war in den 1990er Jahren eines der erfolgreichsten deutschen Teams und spielte viele Jahre in der Tischtennis-Bundesliga. 1987 erfolgte der Aufstieg in die 2. Bundesliga, 1988 gelang mit dem Trainer Dirk Schimmelpfennig der Durchmarsch in die 1. BL[2]. 1995 war die TSG Dülmen deutscher Meister[3], sechsmal insgesamt errang sie die Vizemeisterschaft. 1991 gewannen die Dülmenerinnen den ETTU Cup, im Jahr darauf erreichten sie das Finale[4]; 1995 und 1996 standen sie im Europapokalfinale, verloren aber beide Endspiele gegen Statisztika Budapest aus Ungarn. Zu den Spielerinnen gehörten in diesen erfolgreichen Jahren Olga Nemes, Ding Yaping, Tong Ling, Nicole Struse, Ilka Böhning, Elke Wosik, Dana Weber und Christiane Praedel. Seit 1980 war die deutsche Schülermeisterin von 1986, Birgit Schmude (heute Birgit Schneider), im Verein aktiv. 1991 wechselte sie nach Langweid und kehrte über den Umweg ESV Coesfeld 1994 wieder zurück.[5] 1997 wurde die Mannschaft in der Besetzung Nicole Struse, Åsa Svensson, Alessia Arisi, Ilka Böhning und Birgit Schneider (Schmude) deutscher Vizemeister. Unmittelbar danach zog die TSG alle Damenmannschaften zurück.[6]

Die Herrenmannschaft wurde 1996 Meister der Oberliga und spielte 1996/97 in der Regionalliga West. Als Jugendlicher war Christian Süß 1998/99 bei der TSG. Am Ende der Saison 1999/2000 wurde das Team aus der 2. Bundesliga zurückgezogen.[7]

GeschichteBearbeiten

Die Tischtennisabteilung wurde 1948 von Hermann Schlüter gegründet. 30 Jahre lang war Karl Kerckhoff Abteilungsleiter. Zunächst gab es nur eine Herrenmannschaft. 1960 wurde erstmals eine Damenmannschaft gemeldet. 1982 spielten die Damen in der Kreisklasse. Danach stiegen sie in jedem Jahr auf bis sie schließlich 1988 die 1. Bundesliga erreichten. Manager war in dieser Zeit Manny Malta, der 1990 von Siegfried Schmitz abgelöst wurde.

LiteraturBearbeiten

  • Dülmen-Report, Zeitschrift DTS, 1991/5 S. 28–31

WeblinksBearbeiten

ReferenzenBearbeiten

  1. Michael Oennings Traum von der Bundesliga, Website der DJK Eintracht Coesfeld vom 29. Januar 2009, gesichtet am 29. Dezember 2009
  2. Zeitschrift DTS, 1988/6 S. 10
  3. Rahul Nelson: Dülmen im Freudentaumel, Zeitschrift DTS, 1995/6 S. 50–51
  4. 5:1-Niederlage im Endspiel gegen Tempo Team Amsterdam, Zeitschrift DTS, 1992/7 S. 8
  5. Zeitschrift DTS, 1986/4 S. 20 + 1991/6 S. 9 + 1993/6 S. 23 + 1994/6 S. 18
  6. Zeitschrift DTS, 1997/7 S. 6–8 S. 20
  7. Zeitschrift DTS, 2000/7 S. 30